Deutsche Nationalmannschaft Aktuell

Wow, kann mich nicht erinnern bei ner WM so ein schlechtes Deutsches spiel gesehen zu haben, das erinnerte an Rumpelfussball kurz nach der Jahrtausendwende...
Özil fan dich tatsächlich noch mit einer der besseren.
Kimmich viel zu offensiv, Kroos unsichtbar (weil auch manngedeckt) Khedira, Müller Totalausfall.
Werner immer wieder mal bemüht auch zum Abschluss zu kommen aber oft alleine auf weiter Flur, Draxler schwach.
Die ganze Körpersprache war schon mehr als dürftig, kaum Bewegung im Spiel, behäbig ohne Überraschungsmoment.
Man hatte schon den Eindruck, dass da einige die falsche Einstellung hatten.

Reus sollte im nächsten Spiel auf jeden Fall von Beginn an ran, Khedira braucht auch ne Pause, dafür evtl Gündogan oder Rudy als defensivere Variante.
Noch ist nichts verloren aber das Spiel macht einen schon nachdenklich.

Brasilien, Argentinien und Frankreich haben bisher aber auch nicht überzeugt, ich glaube echt dass es Spanien macht.
Was die gegen Ronaldo gespielt haben war schon echt stark und mit Diego Costa haben sie einen echten Strafraumstürmer vorne drin.
 
In großen Teilen Zustimmung, doch möchte ich (noch) nicht so weit gehen, daß JL und sein Trainerteam am Ende sind. Ich vermute bzw. hoffe auch, daß er beim Spiel gegen Mexiko sich "nur" verzockte, weil er glaubte mit Routine = gutes Stellungsspiel = weniger Laufwege die agilen und schnellen Mexikaner in Griff zu bekommen. Grundsätzlich mag dieser Gedanke zwar richtig sein, aber bei einem solch extrem qurligen Gegner ist es mit einer guten Raumaufteilung (die gestern im MF wenn überhaupt nur rudimentär vorhanden war) alleine nicht getan, denn gerade bei einem laufintensiven Gegner hast du die Möglichkeit mit schnellen Leuten Lücken auszunutzen. Bei Ballbesitz von Werner war das ansatzweise sehr gut zu sehen, denn aufgeund eines "Lecks" in der dortigen Denfensivseite der Mexikaner sorgte er von rechts kommend für Unruhe, aber wenn ein Ein-Mann-Sturm auf den Flügel ausweicht und aus dem Mittelfeld keiner nachrückt - wo war Müller??? - dann ist es auch kein Wunder, daß kaum Torgefahr entsteht. Mit einem mit allen Wassern gewaschenen Routinier Miro Klose konnte man so agieren, aber nicht mit einem Spieler, der vor Turnierbeginn gerade einmal 14 Länderspiele absolvierte. Ein Klose wusste aufgrund seiner Erfahrung, wo er sich zu bewegen hatte und somit kräfteschonend zu spielen, aber von einem Werner kann man das nicht erwarten, so daß sein Spiel sehr laufintensiv und mit der Konsequenz behaftet war, daß er erschöpft ausgewechselt werden musste.

Erst mit den Einwechslungen der Offensivspieler Reus, Gomez und Brandt zeigte die Mannschaft den Elan, den sie von Beginn an gebraucht hätte. Auch wenn nicht unbedingt ein kausaler Zusammenhang bestehen muß, sofällt doch auf, daß diese drei Spieler, die beim Titelgewinn nicht dabei waren, das Feuer zeigten, welches die Weltmeister in der Startelf vermissen ließen. Wo war das Feuer eines Kroos, der trotz eines CR7 oder Ramos zum heimlichen Chef und Antreiber bei einer mit zahlreichen Alphatieren gespickten Mannschaft Real Madrid geworden ist, mit der er anders als gestern ohne Sättigungsgerscheinungen 3x in Folge die CL gewann? Wo war Özil, der seit der WM 2010 bei jedem Turnier Stammspieler ist und entsprechend als treibende Kraft agieren sollte? Wo war ein Khedira, der mit Juve 3x in Folge das Double in Italien holte? Wo waren Boateng, Hummels und Müller, die beim FC Bayern den Druck gegen Selbstzufriedenheit gewohnt sind?

