Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

  • .... richtig

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  • ... egal

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  • ... falsch

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Aber Allofs zb hatte ebenfalls keinerlei Erfahrung als Manager, als er 99 zu Werder kam, lediglich einige Spiele als Trainer bei der Fortuna. War also so gesehen auch kein "Profi", aber trotzdem erfolgreich.
Richtig, dafür verfügte KA durch seine anderen Stationen in seiner aktiven Zeit (15 Jahe in Düsseldorf, Köln, Bordeaux und Marseille) über ein großes Netzwerk, während FB gerade einmal 5 Jahre als Profi beim 1.FC Nürnberg spielte. Dieses Netzwerk war auch ein Teil seines Erfolges, denn ohne die Allofs-Jahre in Frankreich wäre es für Werder deutlich schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich geworden, Micoud oder Ismael an die Weser zu lotsen.
 
Ich behaupte immer noch, dass FB VS als seinen Trainer für die Zukunft angesehen hat und somit nach seinem zu erwartenden Scheitern bis heute keinen Plan B hat. FB war auf VS AUS in keiner Weise vorbereitet.

Genau wie jetzt mit AN. FB hat auch jetzt absolut keinen Plan B. So ist auch sein Interview zu deuten, in dem er abstreitet, mit anderen Trainern direkt oder auch nur indirekt Kontakt aufgenommen zu haben. Was ich ihm auch abnehme.

Führt kein Weg mehr an der Entlassung von Nouri vorbei, gibts wahrscheinlich eine völlig sinn- und planlose Paniklösung in Form von Kohfeldt oder Schaaf.

Fest steht aber: Wenn das auch schiefgeht (und das wird es), dann ist auch FB Zeit abgelaufen. Wie ich ihn einstufe, wird er dann von sich aus zurücktreten. Zeit für seine nächste Auszeit...
 
@Bremen

Ich finde, dass diese Kontakte von KA nach Frankreich etwas überschätzt waren, sind.

Natürlich waren Ismael und Micoud klasse Transfers, aber das sind gerade zwei Transfers in 15 Jahren. Welche Spieler kamen sonst noch aus Frankreich?

Kontakte und Netzwerk ersetzen aber keine Erfahrung, kein Näschen und keine Überzeugungskunst bei Verhandlungen. ;) Insofern sehe ich, in der Voraussetzung des Jobs zw KA und FB sehr wenig Unterschiede. Ganz anders als TE. Gebracht hats aber auch nichts im Vergleich ;)

Und gerade letzteres (Überzeugung) sehe ich als Stärke von Baumann, der Spieler überzeugt hat (Gnabry, Kruse, Delaney) die auch problemlos bei besser betuchten Vereinen hätte spielen können.

Da sehe ich es dann ähnlich wie unser Otto. Erfahrung und Alter hin oder her, wichtig ist ob ein GF gut oder schlecht arbeitet ;)
 
@Bremen

Ich finde, dass diese Kontakte von KA nach Frankreich ziemlich überschätzt waren, sind.
Natürlich waren Ismael und Micoud klasse Transfers, aber das sind gerade zwei Transfers in 15 Jahren. Welche Spieler kamen sonst noch aus Frankreich?
Kontakte und Netzwerk ersetzen aber keine Erfahrung, kein Näschen und keine Überzeugungskunst bei Verhandlungen. ;)

Du kannst KA so ziemlich alles vorwerfen , aber ganz sicher nicht, das er kein Näschen und keine Überzeugungskunst bei Verhandlungen hatte. Ich möchte jetzt nicht all diese tollen Spieler aufzählen und warum sie zu Werder kamen.

Das dieses Näschen KA in seinen letzten Dienstjahren bei Werder im Stich ließ, ist ein anderes Thema.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Genau wie jetzt mit AN. FB hat auch jetzt absolut keinen Plan B. So ist auch sein Interview zu deuten, in dem er abstreitet, mit anderen Trainern direkt oder auch nur indirekt Kontakt aufgenommen zu haben. Was ich ihm auch abnehme.

