Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

  • .... richtig

    Votes: 55 74,3%
  • ... egal

    Votes: 8 10,8%
  • ... falsch

    Votes: 11 14,9%

  • Total voters
    74
[QUOTE="FatTony, post: 5736870, member: 54015"]Einfaches Beispiel: Mir wurde mal die Projektleitung für ein großes Projekt in Aussicht gestellt. Ich habe mich bedankt und frühzeitig klar gemacht, dass ich das für keine gute Idee halte. Begründung: Ich bilde mir zwar ein (und andere offenbar auch) einen guten Blick für die Notwendigkeiten in einem Projekt zu haben. Es mangelt mir aber an den Fähigkeiten (und vermutlich der Geduld und Bereitschaft immer genau abzuwägen wem man welche Informationen wann zukommen lässt und wann besser nicht) diese Notwendigkeiten in einer Gemengelage mit unterschiedlichen Partnern und den damit verbundenen politischen Ränkeleien sinnvoll umzusetzen. Die Möglichkeiten, die ich also meinem AG skizziert habe, sind: Ihr könnt einen guten technischen "Koordinator" bekommen/behalten, oder einen mäßigen Projektleiter und sucht euch einen neuen für die Technik. Eure Entscheidung. Am Ende lief es so wie von mir gewünscht. Es gab einen neuen PL, und einen sehr guten dazu, und ich und mein Team haben ihm die Inputs gegeben die er dann auf eine Weise umgesetzt hat wie ich das nie gekonnt hätte. Long story short: Die Analyse ist immer erst der Anfang und eine perfekte Analyse ohne Fehler gibt es nicht. In der Umsetzung liegt die Perfektion. Und dabei gilt immer zu beachten, Akins Law #33 ;)

A good plan violently executed now is better than a perfect plan next week.
edit: Nun hat der Akku den Rest der Antwort geschluckt. Will sagen, ich denke Baumann trifft häufig die Analyse, das zeigen in den TP die gehandelten aber nicht geholten Namen. Und ich denke, in einem komplett handlungsfähigen Verein der Investieren kann, würde er besser funktionieren. Bei uns mit den eingeschränkten Möglichkeiten würde ich ihn aber tatsächlich eher als AR denn als GF sehen. Denn als GF hat er wiederholt zu sehr das Prinzip Hoffnung bemüht (Kein Ersatz für Füllkrug und Toprak obwohl Kohfeldt auf Gedeih und Verderb auf diese angewiesen angewiesen war) und sein Kardinalsfehler, der hier aber niemanden interessiert, war eben die Unfähigkeit die betriebsinternen Probleme zu erkennen und zu beheben. Ich habe damals schon geschrieben, dass für mich als AR dieser Punkt entscheidend wäre bei der Frage, ob verlängert wird oder nicht. Nämlich der Plan wie so etwas zukünftig vermieden wird.[/QUOTE]

Ogottogott was für eine "Prosa".:denk: Alter weiser Mann:denk:
Einfach wäre gewesen, wenn du geschrieben hättest, dass man dir mal eine Projektleitung angeboten hat, du aber dankend abgelehnt hast,
weil du aus deiner Sicht gewisse Anforderungen nicht erfüllst, du aber signalisiert hast im Projektteam eine Position zu übernehmen,
um eben dieses Projekt gelingen zu lassen.
Das wäre long story short gewesen
Bei dieser Kürze hätte der Akku auch nicht dicht gemacht.;)
Von welchen gehandelten und nicht geholten Namen sprichst du? Warum machst du die an ihm fest? Ich erinnere mich ganz schwach,
dass er bei Amtsantritt fast 30 Mio Startkapital bekam. In der Folge standen auch noch gute Summen zur Verfügung . Insbesondere
für die Saison 19/20, aber da wurde ja in das Mannschaftsumfeld (Kabine, Licht etc.) investiert. Dazu kam die Fehleinschätzung was
den Euro-Move anbelangt. Zum Prinzip Hoffnung gehören auchdie unsinnigen VVL, VS, FK, AN und jetzt OW, weitesgehend auch der Unfall U 23.
... und was du uns seit geraumer Zeit schreibst, nämlich das du es damals schon geschrieben hast.:klatsch::klatsch::klatsch:
@psychowolf hat es schon gut zusammen gefasst.
 
