Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Unter Kohfeldt wurde in der ersten Saison ziemlich souverän der Abstieg vermieden (nach der Hypothek von 5 Punkten aus 10 Spielen von seinem Vorgänger), in der zweiten Saison gab es dann eine Weiterentwicklung, die beinahe für Europa gereicht hätte. Natürlich hat Kruse eine bedeutende Rolle gespielt (wurde ja unter anderem von @Christian Günther gestern gut dargestellt), trotzdem gewinnt auch ein Kruse alleine keine Spiele, sondern braucht eine funktionierende Mannschaft um ihn herum. Kohfeldt hat es geschafft, die Mannschaft so gut weiterzuentwickeln, dass am Ende 18/19 die beste Saison seit 2010 herauskam. Der Saisonstart 19/20 war ebenfalls aus spielerischer Hinsicht trotz der vielen Verletzten noch vielversprechend, leider hat da das Spielglück gefehlt und irgendwann ist das Selbstvertrauen komplett verloren gegangen (das last-minuten Ding gegen Freiburg dürfte der Anfang vom Ende gewesen sein). Mit der Verletzungsproblematik, die zum Großteil wohl selbstverschuldet war, und den vielen schlechten Ergebnissen ist die Mannschaft in einen Strudel geraten, aus dem sie sich zunächst nicht befreien konnte. Die Transfers waren im Sommer 19 (Bittencourt!) und im Winter 20 (Selke!) auch überwiegend schlecht bis grauenhaft und wirken bis heute nach. Nach der Coronapause hat man dann bereits leichte Verbesserungen gesehen und am Ende. sehr glücklich, die Klasse gehalten. Es gab mehrere Momente in der Saison, in denen man Kohfeldt mit guter Begründung hätte schmeißen können. Genauso konnte ich aber den Gedankengang nachvollziehen, dass man mit ihm weitermacht, in der Hoffnung, dass er als junger, talentierter Trainer aus seinen Fehlern lernen kann.
Jetzt haben wir 20/21, zu Saisonbeginn war man sehr auf defensive Stabilität aus, was ich angesichts des Kaders zu Beginn auch verständlich fand. Im Laufe der Hinrunde kam es offensiv allerdings zu keiner Weiterentwicklung, nach vorne war das überwiegend komplett ideenlos. Nach dem Leverkusenspiel hätte ich mich, wenn ich das zu entscheiden hätte, vermutlich von Kohfeldt getrennt, denn bis dahin war in meinen Augen einfach null Weiterentwicklung im Spiel nach vorne erkennbar. Gut dass ich das nicht zu entscheiden hatte, denn ab da (bzw. ab der zweiten Hälfte gegen Augsburg) ging es dann auf einmal auch damit los, dass man im Offensivspiel leichte Verbesserungen erkennen konnte. Es wurden auf einmal auch spielerische Lösungen forciert und man konnte Ansätze strukturierten Offensivspiels erkennen. Hatte man es über weite Teile der Hinrunde nicht geschafft, überhaupt mal ins letzte Drittel zu kommen, war das nun häufiger der Fall, was fehlte war jetzt eher der letzte Pass. Immer noch nichts, was einen begeistert vorm Fernseher sitzen lässt, aber immerhin eine leichte Verbesserung.
Und an dem Punkt sind wir jetzt gerade. Wir spielen bei weitem nicht gut, wir haben teilweise noch Aussetzer im Spiel (erste Hälfte Schalke, quasi komplettes Hoffenheimspiel, 20 Minuten gegen Frankfurt), aber es scheint langsam besser zu werden. Wir pölen die Bälle nicht mehr hinten raus, sondern versuchen mittlerweile wieder öfter, Situationen spielerisch zu lösen. Man bekommt das Gefühl, dass jetzt auf die Grundlage der defensiven Stabilität endlich ein strukturiertes Offensivspiel aufgebaut werden soll.
Und das ganze erfolgt mit einer, wie es hier gestern ja auch schon dargestellt wurde, relativ jungen Mannschaft. Sargent war von Saisonbeginn an Stammspieler, muss sich zwar viel Kritik anhören, aber seine Entwicklung ist kaum zu übersehen. Sowohl in technischer als auch in taktischer Hinsicht hat er einen Sprung gemacht, seit er bei uns ist, wie er teilweise Bälle festmacht und weiterleitet, ist sehr stark, seine Laufwege und allgemein das Zusammenspiel mit seinen MItspielern werden auch schrittweise besser. Und er ackert extrem viel und ohne große Pause. Vor dem Tor trifft er leider noch zu oft die falsche Entscheidung, das wird aber vermutlich eine Sache der Routine sein. Je öfter er solche Situationen bekommt, desto besser wird er wissen, wie er mit diesen umgeht. Agu ist mittlerweile auch sehr gut angekommen, nachdem er zu Saisonbeginn und dann nach seiner Coronaerkrankung komplett raus war. Und, das wichtigste, man hat es zum ende der Hinrunde endlich geschafft Schmid zu integrieren. Und der ist jetzt schon, mit seinen 21 Jahren, einer der Unterschiedsspieler in unserem Kader. Mit seiner Leistung steht und fällt unser Offensivspiel, er bringt Struktur vorne rein, kann Angriffe inszenieren, spielt vertikale Pässe und sorgt auch mal für Überraschungen. Dazu kommt dann als junger Spieler noch Mbom, den man wohl am besten als soliden Mittelfeldkämpfer beschreiben kann. Sicher nicht der aufregendste Spieler, aber auch so jemanden braucht die Mannschaft in bestimmten Situationen.

