Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Man kann und muss diese Diskussion doch sogar ausweiten.
Es reicht doch nicht zu sagen, das sind auch Menschen und dürfen nicht "gedemütigt" werden (wobei ich diese Formulierung schon überzogen finde) nur weil sie deutlich mehr Geld verdienen, das ist doch viel zu einfach gedacht.
 
War zwar mal ganz interessant zu lesen die Fan-Fußballer-Beziehung, bringt uns aber im Moment mit Ihrer Grundsätzlichkeit nicht unbedingt weiter. Grundsätzlich gibt es Applaus wenn die Mannschaft/Spieler gut spielen und ebenso grundsätzlich gibt es Buhrufe und Pfiffe bei Schlechtleistung. Das ist auch bei anderen Vorführungen so und das wissen auch alle Beteiligten (Verein, Mannschaft, Presse und Fans). Das außer Kraft zu setzen würde den Fußball wohl innerhalb kürzester Zeit auflösen, denn genau diese Interaktion ist die Seele nicht nur diesen Sportes.
Das ganze Stadion kann sich vornehmen nicht zu Jubeln oder zu pfeiffen, bei 5 zu 0 für uns geht die Party ohnehin ab und bei einem nochmaligen 0 zu 5 gg. uns (wie Mainz) geht noch ne ganz andere Party ab :D
Der Spieler auf dem Feld erhält ohnehin eine Rückmeldung, von daher sollte man ihm klar machen, daß er es selber in der Hand hat mit seinem Leistungen.

Und da habe ich eine eindeutige Meinung zu den Bremer Verhältnissen. Zu häufig wurde von Vereinsseite betont, mit unseren Fans schaffen wir das. Ich finde da wird zuviel direkt in die Waagschale geschmissen. Das kann auch auf die Spieler wirken wie "Wenn die Fans nicht funktionieren, braucht Ihr es auch nicht". Da wird die Verantwortung auf den Kunden abgewälzt. Der Impuls muß zunächst von der Mannschaft ausgehen, das ist IHR BERUF, der Fan ist in seiner Freizeit da. Die Fans wissen schon ganz genau wann sie unterstützen müssen, das braucht uns der Verein nicht subtil mitzuteilen. Früher kam erst die Leistung der Mannschaft und das Stadion war der TURBO. Heute wird gleich der Turbo gezündet alles verfeuert und am Ende gibt es auf den Sack. Auch dieses "Für unseren Verein, für unsere Stadt" vor dem Spiel ist ja schon ein Hilferuf an die Fans. DAS IST GRUNDFALSCH und heißt soviel wie "nur Ihr Fans könnt unseren Verein und unsere Stadt damit retten" ............ TOTALER UNFUG. Ich habe nix dagegen das in Bremen alle Fraktionen zusammenstehen d. h. aber nicht automatisch das der Fan in Vorleistung gehen muß, das müssen schon die Berufskicker machen!

Die fehlende Grundspannung im Verein verschafft uns seit Jahren katastrophale Mentalitätsprobleme und Krisen, davon bin ich überzeugt. Das was jetzt passiert, ist doch schon 3-4 mal passiert in den letzten Jahren, daß ist kein Zufall mehr!
 
Ich denke nirgendwo gibt es eine garantierte Glückseligkeit. Trotzdem sind Fußballprofis ziemlich privilegiert und ich denke schon, dass man bis zu einem gewissen Grad erwarten kann, dass sie mit dem Druck umgehen können. Hier geht es auch nicht nur um Geld alleine. Dort schwirren Unmengen an Supportmitarbeitern um die Spieler rum bis hin zu Sportpsychologen usw. usf. . Auch werden die mit Sicherheit privat unterstützt, so dass sie sich nicht wirklich um alltägliche Probleme kümmern müssen.

