Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Es besteht auch die Möglichkeit, neben den schon genannten individuellen Einstellungen,dass ebn seitens der
Teamführung, im Angesicht der irrigen Selbsteinschätzung, die Losung herausgegeben wird gegen diese Gegner eine eher
spielerische Lösung anzustreben.
Soll heißen, dass man nicht über den Weg der Überheblichkeit agiert, sondern eher in der Einschätzung weiter in der Durchsetzung
des eigenen Spiels zu sein, um dann bei Gegnerdruck doch nicht die spielerischen und dynamischen Gegenargumente besitzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Pass des Nürnbergers kam nun wirklich genau aus dem Sahin-Beritt, der da nun eben nicht mehr stand um dies zu verhindern (aus der Mitte unserer Hälfte, auf unsere rechte Seite).

Das rückt vielleicht auch mal Möwe ins rechte Licht, der hier immer wieder insbesondere für den Pitbull Klaassen gefordert wird. Nur ist Möwe leider eher nicht der Spieler, der in den entscheidenden Momenten in die richtigen (defensiven) Räume läuft. Du hast völlig recht, der Ball ging durch unser defensives Mittelfeld. Auch wenn dem natürlich eine unglückliche Klärungsaktion von Moisander voraus ging.
 
Wenn wir von "Killer Instinkt" und auch mal "dreckig" reden, muß man eine knappe Führung über die Bühne bringen.
Grundsätzlich Zustimmung. Unser Problem ist jedoch, daß unsere Defensive die Gegner nicht gerade vor Ehrfurcht erstarren lässst (s. zuletzt Nürnberg vorgestern) so daß wir uns schwer tun, einen knappen Vosprung über die Zeit zu retten, aber auch gleichzeitig zu viele Chancen liegen lassen, um mit einem 2-Tore-Vorsprung für etwas mehr Ruhe im Karton zu sorgen. So ist es nicht verwunderlich, daß knappe Führungen stets zu Zitterpartien werden, selbst so wie vor zwei Wochen bei bestenfalls auf durchschnittlichem Zweitliganiveau spielenden 96ern.
 
wir verhalten uns in einigen Fällen wie Bambinis

:tnx:Exakt, und ich hoffe das es das ist was Baumi/Floko mit Entwicklung meinen. Spielerisch ist schon vieles tutti und auch der Kader ist nominell gut genug besetzt (m. E. auch für Europa). Aber wir sind in einigen Punkten noch nicht erwachsen. Ich hoffe es sind nur Remanenzen des jahrelangen Niedergangs, daß man einfach noch diese Saison braucht um wieder ein Selbstverständnis des Gewinnens zu erlangen!
 
Es besteht auch die Möglichkeit, neben den schon genannten individuellen Einstellungen,dass ebn seitens der
Teamführung, im Angesicht der irrigen Selbsteinschätzung, die Losung herausgegeben wird gegen diese Gegner eine eher
spielerische Lösung anzustreben.
Soll heißen, dass man nicht über den Weg der Überheblichkeit agiert, sondern eher in der Einschätzung weiter in der Durchsetzung
des eigenen Spiels zu sein, um dann bei Gegnerdruck nicht doch nicht die spielerischen und dynamischen Gegenargumente besitzt.

Grundsätzlich nicht auszuschließen. :tnx: Nur wäre dies ein fataler Irrtum, denn gegen gegen "beißende" Teams sind spielerische Mittel i.d.R. nur dann wirksam, wenn damit dem Gegner schnellstmöglich Nadelstiche in Form von weiteren Gegentoren gesetzt werden. Doch das ist bei unserer schlechten Chancenverwertung und wackeligen Defensive russisches Roulette, welches so wie gesehen in Hannover gut aber wie ebenfalls gesehen in Nürnberg in die Hose gehen kann.
 
Eine spielerische Lösung gegen Mannschaften wie Nürnberg anzustreben, ist mit Sicherheit kein fataler Irrtum, sondern ein wichtiger Schritt, die Mannschaft nachhaltig weiterzuentwickeln und sich von anderen Mannschaften abzusetzen.
 
Eine spielerische Lösung gegen Mannschaften wie Nürnberg anzustreben, ist mit Sicherheit kein fataler Irrtum, sondern ein wichtiger Schritt, die Mannschaft nachhaltig weiterzuentwickeln und sich von anderen Mannschaften abzusetzen.

Definitiv, man darf, gerade in unserer Situation, aber auch nicht den nötigen Kampf und die Einstellung vergessen. Wir sind halt noch nicht soweit, dass wir alles spielerisch lösen können.
 