Was spricht also für Kohfeldt? Sein guter bis sehr guter Start bei uns, seine grundsätzlich imo vielversprechende Idee, wie er Fußball spielen lassen möchte, sein Lernen aus der völlig verkorksten Saison 19/20 und die darauf folgende Anpassung der taktischen Ausrichtung an den Kader, die bislang funktionierende (notwendige!) Integration junger Spieler in den Kader in dieser Saison, die Weiterentwicklung von Spielern wie insbesondere Friedl, Sargent oder auch Rashica und der langsam zu erkennende Aufwärtstrend in dieser Saison.
Kann ein anderer Trainer aktuell mehr erreichen mit dem Kader? Gut möglich, schließlich spielen wir ja nun bei weitem immer noch keinen guten Fußball, und die Hinrunde war über weite Strecken grauenhaft. Vielleicht hätte es unter einem anderen Trainer schon eher Verbesserungen gegeben, vielleicht hätte unser Offensivspiel nicht so krass leiden müssen wie in der Hinrunde und wir wären jetzt schon weiter. Macht es denn Sinn, zum aktuellen Zeitpunkt ein Experiment auf der Trainerposition einzugehen? Aus meiner Sicht ganz klar nein, denn wir stehen aktuell sehr stabil in der Tabelle und wie geschrieben gab es zuletzt einige leichte Verbesserungen in unserem Spiel zu sehen. Anders als es noch nach dem Leverkusenspiel der Fall war, da hätte ich wie geschrieben einem Trainerwechsel wohl zugestimmt. Die letzten zwei Monate haben da allerdings einiges in meiner Ansicht zu Kohfeldt geändert.

Wird der Post von irgendwem komplett gelesen? Vermutlich nicht. ;)
 
