Deutsche Nationalmannschaft Aktuell

Herbert Hainer gefällt das. Der hat Ahnung. Also muss es die richtige Entscheidung gewesen sein, den Hansi als Bundes-Jogi beizubehalten, sonst würde der Herbie das ja nicht feiern... A pro pos: muss gerade an VW Käfer denken.
Hainer hat doch auch von Fussball keine Ahnung, das hat auf dem Niveau niemand oder gibt es bei Weltklasseklubs irgendwo ehemalige Weltklassespieler an der absoluten Spitze?
 
Nee nee nee, Weltmeister nicht aber bitte, die Vorrunde musst du mit der Truppe überstehen und dann gegen Marokko oder Kroatien verlierst du vielleicht auch nicht.
Japp, die Gruppenphase zu überstehen ist mit diesem FC-Bayern-plus-Ergänzungen-Kader Pflicht. Aber wenn die DFB-Spitze ihre Mannschaft in der Weltspitze sieht, dann verleitet das bei den Spielern zumindest im Unterbewusstsein dazu, nicht volle 100% geben zu müssen. Besonders bei den Bayern-Spielern, die in den meisten Bundesliga-Spielen ohnehin schon mit weniger als 100% zum Erfolg kommen.
 
Meine Gedanken zum Thema N11, WM Katar usw:
Grundsätzlich habe ich die Vergabe der WMs nach Russland und Katar immer kritisiert, weil hier nicht die besten Bewerbungen sondern die meisten Dollars argumentativ gezogen haben.
Was mich hier nicht nur im Forum sondern auch medial stört, ist die moral-ethische zur Schau gestellten Überlegenheit der Deutschen im Besonderen. Ich bin auch offen, dass die orientalische Lebensart, deren Art Menschen aus Minderheiten zu behandeln, Fremdarbeiter gnadenlos auszubeuten, ich zu 100% ablehne. Der Zungenschlag, der hier überall mittlerweile Einzug hält, ist das diese Art minderwertig sei und die Personen ebenfalls minderwertig demnach seien. Deren Art zu leben und zu bewerten, gilt für den ganzen Orient. Ihre Weltreligion ist der Islam, sie leben größtenteils ihre Scharia aus und daher haben sie ihren Lebensstil für sich definiert. Wenn ich mich als Deutscher darüber moralisch entrüste, darf ich aber nicht auf der anderen Seite ihr Geld annehmen und mit ihnen Geschäfte machen. Das ist gelebte Doppelmoral. Entweder oder. Zudem sollten speziell wir Deutschen mit Bewertung ganzer Volksgruppen sehr vorsichtig seien, wenn man 90 Jahre zurückdenkt und was daraus entstanden ist. Der DFB hat sich mit seiner Binde und der Mund-zu-Aktion komplett lächerlich gemacht und ist am Ende dem medialen Druck aus D aufgesessen. International sind wir zur Lachnummer geworden. Nun ist Bierhoff endlich weg, Flick bleibt, Neuendorf als Präsident hat auch sich nicht mit Ruhm bekleckert.
Sportlich: ich schaue die Bundesliga und habe die letzten Monate vor der WM erhebliche Aussetzer u.a. bei unseren IVs Schlotterbeck und Süle beispielsweise in der Liga wahrgenommen. Das ein Flick glaubte, dass diese Fehler bei der WM nicht passieren, war naiv und wurde entsprechend bestraft. Ich finde es gut, dass "die Mannschaft" für ihr Spiel die sportliche Konsequenz tragen musste. Wir sind schon lange keine Top-Fußballnation mehr. Bei manchen Spielern habe ich den Eindruck, dass sie immer noch die seichte Brise des Campo Bahia in ihrem Haar verspüren. Das ist vorbei. Aber irgendwie immer noch existent.
Frau Hopfen musste zurücktreten. Das Warum können nur die Insider bewerten. Wenn ich aber lese, dass es um die 50+1 Regel und die Auslandsvermarktung wohl ging, konnte sie kaum etwas erreichen mMn?! Bei der 50+1 sind wir das einzige Land mit dieser Regel, haben mehrere Ausnahmentatbestände geschaffen und sollen laut Bundeskartellamt wohl eine Regel aufstellen? Eine Rückabwicklung von WOB, Lev oder Hoffenheim sehe ich nicht. Warum sollten Global Player wie VW oder der Bayer Konzern das tun?
Auslandsvermarktung: Wir haben drei Wettbewerbe SuperCup, Pokal und Meisterschaft von denen die Bayern in Serie mindestens deren zwei gewinnen. Wenn der BVB und RB sich nicht dämlich anstellen, müssten sie eigentlich regelhaft in die CL kommen. Das bedeutet, dass die Liga ihre Spannung aus dem Kampf um Platz 4 und dem Abstiegskampf bezieht. Auch die sportliche wie finanzielle Schere zwischen 1. und 2.Liga ist immer weiter ausgegangen. Wir wissen vor dem ersten Spieltag wer Meister wird. Das soll im Ausland für Milliardenbeträge bei der Übertragung sorgen?
Kimmich & Co sind es gewohnt mit 5-6 Toren Unterschied zu gewinnen und treffen bei der WM plötzlich auf Widerstand. Das sind die nicht gewohnt, weil für sie die Saison eigentlich erst im Feb/März mit der KO-Phase der CL beginnt. Die anderen Spieler von DO und Leipzig haben nicht das Niveau, um die Lücken der internationalen Spitzenspieler des FCB aufzufüllen.
Die meinen nun, dass sie 2024 bei der EM auftrumpfen werden. Würde mich sehr wundern, denn die o.g. Probleme bestehen fort.
 
