Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Na ja, ob man bei einem am 32. Spieltage gesicherten Klassenerhalt von frühzeitig sprechen kann, darüber lässt sich streiten. Gemessen an der über weite Strecken völlig verkorksten Hinrunde mag es vielleicht so empfunden werden, aber wer nach 30 von 34 Spieltagen dfen Ligaverbleib immer noch nicht gesichert hat, kann von frühzeitig keine Rede sein.


Es waren für den sicheren Klassenerhalt, (das wusste man da ja noch nicht ) 34 Punkte und die hatten wir schon am 28. Spieltag (36 Punkte )

Das 34 Punkte reichen, das konnte man leider erst hinterher wissen. Trotzdem kann man auch wenn es eigenartig klinkt am 28. Spieltag von frühzeitig sprechen. Ab dem 30. Spieltag ist dann auch nicht mehr frühzeitig aber alles was vor den 34. Spieltag ist, ist Zeitig, da man am letzten Spieltag nicht mehr zittern muss.
 

Danke Flo, für ein starkes Interview. Das positive Selbstwertgefühl von Werder Bremen ist endlich wieder in die Köpfe der Vereinsführung eingekehrt.
Dafür Danke ich Dir schon mal sehr!!! Lebe es stetig weiter, der Weg ist das Ziel! :klatsch::wdance::trommel:
In dem Interview habe ich sehr, sehr wichtige und positive Dinge gehört, die das große Ganze, also alle Mitarbeiter, Verein und Fans wieder zu alter Stärke und Erfolg führen werden. Ein tolles Interview, auch die Fragen von Lou waren gut gestellt, hat Spaß gemacht.:tnx:
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe hier lange nichts mehr geschrieben (und auch wenig gelesen).

Nachdem ich gerade mal wieder gefragt worden bin, ob ich denn meine, dass der aktuelle Werder Trainer "etwas taugt", habe ich spontan geantwortet, dass ich z.B. der Meinung bin, dass Florian Kohfeld als Nationaltrainer des DFB eine wesentlich bessere Performance abgeliefert hätte als der selbstgefällige Herr Löw, der bei der WM deutlich offenbart hat, wie unfähig er ist, während eines Spiels taktisch einzugreifen.
Abgesehen davon, dass selbst z.B. Philipp Bargfrede bestimmt einen wesentlich engagierteren Auftritt abgeliefert hätte als Sami Khedira (oder Maxi Eggestein als Mesut Özil) hätte vor allem Florian Kohfeld selbst mit den zur Verfügung stehenden Spielern (bei denen ja manchem bekanntlich "der letzte Wille fehlte") noch deutlich mehr Performance aufs Feld gezaubert. Ich glaube auch nicht, dass er Spieler, die schon im Auftaktspiel gezeigt haben, dass sie einfach nicht bereit oder in der Lage sind, sich richtig zu engagieren, im entscheidenden Spiel noch einmal in die Startelf gestellt hätte (um sie dann da genauso weitertraben zu lassen, ohne zeitnahe Reaktion).

Robin Dutt war eine absolute Fehlbesetzung (einfach nur gruselig), Viktor Skripnik hatte dagegen überhaupt einen Plan, war allerdings letztlich nicht in der Lage, flexibel zu reagieren, als die Gegner "seine Art, Fußball spielen zu lassen" analysiert hatten und auch Alexander Nuri ist am Ende - neben dem schmerzlichen Ausfall von Max Kruse nach üblem Schalker Foul in der Anfangsphase der Saison - daran gescheitert, dass er in den Spielen keine Pläne B und C parat hatte.

Mit Florian Kohfeld haben wir einen Trainer, der tatsächlich in der Lage ist, auch während eines Spiels steuernd einzugreifen (sichtbar selbst für den nicht so taktisch geschulten Zuschauer im Stadion). Er gibt in der Regel eine klare Marschrichtung aus, die die Spieler auch verstehen und umsetzen können und er orientiert sich bei seiner Spielphilosophie an den Spielern, die er hat (und nicht an irgendeinem ideellen Konzept).
Auch wenn ich manche Personalentscheidung für die neue Saison aus meiner Zuschauerperspektive im Moment noch nicht ganz nachvollziehen kann (was die sicher mit dem Trainer abgestimmten Zugänge und Abgänge betrifft), vertraue ich doch 100% darauf, dass unser Trainer einen Plan hat. Ein solch gutes Gefühl in Sachen Trainer hatte ich seit Thomas Schaaf nicht mehr. Wenn ich ehrlich bin, ist das Gefühl im Moment vielleicht sogar noch etwas besser.
 
