[Diskussion] Stadionumbau

So schwierig und (finanziell) aufwändig, dass es von allen Verantwortlichen, die sich bis jetzt dazu äußerten, kategorisch ausgeschlossen wird.
Theoretisch möglich ist alles. Vielleicht will man momentan auch einfach keine Diskussion darüber zulassen, weil man die nächsten 10-15 Jahre ganz gewiss mit der momentanen Lösung leben muss.

Das Thema Neubau dürfte nach diesem kostpieligen Umbau endgültig und glücklicherweise gestorben sein.
 
Unser Weserstadion hat ja nun schon so einige Umbauten hinter sich freue mich schon wenn es fertig ist. Alles andere wird man dann ja mal in 10 bis 15 Jahren sehen ;)
 
Ich habe mir nicht alle Beiträge durchgelesen deshalb weiß ich auch nicht ob jemand die frage schon gestellt hat. Besteht überhaupt die möglichkeit nachdem Ausbau, das sagen wir mal in ca 10 Jahren oder so die Stadionkapazität erweitert werden kann? Durch einen dritten rang oder sowas?

Man hätte ja die neue West und die Ost schon mit dritten Rang bauen können.Und in einigen Jahren die Süd und Nord aufstocken können...So wie hier in etwa

http://www.resimvadisi.com/data/media/118/old_trafford08.jpg
 
Müssen wir jetzt wirklich wieder die Gründe herauskramen, warum man (abgesehen vom Finanziellen) von einem dritten Rang Abstand genommen hat? Allein schon die Kritikpunkte der Anwohner (Stadionhöhe, Ausgleichsflächen wegen der Elemente Außerhalb des Stadions, Verbietungsrechte...) hätten das Vorhaben schon zu einer Endlos-Disksussion machen können.

Zur Kapazitätserweiterung:
Offizielle Aussage war, dass ein weiterer Ausbau nicht möglich sei.
Das mag mittelfristig stimmen, langfristig glaube ich jedoch nicht wirklich dran.
Ich vermute (bzw. hoffe ;) ), dass man dies lediglich auf die Machbarkeit mit den derzeit verfügbaren Mitteln bezogen hat.

Ich denke schon, dass noch Schritte möglich sind. Wenn es kein dritter Rang ist, könnte es ein anders gestalteter Oberrang in Nord und Süd sein (z.B. Neuerrichtung auf neuen Trägern, die weiter zum Spielfeld ragen und dadurch eine Ausnutzung des kompletten Raumes bis unter das neue Dach ermöglichen).
Zugegeben, hier ist wahrscheinlich auch eine ganze Menge Wunschdenken dabei ;)

Es gibt für mich aber auch mehrere Indizien, dass in 5-10 Jahren nochmal was passiert.

1.)
Die Lösung mit den jetzigen Oberrängen in Nord und Süd als Endlösung zu präsentieren, ist vor allem optisch ein sehr starker Kompromiss. Während man zum Dach eine sehr deutliche Aussage bezüglich der statischen Machbarkeit getroffen hat, schwieg man sich bisher zu möglichen Veränderungen an den Rängen aus.

2.)
Finanziell sind bisher alle Baustufen auf 15 Jaher finanziert worden.
Die Ostkurve müsste demnach spätestens 2012 bezahlt sein und Entlastung in die Haushaltsrechnung bringen. Wenn sich die Einnahmen-Situation und der sportliche Erfolg nicht drastisch verschlechtern, dürfte hier Spielraum für weitere Projekte sein - vorausgesetzt, es passen überhaupt geeigntete Konzepte in den finanziellen Rahmen.

3.)
Wir müssen derzeit mit mehreren Kompromissen leben (z.B. die Lücken zwischen den Tribünen oder Plätze mit starker Sichtbeeinträchtigung). Dies könnte man mit etwas Optimismus durchaus so auffassen, dass man mittelfristig ohnehin mit weiteren Veränderungen rechnet, die diesen Zustand dann wieder aufheben. Sicherlich auch sehr optimistisch gedacht, aber andererseits fällt es mir auch schwer, an eine Endlösung mit so vielen Kompromissen zu glauben.