Führt kein Weg mehr an der Entlassung von Nouri vorbei, gibts wahrscheinlich eine völlig sinn- und planlose Paniklösung in Form von Kohfeldt oder Schaaf.
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:tnx::tnx::tnx:


Fest steht aber: Wenn das auch schiefgeht (und das wird es), dann ist auch FB Zeit abgelaufen. Wie ich ihn einstufe, wird er dann von sich aus zurücktreten. Zeit für seine nächste Auszeit...
Von sachlichen Gesichtspunkten aus gesehen richtig. Aber wenn, im deutschen Profifußball ein einmaliger Vorgang, die operativen Schaltstellen und der Aufsichtsrat zu großen Teilen aus langjährigen Weggefährten mit gemeinsamer Vergangenheit besetzt sind, ist die Gefahr groß, daß die sachlichen Gründen bestenfalls nur über sekundären Charakter verfügen.
 
@Bremen

Ich finde, dass diese Kontakte von KA nach Frankreich etwas überschätzt waren, sind.

Natürlich waren Ismael und Micoud klasse Transfers, aber das sind gerade zwei Transfers in 15 Jahren. Welche Spieler kamen sonst noch aus Frankreich?

Nur 2 Transfers? Na und? Aber dafür waren es richtige "Kracher", Qualität vor Quantität.


Da sehe ich es dann ähnlich wie unser Otto. Erfahrung und Alter hin oder her, wichtig ist ob ein GF gut oder schlecht arbeitet ;)
Richtig, aber korrekt eingesetzt ermöglicht Erfahrung grundsätzlich für bessere Arbeit,
 
100% korrekt. Man muss hier anfangen mit Profis zu arbeiten. Baumann und Bode sind keine Profis in diesem Bereich. Aber nicht nur da hapert es. Alle Bereiche querbeet sind vom Filz und guter Laune durchsetzt, statt einen Leistungsgedanken zu fordern und diesen auch Konsequent durchzusetzen. Der Ansatz mit Eichin war richtig. Er hätte aber weitreichender sein müssen. Die Führungsetage hätte mit aufgeräumt werden müssen. Professionalität hätte einkehren müssen. Dieser Verein lebt von seiner ehemals guten Vita. Neue Wege will man nicht gehen, stattdessen den "Werderweg" fortsetzen. Der Fußball hat sich massiv gewandelt und wer jetzt nicht langsam anfängt mitzuspielen, der wird in kürzester zeit den Anschluss um Jahre verpassen und klanglos untergehen. Wenn man die Innovationen scheut, muss man sich mit der zweiten und dritten Liga anfreunden.

Das ist genau das Problem!!! Ich fürchte allerdings, Werder hat diesen Anschluss längst verpasst, denn die von dir genannten, richtigen
Erforderlichkeiten erfordern Geld, viiiieeeel Geld und Kompetenz mit Hingabe und ohne Eitelkeiten.
 
Du kannst KA so ziemlich alles vorwerfen , aber ganz sicher nicht, das er kein Näschen und keine Überzeugungskunst bei Verhandlungen hatte.

Das habe ich überhaupt nicht geschrieben. Es ging darum, ob ein Manager unbedingt bei seiner ersten Station "Profi" sein muss. Das war weder KA noch FB. Die beiden haben so ungefähr auf gleichem "Level" begonnen. Bremen hat daraufhin das Netzwerk von KA ins Spiel gebracht, und ich habe dagegen gesagt, dass das Netzwerk keine Näschen, Erfahrung und Überzeugungskunst ersetzt... im Klartext, für mich nicht unbedingt ein ausschlaggebender Vorteil ist.

KA hatte ein fantastisches Näschen und sicher auch in Verhandlungen eine gute Überzeugung. Das habe ich nie bestritten und sollte der Post nicht ausdrücken.

Nur 2 Transfers? Na und? Aber dafür waren es richtige "Kracher", Qualität vor Quantität.

