Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

@Berliner69

Für die Feststellung, dass bei Werder in 19/20 bereits durch das dicke Transferminus die Reserven (nahezu) aufgebraucht waren und somit zusammen mit Corona in dem Geschäftsjahr tiefrote Zahlen schrieb, dafür bedarf es nicht einmal dieses Schmierenblattes. Das ist jedem ersichtlich, wer 1+1 zusammenzählen kann bzw. will.
;)


Danke!

Das war mehr als klar, dass wir immer weiter in finanzielle Probleme rutschen. Wir sind da aber sich nicht die einzigen. Bei Schalke wissen das schon alle und bei anderen wird das auch noch zum Problem werden. Wir können über den DFB Pokal ein bisschen Geld verdienen. Ansonsten ist es nun mal so, dass wir wohl weiter auf das Wohlwollen auch des Staates angewiesen sein werden. Neben den hausgemachten Fehlern in der Transferpolitik kommen tatsächlich jetzt auch die Krisenfaktoren hinzu.
 
Hast Du Bild+ abboniert? Ich kann nichts lesen.
Mein Kollege hat die Bild in der Frühstückspause gehabt. Eigentlich, geht's Werder viel besser wie ich gedacht habe:denk: Eigenkapital abgezogen, Klassen Deal nicht berücksichtigt und nur Ca 20 Mio Schulden:kaffee: Osako von der Gehaltsliste runter sowie Rashica, Pavlenka plus Transfereinahmen dazu DFB-Pokal einahmen, der Selke Transfer ist über 4Jahre gestreckt.
 
Mein Kollege hat die Bild in der Frühstückspause gehabt. Eigentlich, geht's Werder viel besser wie ich gedacht habe:denk: Eigenkapital abgezogen, Klassen Deal nicht berücksichtigt und nur Ca 20 Mio Schulden:kaffee: Osako von der Gehaltsliste runter sowie Rashica, Pavlenka plus Transfereinahmen dazu DFB-Pokal einahmen, der Selke Transfer ist über 4Jahre gestreckt.
"Läuft!" :D Im Ernst, da bleibt noch ein dickes Brett zu bohren.
 
Zum Thema etwaiger Fan-Anleihen nachstehend ein detaillierter und weniger reißerischer Artikel:

https://www.kreiszeitung.de/werder-...klaus-filbry-bundesliga-news-zr-90203859.html

So schlimm ist also schon die finanzielle Schieflage, dass -sofern es in der Saison 21/22 zu weiteren Geisterspielen kommen sollte - selbst das Tabu Fan-Anleihe nicht mehr gänzlich ausgeschlossen wird. Vor ein paar Jahren wurde hier (auch von mir) kübelweise Spott über die HSV-Fan-Anliehen ausgegossen und jetzt steht eine solche bei uns - wenn auch als letzte Option - zur Debatte. Aber in diesen unsicheren wie schwierigen Zeiten kann selbst eine letzte Option schneller Aktualität erlangen, als es einem lieb ist. Und dann wäre, wie auch in dem o.a. Artikel zu lesen ist, Werder vom Vertrauen des wichtigsten Guts abhängig, nämlich dem Vertrauen der Werder-Fans. Doch wie kann dieses Vertrauen vorhanden sein, wenn die Werder-Geschäftsführung die Ursache allein in der Pandemie sieht und somit eigene Fehler im Management nicht zugibt während selbst die im Grundsatz finanzschwächeren Clubs Augsburg, Freiburg, Mainz und Union anders als Werder keinen KfW-Kredit zur Liquiditätssicherung der laufenden Saison benötigten?
 
Der Artikel ist mir zu negativ.
Wie es auch gehen kann, zeigt der VfL Osnabrück. Der hatte sowas auch schonmal gemacht (tief im Abstiegskamp der 3. Liga). Bei Auszahlungstermin konnten die Fans wählen, ob die das Geld weiterhin dem VfL zur Verfügung stellen wollten oder sogar nochmal aufstocken wollen. Haben auch einige gemacht. Einige haben das Geld zurück haben wollen (inkl Zinsen), das wurde dann auch prompt zurück gezahlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Chrissi282

Richtig, Osnabrück ist ein positives Beispiel. Dennoch muss schon differenziert werden. Beim VfL Osnabrück ging es - sofern ich mich richtig erinnere - "nur" um einen Anteil an der Liquiditätsreserve zur Sicherung der Lizenz. Werder hingegen müsste - sofern es auch in 21/22 zu Geisterspielen käme - eine solche Anleihe in Anspruch nehmen, um damit einen Teil der Liquidität im laufenden Geschäftsbetrieb 21/22 zu gewährleisten = damit einen Teil der laufenden Kosten zu decken. Das ist eine ganz andere Hausnummer.

