Deutsche Nationalmannschaft Aktuell

Zum dritten Mal in Folge ist die DFB-Mannschaft beim Versuch, wenigstens das Achtelfinale einer Fußball-WM zu erreichen, gescheitert. Krachend gescheitert. Mit drei unterschiedlichen Trainern. Wer da noch von Zufall oder Pech spreche sollten, verwechselt Diagnose mit Durchhalteparolen.

Dieses erneute Debakel offenbart einmal mehr die zahlreichen, vor allem strukturellen Baustellen der Nationalmannschaft: auf dem Platz, in der Teamführung und beim DFB – inklusive der seit Jahren beschworenen, aber nur mäßig funktionierenden Nachwuchsförderung. Somit ist dieses
erneut frühe WM-Aus auch keine Überraschung, sondern die logische Konsequenz. Zumindest für diejenigen, die sich von der guten Heim-EM 2024 inklusive Sommermärchen-Euphorie nicht blenden ließen. Und die deshalb auch nicht bereit waren, in den vor 2 Jahren gesungenen Chor dass DFB-Team bei der WM 2026 zu den (großen) Favoriten zählen würde, mit einzustimmen.

Eine sehr weise Voraussicht. Denn ein kontinuierlicher Aufbau auf dem bei der EURO 2024 Erreichten fand schlicht nicht statt. Im Gegenteil: Vieles der vergangenen beiden Jahre wirkte eher wie etwas zwischen Stillstand und Rückschritt. Hierzu zählt letztlich auch die Personalie Neuer, mit der Nagelsmann das entfacht, was er eigentlich vermeiden wollte: Ein Torwart-Diskussion, die im Umfeld und vermutlich auch in der Mannschaft Unruhe auslöste. Offensiv blieb vieles Stückwerk, defensiv vermisste man genau jene Stabilität, die eine Nationalmannschaft zwingend braucht, um tatsächlich zum Favoritenkreis einer Weltmeisterschaft zu gehören. Stattdessen wirkte die Hintermannschaft regelmäßig wie ein fragiles Experiment mit wenig überraschendem Ausgang.

Dazu passt eine Statistik, die fast schon symbolischen Charakter hat: Das letzte WM-Spiel einer deutschen Fußballnationalmannschaft ohne Gegentor liegt eine gefühlte Ewigkeit zurück: Es war der 1:0-Finalsieg gegen Argentinien bei der WM 2014. Zwölf Jahre, drei Turniere und jede Menge Durchhalteparolen später ist aus der einstigen deutschen Defensivkunst vor allem eine Erinnerung geworden. Auch das sagt einiges über den Zustand der deutschen Fußballnationalmannschaft und dem DFB als größten nationalen Sporteinzelverband der Welt aus.

Somit bleibt eine Rückkehr der deutschen N11 in die Weltspitze, um z.B. Argentinien, Frankreich oder Spanien wieder nachhaltig auf Augenhöhe zu stehen, vorerst ein feuchter Traum. Die Realität heißt unteres Mittelmaß, wo bereits Ecuador und Paraguay große sportliche Herausforderungen darstellen.
Und irgendwie ist die Entwicklung bei Werder ähnlich. Erinnerung an Erfolge,tolle Spieler..Verblasst alles zunehmend. Zwischendrin mal Lichtblicke ,aber insgesamt keine gute Entwicklung.
 
Bitte kein Klopp. Nagelsmann soll sich seine Fehler eingestehen und bis zur nächsten EM bleiben und dran arbeiten. Er ist noch jung und kann daraus lernen. Meine Meinung. Was soll Klopp auch erreichen, Favorit auf die EM sind wir auch mit dem nicht. Und er hat selbst gesagt er hat kein Bock mehr auf Trainer, da fehlt mir die Motivation.
Die nächsten 2 Jahre wird es nicht auf Ergebnisse ankommen, sondern darauf neue junge Spieler einzubauen und das kriegt Nagelsmann hin. Danach kann man immer noch weiter schauen.
Bitte kein weiter mit Nagelsmann.

Aber gebe zu, keine deutsche Lösung zu haben.
 