Die meinen nun, dass sie 2024 bei der EM auftrumpfen werden. Würde mich sehr wundern, denn die o.g. Probleme bestehen fort.
"Die" waren bei den letzten 3 Turnieren auch der Ansicht, dass Deutschland zu den Titelaspiranten zählte. Und bei der Fluktuation in der DFB-Führungsriege in den letzten Jahren sind das keine Einzelmeinungen gewesen, sondern es ist der allgemeine Tenor im Elfenbeinturm des DFB.

Ob die dritte Enttäuschung in Folge ein entsprechendes Umdenken bewirkt? Zweifel daran sind nicht unbegründet.

Doch selbst wenn ein solches Umdenken gerade stattfindet, sind Zweifel daran angebracht, dass der DFB-Kader bei der EM 2024 groß auftrumpfen wird. Denn das, was in den letzten knapp 6,5 Jahren durch die Führungskrisen in DFB und auch DFL an Porzellan zerdeppert wurde, lässt sich in ca. 1,5 Jahren nicht kitten bzw. diese Scherben sich aufgrund ihrer Menge nicht "mal eben" wegräumen. Zumindest nicht, wenn es um eine nachhaltige Rückkehr in die Erfolgsspur gehen soll. Der (unfreiwillige?) Rücktritt von Bierhoff ist zwar ein Anfang, reicht ohne ein erforderliches Umdenken nicht aus. Und selbst wenn sich die Führungsspitzen wider Erwarten zusammenraufen und den Weg auf den richtigen Pfad finden sollten. ließen damit die sportlichen Probleme sowohl in der Nachwuchsförderung als auch im Herrenbereich in so kurzer Zeit nicht mal eben beheben. Zumal durch diese verkorkste WM die sportlichen Bedingungen für die EM im eigenen Land noch schlechter geworden sind.

Denn diese WM hätte dazu dienen können / sollen, dass gerade die jüngeren Spieler sich im einem fortschrittlichen System einzuspielen,
Turniererfahrung sammeln und sich somit weiterentwickeln können, um so bei der EM 2024 sicher und geschlossen auftreten können. Doch Bundes-Hansi ließ bei bei der WM ein System spielen, dessen Abgesang schon bei der WM 2018 unübersehbar war und, wie ebenfalls bei der WM 2018, die erfahrenen Spieler überwiegend enttäuschten. Also statt Fortschritt folgte ein Rückschritt.

D.h. Flick hat nur zwei Möglichkeiten: entweder er hält an dem brotlosen fussballerischen Steinzeit-Rasenschach fest oder er passt seine Spiel-Philosophie den Entwicklungen des Fußballs mit dem Risiko an, dass die Zeit bis zum Beginn der EM viel zu kurz ist, um eine schlagfertige Truppe zu formen. Das wirkt, gerade in Hinblick auf die defizitäre Nachwuchsförderung - es spricht Bände, dass von den jüngeren deutschen Spielern bei der WM 2022 mit Musiala derjenige am positivsten auffiel, der in England ausgebildet wurde - wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Selbstverständlich ist es durchaus möglich, dass trotz dieser Vielzahl an Defiziten die DFB-Truppe bei der EM 2024 bei der Titelvergabe mitspielt und ggf. sogar gewinnt. Doch was käme nach einem so kometenhaften Aufstieg? Einen ähnlichen Jojo-Effekt, wie ihn Italien es jüngst erlebte, d.h. 2018 nicht für die WM qualifiziert, 2021 Europameister und 2022 erneut in der WM-Quali gescheitert, so dass die Squadra Azzurra in Großen Teilen wieder ganz von vorne anfangen muss? Nachhaltigkeit sieht definitiv anders aus.
 