All das hat ein Normalsterblicher nicht. Selbst einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen kann schon mal mehr als sechs Monate dauern - und dann hat man teilweise noch Glück, wenn die überhaupt jemanden noch aufnehmen. Auch Psychotherapeuten sind bei uns in der Region komplett ausgebucht und nehmen keine Patienten mehr an. Da bleibt einem als Normalsterblicher fast nur noch sich einweisen zu lassen und auf den Platz wartet man dann auch Monate - falls die Kranken- / Rentenkasse dann auch noch mitspielt. Im Falle eines akuten psychischen Problems hast Du dann echt ein Problem was nicht ohne weiteres lösbar ist. Und wenn man jezt noch die Extrembeispiele dazu nimmt wie einen allein erziehenden Elternteil kann der auch nicht ohne Weiteres mal drei Monate in die Reha gehen. Und ja, das oben genannte habe ich persönlich bereits bei einem Angehörigen durchgemacht, wo man nicht wusste ob, wenn man abends nach Hause kommt die Person a) bereits aufgestanden ist oder weiterhin seit einer Woche im Bett liegt, weil sie schlicht nicht aufstehen kann, b) ob die Person überhaupt da ist oder man sich Gedanken machen muss ob sie sich draußen was angetan hat oder c) ob man die Person so vorfindet, dass man direkt den Notruf wählen muss.

Die Argumentation, dass Fußballer auch Menschen sind und unterschiedlich mit Druck umgehen ist klar und logisch. Depressionen entstehen aber nicht durch drei Abende im Halbjahr Pfiffe der Fans im Stadion, die nach zwei Minuten vorbei sind. Dafür ist man als Charakter empfänglicher oder nicht und ist ein Prozess der deutlich weit reichendere Trigger hat als ein paar Abende Liebesentzug der Fans.

Sehr gut auf den Punkt gebracht. :tnx::tnx::tnx:

Depressionen und auch die "leichtere" Variante Burnout enstehen nicht durch situative Ereignisse wie einzelne Pfiffe sondern sind i.d.R. die Folge konstanten Druck- /Streßsituatonen. Aufgrund des starken öffentlichen Interesses stehen Fußballprofis unter besonders hohem Erwartungsdruck, den auch niemand leugnen will. Doch spätestens der tragische Suizid von Robert Enke im Jahr 2009 und ebenso die Jahre vorher aufgetretenen Depressionen bei Sebastian Deisler haben die Führungskräfte in den Club hinsichtlich ihrer dahingehender Verantwortung (hoffentlich) so sensibilisiert, daß schnelle und hoch professionelle Hilfe zur Verfügung steht bzw. vermittelt wird. Jedoch wer kümmert sich um die Millionen von Normalverdienern, die unter dieser Volkskrankheit leiden? Speziell in den Berufsgruppen, die dafür besonders anfällig sind, z.B. in sozialen Berufen oder MitarbeiterInnen in Call-Centern? Wie von Dir konstatiert, bleibt Otto Normalverbraucher seinem Schicksal i.d.R. selbst überlassen, und muss sich, sofern wie o.a. die Lebensumstände es überhaupt erlauben, unter der Inkaufnahme von sehr langen Wartezeiten selbst um Heilung kümmern.
 
War zwar mal ganz interessant zu lesen die Fan-Fußballer-Beziehung, bringt uns aber im Moment mit Ihrer Grundsätzlichkeit nicht unbedingt weiter. Grundsätzlich gibt es Applaus wenn die Mannschaft/Spieler gut spielen und ebenso grundsätzlich gibt es Buhrufe und Pfiffe bei Schlechtleistung. Das ist auch bei anderen Vorführungen so und das wissen auch alle Beteiligten (Verein, Mannschaft, Presse und Fans). Das außer Kraft zu setzen würde den Fußball wohl innerhalb kürzester Zeit auflösen, denn genau diese Interaktion ist die Seele nicht nur diesen Sportes.
Das ganze Stadion kann sich vornehmen nicht zu Jubeln oder zu pfeiffen, bei 5 zu 0 für uns geht die Party ohnehin ab und bei einem nochmaligen 0 zu 5 gg. uns (wie Mainz) geht noch ne ganz andere Party ab :D
Der Spieler auf dem Feld erhält ohnehin eine Rückmeldung, von daher sollte man ihm klar machen, daß er es selber in der Hand hat mit seinem Leistungen.

