Bremen
Moderator
Und genau deshalb muß eine nicht von der Existenzängsten bedrohte, ausgegliederte Profifußball-Kapitalgesellschaft mit mehr finanzieller Eigenverantwortung agieren, statt gegenüber Land bzw. Stadt die Hand aufzuhalten.NATÜRLICH ist und sollte das vorrangige Ziel eines Sportvereins sein Menschen verschiedenster Herkunft und Gesellschaftsschichten zusammen zu führen und sich sozial zu engagieren. Von diesen "Sportvereinen" ist in der Bundesliga aber kaum noch was zu sehen. Eben weil es größtenteils Kapitalgesellschaften geworden sind die längst eher dem Zweck der eigenen Geld bzw. Machtmehrung dienen!

Werder steht trotz der hausgemachten Fehlkalkulation Stadionumbau auf einigermaßen gesunden Beinen, auch wenn die Gegebenheiten des Marktes einiges abverlangen. Natürlich ist Werder eines der wenigen positiven Visitenkarten der Stadt und sorgt direkt und indirekt für hohe Steuereinnahmen. Doch kann das ein Persilschein dafür sein, "Subventionen" von der Stadt zu fordern? Das ist - überspitzt formuliert - in Prinzip eine ähnliche Denkweise (oder gar die Arroganz?) derer, die meinen, ohnehin schon so viele Steuern zu zahlen, so daß sie wie z.B. ein Uli Hoeneß große Teile ihres Einkommens an den deutschen Fiskus vorbei auf Konten in sog. Steueroasen vorbeischleusen.
Es ist ein Fluch der Gesellschaft, daß Prestigeobjekte gefördert werden, während die Basis auf der Strecke bleibt. Die Deutsche Bahn AG z.B. "verbrennt" Milliarden für das ICE-Netz und Stuttgart 21, streichte und streicht aber immer mehr Nahvekehrsverbindungen oder in Hamburg wurde zu Lasten von baulichen Zuständen und Personaldecken von öffentlichen Einrichtungen für 866 Mio. € die Elbphilhamonie hochgezogen. Ähnlich ist es auch im Sport: während viele lokale Sportvereine zum Erhalt ihrer gemeinnütziges Angebote, auch deshalb fusionieren müssen, weil sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Lobby haben (in Bremen z.B. SG Oslebshausen / TV Grambke, TuS Eintracht /TvdB, SC Vahr / SV Blockdiek, TuS Arsten / VfB Komet), rufen selbst Profifußball-Kapitalgesellschaft mit dreistelligen Millionenumsätze nach staatlicher Unterstützung. Wenn es um die Existenz dieser Vereine geht, dann soll/muß geholfen werden; doch für das Tagesgeschäft bzw. außergewöhnliche Aufwendungen kann nicht der Steuerzahler herhalten.
Es geht hier aber eher darum auch mal anzusprechen das hauptsächlich das Land Bremen für seine Bürger verantwortlich ist und eben NICHT der SV Werder Bremen e.V.! (überspitzt gesagt)
In erster Linie ist jeder Bürger, Unternehmen etc. für sich selber verantwortlich und nicht die staatlichen Institutionen Bund, Land oder Kommune. Hierzu passt ein Zitat von John F. Kennedy bei seiner Antrittsrede als US-Präsident: "Ask not what your country can do for you - ask what you can do for your country."

.. da hat Du natürlich absolut recht ..... zum eine erwarte ich jetzt noch weniger von RRG und zum anderen spüre ich mein Alter wieder .... "längst vergangene Sozialromantik"
afür muß jetzt mal der Fußball herhalten .

(so macht ein Austausch Spass) ..... und jetzt kommt das berühmte ABER, ....... ich hingegen finde es legitim so einen Sympathieträger wie Floko dafür ins Rennen zu schicken, sowohl aus Eigenantrieb oder als konzertierte Aktion des Vereines. Guter Hebel mit entsprechender Wirkung. Heutzutage muss man direkt die ganzen politischen Verbotsprediger und Tabuisierer aus dem Weg räumen, damit Themen zu gelassen werden und dafür ist Floko GANZ GENAU DER RICHTIGE.
), um dann grinsend abzutreten ...... aber warte ab. Schauen wir mal wie weit die Steuererhöher und Verbotsprediger kommen .....