Diego bei Olympia

Sollte Werder Diego die Freigabe für Olympia erteilen?

  • Ja

    Votes: 291 40,9%
  • Nein

    Votes: 421 59,1%

  • Total voters
    712
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Jetzt brennen hier dochwohl einigen die Sicherungen durch. Diego selbst ist wohl der Allerletzte der für diesen ganzen Mist etwas kann.Er hat immer von der Bedeutung von Olympia für ihn persönlich gesprochen.Daß wir - und wohl auch KATS- das Olympiaturnier anders einordnen ist komplett unwichtig.Eine deutsche Pflichterfüllungsargumentation einem Spieler gegenüber,den man sonst als Zaubermaus oder ähnlich bezeichnet ist schlicht nicht logisch.Ein differenzierender Führungsstil der den individuellen Situationen gerecht wird ist zwar nicht immer einfacher aber auf Dauer erfolgreicher als die einfachen Parolen vom Herrn und vom Diener und als das Beharren auf grundsätzlichen Positionen ,die man dann doch nicht halten kann .

Wenn wir mit Ausnahmespielern nicht umgehen können sollten wir uns zukünftig wieder auf Durchschnitt und Mittelmaß zurückziehen.Dann muß man hier künftig auch keine abstrusen Vergleiche mit den Bauern mehr lesen.
 
Zitat von WÜ-HB;31480:
Jetzt brennen hier dochwohl einigen die Sicherungen durch. Diego selbst ist wohl der Allerletzte der für diesen ganzen Mist etwas kann.Er hat immer von der Bedeutung von Olympia für ihn persönlich gesprochen.Daß wir - und wohl auch KATS- das Olympiaturnier anders einordnen ist komplett unwichtig.Eine deutsche Pflichterfüllungsargumentation einem Spieler gegenüber,den man sonst als Zaubermaus oder ähnlich bezeichnet ist schlicht nicht logisch.Ein differenzierender Führungsstil der den individuellen Situationen gerecht wird ist zwar nicht immer einfacher aber auf Dauer erfolgreicher als die einfachen Parolen vom Herrn und vom Diener und als das Beharren auf grundsätzlichen Positionen ,die man dann doch nicht halten kann .

Wenn wir mit Ausnahmespielern nicht umgehen können sollten wir uns zukünftig wieder auf Durchschnitt und Mittelmaß zurückziehen.Dann muß man hier künftig auch keine abstrusen Vergleiche mit den Bauern mehr lesen.
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Daß hier doch wohl einige Sicherungen durchbrennen, da gebe ich Dir Recht, allerdings ganz anders, als Du meinst.
Was Du als „deutsche Pflichterfüllungsargumentation“ bezeichnet und/oder „Parolen vom Herrn und Diener“ (geht’s nicht noch ein bißchen überzogener?), darf also für einen sogenannten Ausnahmespieler nicht gelten? Wen beliebst Du denn als Durchschnitt und Mittelmaß zu bezeichnen? Petri? Merte? Naldo? Oder doch lieber gleich den ganzen Rest der Mannschaft? Und der von Dir angeführte „differenzierende Führungsstil“ (wunderbare Wortkreation!) gilt der auch für alle anderen Jungs?
Ich habe hier schon einmal ausgeführt, daß ich es persönlich nachvollziehen kann, wenn Diego nach Peking möchte, aber das ist hier nicht der Punkt. KATS haben in allererster Linie die Interessen Werders zu vertreten, sind die mit dem Ansinnen eines „Arbeitnehmers“ (und nichts anderes ist Diego) vereinbar, gut denn. Ansonsten gilt schlicht die Rechtslage.

Diego ist der allerletzte der für diesen Mist etwas kann, sagst Du? Dann hätte er Werders Entscheidung akzeptiert und nicht Papa am Montag auf dem Plan gerufen, um das ganze wieder aufzurühren. Eben „deutsche Pflichterfüllung“ ……………… :rolleyes:
 
Sein Vater ist aber gleichzeitig auch sein Berater.

Jo, ist mir klar. Ich wollte damit eigentlich ausdrücken, wenn er die Entscheidung seines Arbeitgebers akzeptiert hätte (hat er nicht gesagt, er wolle keine Probleme?) hätte es weder Berater noch Papa gebraucht.

