diego macht's wie ailton
Ganz genau, das war auch mein erster Gedanke.
Das Problem bei den Brasilianern ist wohl, dass sie nie gelernt haben verantwortungsbewußt mit Geld umzugehen, und andereseits, dass sie schon früh als Gelddruckmaschine an undurchsichtige Berater, Gesellschaften oder Vereine verscherbelt werden, die nur eine Interesse Verfolgen: Profit.
Aus menschlicher Sicht eine mehr als fragwürdige Situation, aber an Diegos Stelle gleich zweimal schädlich: Sein "Besitzer" interessiert nur die meißte Kohle und schert sich einen feuchten Dr... darum, was sportlich und menschlich für sein Spieler am besten wäre und zweitens, was ich als wirkliche Bankroterklärung an die eigene Selbstständigkeit sehe, sein Berater ist der eigene Vater.
Nicht nur das man sich mit 26 Jahren immer noch nicht abgenabelt hat und eine risigen Tross an Familie mit sich durch die Weltgeschichte schleift, sondern man hat nie gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Und da schließt sich der Kreis zu Ailton.
Eins kannst du in Bremen nicht werden: reich. Aber dafür bietet diese Stadt dir eine perfekte Bedingung deinen Job auszuleben, ein normales Leben zu führen und ein anständiges Gehalt zu verdienen. Ich würde mich ja fürs zweitere entscheiden, vielleicht auch ein Grund,w arum so einige Spieler wieder ihren Weg nach Bremen gefunden haben.
Vor einem halben Jahr hab ich Ailton in Bremen an einer Tankstelle getroffen. Das letzte mal als ich ihn davor gesehen hatte, war am Ende der Meisterfeier, als er mit dicken Ringen, Goldkette und RayBen durch die Stadt zog, und wie laut feierte. Nun aber traf ich einen Ailton, der in abgetrager Jeans, 30 Euro-Sneakern und C&A T-Shirt unterwegs war. Zwei Welten und "nur" 7 Jahre lagen dazwischen.
Ich hoffe das Diego dieses Erlebnis ersparrt wird.