FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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Ob Hoeneß es dann genau so leicht gehabt hätte, ist fraglich. Man hatte stets in Bezug auf die Infrastruktur beste Voraussetzungen.

Es wäre wohl etwas schwerer geworden, aber dennoch hätten sie er imho gepackt. Denn die Bayern waren die ersten, die einen Club im deutschen Profifußball wie ein Wirtschaftsunternehmen mit einem bezahlten Manager (Robert Schwan) geführt haben und im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat Hoeneß es auch verstanden, den Standortvorteil zu nutzen. Denn daß eine hervorragende Infrastruktur wenig wert ist, wenn man sie nicht zu nutzen weiß, sieht man ja seit einem Vierteljahrhundert beim HSV.
 
Diese Umbaukosten werden übrigens durch z. T. deutlich erhöhte Stadionmieten wieder eingefordert.

Dennoch ist es ein Wettbewerbsvorteil, ein quasi "bezahltes" Stadion mit enormer Kapazität mieten zu können. Es ist planbarer. Zudem lag wie gesagt großes Interesse zu der Zeit an München wegen den Olympischen Spielen. Davon hat mit Sicherheit auch der Verein profitiert.
 
Bayern bekam zu Aufschwungzeiten der Bundesliga ein niegelnagelneues Stadion quasi geschenkt. Hätte mal gern gesehen, wie deren Aufschwung ausgesehen hätte, mit knapp 35 - 40 Millionen Euro Verbindlichkeiten am Bein. In der damaligen Zeit wohlgemerkt. Ohne große Sponsoring- und Fernseheinnahmen. Berlins Stadion hatte übrigens zu dem Zeitpunkt bereits >35 Jahre auf dem Buckel.

http://www.weltfussball.de/zuschauer/bundesliga-1977-1978/1/

Trotz des Hyper-Super-Top-modernen Stadions gab es in den Jahren nach dem Stadionbau immer wieder Mannschaften, die einen (teilweise deutlich) höheren Zuschauerschnitt und somit auch höhere Einnahmen aus den Stadien hatten.
 
Es wäre wohl etwas schwerer geworden, aber dennoch hätten sie er imho gepackt. Denn die Bayern waren die ersten, die einen Club im deutschen Profifußball wie ein Wirtschaftsunternehmen mit einem bezahlten Manager (Robert Schwan) geführt haben und im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat Hoeneß es auch verstanden, den Standortvorteil zu nutzen. Denn daß eine hervorragende Infrastruktur wenig wert ist, wenn man sie nicht zu nutzen weiß, sieht man ja seit einem Vierteljahrhundert beim HSV.

Das ist richtig. Aber wer sowieso wirtschaftlich denkt, der wird auch vorher geprüft haben, wo es am meisten Sinn macht, dieses Modell von einem Unternehmen auf den Verein zu übertragen. Wenn, wie bereits erwähnt, ein großes Stadion fertig da steht mit einer großen Kapazität und hohem öffentlichen Interesse ( Kartenverkauf, Sponsoren etc.), dann fällt es mit Sicherheit leichter für die Zukunft zu planen.

Ich glaube Hoeneß hat als Unternehmer optimale Vorrausstzungen gehabt und diese auch sehr gut genutzt. Andere hatten halt nicht das Glück.
 
Bayern bekam zu Aufschwungzeiten der Bundesliga ein niegelnagelneues Stadion quasi geschenkt.

Geschenkt bekommen ja, aber Aufschwungzeiten der Bundesliga wohl eher Fehlanzeige. 1972/73 hatte die Bundesliga (als Nachwirkung des Bestechungsskandals) einen Schnitt von etwas über 16.000 (bis heute Negativrekord) und kam in den Folgenjahren auch nur selten über die 24.000er Marke heraus, so daß der Schnitt-Rekord aus der Saison 64/65 (ca. 26.900) erst exkat 30 Jahre später übertroffen wurde.
;)
 
http://www.weltfussball.de/zuschauer/bundesliga-1977-1978/1/

Trotz des Hyper-Super-Top-modernen Stadions gab es in den Jahren nach dem Stadionbau immer wieder Mannschaften, die einen (teilweise deutlich) höheren Zuschauerschnitt und somit auch höhere Einnahmen aus den Stadien hatten.

Den Zuschauerschnitt der Jahre davor und danach hast du natürlich nur zufällig ausgelassen, gelle?

Und das die Erfolge der Bayern erst nach dem Stadionneubau einsetzten, ist natürlich ebenfalls Zufall oder?
 
Ist alles schön und gut worüber hier in Bezug auf einen "Wettbewerbsvorteil" diskutiert wird, aber ich stell mir gerad die Frage, worauf wollt ihr denn nun hinaus?!

