Farbe gegen Rechts zu bekennen gehört ins Stadion, wie Bier und Bratwurst.
Es ist vor allem weitaus wirksamer, wird dieses nicht nur von offizieller Seite, also vom Verein in seinen Statuten verkündet, sondern auch von den Fans selber so an die Öffentlichkeit getragen.
Ein kleines Beispiel: Stellt euch einen Wohnblock in einer Stadt vor, indem neben unzähligen normalen Mietern auch ein Neonazi wohnt. Der Bürgermeister der Stadt verliest einmal im Jahr eine Erklärung gegen rechte Gewalt und rechtes Gedankengut.
Die vielen "normalen" Bewohner des Mietshauses distanzieren sich ebenso alle öffentlich gegen rechte Gewalt und stellen dies offen zur Schau.
Was wird den Neonazi wohl eher von Taten, die einen rechten Hintergrund haben, abhalten? Die jährliche Rede des Bürgermeisters oder das offene Bekenntnis gegen Rechts all seiner Nachbarn?
Ich halte auch nicht viel von der Antifa, da sich in deren Kreisen einiges an Spinnern tummelt, doch sollte das kein Argument sein, ein Bekenntnis gegen Rechts im öffentlichen Leben zu artikulieren.
Einfache Spruchbänder wie: Werder Fans gegen Neonazis. ...gegen Homophobie oder Neonazis sind hier nicht willkommen, sind ein einfaches Bekenntnis ohne einen Bezug zu Antifa oder anderen Gruppen, die das Augenmaß in ihren Aktionen des Öfteren aus ihren Augen verlieren.
Es ist auch vollkommen egal, ob der Neonazi im Stadion seine Klappe hält oder nicht. Mir ist es wichtig zu zeigen, dass ich seine Ansichten trotzdem nicht akzeptiere und seine Anwesenheit nicht im geringsten schätze.
Wenn jetzt jemand mit dem Argument kommt, man grenzt diese Leute damit zu unrecht aus, so muss ich dem leider entgegen halten, dass dies leider der Preis dafür ist, wenn man Standpunkte vertritt, die andere Menschen unverschuldet ausgrenzen und diskriminieren.
So ist das eben im Leben... Wer einen Bumerang wirft, sollte halt einkalkulieren dass dieser auch zurückkommt...