Hoffentlich übertreibt es FK mit dem anspruchsvollen Training und der Spielentwicklung nicht. Nicht jeder Spieler hat Nobelpreisniveau und könnte damit im Krisenfall hoffnungslos überfordert sein?
Erinnert mich alles etwas an die lustigen Taschenbücher von Disney. Da war auch in einer Ausgabe ein Fußballteam von Onkel Dagobert Duck. Der hat den genialen Primus von Quack zum Trainer gemacht, der mit seiner Theorie die Spieler hoffnungslos überfordert hat. Am Ende rettete die Situation das Handbuch des Fähnlein Fieselschweif.
Will damit sagen: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Lieber nicht zu viel wollen.
 
Hoffentlich übertreibt es FK mit dem anspruchsvollen Training und der Spielentwicklung nicht. Nicht jeder Spieler hat Nobelpreisniveau und könnte damit im Krisenfall hoffnungslos überfordert sein?
Erinnert mich alles etwas an die lustigen Taschenbücher von Disney. Da war auch in einer Ausgabe ein Fußballteam von Onkel Dagobert Duck. Der hat den genialen Primus von Quack zum Trainer gemacht, der mit seiner Theorie die Spieler hoffnungslos überfordert hat. Am Ende rettete die Situation das Handbuch des Fähnlein Fieselschweif.
Will damit sagen: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Lieber nicht zu viel wollen.

da Fussball zu geschätzten 90 % im Kopf stattfindet kann FloKo damit eigentlich nicht "übertreiben"! :) ganz im Gegenteil! Spieler werden dadurch WACHER, STRESSRESISTENTER und können MEHR INFORMATIONEN GLEICHZEITIG VERARBEITEN :klatsch::schal::wdance::nohsv::trommel:was mMn mehr bringt als 100 Sprints die Linie rauf und runter. (wobei auch die wichtig sind)
 
da Fussball zu geschätzten 90 % im Kopf stattfindet kann FloKo damit eigentlich nicht "übertreiben"! :) ganz im Gegenteil! Spieler werden dadurch WACHER, STRESSRESISTENTER und können MEHR INFORMATIONEN GLEICHZEITIG VERARBEITEN :klatsch::schal::wdance::nohsv::trommel:was mMn mehr bringt als 100 Sprints die Linie rauf und runter. (wobei auch die wichtig sind)
Du kannst Jemanden viele Dinge beibringen. Aber ob er es dann macht, wenn es darauf ankommt, steht auf einem anderen Blatt. Automatismen entwickeln sich erst nach tausendfachen Wiederholungen. Da gibt es ganze Abhandlungen von der Sport-Uni in Köln darüber.
Meine Einwurf war nur: nicht übertreiben.
 
Du kannst Jemanden viele Dinge beibringen. Aber ob er es dann macht, wenn es darauf ankommt, steht auf einem anderen Blatt. Automatismen entwickeln sich erst nach tausendfachen Wiederholungen. Da gibt es ganze Abhandlungen von der Sport-Uni in Köln darüber.
Meine Einwurf war nur: nicht übertreiben.

das ist zum einen richtig, wobei wir mal je nach Spieler dahin gestellt sein lassen wollen ob es unbedingt TAUSEND, ein paar Hundert oder ein paar wenige Wiederholungen sein müssen. Es ist jedoch noch wichtiger auf dem Platz in einem Pflichtspiel RESSOURCEN im Kopf frei zu haben um entscheiden und HANDELN zu können. Dieses Prinzip konnte man gut unter Guardiola bei den Bayern oder der spanischen Nationalmannschaft beobachten. Die waren körperlich garnicht mal sooo viel besser, aber im KOPF immer nen tick schneller! All das natürlich immer mit LAUFEN OHNE BALL! Da wurde immer voraus gedacht und gehandelt, bei gleichzeitiger Absicherung!
 