Natürlich. Aber dafür, dass es "nur" 2 Transfers in 15 Jahren waren wird und wurde mir damals schon KA's Kontakte nach Frankreich immer zu hoch gehängt. Wäre sein Gespür in diese Richtung so viel besser gewesen als in andere Länder, wären bestimmt noch ein paar Transfers mehr aus Fronkreich möglich gewesen ;).

Auch hier nochmal, dass kein Missverständniss aufkommt: KA hat jahrelang hervorragende Arbeit geleistet, und die beiden Frankreich-Transfer waren zwei der allerwichtigsten.
 
FB macht nur das, was dieser Verein seit Jahren vorlebt nämlich Kontinuität als Selbstzweck. Harmonie statt Zwietracht, ruhiges Umfeld, corporate identity usw.
Das ist auch nicht falsch, weil Jeder gerne in einem stressfreien Umfeld arbeitet, was auch leistungsfördernd ist. Das hat sich zB bei Spielern wie Rufer oder Bratseth wunderbar ausgewirkt, die im hektischen München wahrscheinlich diese Leistungen nicht abgerufen hätten. Daraus bezieht u.a bis heute Werder seine Legitimation diesen Weg konsequent zu verfolgen. Die Generation der Spieler hat sich geändert und auch deren Berufsauffassung. Für die ist Werder eine zeitlich begrenzte Episode, während für Rufer, Bratseth & Co es eine echte Familie war. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber als Verein sollte ich darauf reagieren und die Angestellten mehr in die Pflicht nehmen. Insofern ist FB die logische Konsequenz für diesen familiären Weg.
Aber sie bräuchten auf diesem Posten Jemanden mit Sach- und Fachkompetenz (hatte Eichin nicht), der hier ansetzt und Veränderungen sukzessive stringent durchbringt und nicht versucht, den größten gemeinsamen Nenner zu finden. Sie bräuchten Jemanden, der knallhart intern Defizite aufzeigt, anspricht und nicht versucht zu relativieren.
FB Vita und sein Wesen geben das nicht her, so dass er mit diesem Posten in der ersten Reihe überfordert ist. Er ist ein wichtiger Baustein als Zuarbeiter aber nicht als Macher. Er gibt seinem Freund VS eine Jobgarantie und VVL. Er hat keinen Plan B nach VS und AN, die Notlösung, scheitert gerade auch. Deswegen tut er sich unheimlich schwer damit, seinen Trainer mit dieser schlechten Bilanz zu entlassen. Er sucht krampfhaft Gründe für eine Weiterbeschäftigung, die u.a. die Spieler wie ein Delaney ihm auch geben. Die lenken dabei nur von ihren eigenen Unzulänglichkeiten ab. Ein neuer Trainer könnte uU unangenehme Entscheidungen treffen. Daher macht man doch lieber weiter wie bisher, denken sich die Spieler.
FB ist und bleibt der falsche Mann auf diesem Posten aber nicht im Verein.
 
FB macht nur das, was dieser Verein seit Jahren vorlebt nämlich Kontinuität als Selbstzweck. Harmonie statt Zwietracht, ruhiges Umfeld, corporate identity usw.
Das ist auch nicht falsch, weil Jeder gerne in einem stressfreien Umfeld arbeitet, was auch leistungsfördernd ist. Das hat sich zB bei Spielern wie Rufer oder Bratseth wunderbar ausgewirkt, die im hektischen München wahrscheinlich diese Leistungen nicht abgerufen hätten. Daraus bezieht u.a bis heute Werder seine Legitimation diesen Weg konsequent zu verfolgen. Die Generation der Spieler hat sich geändert und auch deren Berufsauffassung. Für die ist Werder eine zeitlich begrenzte Episode, während für Rufer, Bratseth & Co es eine echte Familie war. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber als Verein sollte ich darauf reagieren und die Angestellten mehr in die Pflicht nehmen. Insofern ist FB die logische Konsequenz für diesen familiären Weg.
Aber sie bräuchten auf diesem Posten Jemanden mit Sach- und Fachkompetenz (hatte Eichin nicht), der hier ansetzt und Veränderungen sukzessive stringent durchbringt und nicht versucht, den größten gemeinsamen Nenner zu finden. Sie bräuchten Jemanden, der knallhart intern Defizite aufzeigt, anspricht und nicht versucht zu relativieren.
FB Vita und sein Wesen geben das nicht her, so dass er mit diesem Posten in der ersten Reihe überfordert ist. Er ist ein wichtiger Baustein als Zuarbeiter aber nicht als Macher. Er gibt seinem Freund VS eine Jobgarantie und VVL. Er hat keinen Plan B nach VS und AN, die Notlösung, scheitert gerade auch. Deswegen tut er sich unheimlich schwer damit, seinen Trainer mit dieser schlechten Bilanz zu entlassen. Er sucht krampfhaft Gründe für eine Weiterbeschäftigung, die u.a. die Spieler wie ein Delaney ihm auch geben. Die lenken dabei nur von ihren eigenen Unzulänglichkeiten ab. Ein neuer Trainer könnte uU unangenehme Entscheidungen treffen. Daher macht man doch lieber weiter wie bisher, denken sich die Spieler.
FB ist und bleibt der falsche Mann auf diesem Posten aber nicht im Verein.