Um es noch einmal zu sagen: Ich mag den Jung, wie wir alle, aber auch unsere Zaubermaus sollte wissen, daß es im Leben eben nicht immer nach dem eigenen Kopf geht.

Vielleicht ringen sich die Kasperköppe bei der Fifa ja noch zu einer verbindlichen Aussage auf, dann ist das Thema vom Tisch. Wie es dann allerdings atmosphärisch hinterher zwischen Werder im ihm weitergeht, das steht wohl in den Sternen.
 
Werder verhält sich in dieser Angelegenheit absolut richtig. Kein europäischer Spitzenverein würde einen wichtigen Spieler während der Saison für so ein solches Turnier abstellen, wenn er nicht muss. Erst recht nicht unter diesen Voraussetzungen (keine Entschädigung, Entgeltfortzahlung, kein Versicherungsschutz). Die Spieler heutzutage (und da ist Diegop keine Ausnahme) vertreten doch auch nur ihre eigenen Interessen, warum sollte der Verein (der eigentlich kein Verein mehr ist, sondern ein Wirtschaftsunternehmen) da anders handeln.

Ich möchte mal das Geschrei hier sehen, wenn Werder Diego aus reiner Kulanz zu den Olympischen Spielen fahren lässt und dafür dann ohne Diego zu Saisonbeginn gegen Schalke verliert und Rafinha hier das entscheidende Tor macht.
 
„differenzierende Führungsstil“ (wunderbare Wortkreation!)
Ich sehe es genauso wie der von dir kritisierte WÜ-HB.

Differenzieren können ist das Geheimnis (auch) guter Führung. Das wird im übrigen ja auch durchaus praktiziert - auch beim SV Werder. Da darf schon mal ein nicht ganz fitter Spieler ran, weil er soooo wichtig für die Mannschaft ist, während man bei Leuten aus dem erweiterten Kreis bzw. auf Positionen, wo gute Backups zur Verfügung stehen, durchaus ein wenig länger wartet mit dem ersten Einsatz nach Verletzung.

Aber ich sehe ja, dass hier die allermeisten die Linie des Vereins begrüßen. Vielleicht ist es ja so eine Art Sehnsucht danach, so zu sein wie die Bayern (die lassen Demichelis auch nicht ziehen ...). Ein Zeichen, dass der einstmals kleine SV Werder sich von NIEMANDEM mehr auf der Nase rumtanzen lassen braucht. Hier geht es um das Wohl des Vereins, da müssen alle mit ihren Wünschen zurückstehen.

Ich halte den Weg, den man in dieser Angelegenheit beschritten hat, nach wie vor für nicht clever. Diego hat sich bislang als untadeliger, vereinstreuer Spieler präsentiert und eine Menge an sportlichem und auch image-mäßigem Gewinn für den Verein eingebracht. Da hätte ich an KATS' Stelle von vornherein gesagt: Wenn er denn wirklich absolut unbedingt dahin will, legt man ihm auch keine Steine in den Weg sondern kümmert sich lieber gleich um die Begleitprobleme wie "wie ist er da versichert ?", "wer zahlt sein Gehalt während der Abwesenheit ?" "in welchem zeitlichen Rahmen stößt er wieder zur Mannschaft ?" Da ließen sich bei einem kooperativen Miteinander sicher auch vernünftige Lösungen finden.

Und - mit Hunt und Özil stehen Alternativen zur Verfügung, die bestimmt nicht traurig wären, wenn sie gleich zu Anfang mit dabei sind.

Die ganzen Schlauschnacker hier, die sich einig darüber sind, dass "der Erfolg des Vereins über alles geht", blenden zumeist aus, das (wie Daniel Jensen es so treffend formuliert hat) ein unzufriedener Spieler der Mannschaft u.U. auch nicht unbedingt weiterhilft. Dass die Mannschaft mit einem zum Daheimbleiben gezwungenen Spieler erfolgreicher wäre als mit einem motivierten Ersatz und einem motiviert und dankbar zurückkehrenden Diego, halte jedenfalls auch ich für nicht sehr wahrscheinlich.

