Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Keine Ahnung, aber er hat schon recht. Noch einmal solche katastrophalen Auftritte wie gegen Mainz und Köln und das war es. Viele Spiele dieser Kategorie darf und wird es nicht mehr geben, dann hat FK fertig und zwar sowas von.


Mich würde mal das Ergebnis einer Umfrage interessieren.

Was wäre euch für die nächsten 2, bzw. 4 Spiele lieber:

A) 4 mal hintereinander knapp 1:0 verlieren und man hält weiter zu Kohfeldt

B) 2 Spiele wie gegen Mainz und man trennt sich von Kohfeldt
 
ja, kannst du dir erlauben, da widerspricht ja auch keiner. nur demütigst du damit halt die spieler.

Wenn ich sehe, dass die Mannschaft alles gibt, es aber momentan nicht besser kann, würde ich nicht pfeifen, aber wenn ich sehe, dass alle, bis auf 2-3 Spieler keinen Bock haben, mit dem Gegenspieler mitzulaufen, dann werde ich bewusst als zahlender Kunde Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;). Und da ich meine Eintrittskarte nicht reklamieren kann, muss ich meinen Unmut über die Verarschung anders kundtun und eben pfeifen anstatt Beifall zu klatschen...

Wer auf dem Platz nicht zumindest den Anschein macht, alles für den Erfolg zu geben, die Grundtugenden für den Fußball zu pflegen, der hat seinen Beruf verfehlt und sollte es Marcell Jansen gleich tun und mit seinen Millionen glücklich alt werden...
 
Mich würde mal das Ergebnis einer Umfrage interessieren.

Was wäre euch für die nächsten 2, bzw. 4 Spiele lieber:

A) 4 mal hintereinander knapp 1:0 verlieren und man hält weiter zu Kohfeldt

B) 2 Spiele wie gegen Mainz und man trennt sich von Kohfeldt
Allerdings reicht es nicht, sich von Kohfeldt zu trennen. Damit wäre nämlich nur ein Bruchteil der Probleme gelöst.
 
der beitrag, den du zitierst, zitiert aber wiederum einen beitrag, in dem es um die reaktion der fans ging. diese war also thema, auf das du dann auch geantwortet hast mit deinem vergleich zum verhältnis chef/mitarbeiter.
Wie viele vorherige Zitate auf die eigene Reaktion sollten deiner Meinung nach denn in dem eigenen Beitrag berücksichtigt werden? Eins? Zwei? Drei? Oder Anzahl X? Kann man so machen - doch dann würde es Off Topic werden, weil wir in dem Fall nicht mehr über Fußball diskutieren würden, sondern darüber, ob über die Entstehung der Erde die wissenschaftliche oder die biblische Darstellung die richtige ist.

(Achtung: die o.a. Zeilen können Spuren von Ironie enthalten)


das ist halt auch wieder so ein kruder vergleich. wenn dann müsste es ja ein schellimbiss sein, zu dem du seit jahren hingehst, mit dem du emotional verbunden bist und den du auch nicht einfach austauschen kannst.
Wenn man es darauf anlegt, sich Argumenten zu verschließen, lässt sich jeder Vergleich als krude bewerten - sogar ein Vergleich von Fußballclubs, weil Club A in vielerlei Hinsicht anders "gestrickt ist, als Club B, Club C usw.
 
Ach so, dachte immer den Job bekommt man, weil man einigermaßen gut Fußball spielen kann. Wusste nicht, dass die zwingend Pfiffe und sonstige Demütigungen aushalten können müssen.

Du wirst es vielleicht kaum glauben wollen, jedoch zahlreiche Spieler taten sich "sonstige Demütigungen" sogar freiwillig an - indem sie in von 1978-86 für den Aberdeen FC oder von 1986-2013 bei ManU kickten, obwohl die "hairdryer treatments“ von Alex Ferguson berüchtigt waren.