Selbstverliebt wenn man sagt, dass man für bestimmte Aufgaben nicht fähig/unfähig ist? Ok, das habe ich so auch noch nie gehört. Ich trinke gerade nen Rotwein, danke für das Bier.

Nicht fähig/unfähig hast du wohl wissend nicht geschrieben!
Deine Formulierung wurde eingeleitet mit:

Ich bilde mir zwar ein (und andere offenbar auch) einen guten Blick für die Notwendigkeiten in einem Projekt zu haben.
Mit anderen Worten, eigentlich bin ich gar nicht so schlecht, aber ....

Es mangelt mir aber an den Fähigkeiten (und vermutlich der Geduld und Bereitschaft immer genau abzuwägen wem man welche Informationen wann zukommen lässt und wann besser nicht) diese Notwendigkeiten in einer Gemengelage mit unterschiedlichen Partnern und den damit verbundenen politischen Ränkeleien sinnvoll umzusetzen.

Da lese ich nichts von nicht fähig/unfähig, mit bedacht, denn deine Formulierung schwächt offenbar eine Kernfunktion für eine Projektleitung ab.
...... aber du hast das Projekt ja noch getragen und gerettet.
 
Will sagen, ich denke Baumann trifft häufig die Analyse, das zeigen in den TP die gehandelten aber nicht geholten Namen.
Gerade bei nicht geholten Namen halte ich es für schwierig, eine Häufung von richtigen Analysen zu konstatieren, weil dabei zu viele Hypothesen unbeantwortet im Raum stehen bleiben. Dann selbst wenn FB und der jeweilige Trainer (es waren ja ein paar mehr in seiner Amtszeit...) sich bei der Analyse für die Verpflichtung für eine bestimmte Position auf einen bestimmten Spielertyp festgelegt hatten, lässt es sich für uns nicht verifizieren, ob deren Analysen wirklich die richtige waren. Denn ebenso ist es z.B. möglich, dass sich FB + Coach sich in ihrer Analyse irrten, weil sie gar nicht bzw. zu wenig sich mit Alternativen in Namen oder gar Spielertypen befassten. Oder dies doch ausreichend taten, jedoch in ihrer Analyse "nur" die falschen Schlüsse zogen.


Will sagen, ich denke Baumann trifft häufig die Analyse, das zeigen in den TP die gehandelten aber nicht geholten Namen. Und ich denke, in einem komplett handlungsfähigen Verein der Investieren kann, würde er besser funktionieren.
Das wage ich zu bezweifeln. Aus zwei Gründen:

1. Bei Amtsantritt von FB im Mai 2016 war Werder nach Jahren der wirtschaftlichen Konsolidierung komplett handlungsfähig. Das Eigenkapital belief sich per 30.06.2016 auf 2,84 Mio. € (im Jahr davor waren es nur knapp über 500.000 €) und FB konnte im Sommer 2016 mit den 24 Mio. € für Vestergaard und Ujah investieren. Und trotzdem trotzdem feuerte er Ende Oktober 2017, also nach nicht einmal 18 Monaten Amtszeit, zum zweiten Mal seinen Cheftrainer - spricht übrigens nicht gerade für "häufig richtigen Analysen" oder?