:tnx::tnx: sehr gut herausgestellt. Explizit die Darstellung im ersten Absatz, d. h. alles zu seiner Zeit. :top:
 
@Bremen
Und gerade letzteres (Überzeugung) sehe ich als Stärke von Baumann, der Spieler überzeugt hat (Gnabry, Kruse, Delaney) die auch problemlos bei besser betuchten Vereinen hätte spielen können.
Hmm, um einen Kevin de Bruyne zu überzeugen, war mMn noch mehr Überzeugungskraft notwendig, als für Gnabry.
Am Ende sind es beides "nur" Leihspieler gewesen.
Kruse wurde zuerst als Jugendlicher von KA überzeugt. Kruse aus Wolfsburg zurück zu holen war nicht schwieriger, als Pizarro aus Chelsea zurück zu holen.
Delaney wurde quasi mehr von seinem Kumpel Jannik Vestergaard überzeugt:
https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20162017/vestergaard-rueckkehr-10022017/
@Bremen
Da sehe ich es dann ähnlich wie unser Otto. Erfahrung und Alter hin oder her, wichtig ist ob ein GF gut oder schlecht arbeitet ;)
Es heisst immer von FB, dass Entwicklung Zeit benötige. Ich stelle mir manchmal die Frage, in wie vielen Jahren die ~30er ihre Blütezeit haben werden?
Sané(30), Moisander(32), Junuzović(30), Bartels(30), Gebre Selassie(30), Jérôme Gondorf(29)

Eigentlich gingen wir positiv in die Saison, weil so viele Spieler gehalten werden konnten.
Der große Umbruch steht aber noch bevor. Läuft es dann besser?
 
@Flutlicht82

Wie gesagt: Mit meinem Post wollte ich KA niemals in irgendeiner Form abwerten. Kam scheinbar falsch rüber.

Bzgl Kruse und Delaney habe ich eine andere Meinung. Trotzdem akzeptiere ich deine Sicht natürlich vollkommen. :tnx:

Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass nur ein Mannschaftsspieler aus der NM einen Wechsel forcieren kann. Vestergaard kann ein Grund gewesen sein, aber da spielen eben andere Dinge weitaus größere Rollen.

Und natürlich wusste Max vorher schon, was er an Bremen hatte. Trotzdem hätte er anderswo weitaus mehr Geld verdienen können, und FB musste mit anderen "Dingen" locken. Man sollte seine Rolle in den Transfers nicht kleinreden.

