ich bin mit kumpels im vorletzten sommer hier in dortmund am hafen von einem mann mittleren alters angesprochen worden, der in der borussenfront aktiv war und darüber erzählt hat. er war mit seiner freundin unterwegs. beide waren alkoholiker und sind in verhältnissen aufgewachsen, die einen zumindest irgendwie verstehen lassen, warum man so wird (mutter von dem typen alleinerziehend, er hat mehrere geschwister, nur von sozialhilfe gelebt, sein vater ist irgendwann abgehauen...)
er hat diese radikale gruppe als familienersatz beschrieben. wenn er probleme mit einer bestimmten person hatte, haben die anderen ihm geholfen und natürlich hat er das selbe getan. über migranten hat er auch gemeckert, wobei ich den eindruck hatte, dass er es einfach nicht besser gelernt hat. wenn deine "familie" dir permanent erzählt, dass ausländer an der eigenen situation schuld sind, glaubst du es halt.
diese dinge, wie liebe, zusammenhalt und hilfsbereitschaft, die jeder glückliche mensch in einer intakten familie erfährt, hat er sich in dieser extremen gruppierung auf die primitivste art geschaffen.
mit fussball hat er nebenbei wenig am hut gehabt und kannte kaum einen spieler.