Und da habe ich eine eindeutige Meinung zu den Bremer Verhältnissen. Zu häufig wurde von Vereinsseite betont, mit unseren Fans schaffen wir das. Ich finde da wird zuviel direkt in die Waagschale geschmissen. Das kann auch auf die Spieler wirken wie "Wenn die Fans nicht funktionieren, braucht Ihr es auch nicht". Da wird die Verantwortung auf den Kunden abgewälzt. Der Impuls muß zunächst von der Mannschaft ausgehen, das ist IHR BERUF, der Fan ist in seiner Freizeit da. Die Fans wissen schon ganz genau wann sie unterstützen müssen, das braucht uns der Verein nicht subtil mitzuteilen. Früher kam erst die Leistung der Mannschaft und das Stadion war der TURBO. Heute wird gleich der Turbo gezündet alles verfeuert und am Ende gibt es auf den Sack. Auch dieses "Für unseren Verein, für unsere Stadt" vor dem Spiel ist ja schon ein Hilferuf an die Fans. DAS IST GRUNDFALSCH und heißt soviel wie "nur Ihr Fans könnt unseren Verein und unsere Stadt damit retten" ............ TOTALER UNFUG. Ich habe nix dagegen das in Bremen alle Fraktionen zusammenstehen d. h. aber nicht automatisch das der Fan in Vorleistung gehen muß, das müssen schon die Berufskicker machen!

Die fehlende Grundspannung im Verein verschafft uns seit Jahren katastrophale Mentalitätsprobleme und Krisen, davon bin ich überzeugt. Das was jetzt passiert, ist doch schon 3-4 mal passiert in den letzten Jahren, daß ist kein Zufall mehr!

1899% Zustimmung :tnx:

Bereits gestern habe ich ja schon im FK-Thread geschrieben, daß Green-White-Wonderwall vor knapp 4 Jahren nur deshalb funktionierte, weil Fans und Mannschaft sich zerrissen hatten. In der Hinrunde 19/20 hat die Mannschaft im Vergleich zu den Fans jedoch kaum "geliefert", d.h. trotz der schlechtesten Hinrunde standen und stehen die Fans hinter der Truppe und feierten diese selbst nach einer peinlichen 0:5-Heimklatsche gegen Mainz auch noch ab. Und trotzdem richten die Verantwortlichen von Werder Appelle an die Fans zur Unterstützung. Hallo? Geht's noch?

Statt die Fans sollten die Verantwortlichen bei Werder eher ihre Spieler öffentlich in die Pflicht nehmen, damit die Beziehung Mannschaft-Fans den Klassenerhalt gemeinsam bewerkstelligen kann. Denn der Teil einer Partnerschaft, der für den Erhalt bzw. der gemeinsamen Ziele weniger leistet und statt sein eigenes Engagement zu erhöhen, vom Partner noch mehr abverlangt, ist der eventuelle "Totengräber" der gemeinsamen Ziele.

Andererseits: ist es verwunderlich, daß die Verantwortlichen hierbei die Bringschuld bei den Fans statt bei der Mannschaft und sich selbst sehen? Bei dem seit mehr als einem Jahrzehnt grassierenden Hang zur Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung wohl kaum.
 