Aber das ist nur meine Meinung :tnx: :beer:
 
Das ist genau das Problem!!! Ich fürchte allerdings, Werder hat diesen Anschluss längst verpasst, denn die von dir genannten, richtigen
Erforderlichkeiten erfordern Geld, viiiieeeel Geld und Kompetenz mit Hingabe und ohne Eitelkeiten.
Selbst wenn Werder 100 Mio € mehr hätte, würde sich hier nichts ändern. Veränderungen entstehen nicht nur, wenn viel Geld vorhanden ist, sondern der Willen zu der selbigen ist entscheidend. Geld erleichtert Vieles, eröffnet Spielräume aber man muss es auch wollen.
Fortschritt funktioniert, wenn man eine Idee oder Visionen hat und die versucht umzusetzen. so funktioniert eine Gesellschaft, egal ob arm oder reich.
Bei Werder wird das Alte bewahrt und alles dafür getan, dass dieses Altbewährte um jeden Preis erhalten bleibt. Das nennen sie dann traditionell und familiär, um die Fans für sich einzunehmen. Gelingt ihnen auch weitestgehend, aber am Ende zählt der Erfolg, den man in der Tabelle ablesen kann.
Acht Jahre hintereinander in der Abstiegszone würde andernorts zu massiven, internen Diskussionen führen. Die Frage nach dem Warum schwebt über allem. Natürlich ist es multifaktoriell. Aber ich erreiche doch keine Verbesserung, in dem ich genau die Leute an die entscheidenden Positionen setze, die die Malaise federführend mit verursacht haben. Daher meine Kritik an der Rückholaktion von TS als TD. Warum binden sie denn nicht Allofs wieder in die GF mit ein? Er war hier auch lange Zeit sehr erfolgreich?! Wäre dann nur konsequent.
Networking funktioniert nicht, in dem ich mich mit meinen Freunden ständig austausche, sondern neue Leute kennenlerne, deren Ideen höre und evtl. die eine oder andere davon für mich umsetze. Das erste ist bequem und das zweite anstrengend.
 
Also ich bezweifle ganz stark, dass ein Trainerwechsel hier noch irgendwas bringt, außer kurzfristige Effekte, die am Ende vielleicht mit Glück den erneut knappen Nichtabstieg retten. Aber das alles wahrscheinlich wieder ohne jede Nachhaltigkeit und nächste Saison dann auf ein Neues das altbekannte Spiel.

Dutt ließ größtenteils gruseligen Fußball spielen, holte aber mit schwachem Kader in der Rückrunde ordentlich Punkte, vor allem in den wichtigen Duellen gegen die untere Tabellenhälfte. Gewann außerdem alle Nordderbies. In der Saison darauf musste er dann nach 9 Spielen mit 4 Punkten direkt nach der Niederlage gegen Köln gehen. Nouri kann jetzt exakt dasselbe Schicksal ereilen. Erstaunlich.

Skripnik brachte anfangs ordentlichen Schwung, ging im Weserstadion die Post ab, ging die Mannschaft mit ab, hievte sich auf einen Hurralevel. Oftmals ohne spielerisch und taktisch zu glänzen wurden die Gegner trotzdem bezwungen. Damit konnten sich zunächst viele anfreunden, nicht zu Unrecht, weil das Team mitreißen konnte. In der nächsten Saison nach furchtbarer Hinrunde die ähnliche "Kür" in der Rückrunde. Bis dann Schluss war in der Folgesaison nach wenigen, aber katastrophalen Ergebnissen.

Unter Nouri hatte ich in der ersten Phase den Eindruck, dass flacher Kombinationsfußball gespielt werden sollte und das Team einen Entwicklungsschritt macht. Ich konnte damit ehrlich gesagt was anfangen. Es steckte eine Idee dahinter. Jetzt sind wir nach einem Jahr Nouri wieder da, wo wir vor ihm waren, wo wir vor Skripnik waren, unter Dutt und wo wir unter Schaaf 2010-12 (nicht 12/13) waren.

Das Budget ist knapp. Kurzfristige Ansätze gab es dennoch bei eigentlich jedem Trainer. Fast. Die dann ebenso regelmäßig versiegten, bei dem einen früher, bei dem anderen später.
Was würde ein neuer Trainer anders machen? Erstmal würde der vermutlich sogar Phantasien auf besseren Fußball und bessere Zeiten wecken können. Kurzfristig. Aber letztlich würden wieder Bargfrede fest gesetzt den Sechser geben, Junuzovic den Hoffnungsträger für Spielentwicklung und Struktur, das Leichtathletengekicke von Selassie oder das Gerenne von Bartels als unverzichtbar stilisiert. Und kurze Zeit später wundern wir uns wieder, dass da keine Struktur, keine fußballerische Linie zu erkennen ist.