D.h. Flick hat nur zwei Möglichkeiten: entweder er hält an dem brotlosen fussballerischen Steinzeit-Rasenschach fest oder er passt seine Spiel-Philosophie den Entwicklungen des Fußballs mit dem Risiko an, dass die Zeit bis zum Beginn der EM viel zu kurz ist, um eine schlagfertige Truppe zu formen.
Flick wird an seinem Bayern-Modell festhalten. Mein Wort darauf. Die Bayern stellen ja auch die besten Spieler, nur dass sie entsprechende ausländische Qualität zudem haben. Watzke tönte doch auf der PK herum, dass die Bundesliga sehr erfolgreich sei und 4 Mannschaften im 1/8Finale der CL haben. Das stimmt auch. Mal sehen, wie viele von denen übrig bleiben in Anbetracht der Qualität der Gegner? Das in Asien ein Markt für die Auslandsvermarktung vorherrscht, mag für Vereine wie Bayern (auf jeden Fall) und DO (mit Abstrichen) sein, aber schon ein Spiel Werder gegen Mainz interessiert doch in Hongkong niemanden ernsthaft. Die Liga mit den Medien berauscht sich an sich selbst. Die letzten Jahre mit den schwachen Ergebnissen waren doch kein Zufall.
Das Union und Freiburg so lange in der Tabellenspitze mitspielen, sollte doch den Meisten zu denken geben. Deren Qualität ist international im Vergleich zum Spitzenbereich gerade mal durchschnittlich. Der deutsche Fußball wird viele Jahre brauchen, um wieder in die Weltspitze zu kommen. Das ist normal und traf schon jeden Verband. Nur der DFB meint bis heute, dass ihnen dieses Schicksal nicht droht.
 
Flick wird an seinem Bayern-Modell festhalten. Mein Wort darauf. Die Bayern stellen ja auch die besten Spieler, nur dass sie entsprechende ausländische Qualität zudem haben.
Klar, aus Ermangelung an Alternativen muss Flick am Bayern-Modell festhalten. Aber (aufgrund der Verbundenheit?) war er ihnen gegenüber zu viel "Hansi" und somit zu wenig "Herr Flick". Nur mal so als Beispiele: Spieler des FC Bayern wurden vor den Länderspielen gegen Ungarn und England auf dem Oktoberfest gesichtet, Sane zieht bei den Fitnessübungen während der WM nicht mit und Gnabry erweckt in den Gruppenspielen den Eindruck, dass er sich für Defensivarbeit zu fein ist. Wenn ein Trainer darauf nicht angemessen reagiert, darf er sich auch nicht wundern, wenn ihm die Spieler auf und neben dem Platz ihm auf der Nase tanzen. Das weckt, zugegeben überspitzt formuliert. an die WM 1982, wo u.a. des vorbereitende Trainingslager am Schluchsee im Schwarzwald von der Boulevardpresse den Namen "Schlucksee" verpasst bekam.
 
Am besten ist dieses "Oliver-Bierhoff-Nachfolger-Suche-Gremium".
Schön, wenn da mindestens eine Fußballerin dabei wäre, aber naja, war nicht anders zu erwarten.
Viel wichtiger ist, dass solche "integren" Leute wie Rolex-Kalle dabei sind ...
 