Ach ja, nur so am Rande angemerkt: diese Spieler haben größtenteils dort gar nicht mal so erfolglos gekickt.
;)
 
Du wirst es vielleicht kaum glauben wollen, jedoch zahlreiche Spieler taten sich "sonstige Demütigungen" sogar freiwillig an - indem sie in von 1978-86 für den Aberdeen FC oder von 1986-2013 bei ManU kickten, obwohl die "hairdryer treatments“ von Alex Ferguson berüchtigt waren.

Ach ja, nur so am Rande angemerkt: diese Spieler haben größtenteils dort gar nicht mal so erfolglos gekickt.
;)
aha, interessante story, aber was soll die mir jetzt sagen? :denk:
 
Wenn man es darauf anlegt, sich Argumenten zu verschließen, lässt sich jeder Vergleich als krude bewerten - sogar ein Vergleich von Fußballclubs, weil Club A in vielerlei Hinsicht anders "gestrickt ist, als Club B, Club C usw.
ja, wer den vergleich des kunden eines schnellimbisses mit dem fan eines fußballvereins als krude empfindet, legt es darauf an, sich argumenten zu verschließen. okay.
 
tja, wolltest du mir nicht eigentlich erklären, weshalb es auf diesem niveau dazu gehört, dass die spieler pfiffe aushalten können müssen?
Es sollte dazu gehören,dass da nicht jeder mit klar kommt liegt in der Natur der Sache,weil die Menschen unterschiedlich sind.
Was ich sagen will ist,dass in den horrenden Gehältern ein gewisses Schmerzensgeld eingepreist ist.
Dazu gehört für mich eine oft eingeschränkte Privatsphäre und eben auch mal heftigere Kritik,bis zu einem gewissen Maß versteht sich.
Pfiffe oder Supportentzug ist da für mich noch vergleichsweise harmlos aber ein Mittel womit ein Profifussballer klar kommen sollte.
Muss war da zu hart formuliert,er muss es wenn er ein Großer werden will aber das sehe ich bei unseren nicht so.
Ausser Rashica vielleicht.
 
Es sollte dazu gehören,dass da nicht jeder mit klar kommt liegt in der Natur der Sache,weil die Menschen unterschiedlich sind.
Was ich sagen will ist,dass in den horrenden Gehältern ein gewisses Schmerzensgeld eingepreist ist.
Dazu gehört für mich eine oft eingeschränkte Privatsphäre und eben auch mal heftigere Kritik,bis zu einem gewissen Maß versteht sich.
Pfiffe oder Supportentzug ist da für mich noch vergleichsweise harmlos aber ein Mittel womit ein Profifussballer klar kommen sollte.
Muss war da zu hart formuliert,er muss es wenn er ein Großer werden will aber das sehe ich bei unseren nicht so.
Ausser Rashica vielleicht.
Geld spielt doch bei dieser Betrachtung überhaupt keine Rolle. Hier geht es um die Psyche von Menschen. Wenn es jemanden auf Grund einer desaströsen sportlichen oder persönlichen Lage schlecht geht und dann der Support aus dem eigenen Lager auch noch weg fällt und/oder gar lautstarke Pfiffe kommen, dann kommt der eine damit klar und der andere eben nicht. Keiner von beiden wird sich denken: "Ok, lass die mal pfeifen, am Ende des Monats hab ich wieder meinen 6-stelligen Betrag auf dem Konto". Das wird sich jeder zu Herzen nehmen. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass man niemals bloß nicht pfeifen sollte. Der Fan auch auch sein Anrecht auf Emotionen. Aber zu sagen, dass Profifußballer genug Geld verdienen und das "Schmerzensgeld" ist halte ich für vermessen (siehe diverse Fälle depressiver Spieler, von Sebastian Deisler bis hin zu Robert Enke)
 
.... Aber zu sagen, dass Profifußballer genug Geld verdienen und das "Schmerzensgeld" ist halte ich für vermessen (siehe diverse Fälle depressiver Spieler, von Sebastian Deisler bis hin zu Robert Enke)

Sicher, das ist im Grunde zu einfach mit dem Geld.