War zwar mal ganz interessant zu lesen die Fan-Fußballer-Beziehung, bringt uns aber im Moment mit Ihrer Grundsätzlichkeit nicht unbedingt weiter. Grundsätzlich gibt es Applaus wenn die Mannschaft/Spieler gut spielen und ebenso grundsätzlich gibt es Buhrufe und Pfiffe bei Schlechtleistung. Das ist auch bei anderen Vorführungen so und das wissen auch alle Beteiligten (Verein, Mannschaft, Presse und Fans). Das außer Kraft zu setzen würde den Fußball wohl innerhalb kürzester Zeit auflösen, denn genau diese Interaktion ist die Seele nicht nur diesen Sportes.
...Die fehlende Grundspannung im Verein verschafft uns seit Jahren katastrophale Mentalitätsprobleme und Krisen, davon bin ich überzeugt. Das was jetzt passiert, ist doch schon 3-4 mal passiert in den letzten Jahren, daß ist kein Zufall mehr!
Sehr gut. In Anlehnung dazu noch einmal Otto der Erste: Am Ende einer Vorführung verneigt sich das Schauspielerensemble vor dem Publikum und empfängt seine Ovationen. Mittlerweile erwartet der Fusssballprofi, dass er immer unterstützt wird. Kritik will man nicht haben. Das ist ein generelles Problem.
Auch bitte Aufhören mit R. Enke usw. Der Mann litt zeitlebens an einer endogenen Depression. Das ist nicht vergleichbar. Diese Patienten bedürfen einer dauernden Psychotherapie mit medikamentöser Unterstützung.
Depressionen und auch die "leichtere" Variante Burnout enstehen nicht durch situative Ereignisse wie einzelne Pfiffe sondern sind i.d.R. die Folge konstanten Druck- /Streßsituatonen. Aufgrund des starken öffentlichen Interesses stehen Fußballprofis unter besonders hohem Erwartungsdruck, den auch niemand leugnen will. Doch spätestens der tragische Suizid von Robert Enke im Jahr 2009 und ebenso die Jahre vorher aufgetretenen Depressionen bei Sebastian Deisler haben die Führungskräfte in den Club hinsichtlich ihrer dahingehender Verantwortung (hoffentlich) so sensibilisiert, daß schnelle und hoch professionelle Hilfe zur Verfügung steht bzw. vermittelt wird. Jedoch wer kümmert sich um die Millionen von Normalverdienern, die unter dieser Volkskrankheit leiden? Speziell in den Berufsgruppen, die dafür besonders anfällig sind, z.B. in sozialen Berufen oder MitarbeiterInnen in Call-Centern? Wie von Dir konstatiert, bleibt Otto Normalverbraucher seinem Schicksal i.d.R. selbst überlassen, und muss sich, sofern wie o.a. die Lebensumstände es überhaupt erlauben, unter der Inkaufnahme von sehr langen Wartezeiten selbst um Heilung kümmern.
Auch hier wird ein Zeitgeistphänomen lediglich beschrieben. Wir haben einen generellen Verlust der Mitmenschlichkeit, sozialen Interaktionen und Hilfe miteinander und füreinander. Durch die Reizüberflutung kommt es dann zu reaktiven Depressionsepisoden. Das ist etwas völlig Anderes als eine endogene Depression, vgl. Enke.
Die Gesellschaft hat einen gefühlten Bedarf an Psychotherapie, der in letzter Konsequenz zu einem Versorgungsgrad führen würde, dass wir zigtausende Psychotherapeuten mehr ausbilden und zulassen müssten. Es braucht zB auch nicht jeder Mensch, der eine gescheiterte Beziehung erlitten hat, eine psychotherapeutische Aufarbeitung. Da reicht oftmals auch der Freundeskreis. Viele Probleme ließen sich im Familien- und Freundeskreis lösen.
Weil aber Jeder meint, mit jedwedem Problem zum Therapeuten gehen zu müssen, hat man mittlerweile Wartezeiten von > 6 Monaten. Und diejenigen, die sie wirklich bräuchten, bekommen keinen Termin. Das ist die Krux.
 
Weil aber Jeder meint, mit jedwedem Problem zum Therapeuten gehen zu müssen, hat man mittlerweile Wartezeiten von > 6 Monaten. Und diejenigen, die sie wirklich bräuchten, bekommen keinen Termin. Das ist die Krux.

Wo soll denn die Grenze zwischen Bedarf und keinem Bedarf gezogen werden? Mal ganz abgesehen davon, daß die Symptome, die auf Depressionen hindeuten, auch organische Ursachen haben können, zB eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes,ist der Grad der Belastbarkeit eines Menschen individuell unterschiedlich. Daher darf man es einem labileren Menschen nicht zum Vorwurf machen, wenn er aus scheinbar niederen Gründen wegen eines psychischen oder physischen Unwohlsein einen Arzt oder Therapeuten konsultiert. Vor allem ist bei psychischen Erkrankungen nicht nur der Patient selbst, sondern auch sein persönliches Umfeld, besonders sein engster Familienkreis betroffen. Denn dieser bekommt die negativen Veränderungen mit, wird ggf. sogar zum seelischen, im schlimmsten Fall gar körperliche Prügelknabe des Erkranken, so daß auch dessen Lebensqualität und -freunde sinkt, auch weil sie sich um den erkrankten Menschen Sorgen mach bzw. um ihn kümmern. Das ist ähnlich wie eine Co-Abhängigkeit bei einem Alkoholkranken.

