Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Das ist nachvollziehbar, klar, sehe ich auch ähnlich.
Das Problem bei Schaaf war mMn, dass er zu sehr an dem Verein hing um den Weg frei zu machen, den ihm sicherlich auch Allofs mit eingebrockt hat, es ging einfach nicht mehr mit ihm, vielleicht war er da einfach auch zu "betriebsblind" um das selbst zu sehen.
Da fehlte dann auch sicher das Regulativ, vor Eichin, das ihm dann klipp und klar gesagt hätte, dass es mit ihm nicht mehr weitergeht bei Werder.

Lass dich nicht beirren, du liegst schon richtig in deiner Annahme. Ohne die Leistungen und Verdienste von TS hier zu
schmälern und immer im Bedenken, dass viele der Herrschaften an diesen Niedergang beteiligt waren, so muss man doch festhalten, dass eben diese spielerischen und taktischen Leistungen/Einstellungen der letzten Amtsjahre doch sehr nachgelassen haben und er nun mal die sportliche Verantwortung trug. Das spielerische Potenzial was er zur Verfügung hatte war doch noch recht ansehnlich. Er war nicht in der Lage oder nicht Willens sich den veränderten Bedingungen in der Liga anzupassen.
In der Saison 10/11, Platz 13 Tore: 47:61
In der Saison 11/12, Platz 9 Tore: 49:58
In der Saison 12/13, Platz 14 Tore: 50:66
Es zeigte sich hier schon anhand des Torverhältnisses ab, dass die Balance zwischen Offensive/Defensive nicht mehr
funktionierte. TS behielt aber seine Spielphilosophie bei und das brach ihm u. a. das Genick.
Kurzzeitig hatte er seinen Rücktritt angeboten und das macht man nicht einfach nur so. Ich glaube da spürte er schon
die Leere in sich.
Auf dem Gewissen haben ihn andere Herrschaften. KA zum Beispiel, der seinen Abgang vorbereitete und nicht ohne Eigennutz TS stabilisierte. Nach Abgang von KA kam TS in Zugzwang und ihm war klar, dass er nicht auch noch das sinkende Schiff verlassen konnte. Ich bin der festen Überzeugung TS wollte nur das Beste für den Verein.
Allerdings bei einer gesunden Eigenreflektion hätte ihn so einiges in den Jahren zuvor aufgehen müssen.
 
Naja, wenn du dir anguckst wo Werder zwei Jahre vorher stand (taktisch-spielerisch) und wo sie in seiner letzten Saison standen, dann ist die zitierte Aussage mMn. nicht haltbar. Aber dazu hat jeder seine Meinung und diese auch schon mehrfach (hier) kund getan, inklusive meiner Wenigkeit. So oder so, kein Trainer vor Kohfeldt war ein Fortschritt zu Schaaf. Im Gegenteil. Aber nun ist's halt FK und das hoffentlich noch für ein paar Jahre.
Das Gleiche Phänomen hatten wir hier aber nach Rehhagel auch,es ist einfach sehr schwierig nach so langer Zeit ein Traineramt zu übernehmen.
Frag mal bei Manchester United nach und die haben noch ganz andere Mittel.
 
Das Gleiche Phänomen hatten wir hier aber nach Rehhagel auch,es ist einfach sehr schwierig nach so langer Zeit ein Traineramt zu übernehmen.
Frag mal bei Manchester United nach und die haben noch ganz andere Mittel.

Also konnten Dutt, Skripnik und Nouri nix dafür? Na dann waren ja viele Diskussionen und die Häme hier ja komplett überflüssig ;-) Der Verein war am auseinanderfallen, natürlich wird es dann erst mal schwierig. Ich sprach aber über Schaaf und wie er sich taktisch über die Jahre verhalten hat.
 
Also konnten Dutt, Skripnik und Nouri nix dafür? Na dann waren ja viele Diskussionen und die Häme hier ja komplett überflüssig ;-) Der Verein war am auseinanderfallen, natürlich wird es dann erst mal schwierig. Ich sprach aber über Schaaf und wie er sich taktisch über die Jahre verhalten hat.

Natürlich kann man sie da nicht aus der Verantwortung nehmen.
Ich hab ja nur gesagt, dass es sehr schwierig ist nach 14 Jahren ein Traineramt zu übernehmen, egal wo und in unserer Situation besonders, weil wir finanziell nicht auf Rosen gebettet waren und die Verträge aus Champions League Zeiten teilweise weiterhin Bestand hatten.
Schaaf hat doch fast zwanghaft an seiner taktischen Ausrichtung festgehalten, obwohl er das Spielermaterial dafür auch nicht mehr in der Form hatte und der Fussball sich verändert hat, das kann man ihm schon ankreiden.
 
Schaaf hat doch fast zwanghaft an seiner taktischen Ausrichtung festgehalten, obwohl er das Spielermaterial dafür auch nicht mehr in der Form hatte und der Fussball sich verändert hat, das kann man ihm schon ankreiden.