2. Um ein erfolgreicher Manager zu sein, bedarf es nicht nur fachlicher Kompetenz, sondern auch noch anderer Eigenschaften, von denen FB mMn zu wenig mitbringt: Zum Beispiel das Gefühl zu vermitteln, dass er die Dinge anpackt - gerade in schlechten Phasen. Wozu auch gehört, dass er gerade bei Trainern mit wenig Erfahrungen als Korrektiv fungiert. Er muss Ehrgeiz und Siegeswillen vorleben und dies auf sein Personal übertragen. Dazu bedarf es ein gewisses Maß an kommunikativen Stärke - ohne jedoch dabei zu überdrehen, wie es bei FK - der dritte eigene U23-Coach in Folge, der zum Chefcoach befördert wurde und noch krachender scheiterte als seine beiden Vorgänger, weil FB zu lange an ihm festhielt, was alles ebenfalls nicht nach "häufigen richtiger Analysen" aussieht, oder? - der Fall war. Wozu auch die Anwendung der richtigen korrespondierenden Emotionen gehört, weil es sonst passieren kann, dass selbst klar formulierte Botschaften nur teilweise oder gar nicht bei den Adressaten ankommen. Der Kicker brachte die kommunikativen Defizite von FB vor ein paar Jahren ganz gut auf den Punkt: dieser schrieb (sinngemäß) dass FB seinen Frust über das verlegte Bundesligaspiel in Frankfurt mit den Worten "Wir sind sehr, sehr verärgert" in einem Tonfall äußerte, der eher an eine Wettervorhersage als einem Wutausbruch.erinnerte.

Die Ausprägungen dieser Fähigkeiten bei FB sind - kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung - können für Standorte mit geringen Ambitionen ausreichend sein. Aber für einen Club wie Werder Bremen, dessen Selbstverständnis die Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga ist, ist das zu wenig. Und auch deswegen ist es wenig überraschend, dass Werder Bremen sich in der Amtszeit von FB nicht nachhaltig positiv weiterentwickelte, sondern stattdessen es seit der Gründung der Bundesliga von 60 Jahren eines der schlechtesten Phasen in Werders Historie geworden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er soll aber schon abgesagt haben (lt. Bild).
Ebenfalls lt. deichstube: Clemens Fritz ist wohl der Favorit und würde gerne Baumann-Nachfolger werden.
Er stelle sich dem aktuellen Auswahlprozess des Werder-Aufsichtsrates und sagt: "Ich habe mich nach meiner Zeit als Profi weitergebildet und fühle mich sehr gut vorbereitet."

Welcher Auswahlprozess? Ich behaupte, der Nachfolger steht (intern) schon fest...
;)
 
Habe ich an irgendeiner Stelle geschrieben, er sei erfolgreich gewesen? Oder nicht etwa das Gegenteil, das bestimmte Eigenschaften allein eben nicht reichen? Aber danke, dass du es wiederholst ;)
Na wieso nicht? Ich denke Baumann verfügt über einen überragenden Fußball-Sachverstand und im Gegensatz zu Marco Bode hat er jahrelange Erfahrung als Funktionär eines Vereines. Lässt zumindest den Umkehrschluss zu. :kaffee:
 
Er soll aber schon abgesagt haben (lt. Bild).
Ebenfalls lt. deichstube: Clemens Fritz ist wohl der Favorit und würde gerne Baumann-Nachfolger werden.
Er stelle sich dem aktuellen Auswahlprozess des Werder-Aufsichtsrates und sagt: "Ich habe mich nach meiner Zeit als Profi weitergebildet und fühle mich sehr gut vorbereitet."

Welcher Auswahlprozess? Ich behaupte, der Nachfolger steht (intern) schon fest...
;)
Also mal ganz ehrlich. Ich würde auch nicht eine gutbezahlte Stelle in der Weltstadt London aufgeben, um ins provinzielle Bremen zu kommen, sich auf einen Schleudersitz setzen und Saison für Saison gegen den Abstieg spielen wollen.
Es wird nach einem langen und ausführlichen Nachfolgeprozess völlig unerwartet C Fritz werden, weil er einfach argumentativ und fachlich der Beste für den Job ist. So oder ähnlich wird es heißen und Bargfrede ist mMn schon Trainee derzeit bei ihnen (?), wird sein Nachfolger im Amt aus o.g. gleichen Gründen. Alles andere würde mich überraschen.
 
