Hat es eigentlich irgendeinen Grund, dass hier andauernd das Bild vom unschuldigen Diego, der marionetten-artig von seinem Vater gesteuert wird, vorherrscht?
Es ist eigentlich bekannt, daß die Familienhirachie in Südamerika auf das Familienoberhaupt ausgerichtet ist und das Kinder auch im Alter eines Diego doch sehr auf das hören was Mama und Papa ansagen. Und, daß der Herr Papa bisher immer am Verhandlungstisch gesessen und zumeist auch die Interviews gegeben hat, bestätigt doch diesen Eindruck. Gerade in ärmeren Ländern ist es üblich, daß Kinder mit einem gesegneten Talent gerne von ihren Eltern als Gelddruckmaschine benutzt werden.
Man mag von Diego menschlich halten, was man will, aber als Fußballer war er hier in Bremen einzigartig - vielleicht auch gerade, weil die Stadt und der Verein ein ruhiges Umfeld boten. Alles was danach kam, war doch reinweg auf`s Geld ausgerichtet und hat ihn sowohl menschlich als auch spielerisch mehr und mehr absinken lassen - schade eigentlich.
In seiner derzeitigen Verfassung wollte ich ihn in Bremen nicht wiedersehen, selbst wenn er für 2 Mio. zu haben wäre.
