Keine Trainer-Sache? Wer ist denn dann für Programm und Durchführung des Trainings verantwortlich, damit Defizite wie in diesem Fall beim Ballbesitz reduziert werden?
Dass vor 10-13 Jahren Fehler gemacht wurden, ist unumstritten. Und ebenso ist es unumstritten, dass diese hausgemachten Fehler bis heute Werders Handlungsspielraum einschränkt. Dennoch wäre es ein Verklärung der Tatsachen zu behaupten, dass allein (oder überwiegend) die Fehler vor 10-13 Jahren für den Status Quo verantwortlich wären, denn in den Jahren danach wurden ebenso Fehler begannen - die FB/FK übrigens bis zu einem gewissen Grad auch eingestanden haben

Losgelöst von der Personalie FK halte ich grundsätzlich halte ich eine Trainer-Diskussion - oder um es genauer zu definieren: eine Diskussion über die Posten des Trainers - vor dem 10. Spieltag für verfrüht. Wenn jedoch vor dem 10. Spieltag eine solche Debatte aufflammt, hat das i.d.R. seinen alleinigen Ursprung nicht in der laufenden Saison, sondern weil ein Coach schon in der vorherigen Spielzeit einen nicht unerheblichen Teils seines Kredits verspielte. Und das wirft wiederum die Frage auf, ob es nicht sinnvoller wäre, zum/nach Saisonende einen Schlussstrich zu ziehen, bevor das Elend in der neuen Saison seine Fortsetzung findet (s. Skripnik 2016) und der neue Coach während der Saisonvorbereitung die Mannschaft ordentlich kennenlernen und einstellen kann, statt dies im laufenden Spielbetrieb mit entsprechenden Reibungsverlusten umsetzen zu müssen.
Bezogen auf FK finde ich aktuell eine Diskussion über seinen Posten aktuell auch nicht für angemessen. Schließlich hat er (wenn auch sehr spät) eingesehen - damit wären wir übrigens wieder bei der o.g. Fehler-Thematik

- dass mit dem von ihm bevorzugten offensiven Markenkern kein Blumenpott zu gewinnen ist und somit den Fokus auf eine geordnete Defensive gelegt Dass dabei nicht alles gleich glatt läuft und somit auch Geduld bei den Fans gefragt ist, selbstverständlich; das heißt jedoch nicht, dass man sich darüber nicht kritisch äußern darf.
Auch ich halte eine grundsätzliche Diskussion über den Trainer zu diesem Zeitpunkt bezüglich einer Ablösung für verfrüht und favorisiere auch eher den 10. Spieltag.
Ich hatte mich auch über einen längeren Zeitraum eher bedeckt gehalten und wollte eben diese zehn Spiele als Bewertungsgrundlage
in meine Beurteilung einfließen lassen. Allerdings haben mich doch einige Kommentare der letzten Woche, gerade nach dem
Köln-Spiel, dazu bewogen den ein oder anderen bewerteten Post abzulassen. Grundsätzlich haben wir gegenüber dem letzten Jahr
keine groß veränderte Situation, 2 Pkt. mehr und ein ausgeglichenes Tv und wir haben eine stabilere Abwehr, weil der Defensivbereich
massiver zusammengezogen wurde. Wir hatten zum damaligen Zeitpunkt aber auch mehr Tore geschossen und zwei Mannschaften
der oberen Klasse hinter uns gebracht. Gefühlt waren wir in der Spielgestaltung besser drauf.
Wie du schreibst, wenn vor dem 10. Spieltag eine Diskussion über den Trainer hochkocht, dann kommt dies nicht von ungefähr und wie du
schreibst basiert das dann in einigen Bereichen auf wiederkehrende Abläufe und Handlungsweisen.
MMn ist der Trainer nicht der Kern des Übels. Er ist nur ein Teil des Unheils und leistet Beihilfe. Für mich wäre es zielführend, finanziell wie auch
von den Leistungen, Baumann mit sofortiger Wirkung zu entlassen. Der neue Sportdirektor würde/müsste den Trainer in seine originären
Aufgabenbereiche verweisen. MB und KF müssten dazu allerdings wie Judas agieren und da fehlt mir der Glaube.
Ich glaube nicht an eine Entlassung, eher eine Einsicht mit entsprechenden Erklärungen, um den Schein zu bewahren.
Es wäre wie beim Seilziehen, wo alle mit vereinten Kräften versuchen den Verein wieder ins Fahrwasser zu bringen, man dann
allerdings bemerkt, dass der Schwachpunkt eher hinderlich ist und man diesen austauschen müsste.
Obwohl nur ein Schwachpunkt .....