Nein, der hatte nun genug Zeit und ist gescheitert, ich will diesen verkopften Analysten-Ballbesitzfussball nicht mehr sehen, ich will Zweikämpfe und Durchschlagskraft, nicht so eine halbgare Tiki-Taka-Scheisse.
Ja und wer soll es machen? Den Klopp von vor 10 Jahren gibt es nicht mehr. Und alle anderen wären auch nicht weniger ein Experiment als Nagelsmann es war. Wenn du nur ein Turnier gewinnen willst kannste halt einen alten Sack hinstellen so wie Brasilien mit Ancelotti, aber da sehe ich uns erstmal nicht mehr.
 
Ja und wer soll es machen? Den Klopp von vor 10 Jahren gibt es nicht mehr. Und alle anderen wären auch nicht weniger ein Experiment als Nagelsmann es war. Wenn du nur ein Turnier gewinnen willst kannste halt einen alten Sack hinstellen so wie Brasilien mit Ancelotti, aber da sehe ich uns erstmal nicht mehr.
Für Klopp würden die Spieler sich aber den Hintern aufreissen, für den, der den Fussball erfunden hat wohl eher nicht.
 
Zwischendrin mal Lichtblicke ,aber insgesamt keine gute Entwicklung.
M.E. bezüglich dieser WM ganz klar der Kadernominierung und der taktischen Marschroute geschuldet.
Vorhin im TV gab es jemanden, der u.,a. die Nagelsmann'sche Kommunikations(un)fähigkeit und fehlende Fähigkeit, Kritik anzunehmen als Hauptgründe dafür nannte, dass der DFB sich trennen müsse.
Und warum muss es zwingend ein deutscher Trainer sein? Warum hängen so viele an Klopp?
 
Ein guter Moment für Kimmich und Sané, zurückzutrten, finde ich.
Da bin ich zwar deiner Meinung, aber wie ernst man vollzogene Rücktritte nehmen kann, haben wir ja bei Manuel Neuer gesehen, am Ende bringen die sich in 4 Jahren wieder ins Gespräch, ich habe schon Angst, der RadioMüller will auch nochmal...und dann gibt Neuer gestern sogar noch mit ernster Mine seinen Rücktritt bekannt...das hatte schon was von Slapstick !
 
Für Klopp würden die Spieler sich aber den Hintern aufreissen, für den, der den Fussball erfunden hat wohl eher nicht.
Den Hintern aufreissen müssen sich die Spieler von alleine, weil sie für Deutschland spielen. Da braucht es keinen Motivationskasper. Das ist Klopp sowieso nicht mehr, der hat die letzten Jahre bei Liverpool nur "gemanaged" und ist ausgebrannt. Finde ich tatsächlich peinlicher mit so jemandem auszuscheiden als mit einem jungen Nagelsmann, der zugegeben einige Fehler gemacht hat.
 
Ja und wer soll es machen? Den Klopp von vor 10 Jahren gibt es nicht mehr. Und alle anderen wären auch nicht weniger ein Experiment als Nagelsmann es war. Wenn du nur ein Turnier gewinnen willst kannste halt einen alten Sack hinstellen so wie Brasilien mit Ancelotti, aber da sehe ich uns erstmal nicht mehr.
Warum gibt es den nicht mehr? Er hat in jeder seiner Trainerstationen überzeugt. Und überall wo er war trauert man ihm nach. Nur weil er nun in anderer Position unpopuläre Entscheidungen getroffen hat, macht ihn das noch lange nicht zu einem schlechten Trainer.

Edith: würde eher sagen sein aktueller Posten passt nicht zu ihm.
 
Warum gibt es den nicht mehr? Er hat in jeder seiner Trainerstationen überzeugt. Und überall wo er war trauert man ihm nach. Nur weil er nun in anderer Position unpopuläre Entscheidungen getroffen hat, macht ihn das noch lange nicht zu einem schlechten Trainer.

Edith: würde eher sagen sein aktueller Posten passt nicht zu ihm.
Ist nur meine Meinung, dass Klopp niemand mehr ist für einen Aufbruch. Der hat sich an den Projekten in Dortmund und Liverpool abgearbeitet. Jetzt bei der Nationalmannschaft gibt es kein Projekt, die Spieler kann er sich nur begrenzt aussuchen und eine Spielidee entwickeln dauert bei der Nationalmannschaft Jahre. Das einzige Ziel ist ein Titel, das wird mit den aktuellen Spielern aber erstmal nichts.

Nur mal so als Gedanke: Jogi Löw hat z.B. 10 Jahre mit der Mannschaft gearbeitet, bis es zum Weltmeistertitel gereicht hat. Das wird Klopp nicht mehr durchhalten.
 
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