das ist zum einen richtig, wobei wir mal je nach Spieler dahin gestellt sein lassen wollen ob es unbedingt TAUSEND, ein paar Hundert oder ein paar wenige Wiederholungen sein müssen. Es ist jedoch noch wichtiger auf dem Platz in einem Pflichtspiel RESSOURCEN im Kopf frei zu haben um entscheiden und HANDELN zu können. Dieses Prinzip konnte man gut unter Guardiola bei den Bayern oder der spanischen Nationalmannschaft beobachten. Die waren körperlich garnicht mal sooo viel besser, aber im KOPF immer nen tick schneller! All das natürlich immer mit LAUFEN OHNE BALL! Da wurde immer voraus gedacht und gehandelt, bei gleichzeitiger Absicherung!
Ich sehe das ähnlich. Wir sind da nicht auseinander. Wo man es exemplarisch bei der WM sehen konnte, war bei Standards. Engländer und später die Franzosen haben es umgesetzt. (ot: unser Bundes-Jogi hielt es für überflüssig!!!)
Ich hoffe nur, dass FK sich nicht zu sehr in ein oder mehrere Systeme verliebt und dabei den Faktor Mensch ausblendet.
Trainingslehre: ich war auch extrem überrascht, was ich von der Sport-Uni Köln zu Wiederholungen und Verbesserungen bei Bewegungsabläufen gehört habe. Die Zahl Tausend ist dabei zu niedrig gegriffen. Promotionsarbeiten haben sich mit dem Thema befasst. Das ist wissenschaftlich aufgearbeitet worden, wobei ich die Quellen adhoc nicht benennen kann.
 
Es ist jedoch noch wichtiger auf dem Platz in einem Pflichtspiel RESSOURCEN im Kopf frei zu haben um entscheiden und HANDELN zu können. Dieses Prinzip konnte man gut unter Guardiola bei den Bayern oder der spanischen Nationalmannschaft beobachten. Die waren körperlich garnicht mal sooo viel besser, aber im KOPF immer nen tick schneller! All das natürlich immer mit LAUFEN OHNE BALL! Da wurde immer voraus gedacht und gehandelt, bei gleichzeitiger Absicherung!
Aber wie enstehen diese Fähigkeiten? Klaro, entsprechendes Talent und schnelle Auffassungsgabe sind Grundvoraussetzungen. Aber ist eben auch das x-fache Wiederholen solcher Situationen im Training, welches die Automatismen entstehen lässt, instinktiv und ohne langes Nachdenken das Richtige zu tun, denn beim Fußball bleibt i.d.R. nicht viel Zeit, über eine Situation nachzudenken. Warum werden z.B. Feuerwehrleute förmlich in ihren Aufgaben gedrillt? Weil jeder Handgriff ohne lange Nachzudenken automatisch sitzen muß, denn jede Sekunde bedeutet kostbare Zeit.
 
Bislang gefällt mir das Vorgehen von Kohfeldt. Würde es mir wünschen, dass seine Erfolgsgeschichte nachhaltiger ist als von Skripnik und Nouri.
Dabei möchte ich gar nicht in der Vergangenheit schauen und graduieren wer nun die grössere Fehlbesetzung war.

Freu mich auf den Saisonstart und hoffe wir sind das Überraschungsteam!!!

Hoffe nur FloKo überfordert seine Jungs nicht mit den Laptop bis ins unendliche .
 
Werders Cheftrainer persönlich führte noch vor zwei Tagen eine kleine Werder-Delegation an, die sich in Manchester mit dem Spieler getroffen hatte, um ihn von einem Wechsel in die Bundesliga zu überzeugen. „Wir haben ihm deutlich gemacht, wohin wir uns mit Werder entwickeln wollen, wie wir spielen wollen und welch besonderer Klub Werder ist. Alles musste sehr schnell gehen und perfekt vorbereitet sein. Daran waren viele Mitarbeiter beteiligt, denen ein besonderer Dank gilt.“
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„Es hat schon eine Rolle gespielt, dass Werder sich so intensiv bemüht hat. Mir war es wichtig, genau zu wissen, wo die Reise auch auf dem Spielfeld hingeht. Die Ambitionen des Klubs haben mich überzeugt. Nach meinem Austausch mit Florian Kohfeldt habe ich ein sehr gutes Gefühl, dass ich hier mit meinen Fähigkeiten einen wichtigen Beitrag leisten kann. Der Trainer möchte einen attraktiven, offensiven Fußball spielen lassen. Darauf freue ich mich sehr.“

das verdeutlicht dann auch nochmal die rolle von kohfeldt bei dem transfer von klaassen, die aber eigentlich ohnehin klar war. nochmal: mit kohfeldt hat werder aktuell einen recht großen trumpf, wenn es darum geht spieler für sich zu gewinnen. nicht nur durch seinen guten ruf innerhalb deutschlands, sondern auch weil er im ausland bereits vereinzelt als aufstrebend wahrgenommen wird. dazu seine fähigkeiten spielideen klar zu vermitteln und sicher auch dem spieler aufzuzeigen wieviel fachwissen bei ihm dahinter steht und welche klare idee er hat.

ergänzend auch in der pk eben:
Zitat von Klaassen:
Der Schlüssel war der Trainer. Er kam zu mir und wir haben uns drei Stunden unterhalten. Danach war ich überzeugt.
 
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