Eine spielerische Lösung gegen Mannschaften wie Nürnberg anzustreben, ist mit Sicherheit kein fataler Irrtum, sondern ein wichtiger Schritt, die Mannschaft nachhaltig weiterzuentwickeln und sich von anderen Mannschaften abzusetzen.

Grundsätzlich ist es ja auch richtig, daß eine Mannschaft sich spielerisch weiterentwickelt. Hier und jetzt ging es aber wie es auch zu lesen ist um die Verteidigung eines knappen Vorsprungs am Ende einer Partie, bei dem es darum geht, die wirksamsten Mittel anzuwenden.
 
Geht in die gleiche Richtung wie ich weiter unten geschrieben habe.



Weil es keine Konsequenzen hat wenn so gespielt wird, wie gespielt wird. in 90% der Fälle stehen eh die Gleichen wieder auf dem Platz und wenn dann trifft es eher die Bauernopfer (Harnik, Langkamp, Rashica, JoJo) die sich nicht beschweren.




Das ist vielleicht eine Auswirkung der dargestellten fehlenden mentalen Qualität. Vermutlich gehen einige Spieler, wenn auch nur unbewusst, in ein Spiel gegen Freiburg mit dem Selbstverständnis spielerisch deutlich besser zu sein und alles über diesen Weg lösen zu können. Das man dann gegen Freiburg (oder auch Nürnberg) auf Gegner trifft die einen mit fußballerischen Grundtugenden den Zahn ziehen darauf ist man dann im Kopf nicht eingestellt.

Ich glaube wirklich dass dies die Krux an der Sache ist. Wir bewegen uns zwischen zwei Welten. Während die Top 4-6 der Liga nahezu alles spielerisch lösen können und ggfs. nur ein oder zwei Gänge hochschalten müssen und die Plätze 14 - 18 nahezu nur über den Kampf und die oben angemerkten Grundtugenden kommen bewegen wir uns dazwischen. Unsere Jungs können den Schalter schlicht nicht umstellen zwischen spielerischer Lösung und Kampf, Einstellung und auch mal über "Schmerzen" ins Spiel finden. Da sind wir aber wieder bei der mentalen Qualität der Mannschaft.
...anscheinend kann das eben nur unser Herr Bargfrede, über Schmerzen ins Spiel finden und es war auch bereits Thema einer PK vor ein paar Wochen, dass man im Training zu lieb zueinander ist und so war auch der Auftritt in Nürnberg völlig schmerzfrei für den Gegner und auch von der Laufbereitschaft auch völlig schmerzfrei fürs eigene Team....eben alles mehrfach angesprochen aber immer wieder Thema...
 
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...anscheinend kann das eben nur unser Herr Bargfrede, über Schmerzen ins Spiel finden und es war auch bereits Thema einer PK vor ein paar Wochen, das man im Training zu lieb zueinander ist und so war auch der Auftritt in Nürnberg völlig schmerzfrei für den Gegner und auch von der Laufbereitschaft auch völlig schmerzfrei fürs eigene Team....eben alles mehrfach angesprochen aber immer wieder Thema...

Und damit sind wir wieder bei der Gretchenfrage, warum dieses wiederholt zum Thema wird bzw. warum es im Kader an Spielern mangelt, die über die Bereitschaft verfügen, in das Schmerzzentrum von Spielen bzw. an die eigenen Schmerzgrenzen zu gehen? Es ist richtig, daß die für Kaderzusammenstellung Verantwortlichen, d.h. die sportliche Leitung in persona von SpoDi und Trainer eine spielerisch starke Mannschaft formen wollen. Doch dies darf nicht zu Lasten des erforderlichen Mindestmaß an Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft gehen, denn wir verfügen nicht über die Finanzkraft von z.B. ManC, PSG, Juve oder Real um kämpferische Defizite mit ballsicheren Top-Stars kompensieren zu können.
 
Grundsätzlich ist es ja auch richtig, daß eine Mannschaft sich spielerisch weiterentwickelt. Hier und jetzt ging es aber wie es auch zu lesen ist um die Verteidigung eines knappen Vorsprungs am Ende einer Partie, bei dem es darum geht, die wirksamsten Mittel anzuwenden.

und die wirksamsten mittel sind eben die spielerischen mittel. den ball in den eigenen reihen halten, den gegner beschäftigen, geordnet weiterspielen. ich weiß nicht, wie man darauf kommen kann, es sei eine "irrige selbsteinschätzung" oder ein "fataler irrtum" gegen gegner wie nürnberg eine spielerische lösung anzustreben. lässt man sich auf ein kampfspiel ein, anstatt zu versuchen die eigenen stärken auszuspielen, werden die erfolgschancen eher sinken.
 