Was letztlich immer fehlte, war eine substanzielle Spielidee, oder zumindest die Anlage und der erkennbare Plan dafür. Wie denn auch? Mit diversen Pseudo- Schlüsselspielern, die jede Saison aufs Neue vollkommen falsch eingeschätzt werden, und wo demnach wieder keine Neuen für diese wichtigen Positionen verpflichtet werden, stehst Du als Trainer mitunter dumm da. Ich war auf den letzten 5 Jahreshauptversammlungen von Werder zugegen. An zwei JHV kann ich mich noch gut erinnern, auf denen Klaus Dieter Fischer den "Zladdi" über den grünen Klee gelobt hat. Wegen seiner Rolle und so.. dem muss sich irgendwann jeder beugen. Sicherlich wird da nicht direkt ins operative Geschäft eingegriffen, trotzdem haben gewisse Einflüsse im Verein Gewicht. Glaube ich jedenfalls. Und die Trainer scheitern mit Ansage.... bei erwähntem, knappem Budget.

Den Trainerwechsel hat Werder verpasst, als der Verein noch Substanz im Kader und in der Kasse hatte, noch attraktiv für Trainer und neue Spieler war. Nämlich vor ungefähr 10 Jahren. Nur kann ich das den Verantwortlichen nicht wirklich vorwerfen, damals wäre ein Wechsel unter den Bedingungen in Bremen kaum vermittelbar gewesen. Was wir mittlerweile viel mehr brauchen als Trainerwechsel, ist endlich Innovation in der Kadergestaltung, im Drumherum, im Scouting, in vielen Bereichen.

stimme ich in großen teilen zu. ich glaube auch nicht, dass der trainer an sich das hauptproblem ist. ich glaube aber schon, dass es ausnahmetrainer gibt, die werder auch langfristig voran bringen könnten. aber ob so jemand für werder erreichbar ist? wohl eher nicht. da müsste man einen glückstreffer landen wie etwa hoffenheim mit nagelsmann. er müsste fachlich top sein, eigene, ganz klare vorstellungen haben und überzeugungskraft besitzen. sich nicht scheuen, deutlich zu machen, dass man auf spieler wie junuzovic als tragende säule nicht mehr setzt. er müsste sein konzept so fundiert vortragen können, dass eben auch der rest bemerkt, dass es für dieses andere spielertypen braucht. und darauf müsste alles ausgerichtet sein. ein durch und durch selbstbewusster, konsequenter trainer wie tuchel. womit man wieder bei der machbarkeit angekommen ist.
was den letzten satz angeht, sehe ich das absolut genauso.
 
Selbst wenn Werder 100 Mio € mehr hätte, würde sich hier nichts ändern. Veränderungen entstehen nicht nur, wenn viel Geld vorhanden ist, sondern der Willen zu der selbigen ist entscheidend. Geld erleichtert Vieles, eröffnet Spielräume aber man muss es auch wollen.
Fortschritt funktioniert, wenn man eine Idee oder Visionen hat und die versucht umzusetzen. so funktioniert eine Gesellschaft, egal ob arm oder reich.
Bei Werder wird das Alte bewahrt und alles dafür getan, dass dieses Altbewährte um jeden Preis erhalten bleibt. Das nennen sie dann traditionell und familiär, um die Fans für sich einzunehmen. Gelingt ihnen auch weitestgehend, aber am Ende zählt der Erfolg, den man in der Tabelle ablesen kann.
Acht Jahre hintereinander in der Abstiegszone würde andernorts zu massiven, internen Diskussionen führen. Die Frage nach dem Warum schwebt über allem. Natürlich ist es multifaktoriell. Aber ich erreiche doch keine Verbesserung, in dem ich genau die Leute an die entscheidenden Positionen setze, die die Malaise federführend mit verursacht haben. Daher meine Kritik an der Rückholaktion von TS als TD. Warum binden sie denn nicht Allofs wieder in die GF mit ein? Er war hier auch lange Zeit sehr erfolgreich?! Wäre dann nur konsequent.
Networking funktioniert nicht, in dem ich mich mit meinen Freunden ständig austausche, sondern neue Leute kennenlerne, deren Ideen höre und evtl. die eine oder andere davon für mich umsetze. Das erste ist bequem und das zweite anstrengend.