Man wird die Zeit jetzt nicht mehr zurückdrehen können und die Diskussion verläuft doch immer wieder im Nichts. Und diese ganze "Hätte, wäre, wenn Spekulationen" bringen doch auch keinen weiter.

Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Fans von Vereinen die früher einmal erfolgreich waren jetzt mit aller Macht einen Grund für die Misere finden wollen. Und da kommt der gehasste FCB immer gut. Das man selber jahrelang eine schlechte Transferpolitik, interne misswirtschaft und viele Fehlentscheidungen getroffen hat, davon ist nie die Rede.

Denn eins sollte jedem klar sein, als beispielsweise der SVW vor einigen Jahren nahezu auf Augenhöhe mit dem FCB war, da hatte Werder gegenüber allen anderen Bundesligaclubs auch (selbst erarbeitete!) Wettbewerbsvorteile. Das diese Vorteile einem allein nichts nützen, hat man erfolgreich bewiesen.

Unterm Strich sind Erfolge und Misserfolge immernoch auf die eigene Arbeit zurückzuführen. Dies hat der BVB in den letzten Jahren bewiesen. Ebenso Mannschaften wie Gladbach. Und solange dies möglich ist, sehe ich keine Wettbewerbsverzerrung in der Bundesliga und die "Vorteile" spielen eine untergeordnete Rolle.
 
Geschenkt bekommen ja, aber Aufschwungzeiten der Bundesliga wohl eher Fehlanzeige. 1972/73 hatte die Bundesliga (als Nachwirkung des Bestechungsskandals) einen Schnitt von etwas über 16.000 (bis heute Negativrekord) und kam in den Folgenjahren auch nur selten über die 24.000er Marke heraus, so daß der Schnitt-Rekord aus der Saison 64/65 (ca. 26.900) erst exkat 30 Jahre später übertroffen wurde.
;)

Dennoch hatten die Bayern stets einen überdurchschnittlichen Zuschauerschnitt und mit steigender Wichtigkeit, zudem war das Olympiastadion sicherlich kein Nachteil im Kampf um erste Sponsoren. Denn wirtschaftlich erreichte die Bundesliga in den späten 70ern/Anfang der 80er durchaus neue Dimensionen.
 
Denn eins sollte jedem klar sein, als beispielsweise der SVW vor einigen Jahren nahezu auf Augenhöhe mit dem FCB war, da hatte Werder gegenüber allen anderen Bundesligaclubs auch (selbst erarbeitete!) Wettbewerbsvorteile. Das diese Vorteile einem allein nichts nützen, hat man erfolgreich bewiesen.

Gerade als "Fußballfan" solltest du wissen, dass Werder finanziell nie mit den Bayern auf Augenhöhe stand und selbst zu CL - Zeiten nie vor Abwerbungen seiner Spieler selbst durch sportlich mittelmäßige Konkurrenten gefeit war.
 
Ich glaube Hoeneß hat als Unternehmer optimale Vorrausstzungen gehabt und diese auch sehr gut genutzt. Andere hatten halt nicht das Glück.

Bei aller Antipathie gegenüber dem FCB möchte ich es bei den anderen nicht allein oder überwiegend am mangelnden Glück festmachen - und das nicht nur, weil man damit auch die über viele Jahre bei Werder sehr gut geleistete Arbeit in einem wirtschaftlich schwachen Umfeld automatisch abwertet. Denn bei dem vorhin erwähnten Beispiel HSV war/ist das Scheitern der handelnden Personen offensichtlich.
 
Ist alles schön und gut worüber hier in Bezug auf einen "Wettbewerbsvorteil" diskutiert wird, aber ich stell mir gerad die Frage, worauf wollt ihr denn nun hinaus?!

Man wird die Zeit jetzt nicht mehr zurückdrehen können und die Diskussion verläuft doch immer wieder im Nichts. Und diese ganze "Hätte, wäre, wenn Spekulationen" bringen doch auch keinen weiter.

Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Fans von Vereinen die früher einmal erfolgreich waren jetzt mit aller Macht einen Grund für die Misere finden wollen. Und da kommt der gehasste FCB immer gut. Das man selber jahrelang eine schlechte Transferpolitik, interne misswirtschaft und viele Fehlentscheidungen getroffen hat, davon ist nie die Rede.

Denn eins sollte jedem klar sein, als beispielsweise der SVW vor einigen Jahren nahezu auf Augenhöhe mit dem FCB war, da hatte Werder gegenüber allen anderen Bundesligaclubs auch (selbst erarbeitete!) Wettbewerbsvorteile. Das diese Vorteile einem allein nichts nützen, hat man erfolgreich bewiesen.