Ich empfinde den aktuellen Umbau als deutliche Verbesserung, da viele eine Komfortsteigerun im Stadion erleben werden. Wirkliche Verlierer sehe ich gegenüber vorher nicht. Dennoch muss halt etwas Träumerei erlaubt sein, was eventuelle zukünftige Baumaßnahmen angeht ;)
 
@Sascha79: Welche Gründe neben dem finanziellen Aspekt meinst du denn? Dass man sonst erst nen dritten Rang ohne das Heranrücken der Kurven gehabt hätte?

Das Umdenken war ja nicht nur der damaligen (nachweislichen) Explosion der Rohstoffpreise geschuldet. Es war ja gleichzeitig auch ein Entgegenkommen an die Anwohner, die mit ihren Kritikpunkten womöglich sogar vor Gericht gezogen wären. Ohne jetzt groß zu recherchieren, fallen mir vor allem folgende Punkte ein:

- die Dach- bzw. Stadionhöhe, gegen die man sich aufgrund des fehlenden Lichteinfalls gewehrt hat

- das Verkehrskonzept, das ihnen bei einer Kapazitätserhöhung nicht ausgereicht hätte

- die Verbietungsrechte, die bis vor kurzem im Hinblick auf die Ostfassade immer wieder Thema waren. Diese waren bei der alten Planung außerdem auch deshalb ein Thema, weil außerhalb des Stadions neue Treppenaufgänge und Dachträger hätten verankert werden müssen.

- in dem Zusammenhang war auch von Ausgleichsflächen die Rede, die im Naherholungsgebiet Pauliner Marsch gefordert wurden

Für weitere Infos müsste sich mal die Sitzungsprotokolle des Beirats durchschauen, die ich gerade nicht griffbereit habe.
 
Das Umdenken war ja nicht nur der damaligen (nachweislichen) Explosion der Rohstoffpreise geschuldet. Es war ja gleichzeitig auch ein Entgegenkommen an die Anwohner, die mit ihren Kritikpunkten womöglich sogar vor Gericht gezogen wären. Ohne jetzt groß zu recherchieren, fallen mir vor allem folgende Punkte ein:(...)

Aber das hätte man alles durchgeboxt und notfalls die Ostfassade unverkleidet gelassen (das Problem hätte man außerdem mit "Ausgleichszahlungen" für die Anwohner aus der Welt geschafft. Wird wohl auch jetzt so gewesen sein). Die Pläne waren doch schon sehr konkret. Die Baugenehmigung lag meines Wissens bereits vor und die Klage der Anwohner wurde vom Gericht abgewiesen.

Man mag hinterher vielleicht mal gedacht oder angemerkt haben, dass man nun auch dem Ärger mit den Anwohner aus dem Weg gehen kann. So konnte man der Sache auch noch etwas Positives abgewinnen.
Aber deswegen hätte man sich nie und nimmer von den ursprünglichen Plänen verabschiedet. Das Vorhaben fiel einzig und allein aufgrund der Rohstoffpreise.
Reicht ja aber auch als Grund.
 
Wegen den Anwohnern: Gab es nicht sogar eine Verhandlung, die vom Gericht zurückgewiesen wurde, also Werder bekam recht und Müller war froh, dass es endlich los gehen könne? Und ein oder zwei Wochen später, wurden die neuen Pläne präsentiert?
 
Haben Sie doch längst, Sie können nur nichts dagegen machen, das du es nicht verstehen willst/kannst.

Dort ging es immer nur um die Stahlpreise,wenn Du das glaubst ist es ja gut.Im Himmel ist morgen auch Jahrmarkt,fährst Du da auch hin;)

Wenn das Projekt an den hohen Stahlpreisen gescheitert ist,was kurz vor der Ausführung stand und dann schnell in die jetzige Lösung umgewandelt wurde.Warum hat man es dann nicht wieder ändern können.Stahl ist so billig wie seit 100 Jahren nicht mehr.Da werden bestimmt noch andere Faktoren eine Rolle spielen die keiner von uns weiß.Anders kann ich mir das alles nicht erklären,man braucht unbedingt eine Erweiterung usw....Und dann so...
 
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