Unter Kohfeldt wurde in der ersten Saison ziemlich souverän der Abstieg vermieden (nach der Hypothek von 5 Punkten aus 10 Spielen von seinem Vorgänger), in der zweiten Saison gab es dann eine Weiterentwicklung, die beinahe für Europa gereicht hätte. Natürlich hat Kruse eine bedeutende Rolle gespielt (wurde ja unter anderem von @Christian Günther gestern gut dargestellt), trotzdem gewinnt auch ein Kruse alleine keine Spiele, sondern braucht eine funktionierende Mannschaft um ihn herum. Kohfeldt hat es geschafft, die Mannschaft so gut weiterzuentwickeln, dass am Ende 18/19 die beste Saison seit 2010 herauskam. Der Saisonstart 19/20 war ebenfalls aus spielerischer Hinsicht trotz der vielen Verletzten noch vielversprechend, leider hat da das Spielglück gefehlt und irgendwann ist das Selbstvertrauen komplett verloren gegangen (das last-minuten Ding gegen Freiburg dürfte der Anfang vom Ende gewesen sein). Mit der Verletzungsproblematik, die zum Großteil wohl selbstverschuldet war, und den vielen schlechten Ergebnissen ist die Mannschaft in einen Strudel geraten, aus dem sie sich zunächst nicht befreien konnte. Die Transfers waren im Sommer 19 (Bittencourt!) und im Winter 20 (Selke!) auch überwiegend schlecht bis grauenhaft und wirken bis heute nach. Nach der Coronapause hat man dann bereits leichte Verbesserungen gesehen und am Ende. sehr glücklich, die Klasse gehalten. Es gab mehrere Momente in der Saison, in denen man Kohfeldt mit guter Begründung hätte schmeißen können. Genauso konnte ich aber den Gedankengang nachvollziehen, dass man mit ihm weitermacht, in der Hoffnung, dass er als junger, talentierter Trainer aus seinen Fehlern lernen kann.
Jetzt haben wir 20/21, zu Saisonbeginn war man sehr auf defensive Stabilität aus, was ich angesichts des Kaders zu Beginn auch verständlich fand. Im Laufe der Hinrunde kam es offensiv allerdings zu keiner Weiterentwicklung, nach vorne war das überwiegend komplett ideenlos. Nach dem Leverkusenspiel hätte ich mich, wenn ich das zu entscheiden hätte, vermutlich von Kohfeldt getrennt, denn bis dahin war in meinen Augen einfach null Weiterentwicklung im Spiel nach vorne erkennbar. Gut dass ich das nicht zu entscheiden hatte, denn ab da (bzw. ab der zweiten Hälfte gegen Augsburg) ging es dann auf einmal auch damit los, dass man im Offensivspiel leichte Verbesserungen erkennen konnte. Es wurden auf einmal auch spielerische Lösungen forciert und man konnte Ansätze strukturierten Offensivspiels erkennen. Hatte man es über weite Teile der Hinrunde nicht geschafft, überhaupt mal ins letzte Drittel zu kommen, war das nun häufiger der Fall, was fehlte war jetzt eher der letzte Pass. Immer noch nichts, was einen begeistert vorm Fernseher sitzen lässt, aber immerhin eine leichte Verbesserung.
Und an dem Punkt sind wir jetzt gerade. Wir spielen bei weitem nicht gut, wir haben teilweise noch Aussetzer im Spiel (erste Hälfte Schalke, quasi komplettes Hoffenheimspiel, 20 Minuten gegen Frankfurt), aber es scheint langsam besser zu werden. Wir pölen die Bälle nicht mehr hinten raus, sondern versuchen mittlerweile wieder öfter, Situationen spielerisch zu lösen. Man bekommt das Gefühl, dass jetzt auf die Grundlage der defensiven Stabilität endlich ein strukturiertes Offensivspiel aufgebaut werden soll.
Und das ganze erfolgt mit einer, wie es hier gestern ja auch schon dargestellt wurde, relativ jungen Mannschaft. Sargent war von Saisonbeginn an Stammspieler, muss sich zwar viel Kritik anhören, aber seine Entwicklung ist kaum zu übersehen. Sowohl in technischer als auch in taktischer Hinsicht hat er einen Sprung gemacht, seit er bei uns ist, wie er teilweise Bälle festmacht und weiterleitet, ist sehr stark, seine Laufwege und allgemein das Zusammenspiel mit seinen MItspielern werden auch schrittweise besser. Und er ackert extrem viel und ohne große Pause. Vor dem Tor trifft er leider noch zu oft die falsche Entscheidung, das wird aber vermutlich eine Sache der Routine sein. Je öfter er solche Situationen bekommt, desto besser wird er wissen, wie er mit diesen umgeht. Agu ist mittlerweile auch sehr gut angekommen, nachdem er zu Saisonbeginn und dann nach seiner Coronaerkrankung komplett raus war. Und, das wichtigste, man hat es zum ende der Hinrunde endlich geschafft Schmid zu integrieren. Und der ist jetzt schon, mit seinen 21 Jahren, einer der Unterschiedsspieler in unserem Kader. Mit seiner Leistung steht und fällt unser Offensivspiel, er bringt Struktur vorne rein, kann Angriffe inszenieren, spielt vertikale Pässe und sorgt auch mal für Überraschungen. Dazu kommt dann als junger Spieler noch Mbom, den man wohl am besten als soliden Mittelfeldkämpfer beschreiben kann. Sicher nicht der aufregendste Spieler, aber auch so jemanden braucht die Mannschaft in bestimmten Situationen.