Unterm Strich sind Erfolge und Misserfolge immernoch auf die eigene Arbeit zurückzuführen. Dies hat der BVB in den letzten Jahren bewiesen. Ebenso Mannschaften wie Gladbach. Und solange dies möglich ist, sehe ich keine Wettbewerbsverzerrung in der Bundesliga.

Werder war nie auf Augenhöhe mit dem FC Bayern. Sie haben eine Saison herausragend gespielt und dadurch die Meisterschaft gewonnen. Zu der Zeit wurde Werder von den Einnahmen aus der CL getragen. Nur das reicht eben nicht auf Dauer.

Wenn Fehleinkäufe, die auch Bayern gemacht hat, kleineren Vereinen wie Werder passieren, fällt das viel mehr ins Gewicht. Bleiben die Einnahmen aus der CL aus, wirds duster. Diese Probleme hat Bayern nie gehabt. Der FCB konnte seit Beginn der Bundesliga unter optimalen Vorraussetzungen wirtschaften. Das haben sie auch getan. Dennoch ist ein staatlich subventionierter Vorteil der Ursprung gewesen.
 
Gerade als "Fußballfan" solltest du wissen, dass Werder finanziell nie mit den Bayern auf Augenhöhe stand und selbst zu CL - Zeiten nie vor Abwerbungen seiner Spieler selbst durch sportlich mittelmäßige Konkurrenten gefeit war.

Es ging mir nicht nur um finanzielle Vorteile. Es geht auch um das Standing in der Öffentlichkeit, der Spielerkader, das Interessere für Sponsoren, die internationale Aufmerksamkeit. Da waren die Voraussetzungen in Bremen einfach exzellent um nachhaltig einen internationalen Spitzenclub zu formen und finanziell in eine neue Dimension aufzusteigen. Gerade wenn man vergleicht, wo Dortmund zu dem Zeitpunkt stand. Und die haben es dann (trotz schlechterere Rahmenbedinungen zu dem Zeitpunkt) iwie geschafft.
 
Bei aller Antipathie gegenüber dem FCB möchte ich es bei den anderen nicht allein oder überwiegend am mangelnden Glück festmachen - und das nicht nur, weil man damit auch die über viele Jahre bei Werder sehr gut geleistete Arbeit in einem wirtschaftlich schwachen Umfeld automatisch abwertet. Denn bei dem vorhin erwähnten Beispiel HSV war/ist das Scheitern der handelnden Personen offensichtlich.

Damit wollte ich auch nicht die Art kritisieren, wie der Verein anschließend erfolgreich geführt wurde. Es darf aber halt nicht pauschal im Raum stehen bleiben, dass der FCB sich "Alles" hart erarbeitet hat.
 
Den Zuschauerschnitt der Jahre davor und danach hast du natürlich nur zufällig ausgelassen, gelle?

Und das die Erfolge der Bayern erst nach dem Stadionneubau einsetzten, ist natürlich ebenfalls Zufall oder?

Das ist tatsächlich Zufall, dass bei Bayern Spieler wie Maier, Beckenbauer, Breitner, Müller, Hoeness, Roth und Schwarzenbeck gespielt haben liegt wohl kaum am Stadion :roll:
 
Wenn ich sehe, dass Dortmund zu Mittelmaßzeiten Umsätze hatte, die Werder gerade mal zu CL - Zeiten erreichte, frage ich mich, wo die schlechteren Rahmenbedingungen gewesen sein sollen. Die waren in Dortmund immer spitze. Rappelvolle Hütte, doppelt so großes Stadion im Vergleich zu Werder, im Merchandising weit vor Werder. Das Wunder ist eher, dass man einen Verein mit diesen Rahmenbedingungen überhaupt dermaßen vor die Wand fahren konnte.
 
Wenn ich sehe, dass Dortmund zu Mittelmaßzeiten Umsätze hatte, die Werder gerade mal zu CL - Zeiten erreichte, frage ich mich, wo die schlechteren Rahmenbedingungen gewesen sein sollen.

Und an dieser Stelle stelle ich mir dann die Frage, warum das beim erfolgreichsten deutschen Fußballverein hinter dem FCB so war/ist, dass sie so geringe Umsätze hatten? Ausschließlich Stadioneinnahmen?
 
Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Fans von Vereinen die früher einmal erfolgreich waren jetzt mit aller Macht einen Grund für die Misere finden wollen. Und da kommt der gehasste FCB immer gut. Das man selber jahrelang eine schlechte Transferpolitik, interne misswirtschaft und viele Fehlentscheidungen getroffen hat, davon ist nie die Rede.

:lol::lol::lol:

Genau, du kannst quasi in jedem Spieler-Thread und in den Trainer-Threads lesen, dass an unserer schlechten Situation ausschließlich DEIN FC Bayern schuld hat
 
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