kurze kritiken zu den kinofilmen, die ich in letzter zeit gesehen habe.
house at the end of the street: der ansatz in einem horrorfilm das böse nicht nur böse sein zu lassen, sondern auch da eine menschliche, tragische komponente einzubauen fand ich nicht schlecht. im weiteren verlauf wirds dann aber doch wieder unspannend konventionell mit vorhersehbaren schockmomenten, die oft ins leere laufen. 4/10
django unchained: kein wirklich gelungener tarantinofilm. einige nette szenen, der film im gesamten ist aber vollkommen unrund. die komik greift bisweilen, die dramatik nur selten. kam nicht rein in den film. schauspielerisch wars natürlich schon stark. herausragend vorallem samuel l jackson. 6/10
die jagd: guter film. bleibt dicht am hauptprotagonisten, dessen ohnmacht gut von mads mikkelsen dargestellt wird. die zunehmende dramtik reist mit, auch weil der film sich immer wieder zwischendrin auszeiten nimmt und damit umso mehr eine bedrückende atmosphäre schafft. der film spart sich allzu große überzeichnungen und bei der problematik ist die verankerung in der realität auch föderlich. 7,5/10
mama: mieser horrorfilm. fängt eigentlich gut an, reiht dann aber eine geklaute szene an die nächste und wartet am ende mit einer vollkommen unpassenden, märchenhaften, kitschigen endszene auf. 2/10
stoker: alptraumhafte bilder, schwer zu verdauen aber sehr fesselnd. 8/10
evil dead: wählt einen ganz anderen ansatz als das original. humor wird ausgespart, stattdessen ohne große einleitung durchgängig straighter slasher mit einem score, der den terror gut untermalt. unterhaltsam wars allemal. 7/10
the place beyond the pines: der beste film, den ich in diesem jahr gesehen habe. kein einziger charakter, der nicht interessant war, was somit auch für alle 3 abschnitte des films gilt. lag sicher auch an den darstellerischen glanzleistungen. besonders ryan gosling und dane de haan brillieren. großartiger score, 140 minuten, davon gefühlt jede packend. 10/10
man of steel: sehr enttäuschend. uninteressanter held, dessen immer korrektes verhalten nervt. dazwischen streut man dann mal ein paar pseudo-zweifel ein, die aber von einer auf die nächste sekunde verflogen sind und man in anderen superheldenverfilmungen schon deutlich besser gesehen hat. so verhält es sich auch mit lois, die ebenfalls sofort weiß, was sich moralisch gehört und umgehend danach handelt. kurz eine familien"dramatik" eingeführt, storymäßig wars das dann. was folgt ist eine nicht enden wollende actionszene, mit dem ein oder anderen dümmlichen dialogfetzen zwischendrin. kam mir vor als würde sie 4 oder 5 stunden andauern, so öde wars auf dauer. auch der gegenspieler ist reichlich uninteressant. weil der film visuell erwartungsgemäß was geboten hat und auch amy adams gut aussah vergebe ich mal noch gnädigerweise 3/10.