Das ist ganz sicher so, denn spielerisch sind wir den Nürnbergern klar überlegen, was sich auch in 60 % Ballbesitz, deutlich mehr Pässen und einer größeren Passsicherheit äußerte. Dennoch sehr ärgerlich, wenn dadurch nicht mehr Torchancen und erst recht Tore herausgespielt werden. Eklatant finde ich auch die Schwächen bei Standards, auch in Nürnberg wurde aus 7 Ecken und einigen Freistößen nichts Zählbares zustande gebracht.
 
und die wirksamsten mittel sind eben die spielerischen mittel. den ball in den eigenen reihen halten, den gegner beschäftigen, geordnet weiterspielen. ich weiß nicht, wie man darauf kommen kann, es sei eine "irrige selbsteinschätzung" oder ein "fataler irrtum" gegen gegner wie nürnberg eine spielerische lösung anzustreben. lässt man sich auf ein kampfspiel ein, anstatt zu versuchen die eigenen stärken auszuspielen, werden die erfolgschancen eher sinken.

Wenn die spielerischen Mittel sich als wirksam zeigen, sicherlich. Doch wie es über weite Strecken der Partie zu sehen war, hatten wir in Nürnberg spielerisch einen ziemlich grottigen Tag erwischt, so war u.a. unser Angriffsspiel sehr linkslastig, so daß der Gegener sich darauf einstellen konnte und uns fehlte die Präsenz zwischen den gegnerischen Reihen, daß aus lauter Verzweifelung von der Außenbahn Flanken gedroschen wurden, die wegen dem verwaisten Zentrum jedoch keine Abnehmer fanden. Sollen das etwa wirksame spielerische Mittel gewesen sein? Und wenn es spielerisch nicht läuft und der Gegner in der finalen Phase der Partie die Brechstange ausgepackt, um zum Ausgleich zu kommen, muß man eben von der nicht funktionierenden Spielidee verabschieden und ebenfalls die Brechstange auspacken. Fußball ist nun einmal nicht nur Tiki-Taka, sondern erfordert auch andere Fähigkeiten; besonders dann, wenn es so wie in Nürnberg spielerisch alles andere als rund läuft.
 
ich habe ja auch nicht behauptet, dass es in nürnberg mit spielerischen mitteln gut funktioniert hätte (was übrigens auch ein wichtiger unterschied ist zu den spielen in hannover und gegen frankfurt). aber der schluss daraus kann doch dann nicht sein, dass das anstreben spielerischer lösungen ein fataler irrweg sei, sondern es ist einfach zu hinterfragen, wieso die eigene spielidee gegen diesen gegner nicht so funktioniert hat wie vorgesehen. in solchen situationen als lösungsweg die brechstange auszupacken, wäre ein schritt zurück.
 
Habt ihr euch eigentlich mal gefragt, ob Werder gar nicht so weit ist, mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gegen einen unterlegenen Gegner zu spielen @Bremen und @dieeeter ? Seit 8 Jahren sind wir unteres Mittelmaß. In dieser Saison erstmals reines Mittelmaß aber kein gehobenes!
Was wir sehen, ist die Folge dessen. Da kann ein FK am Seitenrand Handstandüberschläge vollführen, ohne dass irgendetwas an dieser Erkenntnis sich etwas ändert.
Der Kader ist zwar besser als die Jahre zuvor aber beileibe nicht so gut, wie einige hier meinen. Der jetzige Tabellenstand entspricht ihrem Leistungsstand. Sie sehen sich zwar in der oberen Tabellenhälfte, aber dazu gehört eine durchgehende Leistung und nicht ein paar Spiele, wo man mal glänzt.
 
Das ist ganz sicher so, denn spielerisch sind wir den Nürnbergern klar überlegen, was sich auch in 60 % Ballbesitz, deutlich mehr Pässen und einer größeren Passsicherheit äußerte. Dennoch sehr ärgerlich, wenn dadurch nicht mehr Torchancen und erst recht Tore herausgespielt werden. Eklatant finde ich auch die Schwächen bei Standards, auch in Nürnberg wurde aus 7 Ecken und einigen Freistößen nichts Zählbares zustande gebracht.