Ich bin da absolut bei dir. Ich hatte vor ein paar Tagen zu dem Punkt TS als TD ein paar Gedanken formuliert. Zu TS hatte ich ins Feld geführt, dass
er durch den Abstand vom Verein mit dem Wissen von gestern und den Augen und Ohren von heute durchaus einen Lernprozess durchlaufen haben kann. Im Sinne von, er hat von innen und von außen auf den Verein geguckt. Es ist eine Möglichkeit klarer zu sehen ... eine Möglichkeit mehr nicht.
Im Weiteren war/ist auch noch gar nicht klar definiert wie der Posten des TD ausgefüllt sein wird. Ich wollte eigentlich da nicht für und
auch nicht gegen halten. Ich stimme dir aber mittlerweile bei der momentanen Gesamtbetrachtung absolut zu. Es muss auf allen Ebenen was
passieren, aber ich weiß nicht wer das aufbrechen sollte.
Ganz ehrlich, dass könnte nur einer mit dem W auf der Brust, mit Leidenschaft und Hingabe und mit einer richtig starken Arroganz (wenn nötig).
Was er allerdings brauchen würde, wären Soldaten/Indianer und Wirtschaftskraft im Rücken. So eine Art Kind.
...... Marco Bode hat es leider nicht geschafft.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Selbst wenn Werder 100 Mio € mehr hätte, würde sich hier nichts ändern. Veränderungen entstehen nicht nur, wenn viel Geld vorhanden ist, sondern der Willen zu der selbigen ist entscheidend. Geld erleichtert Vieles, eröffnet Spielräume aber man muss es auch wollen.

Findest du nicht, dass man letztes Jahr, mit Geld, einiges verändert hat, zumindest am Kader... und auch in die richtige Richtung verändert hat? Oder wie meinst du das genau?

Denkst du nicht, man wäre den Weg aus dem Sommer weitergegangen, WENN man eben jenes Geld weiterhin (oder sogar mehr) zur Verfügung gehabt hätte?
 
Ich bleib dabei: Das Geld wurde im letzten Sommer leider schlecht angelegt und vor allem zu kurzfristig, nix nachhaltiges wie man sieht.
FB hat nun 2 mal Trainer installiert/verlängert und beide male wurde es nix, nicht gerade eine berauschende Bilanz für den GF Sport.

Wenn ein Abstieg als Katalysator dienen würde Altlasten im Team, Umfeld und Führung los zu werden: ICH BIN BEREIT!!
 
Das habe ich überhaupt nicht geschrieben. Es ging darum, ob ein Manager unbedingt bei seiner ersten Station "Profi" sein muss. Das war weder KA noch FB. Die beiden haben so ungefähr auf gleichem "Level" begonnen.

Auf gleichem Level begonnen? Hmmmmm.....

Wenn ich jetzt fies wäre, würde ich schreiben, Allofs konnte fließend Französisch, was uns zum großen Teil mit der Verpflichtung von Ismael und Micoud das Double eingebracht hatte.

Frank Baumann dagegen tut sich, was die Redegewandtheit betrifft, schon mit der Deutschen Sprache schwer.

Das ist meiner Ansicht nach in seiner Position schon ein gewaltiges Handicap.
 
Unabhängig von Baumann: Es ist ein Unterschied, ob ich vor Kamerad reden muss, oder unter 6 Augen beim Verhandlungsgespräch.

Und bzgl Baumann habe ich persönlich keine Kenntnisse über seine Fremdsprachenkenntnisse. Aber fließendes Englisch dürfte ein Must-Have sein.
 
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