Das ist nachvollziehbar, klar, sehe ich auch ähnlich.
Das Problem bei Schaaf war mMn, dass er zu sehr an dem Verein hing um den Weg frei zu machen, den ihm sicherlich auch Allofs mit eingebrockt hat, es ging einfach nicht mehr mit ihm, vielleicht war er da einfach auch zu "betriebsblind" um das selbst zu sehen.
Da fehlte dann auch sicher das Regulativ, vor Eichin, das ihm dann klipp und klar gesagt hätte, dass es mit ihm nicht mehr weitergeht bei Werder.
Lass dich nicht beirren, du liegst schon richtig in deiner Annahme. Ohne die Leistungen und Verdienste von TS hier zu
schmälern und immer im Bedenken, dass viele der Herrschaften an diesen Niedergang beteiligt waren, so muss man doch festhalten, dass eben diese spielerischen und taktischen Leistungen/Einstellungen der letzten Amtsjahre doch sehr nachgelassen haben und er nun mal die sportliche Verantwortung trug. Das spielerische Potenzial was er zur Verfügung hatte war doch noch recht ansehnlich. Er war nicht in der Lage oder nicht Willens sich den veränderten Bedingungen in der Liga anzupassen.
In der Saison 10/11, Platz 13 Tore: 47:61
In der Saison 11/12, Platz 9 Tore: 49:58
In der Saison 12/13, Platz 14 Tore: 50:66
Es zeigte sich hier schon anhand des Torverhältnisses ab, dass die Balance zwischen Offensive/Defensive nicht mehr
funktionierte. TS behielt aber seine Spielphilosophie bei und das brach ihm u. a. das Genick.
Kurzzeitig hatte er seinen Rücktritt angeboten und das macht man nicht einfach nur so. Ich glaube da spürte er schon
die Leere in sich.
Auf dem Gewissen haben ihn andere Herrschaften. KA zum Beispiel, der seinen Abgang vorbereitete und nicht ohne Eigennutz TS stabilisierte. Nach Abgang von KA kam TS in Zugzwang und ihm war klar, dass er nicht auch noch das sinkende Schiff verlassen konnte. Ich bin der festen Überzeugung TS wollte nur das Beste für den Verein.
Allerdings bei einer gesunden Eigenreflektion hätte ihn so einiges in den Jahren zuvor aufgehen müssen.
Eben das Markierte stimmt bezogen auf seine letzte Saison nicht. Nicht mal ansatzweise. Darum mein Hinweis, daß es in seiner letzten Saison wesentlich weniger Anlass für eine Trennung gegeben hat als noch zwei Jahre zuvor. Was nicht heißen soll, das diese grundlegend falsch gewesen wäre. Nachdem Allofs weg und Eichin da war, konnte das Duo Eichin-Schaaf sowieso niemals funktionieren (weil Schaaf viel zu großen Einfluss im Verein hatte, Eichin hätte gar nichts alleine entscheiden können). Aber rein sportlich ist der Vorwurf wie du ihn hier auch wieder formulierst schlicht und ergreifend falsch. Im Jahr 2011 hätte Schaaf gehen müssen, da war der Verein noch voll handlungsfähig aber Schaaf irgendwie mit seinem Latein am Ende. Im Jahr 2013 sah das schon deutlich anders aus, da musste er dann letztlich wegen Allofs gehen. Und die "Konsolidierung" begann. Naja, ist ja alles gut gelaufen und nicht wenig Hamburger gucken neidisch in unsere Richtung weil wir ohne einen Gönner geschafft haben was bei ihnen so katastrophal in die Hose ging.
er Vertrag läuft aus und das war es dann. 