Aber - ich will die Begeisterung hier nicht trüben. Ich wollte nur zwischendurch mal wieder anmerken, dass es in dieser Olypia-Geschichte auch weniger begeisterte Anhänger des Vereins gibt.
 
Also dafür, das du das Thema Transfers so pessimistisch siehst, betrachtest du das Thema Diego ziemlich optimistisch...

Ich betrachte das Thema Diego zu Olympia auch pessimistisch. Ich bin der Meinung, dass sich Diego die Teilnahme durch seine Leistungen für Werder verdient hat. Daher sollte der Verein ihm auch dieses Bonus geben. Er hatte letztes Jahr auch fast keine Vorbereitung und hat überragend gespielt. Training hat er auch mit der Olympia-Mannschaft. Habe die Befürchtung, dass wenn Diego bleiben muss, es ordentlich im Verein krachen wird. Nicht das der noch am 31.8 die Fliege macht. Habe auch kein Bock das ganze Jahr Knatsch und Gerüchte um Diego zu haben. Man kann die Situation nicht mit Sanogo beim Africa Cup vergleichen. Weil Diego auf einem viel viel viel höheren Niveau spielt. Er kommt schnell nach Olympia in Form. Verletzten könnte er sich auch bei Werder. Lasst den Jungen sich doch seinen Traum erfüllen. Ich an seiner Stelle würde auch lieber Olympia spielen wollen. So etwas kann man nur einmal im Leben spielen.
 
Jo, ist mir klar. Ich wollte damit eigentlich ausdrücken, wenn er die Entscheidung seines Arbeitgebers akzeptiert hätte (hat er nicht gesagt, er wolle keine Probleme?) hätte es weder Berater noch Papa gebraucht.

QUOTE]

Wer sagt denn das Diego Papa geholt hat???
Papa redet gerne mal alleine los...

Also 23jähriger sollte man in der Lage seinen "Berater" zu stoppen, auch wenn es der eigene Vater ist.

Das ist ja wie beim Klasnic hier, der hat ja auch keine eigene Meinung gehabt und wurde von seiner Frau ferngesteuert.

Kann ja auch nicht angehen das ein Werder Spieler nicht mit dem Verein einer Meinung ist. Es muß immer ein anderer wie der Vater oder die Frau schuld sein.
 
Das Hauptproblem ist ja nicht die 3 verpassten Spiele, sondern das Diego ein Großteil der Vorbereitung verpasst und dann später nur schwer in die Mannschaft findet.

Vielleicht kann man in als Kompromiss erst nach der Vorbereitung zu Olympia fahren lassen so wie Hoffenheim.

Keine Abstellungspflicht sport1.de

[...]

Die FIFA stellte durch Generalsekretär Jerome Valcke ihrerseits klar, dass 'keine Verpflichtung besteht, Spieler abzustellen, egal ob unter oder über 23 Jahre'. Dies habe ihm der Franzose telefonisch mitgeteilt, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach der 'Sport Bild'. 'Unsere Auffassung ist also bestätigt. Wir werden die Vereine entsprechend informieren', so Niersbach.

[…]

Ich hoffe das Diego (von seinem Vater getrieben) nicht einfach ohne Erlaubnis nach Peking fliegt und es zu einem Zerwürfnisse mit Werder kommt.
 
Also 23jähriger sollte man in der Lage seinen "Berater" zu stoppen, auch wenn es der eigene Vater ist.

Das ist ja wie beim Klasnic hier, der hat ja auch keine eigene Meinung gehabt und wurde von seiner Frau ferngesteuert.

Kann ja auch nicht angehen das ein Werder Spieler nicht mit dem Verein einer Meinung ist. Es muß immer ein anderer wie der Vater oder die Frau schuld sein.

Es ist die eine Sache was Diego DIREKT sagt... und etwas anderes was Diegos Vater sagt...
Und der redet gerne mal ungefragt und sagt "seine" Meinung...