Was spricht also für Kohfeldt? Sein guter bis sehr guter Start bei uns, seine grundsätzlich imo vielversprechende Idee, wie er Fußball spielen lassen möchte, sein Lernen aus der völlig verkorksten Saison 19/20 und die darauf folgende Anpassung der taktischen Ausrichtung an den Kader, die bislang funktionierende (notwendige!) Integration junger Spieler in den Kader in dieser Saison, die Weiterentwicklung von Spielern wie insbesondere Friedl, Sargent oder auch Rashica und der langsam zu erkennende Aufwärtstrend in dieser Saison.
Kann ein anderer Trainer aktuell mehr erreichen mit dem Kader? Gut möglich, schließlich spielen wir ja nun bei weitem immer noch keinen guten Fußball, und die Hinrunde war über weite Strecken grauenhaft. Vielleicht hätte es unter einem anderen Trainer schon eher Verbesserungen gegeben, vielleicht hätte unser Offensivspiel nicht so krass leiden müssen wie in der Hinrunde und wir wären jetzt schon weiter. Macht es denn Sinn, zum aktuellen Zeitpunkt ein Experiment auf der Trainerposition einzugehen? Aus meiner Sicht ganz klar nein, denn wir stehen aktuell sehr stabil in der Tabelle und wie geschrieben gab es zuletzt einige leichte Verbesserungen in unserem Spiel zu sehen. Anders als es noch nach dem Leverkusenspiel der Fall war, da hätte ich wie geschrieben einem Trainerwechsel wohl zugestimmt. Die letzten zwei Monate haben da allerdings einiges in meiner Ansicht zu Kohfeldt geändert.

Wird der Post von irgendwem komplett gelesen? Vermutlich nicht. ;)

Ich hab ihn gelesen, was ich aber nicht verstanden habe, was spricht denn jetzt für Kohfeldt?:lol:
 
Worum streitet ihr hier eigentlich genau? Steig da gerade nicht durch! Geht scheinbar auch nicht wirklich ums Thema, sondern um irgendwelche Grabenkriege. o_O
10 -seitiges hin und her mit Namen wie Herzog und Eilts und in anderen Threads wird die Werder-Familie und Wagenburgmentalität bemängelt? :denk:
 
Defensive deutlich verstärkt und Mannschaft verjüngt, Sprung in der Tabelle.

Saison 19/20
Spieltag Platz Punkte Tordifferenz
22 17 17 25:51

Saison 20/21
Spieltag Platz Punkte Tordifferenz
22 12 26 26:32

Reicht das als Argument für Kohfeldt?
Und jetzt bitte nicht wieder diese "Argumentation" schlechter ging es auch nicht oder "hätte jeder andere Trainer auch geschafft".

Selbstverständlich spricht das für FK. Auch wenn hier damit gegenhalten werden könnte, dass die Stabilisierung der Defensive und die Kaderverjüngung (was beides nicht seine alleinige Baustelle ist) längst überfällig waren bzw. wo Werder vor der Saison 19/20 stand. Doch all das sind nur Momentaufnahmen bzw. Spiegelbilder dessen, was schon vor der Ära FK offensichtlich war: es mangelt hier an einem soliden Fundament, welches auf Weitsicht und unternehmerischen Denken aufgebaut ist, wo die Strategien an den Anforderungen und Veränderungen in diesem Geschäft ausrichtet sind, ohne dass dabei die Werte und Traditionen des Vereins gänzlich über Bord geworfen werden. Doch das liegt nicht in der Verantwortung von Trainer und Mannschaft, sondern die Voraussetzungen dafür müssen die darüber geordneten Hierarchien schaffen.