Siehst du, genau das meine ich ;) Eben das Markierte stimmt bezogen auf seine letzte Saison nicht. Nicht mal ansatzweise. Darum mein Hinweis, daß es in seiner letzten Saison wesentlich weniger Anlass für eine Trennung gegeben hat als noch zwei Jahre zuvor. Was nicht heißen soll, das diese grundlegend falsch gewesen wäre. Nachdem Allofs weg und Eichin da war, konnte das Duo Eichin-Schaaf sowieso niemals funktionieren (weil Schaaf viel zu großen Einfluss im Verein hatte, Eichin hätte gar nichts alleine entscheiden können). Aber rein sportlich ist der Vorwurf wie du ihn hier auch wieder formulierst schlicht und ergreifend falsch. Im Jahr 2011 hätte Schaaf gehen müssen, da war der Verein noch voll handlungsfähig aber Schaaf irgendwie mit seinem Latein am Ende. Im Jahr 2013 sah das schon deutlich anders aus, da musste er dann letztlich wegen Allofs gehen. Und die "Konsolidierung" begann. Naja, ist ja alles gut gelaufen und nicht wenig Hamburger gucken neidisch in unsere Richtung weil wir ohne einen Gönner geschafft haben was bei ihnen so katastrophal in die Hose ging.
 
Siehst du, genau das meine ich ;) Eben das Markierte stimmt bezogen auf seine letzte Saison nicht. Nicht mal ansatzweise. Darum mein Hinweis, daß es in seiner letzten Saison wesentlich weniger Anlass für eine Trennung gegeben hat als noch zwei Jahre zuvor. Was nicht heißen soll, das diese grundlegend falsch gewesen wäre. Nachdem Allofs weg und Eichin da war, konnte das Duo Eichin-Schaaf sowieso niemals funktionieren (weil Schaaf viel zu großen Einfluss im Verein hatte, Eichin hätte gar nichts alleine entscheiden können). Aber rein sportlich ist der Vorwurf wie du ihn hier auch wieder formulierst schlicht und ergreifend falsch. Im Jahr 2011 hätte Schaaf gehen müssen, da war der Verein noch voll handlungsfähig aber Schaaf irgendwie mit seinem Latein am Ende. Im Jahr 2013 sah das schon deutlich anders aus, da musste er dann letztlich wegen Allofs gehen. Und die "Konsolidierung" begann. Naja, ist ja alles gut gelaufen und nicht wenig Hamburger gucken neidisch in unsere Richtung weil wir ohne einen Gönner geschafft haben was bei ihnen so katastrophal in die Hose ging.

vielleicht sollten sich die Hamburger mal über die These Gedanken machen das es GERADE WEGEN des Gönners immer wieder in die Hose geht!? Fremdes Geld gibt sich immer leichter aus als das selber sauer verdiente. Dazu kommt dann noch das Umfeld in Hamburg sowie die "Sportpsychologischen 6er Kandidaten" in der Clubführung.
 
Siehst du, genau das meine ich ;) Eben das Markierte stimmt bezogen auf seine letzte Saison nicht. Nicht mal ansatzweise. Darum mein Hinweis, daß es in seiner letzten Saison wesentlich weniger Anlass für eine Trennung gegeben hat als noch zwei Jahre zuvor. Was nicht heißen soll, das diese grundlegend falsch gewesen wäre. Nachdem Allofs weg und Eichin da war, konnte das Duo Eichin-Schaaf sowieso niemals funktionieren (weil Schaaf viel zu großen Einfluss im Verein hatte, Eichin hätte gar nichts alleine entscheiden können). Aber rein sportlich ist der Vorwurf wie du ihn hier auch wieder formulierst schlicht und ergreifend falsch. Im Jahr 2011 hätte Schaaf gehen müssen, da war der Verein noch voll handlungsfähig aber Schaaf irgendwie mit seinem Latein am Ende. Im Jahr 2013 sah das schon deutlich anders aus, da musste er dann letztlich wegen Allofs gehen. Und die "Konsolidierung" begann. Naja, ist ja alles gut gelaufen und nicht wenig Hamburger gucken neidisch in unsere Richtung weil wir ohne einen Gönner geschafft haben was bei ihnen so katastrophal in die Hose ging.

Naja, zwangsläufig hat er dann etwas defensiver spielen lassen aber der große Taktikfuchs war er dennoch nie.
Ich will das ja nicht Alles schlecht reden, im Gegenteil, es war mit die beste Zeit, die ich als Werderfan erleben durfte unter ihm, leider haben die letzten Jahre das Denkmal ein wenig beschädigt.
 
Naja, zwangsläufig hat er dann etwas defensiver spielen lassen

Nö, hat er nicht. Er hat weiterhin gnadenlos offensiv spielen lassen, nun aber häufig in einem 4-1-4-1 mit Junuzovic als 6er. Es gab also quasi im Mittelfeld niemanden der "von Haus aus" defensiv denkt. Ob es am öffentlichen Druck aufgrund der Ergebnisse lag weiß ich nicht, aber er hat dann im Verlauf der Rückrunde in der Tat defensiver spielen lassen und das war dann der Anfang vom Ende. Bis dahin hatten wir eine Ergebniskrise, ab da wurde es auch fußballerisch immer schlechter. Aber so oder so, das System was er hat spielen lassen war taktisch wesentlich mehr auf Höhe der Zeit als vorher.

