Fußballer des Jahres

Es gibt bestimmt 10 bessere Fussballer als Messi. Es gibt keinen besseren als Xavi und keine 3 oder 4 besseren als Iniesta.

Weltfussballer werden in der Regel die, die schön dribbeln können und viele Tore schiessen. Das ist aber nicht die Grundlage, auf der Fussball funktioniert.

Xavi selbst hat doch unlängst mal gesagt: "70% der Leute interessieren sich für Fussball, aber nur 5% verstehen ihn richtig". :tnx: :tnx:
Wahlen zum Weltfussballer wie 2x Ronaldinho, 3x Messi, C. Ronaldo, 2x Ronaldo, Romario, George Weah unterstreichen es auf eindrucksvolle Weise. Solche Wahlen sind allein medial gesteuert und in Bezug auf Fussball vollkommen unsinnig.

:tnx:
 
Bei Messi, aber auch bei Ronaldo fehlen mir absolut die guten Leistungen in der Nationalmannschaft, um als beste Spieler der Welt zu gelten. Sie sind sicher überragende Einzelspieler, aber das reicht mir nicht.
Wenn ich einen Ronaldo mal über 90 Minuten sehe, sei es in einem Länderspiel gegen gute Gegner oder im Classico, dann fällt er nur durch gescheiterte Einzelaktionen auf und hat gar keine Bindung ins Kombinationsspiel. Das er in der Liga und da oft gegen schwache Mannschaften soviele Tore schiesst, beeindruckt mich nur bedingt. In den großen Spielen hat er mich eigentlich immer enttäuscht.
Messi scheint nur das Barca-System zu beherrschen und daher fehlt mir da auch noch einiges.
Mein absoluter Lieblingsspieler ist halt seit vielen Jahren Iniesta und ich mag diese Art Fußball zu spielen viel mehr.

Ich habe mich ein einziges mal bei der Wahl zum Weltfussballer gefreut und das war 2006 bei Fabio Cannavaro, da er imho eine überragende WM gespielt hatte und einen riesigen Anteil am WM-Titel der Italiener hatte.
 
Messi würde jedem Verein der Welt weiterhelfen. Aus seinen mittelmäßigen Leistungen in der nicht funktionierenden argentinischen Nationalmannschaft zu schließen, dass er in anderen Systemen nicht klar kommen kann, ist blödsinn. Zumal Iniesta und Xavi den Vorteil haben, dass die spanische Nationalmannschaft die selbe Spielphilosophie wie Barca hat, die natürlich von ihnen selbst entscheidend mitgeprägt wird, aber auch die Beiden werden irgendwann mal ersetzt werden mit Erfolg, da der Barca Nachwuchs von kleinauf lernt so zu spielen. Wie Messi zu spielen ist weniger erlernbar, das ist Talent, das man hat oder eben nicht.


@campino
es ist definitv geringer. ;)
 
Haha von Medienbeeinflussung schnacken und dann so eine Aussage:lol:
Abgesehen davon, daß ich nicht von Medienbeeinflussung gesprochen hatte, könntest Du Dein Post insgesamt nicht mal mit ein bißchen Sinn und Zusammenhang füllen?! Nur ´n büschen.
Und gerade was die Theatralik betrifft sollte man doch wenn man Messi-Fanboy (:D) ist, vielleicht den Mund auch nicht so weit auf machen.
Bitte auch hier, damit diese "der andere ist auch doof"-Floskel nicht völlig albern wirkt. Denn da kann ich den Mund auch spielend so weit aufmachen, daß mir der Kiefer ausrenkt, denn während LM sich den Ball bereits wieder schnappt und nach nem Foul schon munter weiterspielt, sitzt CR noch mit großen Augen und ausgeweiteten Armen auf dem Popo und wundert sich noch in künstlicher Schockstarre darüber, daß man es tatsächlich wagte, ihn zu Fall zu bringen...
Wenn ich mich nicht irre, sind es Spieler, Trainer und Journalisten. Also quasi nur ein drittel "medial gesteuert";)
Die Frage ist aber genau die nach dem Anteil, wenn schon Wahl. Der Punkt ist, ob Messi ohne Xavi (& Co.) genauso herausragen würde wie Xavi ohne Messi. Erst unter Berücksichtigung dieses Punkte wäre eine solche Wahl sinnig.
Da im Mannschaftssport generell immer die Wechselwirkungen der einzelnen Spieler letztlich den Ausschlag geben, ist solch eine Ein-Mann-Wahl ohnehin nur am Rande wichtig, wenn überhaupt. Natürlich profitiert LM, wie das ganze Team, von einem Xavi oder Iniesta. Ebendo verhält es sich allerdings auch umgekehrt, da LM die Spielzüge und Aktionen am Ende oft erst veredelt und einzigartig abschließt, wovon letztlich der Club, der Trainer, etc. profitieren...
LM ist ein wichtiges Kettenglied in einer Kette, die als ganzes enorm gut zusammenpasst.
 