Dieses defizitäre Fundament ist der Kern des Übels dafür, dass wir nunmehr 11. Jahr einen sportlichen Zickzack-Kurs erleben, der seine Heimat in bzw. in unmittelbare Nähe der unteren Tabellenhälfte mit sich häufenden wie innigen Kontakten zur Abstiegszone mit der Summierung von Negativrekorden gefunden hat. Was selbstverständlich nicht heißt, dass die jeweiligen Trainer deswegen weniger geschweige denn keine Fehler gemacht hätten. Lichtblicke gab es, von der Hinrunde 2011/12 abgesehen nur dann, wenn ein neuer Coach das Ruder übernahm; wobei die fußballerische Sonne in Form von Punkten nach Amtsantritt von FK nicht nur wenige Monate schien, sondern trotz mancher Schatten weit über ein Jahr lang strahlte. Dafür war die Zeit danach um so länger finsterer. Jetzt erleben wir auch ohne Trainerwechsel endlich mal wieder die Ansätze eines positiven Aufschwungs. Ob daraus eine erhoffte gewisse Kontinuität entsteht, wird die Zukunft zeigen. Weil es jedoch an nachhaltigen Strategien mangelt, ist nicht gänzlich auszuschließen, dass diese Hoffnung auf sportliche Nachhaltigkeit vergebens ist.
 
Och doch. Sehr gerne, lasse ich Argumente zu, die für Kohfeldt sprechen. Welche sind es denn, deiner Meinung nach? Ich denke, für eine Zwischenbilanz, ist das eine interessante Frage.
Er ist jetzt da, ist eine Feststellung aber kein Argument, warum wir ihn als Trainer behalten sollen.
Und natürlich kannst du mir auch Spieler nennen, die extra wegen Kohfeldt zu uns gewechselt sind.
Klaassen zum Beispiel. Und komm bloss nicht damit an, wieder den Spiess umzudrehen und deine Schwachsinns Aussagen anderen in die Schuhe zu schieben. DU hast geschrieben, dass Spieler NUR, EXTRA wegen Kohfeldt nicht kommen.

Ihr bewertet ständig ohne Kriterien mit eueren wischiwaschi Aussagen und die anderen sollen dann diese willkürlichen Null-Aussagen widerlegen, in dem sie das Gegenteil beweisen. So dreht ihr euch in der Diskussionen mit jedem in der Kreis.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Och doch. Sehr gerne, lasse ich Argumente zu, die für Kohfeldt sprechen. Welche sind es denn, deiner Meinung nach? Ich denke, für eine Zwischenbilanz, ist das eine interessante Frage.
Er ist jetzt da, ist eine Feststellung aber kein Argument, warum wir ihn als Trainer behalten sollen.
Und natürlich kannst du mir auch Spieler nennen, die extra wegen Kohfeldt zu uns gewechselt sind.

Lies gern nochmal meinen Beitrag #19538 , wenn du die Sachen die ich da schreibe anders siehst können wir über die einzelnen Punkte ja sprechen.
 
Seid Ihr Euch sicher, dass kein anderer Trainer (und ja, auch finanzierbar für Werder) das geschafft hätte?

Ich behaupte nicht, dass es kein anderer geschafft hätte. Aber wenn man über andere spricht und mit Kohfeldt aktuell so unzufrieden ist. Dann sollten die anderen Trainer schon realistisch sein und es sicher besser machen können. Bin mal auf die Vita vom Baumgart, Schmidt, Anfang und Herzog eingegangen. #19545
 
Ich behaupte nicht, dass es kein anderer geschafft hätte. Aber wenn man über andere spricht und mit Kohfeldt aktuell so unzufrieden ist. Dann sollten die anderen Trainer schon realistisch sein und es sicher besser machen können. Bin mal auf die Vita vom Baumgart, Schmidt, Anfang und Herzog eingegangen. #19545
Andere Trainer werden, soweit ich weiß, woanders diskutiert. Sollte ich mich da Irren, bitte ich um Verzeihung.
 
Hätte hätte du wolltest kandidaten. 2 liga hin oder her, baumgart, schmidt usw wären sicher ned schlechter als floko.
Baumgarts teams haben immer ne super kondition. Schmidt und baumgart haben aber nicht den kader wie floko, also stehen sie nicht so gut da wie du floko siehst.

Also ist unser Kader so gut, dass die aktuelle Arbeit von Kohfeldt und Platz 11/12 in der ersten Liga schlechter zu bewerten ist als Baumgarts Abstieg aus der ersten Liga und der aktuell 10. Platz in der zweiten Liga. Oder anders gesagt Baumgart arbeitet mit einem Drittligakader und es ist ein Erfolg, dass er 10. der 2. Bundesliga ist?
 