Sorry für OT
 
Was hat das eigentlich alles mit Kohfeldt zu tun?!
Bin ja auch immer für Gesprächsfreiheit, aber manche Spekulationen führen doch arg vom Weg ab...aber wenn ich das falsch sehe: Bin für den Zusammenhang mit Werders Trainer jederzeit offen. Dass er Depressionen hat, befürchte ich jedoch nicht. Ihm versperrt eher eine bestimmte Brille die neutrale Sicht.
 
Was hat das eigentlich alles mit Kohfeldt zu tun?!
Bin ja auch immer für Gesprächsfreiheit, aber manche Spekulationen führen doch arg vom Weg ab...aber wenn ich das falsch sehe: Bin für den Zusammenhang mit Werders Trainer jederzeit offen. Dass er Depressionen hat, befürchte ich jedoch nicht. Ihm versperrt eher eine bestimmte Brille die neutrale Sicht.

Meine Güte, man wird ja auch mal abschweifen dürfen....
Vermutlich hat Kohfeldt keine Depressionen aber das hat auch keiner auf der Stirn stehen.
 
Was hat das eigentlich alles mit Kohfeldt zu tun?!
Bin ja auch immer für Gesprächsfreiheit, aber manche Spekulationen führen doch arg vom Weg ab...aber wenn ich das falsch sehe: Bin für den Zusammenhang mit Werders Trainer jederzeit offen. Dass er Depressionen hat, befürchte ich jedoch nicht. Ihm versperrt eher eine bestimmte Brille die neutrale Sicht.

Mal von der kurzen Abschweifung Richtung Depression abgesehen, kann ich Dir genau sagen was indirekt mit dem jeweiligen Werder Trainer zu tun hat. Meines Erachtens läßt Werder seine Trainer immer voll und ganz alleine. Bode spürt man nicht und Baumann spürt man nicht oder Hubertus schon gar nicht, wenn es darum geht die Mannschaft an die Vereinsziele zu erinnern ............ ERFOLG. Das wird alles dem Trainer überlassen und keiner redet ihm rein. Da kommt keiner mal ausm Quark und erinnert die Profis daran, daß Fußballspielen immer mit der richtigen Einstellung zu tun hat oder fordert namentlich Leistungssteigerungen oder Wiedergutmachung. Da kommt auch keiner ausm Quark und sagt dem Kohfeldt mal das er über die Falsche Neun nachdenken sollte. In Bremen wird nicht kritisiert und das führt zu absolutem STILLSTAND. Das Ding ist Vereinsimmanent und zieht sich über Presse und Fans durch. Werder ist nicht kritikfähig und schon gar nicht untereinander. Diese Reibung wird generell als Energieverlust interpretiert wenns öffentlich wird. Ich sage Werder nimmt sich dadurch zum einen die Möglichkeit des Lernens und zweitens die Möglichkeit mehr Spannung innerhalb des Vereins und Erfolgseinstellungen in der Mannschaft zu implementieren. Schreib ich allerdings schon gefühlt 100 Jahre. Werder ist nicht Dialogbereit und hat keine Streitkultur, sondern nur Tabuisierung.

Werder ist wie die arme Schnalle, die sich immer und immer wieder für sich betrachtet mit angeblich Falschen Männern einläßt. Sich dann regelmäßig trennt, aber IMMER das Problem externalisiert und den Mann als Schuldigen hinstellt. Es wird nie hinterfragt, ob es vielleicht am eigenen Verhalten liegt was falsch ist. Kritik hinsichtlich Ihrer Auswahl und Ihrem Verhalten ist nicht erlaubt, also lernt sie nichts über sich selbst und macht zeitlebens den gleichen Fehler. Gar keine Kritik zuzulassen bzw. auch mal öffentlich in den Dialog zu gehen nimmt Werder Spannung und Lerneffekte.
Ich glaube das der Verein in Summe viel mehr fordern und drücken muß UND zwar bei den Spielern und nicht beim Publikum!
 
