Also das eine schließt das andere doch wohl bitte sehr kaum aus, oder?
Was wäre der Wettbewerb denn ohne Konkurrenz? Und wenn sich diese Konkurrenz in vielerlei Hinsicht mehr als daneben benimmt, sei es auch gestattet, eine Antipathie zu entwickeln und diese auch zu pflegen.
In dem Bemühen ständig zu betonen daß man einen bestimmten Verein nicht "abkann" überhöht man ihn. Was ich damit meine? Man nennt immer nur diesen Verein aber nicht den Verein den man eigentlich mag - damit bekommt der Verein, den man nicht mag mehr Aufmerksamkeit - von einem selber. Und von all den anderen, denen man erzählt, daß der andere Verein, den man nicht mag, nicht gut ist.
Immer wird nur der Verein den man nicht mag genannt.
Was passiert? Man nennt den Verein, den man nicht mag und macht ihn damit höher - also eigentlich doch das Gegenteil was man möchte. Man möchte doch "seinen" Verein oben sehen, zumindest höher eingeschätzt wissen, als den den man nicht mag.
Das ist ein universelles Gesetz was da läuft - es ist egal ob Werbung/Aufmerksamkeit negativ/positiv geschieht die Nennung ist entscheidend. Wer wen oder was auch immer erwähnt, kann nicht beim Empfänger errwarten, daß es genauso positiv/negativ ankommt, wie es vom Sender erwartet wurde. Deswegen gibt es "Mißverständnisse".
Es kommt aber an - das ist das entscheidende. Und in ihrem Hass auf irgendeinen Verein, nennen sie diesen öfter, als den Verein den sie mögen.
Die kommunikativen Gesetze spielen dem Verein der oben ist in die Karten wenn man ihn hasst. Der Manager dieses Vereines erreicht 100 aller Fußballfans - das schafft kein anderer Fußballvereine in Deutschland. Weil er sich diesen Umstnand zu nutze gemacht hat. Jeden "Hasser" seines Vereins liebt er genauso, wie jedes eingeschriebene Mitglied. Weil sie seinen Verein die Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, die er haben möchte: Völlige Aufmerksamkeit!
Das kannst du jetzt gerne für dich verneinen oder mir in Abrede stellen wollen oder einfach nicht für wahr halten - aber dann stell dich bitte auch gegen einen Staudamm, wenn er bricht und versuch das Wasser aufzuhalten.
Gegen universelle Gesetze ist man "machtlos", solange man auf dem Planeten weilt, wo sie gelten.
Wenn du Antipathie pflegst, wird das wogegen du Antipathie hegst immer Bestand haben, weil du es dir wünschst!
Und wegen Deisler, wo du ja explizit auf meine Meinung gespannt bist:
Meine Vorredner habens schon erwähnt, schon bevor er zu Bayern ging, nämlich schon bei Borussia Mönchengladbach war er in diesem Zustand aus dem dann seine Depression/sein burn-Out wurde. Von ihm wurde erwartet - so hat ers empfunden - daß er die Fohlen rettet. Da das nicht geschah wurde er verkauft - was ihm nicht unbedingt recht war, aber er kannte die Marktgesetze auch wenn es nicht "seine" waren. Bei Hertha gings einigermaßen, aber da war der Personenkult um ihn ihm auch schon suspekt. Zumal er auch - weil die Nati den größten Kartoffelsalat spielte - noch vor Jesus und Rudi Völler, der große Erlöser der Deutschen war - medial.
Das war alles schon im Gange bevor er bei Bayern war und z.T. war er schon deswegen in seiner Herthazeit bei Ärzten. Er versuchte sich aber den Marktgesetzen zu stellen und Fußball zu spielen, was er liebte. Und das die Bayern ihn wollten fand er wohl auch gut, weil er nicht nur "daddeln" wollte, sondern auch erfolgreich - und hätte er diesen "Knacks" nicht gehabt, dann hätte er da jetzt einen Stammplatz und Ribery wäre geholt worden um "einen Disler" zu ersetzen oder zu unterstützen. Das muß man doch mal sehen - neben Deisler sah Ballack aus wie ein untalentierter Grobkicker.
Wie Bayern sich im Falle Deisler zeigte ist, wie bei Werder im Falle Lisztes und Klasnic zu sehen: vorbildlich.
(bitte jetzt keine Klasnic Diskussion, ich meine den Umstand, daß man dem Spieler a) einen Vertrag gibt trotz schwere der Krankheit und b) einräumt, ihm alle Zeit zu geben, damit er nochmal einen Anlauf macht - was Klasnic draus machte wissen wir und kann im KlasnicThread ausdiskutiert werden).
Deisler sagte es auch selber, daß er Bayern dankbar ist alles versucht zu haben. Es ging aber wohl nicht mehr. Er wohnt in einer großen Stadt und schult zum Physio um.