Moin zusammen,

wir haben hier bereits gestern mehrere Beiträge u.a. wegen Off-Topic-Spams gelöscht. Die Verfasser dieser Beiträge erhielten parallel mit der Löschung einen entsprechenden Hinweis. Offensichtlich haben einige dieser User diesen Hinweis gänzlich ignoriert bzw. als Legitimation für erneuten Off-Topic-Spam interpretiert - so wie z.B. sich ein Kleinkind dazu legitimiert fühlt, nach dem Aufräumen wieder für Unordnung im Kinderzimmer zu sorgen.

Im Zuge der vorhin erfolgten Löschungen haben wir ebenfalls die vorher noch geduldete, durch Ergänzungen stets neu gepostete "Pros"-Listen gelöscht. Die gehörten zwar zum Thema dieses Threads, arteten jedoch aufgrund der Häufigkeit in Spammerei aus.

Erstaunlich dabei ist, dass auch die Verfasser von Selbsteinsichten wie
Es ist ein ziemlich sinnloses Spiel, aber offenbar haben wir alle nichts besseres zu tun.
Die Art und Weise ist mehr als stumpf und trollig. Entweder man äußert sich dazu oder man lässt es ganz.
Denke bald werden wir eh alle von den Mods gesperrt :D
sich weiter an diesem Stumpfsinn beteiligten. Ihr mögt vielleicht euren Spaß an solchen Spams haben, aber für die Mehrzahl der Mitforisten, die hier diskutieren oder nur mitlesen möchten, sind solche sinnlosen Spiele störend - und sie verstoßen gegen die Forenregeln.

Wenn ihr offenbar nichts besseres zu tun habt, dann geht z,B. doch mal nach draußen an die frische Luft. Das ist nicht nur sinnvoller und gesunder als ein Forum mit Spam vollzumüllen , sondern es macht - sofern der Wille zu einer solchen Selbstreflektion vorhanden ist - den Kopf u.a. dafür frei, dass andere Mitforisten Spams jeglicher Art als störend empfinden und somit entsprechend - ggf. auch mit temporären Sperren - geahndet werden können.

GWG
Das Mod-Team
 
Interessant. Vor gar nicht allzu langer Zeit hieß es noch:
Wenn etwas schade ist, dann wohl eher das, dass von einzelnen Ausreißern nach oben angesehen Werder Bremen seit mehr als 10 Jahren von den Verantwortlichen sportlich wie finanziell sukzessive ruiniert wird. Im Vergleich dazu ist der Zustand des Forums so interessant wie eine geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer. ;)
jetzt kommt dann wiederum ein Tadeln - extrem von oben herab! - wegen Rumgespamme. Entscheide dich bitte mal.
 
