Kann man sicher so sehen. Auch wenn ich Lewandowski für einen Tacken stärker einschätze. Aber der Punkt, den härtesten Konkurrenten zu schwächen, ist hier sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen.
Ist natürlich das gute Recht der Bauern, keine Frage. Viel schlimmer ist für mich insgesamt der momentane Trend, dass die Bauern auch den ärgsten Verfolgern immer weiter davonlaufen. Und das werden wir demnächst noch stärker spüren als heute. Im Prinzip haben die Bauern doch heute schon den Status unserer NM. Zumindest was die öffentliche Aufmerksamkeit in den Medien angeht. Deshalb kann ich mich nicht darüber freuen, wenn die Bauern auch international von Erfolg zu Erfolg hecheln. Das ist der Erfolg der Bauern, nicht der der Bundesliga.
Und an die Phantasten, die die momentane Situation mit früher vergleichen, als die Bauern ihre Vormachtstellung früh wieder abgeben mussten: Heute ist die Situation eine völlig andere, da wir hier nicht mehr von Sportvereinen reden, sondern von großen Wirtschaftsunternehmen. Und da haben die Bauern mittlerweile eine quasi Monopol-Stellung erreicht, die sie so schnell nicht mehr abgeben werden. Wenn nicht etwas völlig Unerwartetes passiert, werden sich die Verhältnisse in den nächsten 5 bis 10 Jahren eher noch verschlimmern. Es sei denn (und das will ja auch keiner), dass z.B. Red Bull ernst macht und einen Verein über "Fremdgelder" nach oben puscht. Aber auch das wird in den nächsten 5 Jahren wohl nicht passiern.
Ich habe die große Befürchtung, dass das Gesamtinteresse an der Buli stark nachlassen wird. Irgendwann fehlt einfach der Reiz und die Spannung in der Liga. Und selbst die bauernverliebten Medien haben irgendwann Schwierigkeiten, auch den letzten noch so unbedeutenen Müll von der Säbener Straße an den Mann zu bringen. Und das ist natürlich pures Gift für die Bundesliga. Auch für die Bauern. Früher wurde schon mal gewitzelt, dass die Bauern doch in der italienischen Liga spielen sollen. Ich mache heute drei Kreuzzeichen, wenns so kommen würde.