Ich will das ja nicht Alles schlecht reden

Das wollte ich dir auch nicht unterstellen und kam auch nicht so rüber :)
 
vielleicht sollten sich die Hamburger mal über die These Gedanken machen das es GERADE WEGEN des Gönners immer wieder in die Hose geht!?

Ich glaube das ist ihnen sehr bewusst. Aber ohne Kühne sind sie umgehend pleite. Kürzlich hat sich Kühne darüber aufgeregt, daß man Arp an den "Bayern-Feind" verkauft habe. Der glaubt tatsächlich immernoch, daß Bayern irgendwie Konkurrenz wäre oder und merkt nicht mal, daß er sich mal besser an Sandhausen ausrichten sollte und nicht an München...Größenwahn überall.
 
Ich glaube das ist ihnen sehr bewusst. Aber ohne Kühne sind sie umgehend pleite. Kürzlich hat sich Kühne darüber aufgeregt, daß man Arp an den "Bayern-Feind" verkauft habe. Der glaubt tatsächlich immernoch, daß Bayern irgendwie Konkurrenz wäre oder und merkt nicht mal, daß er sich mal besser an Sandhausen ausrichten sollte und nicht an München...Größenwahn überall.

Yo, den Bericht hab ich in der Sport Bild gelesen, der Oppa hat den Schuss nicht gehört....
Arp hingegen muss sich ja fair verhalten haben, der hätte auch früher für Umme gehen können.
 
Kühne hat aber mehr Schotter als alle Bauern (Wurstis Fabrik eingeschlossen) samt Verein zusammen.
Dann sollen die H$Ver eben mit Kühne über sowas offen reden. Vielleicht rückt er ja etwas Kies raus. Wieviel hat er noch? 15Mrd ?

Schade, dass FK keinen solchen Gesprächspartner hat.
 
Siehst du, genau das meine ich ;) Eben das Markierte stimmt bezogen auf seine letzte Saison nicht. Nicht mal ansatzweise. Darum mein Hinweis, daß es in seiner letzten Saison wesentlich weniger Anlass für eine Trennung gegeben hat als noch zwei Jahre zuvor. Was nicht heißen soll, das diese grundlegend falsch gewesen wäre. Nachdem Allofs weg und Eichin da war, konnte das Duo Eichin-Schaaf sowieso niemals funktionieren (weil Schaaf viel zu großen Einfluss im Verein hatte, Eichin hätte gar nichts alleine entscheiden können). Aber rein sportlich ist der Vorwurf wie du ihn hier auch wieder formulierst schlicht und ergreifend falsch. Im Jahr 2011 hätte Schaaf gehen müssen, da war der Verein noch voll handlungsfähig aber Schaaf irgendwie mit seinem Latein am Ende. Im Jahr 2013 sah das schon deutlich anders aus, da musste er dann letztlich wegen Allofs gehen. Und die "Konsolidierung" begann. Naja, ist ja alles gut gelaufen und nicht wenig Hamburger gucken neidisch in unsere Richtung weil wir ohne einen Gönner geschafft haben was bei ihnen so katastrophal in die Hose ging.


Ich gehe da noch weiter, mit einen einiger massen guten Abgang hätte TS spätestens 2009 gehen müssen. Aber ich bezweifle, das KA einen Nachfolger gehabt hätte, mit dem an Erfolgreiche Zeiten hätte anknüpfen hätte könne.
Aber da hätte TS von sich aus gehen müssen und der Wunsch zu gehen hätte dann von Verein auch akzeptiert werden müssen.

Nun Sei es drum, es gibt für Trainer immer zwei oder gar drei Wege den Verein zu verlassen. Der erste Weg ist einfach:Der Vertrag läuft aus und das war es dann.
Der Zweite Weg: Der Trainer feiert einen großen Erfolg (Titel) mit dem Verein und verabschiedet sich dann mit der Feier über den Großen Erfolg (Titel) zu ein anderen Verein, mit den Worten, "ich habe mit dem Verein alles erreicht was mit dem Verein möglich ist."
Der dritte Weg und das ist nicht nur bei uns der Häufigste Weg, Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr falls er diese jemals erreicht hatte, der Erfolg bleibt aus, die Erwartungen werden Langfristig nicht mehr erfüllt werden ect.

Der Zweite Weg ist für die Zukunft beider Seiten meist das Beste leider ist dieser Weg selten hervorsehbar zumindest dann wenn ein Scheitern Wahrscheinlicher ist als der Titel. Da muss man sich vor dem Gewinn des Titels sich sicher sein, das es mit dem Titel klappt und sich Sicher sein, das man danach nichts mehr erreichen kann.

Für FK wäre dieser Zweiter Weg dann irgendwann Wünschenswert und hoffe das der Verein sich auf diesen Moment dieses mal besser Vorbereitet als bei den anderen Erfolgreichen Trainern.:wdance::wdance::wdance::schal::schal::schal:
 
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