Unter Kohfeldt wurde in der ersten Saison ziemlich souverän der Abstieg vermieden (nach der Hypothek von 5 Punkten aus 10 Spielen von seinem Vorgänger), in der zweiten Saison gab es dann eine Weiterentwicklung, die beinahe für Europa gereicht hätte. Natürlich hat Kruse eine bedeutende Rolle gespielt (wurde ja unter anderem von @Christian Günther gestern gut dargestellt), trotzdem gewinnt auch ein Kruse alleine keine Spiele, sondern braucht eine funktionierende Mannschaft um ihn herum. Kohfeldt hat es geschafft, die Mannschaft so gut weiterzuentwickeln, dass am Ende 18/19 die beste Saison seit 2010 herauskam. Der Saisonstart 19/20 war ebenfalls aus spielerischer Hinsicht trotz der vielen Verletzten noch vielversprechend, leider hat da das Spielglück gefehlt und irgendwann ist das Selbstvertrauen komplett verloren gegangen (das last-minuten Ding gegen Freiburg dürfte der Anfang vom Ende gewesen sein). Mit der Verletzungsproblematik, die zum Großteil wohl selbstverschuldet war, und den vielen schlechten Ergebnissen ist die Mannschaft in einen Strudel geraten, aus dem sie sich zunächst nicht befreien konnte. Die Transfers waren im Sommer 19 (Bittencourt!) und im Winter 20 (Selke!) auch überwiegend schlecht bis grauenhaft und wirken bis heute nach. Nach der Coronapause hat man dann bereits leichte Verbesserungen gesehen und am Ende. sehr glücklich, die Klasse gehalten. Es gab mehrere Momente in der Saison, in denen man Kohfeldt mit guter Begründung hätte schmeißen können. Genauso konnte ich aber den Gedankengang nachvollziehen, dass man mit ihm weitermacht, in der Hoffnung, dass er als junger, talentierter Trainer aus seinen Fehlern lernen kann.
Jetzt haben wir 20/21, zu Saisonbeginn war man sehr auf defensive Stabilität aus, was ich angesichts des Kaders zu Beginn auch verständlich fand. Im Laufe der Hinrunde kam es offensiv allerdings zu keiner Weiterentwicklung, nach vorne war das überwiegend komplett ideenlos. Nach dem Leverkusenspiel hätte ich mich, wenn ich das zu entscheiden hätte, vermutlich von Kohfeldt getrennt, denn bis dahin war in meinen Augen einfach null Weiterentwicklung im Spiel nach vorne erkennbar. Gut dass ich das nicht zu entscheiden hatte, denn ab da (bzw. ab der zweiten Hälfte gegen Augsburg) ging es dann auf einmal auch damit los, dass man im Offensivspiel leichte Verbesserungen erkennen konnte. Es wurden auf einmal auch spielerische Lösungen forciert und man konnte Ansätze strukturierten Offensivspiels erkennen. Hatte man es über weite Teile der Hinrunde nicht geschafft, überhaupt mal ins letzte Drittel zu kommen, war das nun häufiger der Fall, was fehlte war jetzt eher der letzte Pass. Immer noch nichts, was einen begeistert vorm Fernseher sitzen lässt, aber immerhin eine leichte Verbesserung.
Und an dem Punkt sind wir jetzt gerade. Wir spielen bei weitem nicht gut, wir haben teilweise noch Aussetzer im Spiel (erste Hälfte Schalke, quasi komplettes Hoffenheimspiel, 20 Minuten gegen Frankfurt), aber es scheint langsam besser zu werden. Wir pölen die Bälle nicht mehr hinten raus, sondern versuchen mittlerweile wieder öfter, Situationen spielerisch zu lösen. Man bekommt das Gefühl, dass jetzt auf die Grundlage der defensiven Stabilität endlich ein strukturiertes Offensivspiel aufgebaut werden soll.
Und das ganze erfolgt mit einer, wie es hier gestern ja auch schon dargestellt wurde, relativ jungen Mannschaft. Sargent war von Saisonbeginn an Stammspieler, muss sich zwar viel Kritik anhören, aber seine Entwicklung ist kaum zu übersehen. Sowohl in technischer als auch in taktischer Hinsicht hat er einen Sprung gemacht, seit er bei uns ist, wie er teilweise Bälle festmacht und weiterleitet, ist sehr stark, seine Laufwege und allgemein das Zusammenspiel mit seinen MItspielern werden auch schrittweise besser. Und er ackert extrem viel und ohne große Pause. Vor dem Tor trifft er leider noch zu oft die falsche Entscheidung, das wird aber vermutlich eine Sache der Routine sein. Je öfter er solche Situationen bekommt, desto besser wird er wissen, wie er mit diesen umgeht. Agu ist mittlerweile auch sehr gut angekommen, nachdem er zu Saisonbeginn und dann nach seiner Coronaerkrankung komplett raus war. Und, das wichtigste, man hat es zum ende der Hinrunde endlich geschafft Schmid zu integrieren. Und der ist jetzt schon, mit seinen 21 Jahren, einer der Unterschiedsspieler in unserem Kader. Mit seiner Leistung steht und fällt unser Offensivspiel, er bringt Struktur vorne rein, kann Angriffe inszenieren, spielt vertikale Pässe und sorgt auch mal für Überraschungen. Dazu kommt dann als junger Spieler noch Mbom, den man wohl am besten als soliden Mittelfeldkämpfer beschreiben kann. Sicher nicht der aufregendste Spieler, aber auch so jemanden braucht die Mannschaft in bestimmten Situationen.