Der Ballbesitzfußball, den Löw spielen lässt, erfordert ein hohes Maß an Einsatz, Präzision und Konzentration, erst recht als WM-Titelverteidiger. Nun hat JL schon vor bzw. während der WM 2014 bewiesen, daß er Ratschläge seines Trainerteam annehmen (Training von Standards) und aus Fehlern lernen (Systemumstellung nach dem 1/8-Finale) kann. Ist er aber dazu auch als Weltmeister-Coach in der Lage? Daß er in der Pause nach einer schwachen 1.HZ, in der wir uns über ein 0:2 oder gar 0:3 nicht hätten beklagen dürfen, nicht entsprechend reagiert, sprach jedenfalls nicht für ihn. Eines der Bausteine von Trainern, die über einen Zeitraum von vielen Jahren Titel holten, war und ist der, daß sie trotz ihrer Erfolge nicht die Sinne für Veränderungen in ihrer Sportart verloren und sich diesen anpassten. Losgelöst von der fehlenden Leidenschaft der Etabierten im Kader war der Fußball, den Löw gestern spielen ließ, der bei der WM 2014 ab dem 1/4-Finale zum Titel führte. Doch gerade im schnelllebgigen Fußball sollte man nicht nach dem Motto "Was gestern richtig war, kann heute nicht verkehrt sein" verfahren, damit haben schon andere Trainer eine Bauchlandung erlebt. Die Zeiten haben sich in den letzten 4 Jahren geändert, die Gegner haben sich auf diesen Fußball eingestellt, ebenso kam es zu maßgeblichen Fluktuationen im Kader der DFB-Elf. Klaro, die verbliebenen Titelgewinner von 2014 haben an Erfahrung gewonnen, aber die gestrige Partie hat das bestätigt,was in den letzten Monaten/Jahren zu beobachten war: Hummels, Boateng, Kroos, Khedira Müller und Özil sind trotz ihrer großen Erfahrungen mit Titelgewinnen im In- und Ausland nicht in der Lage, die Lücken im Leadership durch den Wegfall von Schweinsteiger, Lahm, Klose und Merte vollständig zu schließen. Ebeno kann ein junger Werner einen 1-Mann-Sturm nicht so ausfüllen, wie es der alte Haudegen Klose es schaffte.

Das Spiel am Samstag wird in vielerlei Hinsicht richtungsweisend sein. Mit einem überzeigenden Sieg gegen Schweden können JL und die Mannschaft den Beweis liefern, daß das Spiel gegen Mexiko ein Betriebunfall gewesen ist. Sollten aber Spielweise und/oder Ergebnis nicht stimmen, dürfte die WM 2018 der Tiefpunkt der bisherigen Ära Löw werden.

:tnx::tnx:
Sehr schön zusammengefaßt und die Problembereiche herausgestellt!!! Insbesondere im vorletzten Absatz :top::top::top:
 
Noch ist nichts verloren aber das Spiel macht einen schon nachdenklich.

Brasilien, Argentinien und Frankreich haben bisher aber auch nicht überzeugt, ich glaube echt dass es Spanien macht.
Was die gegen Ronaldo gespielt haben war schon echt stark und mit Diego Costa haben sie einen echten Strafraumstürmer vorne drin.
:tnx:
Das "Wie" ist in der Tat erschreckend. Vor allem ist es bedenklich, daß Jogis Mannen ausgerechnet die Tugenden vermissen ließen, für die über Jahrzehnte eine DFB-Elf oftmals respektiert, geachtet, verachtet, gefürchtet und in den ausländischen Medien oftmals martialisch als "Panzer" tituliert wurde: Kampfkraft mit unbändigen Siegeswillen. Die Spanier haben es vorgemacht, wie man sich trotz schwacher spielerischer Akzente in einer Partie halten und einem starken Gegner Paroli bieten kann. Und ich bin wahrlich kein Anhänger von der selbstverliebten Primadonna CR7, aber von seinem Siegeswillen können sich unsere Elitekicker mehr als nur eine Scheibe abschneiden.
 
Über die Bewertung des Spiels sind sich wohl alle einig, dazu braucht man nicht noch Seiten um Seiten zu füllen.

Es stellen sich jetzt folgende Fragen:
Wer soll in der nächsten Partie überhaupt spielen? Ich wüsste, wer alles nicht spielen soll, aber dann bekommt man kaum eine Mannschaft zusammen.
Wer beerbt Löw nach der WM?

Dazu ist festzustellen: Ich habe schon vor Wochen darauf hingewiesen, dass wahrscheinlich Brasilien im Achtelfinale auf uns wartet, leider habe ich nur Hohnlachen geerntet. Jetzt sind wir froh, wenn wir im Achtelfinale gegen sie spielen dürfen. Im Übrigen hat Deutschland seit der letzten WM-Endrunde kaum ein gutes Spiel mehr geliefert. Das sollte auch zu denken geben.

Wahrscheinlich ist im Moment ein Ausscheiden in der Gruppenphase. Wenn wir Glück haben, erreichen wir das Achtelfinale. Dort ist dann gegen Brasilien Schluss.

Außerdem sollten wir uns mal auf folgendes einstellen: In Zukunft gibt es auch WM- und EM-Endrunden ohne Deutschland. Der Name allein tut es nicht.
 
Das siehst du etwas zu schwarz für meinen Geschmack.
Vielleicht ist das System Löw tatsächlich langsam zu Ende und es muss ein Anderer ran, das ist halt manchmal so dass sich ein Trainer irgendwann totläuft.
Vor diesen Brasilianern muss man sich aber auch nicht in die Hose machen, desweiteren muss Mexiko diese Leistung auch erstmal bestätigen, das werden völlig andere Spiele für die gegen Südkorea und Schweden, durch sind die auch noch nicht.
Ein wahrscheinliches Ausscheiden in der Gruppenphase nach einer Niederlage ist auch etwas übertrieben finde ich, man muss jetzt beide Spiele gewinnen und das sollte man den Jungs bei aller berechtigter Kritik auch zutrauen.
 