Am besten ist dieses "Oliver-Bierhoff-Nachfolger-Suche-Gremium".
Schön, wenn da mindestens eine Fußballerin dabei wäre, aber naja, war nicht anders zu erwarten.
Viel wichtiger ist, dass solche "integren" Leute wie Rolex-Kalle dabei sind ...
Das sind solche EX-Spieler, welche den bereits vorgegebenen Weg (Bobic wird mir z.B. schon zu viel erwähnt) mitgehen. Nicht, das einer meint, es würde ergebnisoffen diskutiert. :D
 
Am besten ist dieses "Oliver-Bierhoff-Nachfolger-Suche-Gremium".
Schön, wenn da mindestens eine Fußballerin dabei wäre, aber naja, war nicht anders zu erwarten.
Viel wichtiger ist, dass solche "integren" Leute wie Rolex-Kalle dabei sind ...
Vor Allem, warum mit Kahn und Rummenigge zwei von den Bayern?
Einer hätte es auch getan mMn.
Mir ist auch nicht ganz klar, was dieser Quatsch überhaupt soll aber sollen se mal machen.
 
Vor Allem, warum mit Kahn und Rummenigge zwei von den Bayern?
Einer hätte es auch getan mMn.
Mir ist auch nicht ganz klar, was dieser Quatsch überhaupt soll aber sollen se mal machen.
Der Kalle hatte ja nicht nur die Rolex aus Katar, sondern war auch Vorsitzender der Klub-Vereinigung und hat gleichzeitig geheime Verhandlungen zur Gründung einer "Super"-Liga geführt. Er steht eigentlich genau für das, worauf die Leute keine Lust mehr haben.
 
Ich habe es hier aus dem Halbfinal-Thread zitiert, weil es hier besser hinpasst:
Hat sich in der zweiten Halbzeit irgendwas verändert? Ich habe die erste gesehen. Die Kroaten versuchen zu spielen, die Argentinier stehen hinten drin und verteidigen, Messi steht vorne und wartet. Engagierter war definitiv Kroatien, aber da ging nur was über links und das reicht nicht, zentral haben die Argentinier alles weg gebissen. Oder meinst du das mit Strassenfussballern die frei von Defiziten spielen?
Ich habe vom Spiel ARG - CRO nichts gesehen. Aber mein Einwurf bezog sich ohnehin nicht explizit auf das gestrige Spiel, sondern allgemein auf die Defizite im Fußballspielen, die einer der Hauptgründe für den seit Jahren großen Abstand des deutschen Fußballs zur Weltspitze sind.

Fußball zu spielen ist im großen Maß auch eine Kopfsache. Beginnend mit der hohen Spielintelligenz, welche Grundvoraussetzung für intelligentes Positionsspiel sowohl bei eigenem als auch bei gegnerischem Ballbesitz, gegenseitigem Spielverständnis, schneller und richtiger Antizipation sowie exaktes Timing ist. In dieses Zahnrad müssen weitere, v.a. spielerische Zahnräder ineinandergreifen, wie z.B. Präzession in Ballannahme und Passspiel, die die Basis für Ballkontrolle und Ballsicherheit bilden. Um all diese Fähigkeiten zielführend auszubauen, muss man den jungen Spielern zuerst die Chance gewähren, frei von taktischen Zwängen Fußball zu spielen lassen - und ihnen es somit auch erlauben, Fehler zu begehen, aus denen sie lernen, damit sie es künftig (hoffentlich) besser machen.

Hier befinden sich Straßenfußballer wie z.B. in Frankreich im Vorteil, weil sie durch ihr freies Spiel auf kleinem Raum der Bolzplätze ihre Fähigkeiten mit Ball und Mitspielern erweitern und aus ihren gemachten Fehlern lernen bzw. ihre spielerischen Defizite reduzieren können, bevor sie von den Clubs entdeckt werden, um dort die erlernten Fähigkeiten auszubauen und erst danach sukzessive taktische Schulungen vorzunhemen. In Deutschland hingegen findet die fußballerische Grundausbildung deutlich mehr in den Vereinen statt, wo schon viel früh der Fokus auf Taktik und Ergebnisorientierung gelegt wird, statt erst einmal die fußballerischen Grundlagen mit Ball und Mitspielern zu fördern. Und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die DFB-Mannschaften in den letzten 3 Turnieren krachend scheiterten. Nicht nur, wegen ihrer krampfhaften Imitationen einer Spielweise, die durch die Entwicklung des Fußballsports mittlerweile antiquiert ist. Sondern auch weil die Weltspitze des Fußball ein hohes Maß an spielerische Fähigkeiten abverlangt (was übrigens auch Tiki-Taka galt), deren Entwicklungen durch die taktischen / ergebnisorientierten Zwänge in der deutschen Nachwuchsförderung ausgebremst werden.
 
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