Was spricht also für Kohfeldt? Sein guter bis sehr guter Start bei uns, seine grundsätzlich imo vielversprechende Idee, wie er Fußball spielen lassen möchte, sein Lernen aus der völlig verkorksten Saison 19/20 und die darauf folgende Anpassung der taktischen Ausrichtung an den Kader, die bislang funktionierende (notwendige!) Integration junger Spieler in den Kader in dieser Saison, die Weiterentwicklung von Spielern wie insbesondere Friedl, Sargent oder auch Rashica und der langsam zu erkennende Aufwärtstrend in dieser Saison.
Kann ein anderer Trainer aktuell mehr erreichen mit dem Kader? Gut möglich, schließlich spielen wir ja nun bei weitem immer noch keinen guten Fußball, und die Hinrunde war über weite Strecken grauenhaft. Vielleicht hätte es unter einem anderen Trainer schon eher Verbesserungen gegeben, vielleicht hätte unser Offensivspiel nicht so krass leiden müssen wie in der Hinrunde und wir wären jetzt schon weiter. Macht es denn Sinn, zum aktuellen Zeitpunkt ein Experiment auf der Trainerposition einzugehen? Aus meiner Sicht ganz klar nein, denn wir stehen aktuell sehr stabil in der Tabelle und wie geschrieben gab es zuletzt einige leichte Verbesserungen in unserem Spiel zu sehen. Anders als es noch nach dem Leverkusenspiel der Fall war, da hätte ich wie geschrieben einem Trainerwechsel wohl zugestimmt. Die letzten zwei Monate haben da allerdings einiges in meiner Ansicht zu Kohfeldt geändert.

Wird der Post von irgendwem komplett gelesen? Vermutlich nicht. ;)

Ich habe den Artikel ganz gelesen und kann auch vieles teilen. Mit der Analyse der Saison 19/20 bin ich keinesfalls einverstanden, da wurden vielmehr und gravierendere Fehler gemacht als in Deiner verkürzten Darstellung. Aber dass will ich nicht nochmal durchkauen, weil es schon zigmal kommentiert wurde und auch nicht mehr zu verändern ist. Ich erwähne es nur deshalb, weil ich eben der felsenfesten Überzeugung bin, das Kohfeldt deshalb jetzt genau die "richtigen Schritte" eingeleitet hat, weil er aus den zahlreichen Fehlern, die er produziert hat in der letzten Saison, eben gelernt hat. Er brauchte das wohl und war noch nicht so weit wie alle dachten. Das wirkt jetzt schon reifer. Luft nach oben gibt es selbstredend immer ....
 
So weit - so richtig.
Losgelöst davon, möchte ich jedoch in diesen Thread (wo denn sonst?) wiederholen, dass ich dem Trainer via Geschäftsstelle taktische Tipps zukommen ließ, deren Umsetzung unser Spiel verbessern lassen dürfte.
Abwarten.
Das wird floko sicherlich befolgen. Aber ich gebe dir recht das er tips braucht um besser zu werden.

Ich würde ihm Baumgart oder Schmidt vor die Nase setzen.
 
Interessant. Vor gar nicht allzu langer Zeit hieß es noch:

jetzt kommt dann wiederum ein Tadeln - extrem von oben herab! - wegen Rumgespamme. Entscheide dich bitte mal.

Du bist lange genug in Forum aktiv, um zu wissen, dass einzelne Spams von uns Moderatoren hier durchaus geduldet werden bzw. wir als User auch gelegentlich selbst verfassen. Bei den Löschungen gestern und heute ging es jedoch nicht um ein paar Einzelfälle, sondern um eine Anzahl, die sich an bzw. über der Schwelle im dreistelligen Bereich bewegte - nicht in der Gesamtsumme, sondern an jedem Tag. Und wenn User trotz Löschungen mit entsprechend erhaltenem Hinweis bzw. sie ja auch sehen, wenn Beiträge von ihnen nicht mehr im Forum zu sehen sind, sich auch am Folgetag erneut an den Spams beteiligen, dann sollte es auch gerade bei den v.g. Mengen nicht verwunderlich sein, wenn wegen fehlender Selbsteinsicht der Verfasser der Ton seitens des Mod-Teams etwas rauer wird.

Im Übrigen auch an dich die Bitte, ein Anliegen wie dieses bitte in den dafür vorgesehenen Thread zu posten :)

GWG
Das Mod-Team
 
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