Aber: Niemand zwingt die Spieler, ihren Job bis zum bitteren Ende durchzuziehen.
Die kassieren einen Haufen Kohle, um ein vielfaches mehr als jeder normale Angestellte in seinem Leben erarbeiten kann. Da erwartet man automatisch mehr.
Wenn man als Spieler merkt, das ist nix, damit komm ich nicht klar, muss ich mir eben was anderes suchen oder 1-2 Ligen runter gehen und in Ruhe kicken. Ist nicht so, das die sofort in Hartz4 abrutschen.


Und: eine Scheißsituation, mit depressiven und Scheißgedanken kann jedem passieren, egal welcher Job.
Nur: hier MUSS man teilweise drin bleiben und versuchen das durchzuziehen weil an dem Gehalt tatsächlich Existenzen hängen.

Tut mir Leid, aber ich habe mittlerweile, auch aufgrund eigener Erfahrungen, weniger Mitleid mit den Profis.
Die suchen sich das schließlich aus, die wollen den Job ergreifen und müssen mit den Unangenehmen Seiten eben leben oder aussteigen.

Ähnlich den Schauspielern in Hollywood.

Wo Licht ist, ist auch Schatten - ganz normal. Je mehr von dem Einen, desto mehr von dem Anderen.
 
Die beiden genannten sind doch absolute Einzelfälle auf dem Niveau, wenn auch bei Enke tragisch natürlich.
Und ja tatsächlich,ich glaube,dass es genug Spieler gibt denen die Fans und deren Verhalten am Allerwertesten vorbei gehen.
Enke hatte Depressionen,das ist nochmal ne ganz andere Geschichte,ich kann mir nicht vorstellen,dass die damit zu tun hatten,dass Fans ihn ausgepfiffen hätten.
Den Druck hat er natürlich gehabt aber den hat halt jeder Bundesligaprofi mehr oder weniger,er ist leider unter anderem daran zerbrochen.
Glaub mir,ich weiß dass das nur Menschen sind, dass die ein Schweinegeld mit ihrem Hobby verdienen macht sie nicht anders als dich oder mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Thema ist absolut nicht einfach. Ich bin ja auch kein Experte darin. Aber mit Geld und "ist halt so" oder "Job ausgesucht" zu argumentieren ist mir platt gesagt zu einfach. Wenn du Profifußballer bist und sein willst (wer wollte das wohl nicht als Kind?), der will doch vermutlich auch automatisch ganz oben mitspielen. Sich selber einzugestehen, dass man vielleicht eher woanders hingehört ist doch schon wieder die hohe Kunst der Selbstreflektion. Natürlich kann das in jedem anderem Beruf auch passieren. Aber ich glaube nicht, dass man einfach mit Geld oder "Traumberuf" argumentieren kann. Dein zusätzliches Beispiel mit Hollywood kann man auch noch um die Musikbranche erweitern. Ist auch keine garantierte Glückseeligkeit dort.
 
Sollte auch nur ein Extrembeispiel sein, um darzustellen, dass alleine "Schmerzensgeld" den Druck nicht mindert.

Sicher nicht. Geld nimmt keinen Druck, sagt auch niemand.

Aber wenn ich den Druck in meinem Job nicht aushalten kann, muss ich mir eben mittel / langfristig was anderes suchen -
oder aber durchziehen weil ein Jobwechsel nicht möglich ist mangels Alternativen und weil das monatliche Geld reinkommen muss und man sich keine Auszeit von 1-2 Jahren bzw. Umschulung oder sonstiges einfach mal so leisten kann.
Da ist der Druck ein ganz anderer.

Bei den Fußballern sieht das anders aus. Die haben nach 1-2 Jahren so viel Geld, das die sich keine Sorgen mehr machen müssen bzw. sich in Ruhe umorientieren zu können, Ausbildung machen, studieren etc. ohne direkt im Obdachlosenheim nächtigen zu müssen.
 