Unabhängig davon birgen Fan-Anleihen stets das Risiko vom Verlust des Geldes. Siehe Alemannia Aachen, die u.a. mit Fan-Anleihen den Stadionneubau finanzieren wollten, jedoch in Insolvenz gingen, so dass die Fans ihr Geld verloren. Vor dem Risiko darf man sich von den verlockenden Zinsen nicht blenden lassen.
 
Zum Thema etwaiger Fan-Anleihen nachstehend ein detaillierter und weniger reißerischer Artikel:

https://www.kreiszeitung.de/werder-...klaus-filbry-bundesliga-news-zr-90203859.html

So schlimm ist also schon die finanzielle Schieflage, dass -sofern es in der Saison 21/22 zu weiteren Geisterspielen kommen sollte - selbst das Tabu Fan-Anleihe nicht mehr gänzlich ausgeschlossen wird. Vor ein paar Jahren wurde hier (auch von mir) kübelweise Spott über die HSV-Fan-Anliehen ausgegossen und jetzt steht eine solche bei uns - wenn auch als letzte Option - zur Debatte. Aber in diesen unsicheren wie schwierigen Zeiten kann selbst eine letzte Option schneller Aktualität erlangen, als es einem lieb ist. Und dann wäre, wie auch in dem o.a. Artikel zu lesen ist, Werder vom Vertrauen des wichtigsten Guts abhängig, nämlich dem Vertrauen der Werder-Fans. Doch wie kann dieses Vertrauen vorhanden sein, wenn die Werder-Geschäftsführung die Ursache allein in der Pandemie sieht und somit eigene Fehler im Management nicht zugibt während selbst die im Grundsatz finanzschwächeren Clubs Augsburg, Freiburg, Mainz und Union anders als Werder keinen KfW-Kredit zur Liquiditätssicherung der laufenden Saison benötigten?
Eine Fan-Anleihe birgt für den Verein zu viel Risiko. Es müssen sowohl Zinsen gezahlt werden als auch die Rückgabe gesichert werden und da sehe ich die Gefahr. Es ist z.Zt. zu viel Sand im Getriebe, Zuschauer, Ablöse, Gehälter, Infrastruktur etc. Wenn es für Werder eng werden sollte, hielte ich es für vernünftiger zu versuchen, Spieler an den Mann zu bringen, um a) Ablöse zu generieren und b) das Gehaltsbudget zu reduzieren. Landet der Verein damit in der 2. Liga, dann ist das eben so. Mir wäre auf Dauer ein gesunder Zweitligist lieber, als ein krampfender Bundesligist.
 
@Lübecker

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Rückzahlung der Anleihe ähnlich wie bei anderen Clubs mangels Masse durch die Emission von neuen Anleihen finanziert werden muss. Also mit anderen Worten: eine neues Loch aufreißen um ein altes zu schließen. Ein Kreislauf, der auf Dauer nicht funktionieren kann Daher kann die Losung, wie von dir auch erwähnt, nur eine drastische Reduktion der Kosten sein. Eine Kompensation dieser Aufwendungen könnte zwar auch durch Prämien für bessere Tabellenplätze erfolgen, doch die dafür erforderliche höhere Anzahl an Siege gibt unser Kader derzeit nicht her.

Mal ganz abgesehen davon, dass solche Ankündigungen - wenn auch nur ein als allerletzte Option - ein deutliches Warnsignal dafür sind, dass der finanzielle Pegel gerade dabei ist, sich über die Grenze Oberkante Unterlippe hinauszubewegen.
 
Werder ist wie ein Ertrinkender, der durch wiederkehrendes Auftauchen noch einmal Luft bekommt, bis ihn irgendwann die Kräfte verlassen --
oder die Rettung kommt.
 
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