Habe ich an irgendeiner Stelle geschrieben, er sei erfolgreich gewesen?
Nein, aber du hast deinen Gedanken geäußert, dass FB in einem komplett handlungsfähigen Verein, der Investieren kann, er besser funktionieren würde. Daraufhin entgegnete ich, dass beim Amtsantritt von FB Werder ein komplett handlungsfähiger Verein war, wo er investieren konnte. Und er somit deinen Gedanken nicht bestätigen konnte :)
 
Daraufhin entgegnete ich, dass beim Amtsantritt von FB Werder ein komplett handlungsfähiger Verein war, wo er investieren konnte

Ja, eben. Bis zur denkwürdigen Saisonvorbereitung von Kohfeldt waren wir doch auf einem guten Weg. Rückblickend hätten natürlich Spieler mit hohen Marktwerten zu Geld gemacht werden müssen. Hat man bewusst nicht gemacht. Ich fand das damals gut und mit dem Wissen von damals auch heute noch. Mit mehr Mitteln hätte man einen erfahrenen zweiten Stürmer geholt, und nicht Sargent vertraut. Mit mehr Mitteln hätte man einen erfahrenen zweiten IV geholt und nicht nur Toprak. Mit mehr Mitteln hätte man einen zweiten 6er geholt und nicht "nur" Sahin. All diese Risiken sind uns infolge der verfehlten Vorbereitung maximal um die Ohren geflogen. Mit bekannten Folgen.
 
Hier beziehe ich mich auf Aussagen von M. Sammer, der auf dieser Position Jemanden mit Fußballsachverstand sehen will, am besten einen Ex-Profi. Das sehe ich genauso. Hier braucht man einen Menschen, der die internen Abläufe einer Mannschaft kennt, versteht und weiß gegenzusteuern. Ein Absolvent von einer Sport-Akademie X nützt Werder nichts. Dazu muss derjenige ein gutes Networking haben, um mit den Beraterfirmen vertrauensvoll zusammen arbeiten zu können. Denn die meisten Neuverpflichtungen scheinen über große Beraterfirmen zu laufen. Die haben ihr eigenes Scouting.
Dazu braucht man ein schlüssiges Nachwuchskonzept mit gezielter Förderung der einzelnen Top-Talente. So etwas wie die U19 soll Deutscher Meister werden, hat sich auf lange Sicht nicht bewährt, vgl. A. Nouri und seine Metaanalysen der deutschen Nachwuchsszene. Die wenigsten schaffen es nämlich aus dieser Meistermannschaft.

Dagegen sollte man abwägen, ob nicht die Vision/Ziele/Strategie auf dieser Position genauso wichtig ist. Ein externer Fußball Manager mit dem festen Willen und Überzeugung und vor allem mit der Vision "wie es gehen könnte Werder wieder nach oben zu bringen" wäre m. E. immens wichtig. Einer, der auch mal Risiko bei Verpflichtungen eingeht, auch mal eine andere Art von Trainer verpflichtet, weil der eben besser zum Verein paßt oder die Vereins-Philosophie im Verein anpasst und und und. CF wäre das Bindeglied und für die Brücke zwischen Vision und Sportlichem zuständig. Aber ich würde mir einen mächtigen GFS wünschen, der versucht uns wieder nach oben zu bringen.... und dieses Ziel auch durch den Verein treibt.

....wir können aber auch HHG ne weitere Werder-Beamten Marionette aus der Rippe schneiden und im ewigen Kreislauf der Werder Genügsamkeit und des absoluten Stillstandes verharren.

Wenn nicht jetzt wann dann? Ich wäre für nen mächtigen Impuls von außen. Aber wir wissen alle, das das System Werder das mit allen Mitteln wohl verhindern wird ....
 
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