Das Thema ist absolut nicht einfach. Ich bin ja auch kein Experte darin. Aber mit Geld und "ist halt so" oder "Job ausgesucht" zu argumentieren ist mir platt gesagt zu einfach. Wenn du Profifußballer bist und sein willst (wer wollte das wohl nicht als Kind?), der will doch vermutlich auch automatisch ganz oben mitspielen. Sich selber einzugestehen, dass man vielleicht eher woanders hingehört ist doch schon wieder die hohe Kunst der Selbstreflektion. Natürlich kann das in jedem anderem Beruf auch passieren. Aber ich glaube nicht, dass man einfach mit Geld oder "Traumberuf" argumentieren kann. Dein zusätzliches Beispiel mit Hollywood kann man auch noch um die Musikbranche erweitern. Ist auch keine garantierte Glückseeligkeit dort.

Ich denke nirgendwo gibt es eine garantierte Glückseligkeit. Trotzdem sind Fußballprofis ziemlich privilegiert und ich denke schon, dass man bis zu einem gewissen Grad erwarten kann, dass sie mit dem Druck umgehen können. Hier geht es auch nicht nur um Geld alleine. Dort schwirren Unmengen an Supportmitarbeitern um die Spieler rum bis hin zu Sportpsychologen usw. usf. . Auch werden die mit Sicherheit privat unterstützt, so dass sie sich nicht wirklich um alltägliche Probleme kümmern müssen.

All das hat ein Normalsterblicher nicht. Selbst einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen kann schon mal mehr als sechs Monate dauern - und dann hat man teilweise noch Glück, wenn die überhaupt jemanden noch aufnehmen. Auch Psychotherapeuten sind bei uns in der Region komplett ausgebucht und nehmen keine Patienten mehr an. Da bleibt einem als Normalsterblicher fast nur noch sich einweisen zu lassen und auf den Platz wartet man dann auch Monate - falls die Kranken- / Rentenkasse dann auch noch mitspielt. Im Falle eines akuten psychischen Problems hast Du dann echt ein Problem was nicht ohne weiteres lösbar ist. Und wenn man jezt noch die Extrembeispiele dazu nimmt wie einen allein erziehenden Elternteil kann der auch nicht ohne Weiteres mal drei Monate in die Reha gehen. Und ja, das oben genannte habe ich persönlich bereits bei einem Angehörigen durchgemacht, wo man nicht wusste ob, wenn man abends nach Hause kommt die Person a) bereits aufgestanden ist oder weiterhin seit einer Woche im Bett liegt, weil sie schlicht nicht aufstehen kann, b) ob die Person überhaupt da ist oder man sich Gedanken machen muss ob sie sich draußen was angetan hat oder c) ob man die Person so vorfindet, dass man direkt den Notruf wählen muss.

Die Argumentation, dass Fußballer auch Menschen sind und unterschiedlich mit Druck umgehen ist klar und logisch. Depressionen entstehen aber nicht durch drei Abende im Halbjahr Pfiffe der Fans im Stadion, die nach zwei Minuten vorbei sind. Dafür ist man als Charakter empfänglicher oder nicht und ist ein Prozess der deutlich weit reichendere Trigger hat als ein paar Abende Liebesentzug der Fans.
 
Ich denke nirgendwo gibt es eine garantierte Glückseligkeit. Trotzdem sind Fußballprofis ziemlich privilegiert und ich denke schon, dass man bis zu einem gewissen Grad erwarten kann, dass sie mit dem Druck umgehen können. Hier geht es auch nicht nur um Geld alleine. Dort schwirren Unmengen an Supportmitarbeitern um die Spieler rum bis hin zu Sportpsychologen usw. usf. . Auch werden die mit Sicherheit privat unterstützt, so dass sie sich nicht wirklich um alltägliche Probleme kümmern müssen.