Ein wahrscheinliches Ausscheiden in der Gruppenphase nach einer Niederlage ist auch etwas übertrieben finde ich, man muss jetzt beide Spiele gewinnen und das sollte man den Jungs bei aller berechtigter Kritik auch zutrauen.
Sicherlich sollte man das ganze nicht überbewerten, so hat Spanien 2010 mit einer Niederlage gegen die Schweiz begonnen und wurde trotzdem Weltmeister. Entscheidend wird aber sein, wie die Mannschaft und ganz besonders deren Leistunsgträger mit der gestrigen Niederlage umgehen. Wird die erhoffte Trotzreaktion folgen oder verleitet das Zutrauen, die beiden kommenden Spiele gewinnen zu können, zu einer Fortsetzung des Schlendrians von gestern? Beide Szenarien sind denkbar.
 
Ich würde auch erstmal nix ändern und zwar aus dem Grund, dass genau die es Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) haben! Die sollen das gefälligst selbst richten!
Wenn ich dann als Jogi allerdings merken würde, da hat schon wieder einer keinen Bock, dann ausgewechselt und zwar plötzlich!
Selbst nach 15 Minuten. Das wäre an Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen für den Spieler. Unter riesigem Pfeifkonzert sollte er rauslaufen müssen!
Und dann muss es das aber auch für denjenigen gewesen sein.
Wer sich bei ner WM nicht motivieren kann, hat in der N11 absolut nix verloren.

Nur leider wird das nicht passieren. Da is der Bundesjogi leider zu weichgespühlt. Naja, ein Gutes hätte das Ausscheiden in der Vorrunde. Dieses Thema wäre dann wohl erledigt!
 
Ich würde auch erstmal nix ändern und zwar aus dem Grund, dass genau die es Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) haben! Die sollen das gefälligst selbst richten!
Wenn ich dann als Jogi allerdings merken würde, da hat schon wieder einer keinen Bock, dann ausgewechselt und zwar plötzlich!
Selbst nach 15 Minuten.
Problematisch wird es jedoch, wenn sich das "Tragische Sextett" (Boateng, Hummels, Khedira, Kroos, Müller, Özil) wieder kollektiv so dürfig präsentiert wie gestern, denn Jogi darf nur 3x auswechseln...
 
Boateng und Hummels fand ich jetzt gar nicht sooo schlimm, die haben ein zwei Dinger schon entschärft und wurden wirklich öfter alleine gelassen.
Klar haben die auch Fehler im Aufbau gemacht aber verglichen mit Khedira z.B. waren die mindestens solide.
 
Bitte Müller,Özil und Khedira ersetzen...Und dann bitte ganz dringend an der Einstellung arbeiten...Nur mit technisch schönem Fußball und Offensivpower gewinnst du nix mehr..
Übrigens ist der aktuelle Weltmeister in den letzten beiden Turnieren in der Vorrunde ausgeschieden ( Spanien,Italien)
 
Boateng und Hummels fand ich jetzt gar nicht sooo schlimm, die haben ein zwei Dinger schon entschärft und wurden wirklich öfter alleine gelassen.
Klar haben die auch Fehler im Aufbau gemacht aber verglichen mit Khedira z.B. waren die mindestens solide.

Bin bei dir allerdings gebe ich Hummels wegen seinen Slap Stick einlagen ne 6. Wegrutschen (Mehrfach), Stellungsspiel im Mittelfeld, Ballverlust weil keiner Hintermann ruft bzw. Hummels nicht auf dem Schirm hat...
 
Frage : wenn unsere Jungs am 28.06. wieder nach Hause fliegen , beginnt dann die Bundesliga 3 Wochen früher ? So eine lange Sommerpause geht doch gar nicht .
 
Was erwartest Du denn wenn sich ein Möchte-Gern Führungsspieler nach dem Spiel vor die Kamera stellt und plärrt, dass er und sein Buddy Gerome ganz ganz alleine gelassen werden. Fingerpointing auf die anderen, sich selber aus der Schusslinie nehmen und gleichzeitig "Ich habs schon immer gesagt" raushauen: Sprich in einem Interview vollkommen deplatzierte Selbstüberschätzung und Arroganz raushängen lassen - ist bestimmt geil für die Stimmung in der Mannschaft.

Dabei klammert Herr Hummels geflissentlich aus, dass er maßgeblich (neben Khedira) für das Gegentor verantwortlich ist in dem er vogelwild im Mittelfeld rausrückt und so unendlich viel Raum zum Kontern preisgibt. Und das ist nicht das einzige Mal gewesen (man bedenke da z.B. die zwei auf eins Situation gegen Boateng).
Hummels hat bestimmt kein gutes Spiel gemacht, doch hat er recht, wenn er die zu offensive Spielweise anspricht. Wo war denn eine defensive Einstellung im Mittelfeld zu sehen, zumal Kimmich sehr offensiv agierte? Das war taktisch völlig daneben.
 
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