Natürlich ist Diego anderer Meinung als der Verein... Aber ich wollte sagen das die Meinungen die Diegos Papa geäußert hat, nicht die Diegos sein muss bzw. in seinem Auftrag... und nicht das Diego keine eigene Meinung hat, und diese nicht öffentlich äußert, dies hat er bereits
 
@Paul Tergat

Also, entweder ich kann mich nicht vernünftig ausdrücken oder ist es einfach nur so schwer, mich zu verstehen.

In allererster Linie stören mich die m.A.n. überzogenen Ausdrücke von WÜ-HB. Niemand hat etwas gegen einen differenzierten Führungsstil, ganz im Gegenteil. Aber es ist in meinen Augen nach wie vor ein himmelweiter Unterschied, ob ich – um Dein Beispiel aufzunehmen - einen nicht ganz fitten Spieler bringe, weil ich ihn für unersetzlich halte, oder ob ein Spieler auf Kosten der Mannschaft für Wochen in der Weltgeschichte rumreist. Wenn Jensen sagt, daß ein unzufriedener Spieler der Mannschaft nicht unbedingt weiterhilft, so hat er sicher Recht. Andererseits würde mich schon auch interessieren, ob die Jungs schwer begeistert wären, von einem wichtigen Spieler in der Vorbereitungsphase und den ersten Spielen im Stich gelassen zu werden. Sind die anderen Spieler eigentlich weniger untadelig, vereinstreu und sportlich und image-mäßig nicht so wichtig?

Daß Özil und Hunt Diego in zwei Spielen ersetzen können, zweifle ich gar nicht an, aber daß es darum allein gar nicht geht, weißt Du selbst; ich möchte nicht wieder davon anfangen, was hier bereits hoch- und runtergekaut wurde.

Und gleich noch eine Frage: Wir haben das Glück, daß bei uns nur ein Spieler nach Peking möchte. Was wäre eigentlich, wenn es drei oder vier wichtige Spieler wären? Käme dann der „differenzierte Führungsstil“ zum Tagen? Prost Mahlzeit, in KATS Haut möchte ich dann nicht stecken.

- Und auf die „Bayern-Sehnsucht“ möchte ich gar nicht eingehen, das kannst Du nicht im Ernst gemeint haben. Wenn KA sagt, er hat in erster Linie die Interessen des SV Werders zu wahren, so ist das m.E. korrekt; das ist sein Job. Sollte es noch kurzfristig andere Weisungen der Fifa geben , so wird er sich danach richten. Was anderes kann und sollte er nicht tun.

Davon abgesehen gebe ich aber zu, daß die ganze Angelegenheit so nicht hätte laufen müssen; schließlich weiß man nicht erst seit zwei Wochen von Olympia und hätte sicher vor längerer Zeit für den Fall der Fälle klare Regelungen schaffen können (beide Seiten!), und das unabhängig von einer eventuellen Anweisung oder Nichtanweisung der Fifa.
 
Ich glaube schon, dass Diego seine eigene Meinung hat und die auch gegen den eigenen Vater (Berater) vertritt. Pappa Diego möchte gerne seinen Sohnemann bei Barcelona oder Madrid sehen, aber der Sohnemann verlängert lieber mit Werder.
Ich glaube schon, dass Diego auf Olympia verzichten wird, aber wenn er dies öffentlich macht wird man in Brasilien sehr enttäuscht sein, dass er nicht für die Selecao spielt.
Ich kann die FIFA nicht verstehen, dass man hier keine klare Entscheidung trifft und diese auch mitteilt und statt dessen von einem Gewohnheitsrecht spricht, das schon lange passee ist und von Zeiten stammt, wo bei Olympia noch reine Amateure starteten.
Es muss so gehandelt werden wie beim Eishockey es schon jahre lang geschieht. Bei den USA und Kanada spielen nur Spieler die in ihren Ligen nicht mehr spielen, also reine Amateure. Wenn Mannschaften bei den Playofs ausgeschieden sind stoßen Spieler zu ihren Mannschaften.
Die Fußballspieler sind Profis, werden von ihren Vereinen bezahlt und stehen in der Pflicht und nun sollen sie nur wegen dem olympischen Gedankens den es schon lange nicht mehr gibt, freigestellt werden, dies ist schon sehr sonderbar. Die Fifa muss hier eine klare entscheidung treffen.
 
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