All das hat ein Normalsterblicher nicht. Selbst einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen kann schon mal mehr als sechs Monate dauern - und dann hat man teilweise noch Glück, wenn die überhaupt jemanden noch aufnehmen. Auch Psychotherapeuten sind bei uns in der Region komplett ausgebucht und nehmen keine Patienten mehr an. Da bleibt einem als Normalsterblicher fast nur noch sich einweisen zu lassen und auf den Platz wartet man dann auch Monate - falls die Kranken- / Rentenkasse dann auch noch mitspielt. Im Falle eines akuten psychischen Problems hast Du dann echt ein Problem was nicht ohne weiteres lösbar ist. Und wenn man jezt noch die Extrembeispiele dazu nimmt wie einen allein erziehenden Elternteil kann der auch nicht ohne Weiteres mal drei Monate in die Reha gehen. Und ja, das oben genannte habe ich persönlich bereits bei einem Angehörigen durchgemacht, wo man nicht wusste ob, wenn man abends nach Hause kommt die Person a) bereits aufgestanden ist oder weiterhin seit einer Woche im Bett liegt, weil sie schlicht nicht aufstehen kann, b) ob die Person überhaupt da ist oder man sich Gedanken machen muss ob sie sich draußen was angetan hat oder c) ob man die Person so vorfindet, dass man direkt den Notruf wählen muss.

Die Argumentation, dass Fußballer auch Menschen sind und unterschiedlich mit Druck umgehen ist klar und logisch. Depressionen entstehen aber nicht durch drei Abende im Halbjahr Pfiffe der Fans im Stadion, die nach zwei Minuten vorbei sind. Dafür ist man als Charakter empfänglicher oder nicht und ist ein Prozess der deutlich weit reichendere Trigger hat als ein paar Abende Liebesentzug der Fans.

Perfekt und differenziert dargestellt, vielen Dank!:top:
 
Ich denke nirgendwo gibt es eine garantierte Glückseligkeit. Trotzdem sind Fußballprofis ziemlich privilegiert und ich denke schon, dass man bis zu einem gewissen Grad erwarten kann, dass sie mit dem Druck umgehen können. Hier geht es auch nicht nur um Geld alleine. Dort schwirren Unmengen an Supportmitarbeitern um die Spieler rum bis hin zu Sportpsychologen usw. usf. . Auch werden die mit Sicherheit privat unterstützt, so dass sie sich nicht wirklich um alltägliche Probleme kümmern müssen.

All das hat ein Normalsterblicher nicht. Selbst einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen kann schon mal mehr als sechs Monate dauern - und dann hat man teilweise noch Glück, wenn die überhaupt jemanden noch aufnehmen. Auch Psychotherapeuten sind bei uns in der Region komplett ausgebucht und nehmen keine Patienten mehr an. Da bleibt einem als Normalsterblicher fast nur noch sich einweisen zu lassen und auf den Platz wartet man dann auch Monate - falls die Kranken- / Rentenkasse dann auch noch mitspielt. Im Falle eines akuten psychischen Problems hast Du dann echt ein Problem was nicht ohne weiteres lösbar ist. Und wenn man jezt noch die Extrembeispiele dazu nimmt wie einen allein erziehenden Elternteil kann der auch nicht ohne Weiteres mal drei Monate in die Reha gehen. Und ja, das oben genannte habe ich persönlich bereits bei einem Angehörigen durchgemacht, wo man nicht wusste ob, wenn man abends nach Hause kommt die Person a) bereits aufgestanden ist oder weiterhin seit einer Woche im Bett liegt, weil sie schlicht nicht aufstehen kann, b) ob die Person überhaupt da ist oder man sich Gedanken machen muss ob sie sich draußen was angetan hat oder c) ob man die Person so vorfindet, dass man direkt den Notruf wählen muss.

Die Argumentation, dass Fußballer auch Menschen sind und unterschiedlich mit Druck umgehen ist klar und logisch. Depressionen entstehen aber nicht durch drei Abende im Halbjahr Pfiffe der Fans im Stadion, die nach zwei Minuten vorbei sind. Dafür ist man als Charakter empfänglicher oder nicht und ist ein Prozess der deutlich weit reichendere Trigger hat als ein paar Abende Liebesentzug der Fans.
Ja, da ist viel Wahres dran. Insbesondere der Unterschied zu den von dir so genannten "Normalsterblichen". Bei Bedarf ist es schier unmöglich Hilfe zu erhalten.
Ich glaube wir gehen jetzt schon viel weiter, als wir eigentlich wollten (womöglich durch meinen Vergleich initiiert). Wollte nur auf komplexe Psychologie hinweisen, die man nicht per se mit genug Geld, etc. in den Griff bekommt.
 
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