Pirlo ist auch so ein Beispiel. Für mich DER Spieler der WM 2006 und nicht nur da, sondern zuvor schon einige Jahre bei Milan überragend wie auch eine zeitlang danach. Nesta, Vieira früher, Makele oder Essien wären weitere. Z. Bsp. was Pique oder Busquets im CL-Finale letzten Sommer abgeliefert haben, ist für mich purer Genuss. DAS ist Fussball. Solch intelligente Spielweise schaue ich mir 10mal lieber an als Einzelakteure, die 5 Mann ausspielen und nach sechs Versuchen im siebenten dann ein Traumtor schiessen.

@Klasnic#17
Messi spielt natürlich nicht vollkommen strategielos. So wie ich das bisher von ihm gesehen habe, kann er sehr gut einschätzen, was um ihn herum passiert, verfügt über ein recht gutes Spielverständnis und eine Intuition für sich entwickelnde Situationen. Das bringt ihm im Vergleich zu manchen brasilianischen oder anderen Superfummlern den unschätzbaren Vorteil, aktiver im Sinne der Spielentwicklung teil sowie das angeschlagene Tempo aufzunehmen und sinnvoll weiterzuführen, also ohne es über seine individuelle Qualität auf der anderen Seite wieder zu blockieren. Deshalb zählt er für mich zu den 8 bis 15 besten Spielern der Welt.
Tempo und Rhytmus bestimmen/ forcieren, eben einer Spielentwicklung Struktur verleihen kann er allerdings nicht. Daher war es mMn eine grandiose Fehleinschätzung von Maradona, ihn bei der WM als "verkappten" Rautenzehner einzusetzen. Wofür Messi letztlich wenig kann.
 
Pirlo ist auch so ein Beispiel. Für mich DER Spieler der WM 2006 und nicht nur da, sondern zuvor schon einige Jahre bei Milan überragend wie auch eine zeitlang danach. Nesta, Vieira früher, Makele oder Essien wären weitere. Z. Bsp. was Pique oder Busquets im CL-Finale letzten Sommer abgeliefert haben, ist für mich purer Genuss. DAS ist Fussball. Solch intelligente Spielweise schaue ich mir 10mal lieber an als Einzelakteure, die 5 Mann ausspielen und nach sechs Versuchen im siebenten dann ein Traumtor schiessen.

@Klasnic#17
Messi spielt natürlich nicht vollkommen strategielos. So wie ich das bisher von ihm gesehen habe, kann er sehr gut einschätzen, was um ihn herum passiert, verfügt über ein recht gutes Spielverständnis und eine Intuition für sich entwickelnde Situationen. Das bringt ihm im Vergleich zu manchen brasilianischen oder anderen Superfummlern den unschätzbaren Vorteil, aktiver im Sinne der Spielentwicklung teil sowie das angeschlagene Tempo aufzunehmen und sinnvoll weiterzuführen, also ohne es über seine individuelle Qualität auf der anderen Seite wieder zu blockieren. Deshalb zählt er für mich zu den 8 bis 15 besten Spielern der Welt.
Tempo und Rhytmus bestimmen/ forcieren, eben einer Spielentwicklung Struktur verleihen kann er allerdings nicht. Daher war es mMn eine grandiose Fehleinschätzung von Maradona, ihn bei der WM als "verkappten" Rautenzehner einzusetzen. Wofür Messi letztlich wenig kann.

Ich kann eigentlich nicht mehr als :tnx: zu solch tiefgründigen Analysen, und kein 0815-Doppelmoral-Gesabbel wie von anderen Usern/Uhrzeiten hier :tnx:
 
Wieso überrascht es mich nicht, dass genau so ein Tor zum Tor des Jahres gewählt wird! Kann mir kaum vorstellen, dass ein Trainer für so ein Tor abstimmt, denn da ist außer dem Doppelpass nichts, was einem Trainer große Augen bereiten würde.
 
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