....Ich glaube das der Verein in Summe viel mehr fordern und drücken muß UND zwar bei den Spielern und nicht beim Publikum!

Das ist ein Punkt, @ Becks. Aber Werder gefällt sich eben in der Rolle, den Verein so zu führen wie in den 70ern, eine 'Familie' und so, kurze 'Wege, gemeinsame Sache. Da passt Konkurrenzkampf, Leistungskontrolle und neutrale Analyse nicht mit zusammen. Und weil viele auf dem Standpunkt stehen 'hat ja bisher gut geklappt', lassen sich auch viele Fans einlullen und glauben auch, dass es das beste sei, alles im wesentlichen so zu belassen.

Nüchtern betrachtet hat Werder viele hausgemachte Probleme, von denen Kohfeldts Strategie und Werderweg-geblendete Analyse nur eins ist. Ich für meinen Teil halte die gefundene Erklärung ("die Spieler waren zu ehrgeizig und haben nicht wegen Überlastung gemeckert") für kompletten Blödsinn, würde vom Hybridrasen über Physioabteilung und Athletik- sowie Standardtrainer bis zum Werder-Weg eine Komplettüberarbeitung der Philosophie angehen, Kohfeldts Systemgewese Dreierkette, Ballbesitz etc. eindampfen und die Spieler aufs kämpfen einstellen. Abstiegskampf läuft nur über Einsatz. Und dann will ich als Fan auch nichts davon lesen/hören, was spielerisch alles passieren soll. Erst die Pflicht, dann die Kür.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Im Kicker sagt jetzt Kohfeldt selber " man werde nichts mehr auf dem Transfermarkt machen, wenn man keinen Spieler findet der die gewünschten Eigenschaften besitzt die man sich wünscht"......
Auf diese Rückrunde bin ich gespannt....
 
https://www.kicker.de/766861/artikel/kohfeldts_fazit_ein_staendiges_umgehen_mit_frusterlebnissen_

Der Umgang mit Rückschlägen wird zur entscheidenden Qualität

Wenn überhaupt, dann soll also ein Spieler kommen, der keine Zeit zur Eingewöhnung braucht, sondern der Mannschaft direkt selbst Orientierung bieten kann. Denn, so lautet Kohfeldts Gesamtbetrachtung über den Abstiegskampf: "Nach dieser Hinrunde hat keiner von uns gedacht, dass es einfach wird. Und es wird weiter Rückschläge geben. Es ist ein ständiges Umgehen mit Frustrationserlebnissen, das die gesamte Energie von uns allen fordern wird. Aber: Für uns ist wichtig, dass wir sofort immer wieder lösungsorientiert denken. Mein Glaube, der klare Weg und auch die Überzeugung der Mannschaft sind ungebrochen." Der Umgang mit Rückschlägen, das versucht Kohfeldt zu vermitteln, wird im weiteren Saisonverlauf zur entscheidenden Qualität. "Das war ein ganz zentraler Punkt dieses Trainingslagers. Und in dieser Beziehung sind wir einen guten Schritt weitergekommen."




Danke Coach, das ist seit langer Zeit der erste kleine positive Ansatz nach Aussen!:tnx:






https://www.smava.de/partner/169513...amp=2020-01-10+18:11:24_tbplatform=Smartphone


https://www.kicker.de/766690/artikel
 
Findest du? Immer, wenn irgendeiner sagt, dass man irgendwo einen Schritt weitergekommen sei, dann muss ich an den alten Spruch denken. "Gestern standen wir am Abgrund...." Und den Rest kennt eh jeder.
 
Wann haben die Protagonisten Bode und Baumann ihrem Trainer erzählt, dass es keine Neuzugänge geben wird???
 

...bester Kommentar: Der Mund sagt „positives Fazit“ die augenringe sagen „so‘n Scheiß!“
...oder aber Bierkönig durchgezecht am Donnerstag;)

Spaß beiseite, Flo gibt vollen Einsatz mit den Möglichkeiten, die er aktuell zur Verfügung hat, ich hoffe sehr, wir schaffen die Wende im Laufe der Rückrunde und Baumann fängt endlich an noch was gescheites umzusetzen!:opa:
 
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