Das ist genau der Punkt, niemand hat was gegen eine spielerische Weiterentwicklung. Wenn aber nichts bei herumkommt,
wenn man nicht in der Lage ist gegnerischen Druck durch eben spielerische Mittel zu entgehen, zu mindern und die
sich bietenden Räume nicht nutzen kann, dann sollte man doch bitte nicht durch konfuse Zweikampfführung/Stellungsspiel)
passiven Laufverhalten den Gegner einladen
 
Wenn die spielerischen Mittel sich als wirksam zeigen, sicherlich. Doch wie es über weite Strecken der Partie zu sehen war, hatten wir in Nürnberg spielerisch einen ziemlich grottigen Tag erwischt, so war u.a. unser Angriffsspiel sehr linkslastig, so daß der Gegener sich darauf einstellen konnte und uns fehlte die Präsenz zwischen den gegnerischen Reihen, daß aus lauter Verzweifelung von der Außenbahn Flanken gedroschen wurden, die wegen dem verwaisten Zentrum jedoch keine Abnehmer fanden. Sollen das etwa wirksame spielerische Mittel gewesen sein? Und wenn es spielerisch nicht läuft und der Gegner in der finalen Phase der Partie die Brechstange ausgepackt, um zum Ausgleich zu kommen, muß man eben von der nicht funktionierenden Spielidee verabschieden und ebenfalls die Brechstange auspacken. Fußball ist nun einmal nicht nur Tiki-Taka, sondern erfordert auch andere Fähigkeiten; besonders dann, wenn es so wie in Nürnberg spielerisch alles andere als rund läuft.


,,,,, und da offenbaren wir wiederholt gegen rustikaler spielende Mannschaft enorme Probleme.
 
Habt ihr euch eigentlich mal gefragt, ob Werder gar nicht so weit ist, mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gegen einen unterlegenen Gegner zu spielen @Bremen und @dieeeter ? Seit 8 Jahren sind wir unteres Mittelmaß. In dieser Saison erstmals reines Mittelmaß aber kein gehobenes!
Was wir sehen, ist die Folge dessen. Da kann ein FK am Seitenrand Handstandüberschläge vollführen, ohne dass irgendetwas an dieser Erkenntnis sich etwas ändert.
Der Kader ist zwar besser als die Jahre zuvor aber beileibe nicht so gut, wie einige hier meinen. Der jetzige Tabellenstand entspricht ihrem Leistungsstand. Sie sehen sich zwar in der oberen Tabellenhälfte, aber dazu gehört eine durchgehende Leistung und nicht ein paar Spiele, wo man mal glänzt.
Eben weil wir 8 Jahre lang unteres Mittelmaß waren, sollten wir eigentlich wissen, mit welchen Werkzeugen unterlegene Mannschaften agieren, weil wir uns in dieser Zeit mit ihnen tabellarisch auf Augenhöhe befanden. Wir wenden diese Werkzeuge jedoch nicht im ausreichendem Umfang an, weil uns dafür die ausreichende Anzahl an Mentalitätspielern fehlt und somit gegen nominell unterlegene Gegnern oftmals entsprechend phlegmatisch auftreten. Das war schon in den besagten 8 Jahren eines unserer Kernprobleme und ist es heute immer noch.
 
Das war schon in den besagten 8 Jahren unser Problem und ist es heute immer noch.
Das war schon in den erfolgreichen Zeiten mit einem weitaus besseren Kader unser Problem. Das ist nicht neu. Wir hatten hier nie diese natürliche Arroganz der Bayern mit ihrem "Mir san Mir". Deswegen gab es oftmals Niederlagen in einer Form, wo man sich fragte, wie man mit diesen Spielern so verlieren kann.
Wir kommen aus unterem Mittelmaß mit permanenter Abstiegsgefahr und sind nun eine Stufe besser. Aber auch nur eine Stufe. Wenn wir im Sommer wesentliche Spieler wie die Eggesteins und MK verlieren (evtl. den einen oder anderen dazu???) sind wir wieder genau dort angekommen. Denn für JE und MK gibt es keine Ablöse.
 
Das ist genau der Punkt, niemand hat was gegen eine spielerische Weiterentwicklung. Wenn aber nichts bei herumkommt,
wenn man nicht in der Lage ist gegnerischen Druck durch eben spielerische Mittel zu entgehen, zu mindern und die
sich bietenden Räume nicht nutzen kann, dann sollte man doch bitte nicht durch konfuse Zweikampfführung/Stellungsspiel)
passiven Laufverhalten den Gegner einladen

aber das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. konfuse zweikampfführung sollte natürlich immer vermieden werden. es geht doch aber darum, eben auch gegen so gegner wie nürnberg nicht auf die brechstange zu verfallen und damit alles, was man sich vorgenommen hat, über den haufen zu werfen, sondern dahin zu kommen, der gegnerischen spielweise mit spielerischen mitteln zu begegnen. nur so wird man eine mannschaft nachhaltig erfolgreich machen können. und wenn das wie in nürnberg nicht funktioniert, muss man eben schauen, wieso es nicht funktioniert hat, statt zu dem schluss zu kommen, dass man das nächste mal lieber wieder die brechstange auspackt und sich auf das gegnerische niveau runterziehen lässt.
 
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