Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Du hast doch zum Thema gemacht, dass Infrastruktur für Dich sekundär und nicht lebenswichtig ist - das Sauerland und die A45 diente hier als Beispiel. Darauf bin ich eingegangen, vertausche also bitte hier nicht Aktion und Reaktion. ;-)



Lebenswichtig ist es für mich dann, wenn Arbeitsplätze zum Beispiel daran hängen. Aber wenn Du es darauf reduzieren / so deffizil runterbrechen willst, ist lebenswichtig nur die Nahrungsmittelversorgung. Auf alles andere können wir verzichten. Also, jeder bekommt ein klein wenig Land, baut dort für den Eigenbedarf an und alle sind glücklich - Problem gelöst.

P.S.: Und nur um es nochmal zu verdeutlichen. Die A45 (und diese dient hier weiterhin als Beispiel, Du kannst auch gerne die Leverkusener Brücke nehmen oder das gesamte Thema A1 / A3 rund um Köln / Leverkusen, oder die Dauerbaustelle B1 im Ruhrgebiet) ist nicht erst seit dem Desaster rund um die Talbrücke Rahmede "lebenswchtig" für das Sauerland, sondern wird seit jeher als die "Lebensader für das Sauerland / Südwestfalen" bezeichnet.

Das es soweit gekommen ist wie jetzt liegt halt daran, dass Menschen / Entscheider Investitionen in eben jene Infrastruktur als "sekundär" oder nicht "lebenswichtig" abgetan haben und dies nun Jahre zu spät kommt - Du kannst für dich entscheiden ob das gut oder schlecht war, denn jetzt wird es den Staat erheblich mehr kosten...

Ich habe zum Thema gemacht, dass die Mineralölsteuer für den Straßenbau verwendet wird. Und dazu habe ich die Meinung geäußert, dass auf die Mineralölsteuer zwischenzeitlich (teilweise) verzichtet werden kann, um erstmal den Menschen akut zu helfen. Hier hat niemand davon gesprochen, den Straßenbau einzustellen. Den Straßenbau hat jemand anderes zu einer „lebenswichtigen Sache“ gemacht und aufbauschen lassen. Ich habe meine Prioritäten lediglich anders gesetzt und die sofortige Hilfe für Betroffene an oberste Stelle gesetzt.

Ich teile Deine Auffassung, dass es lebenswichtig ist, wenn Arbeitsplätze dran hängen. Ich denke, durch die jetzt hohen (für viele nicht bezahlbaren) Spritpreise sind weitaus mehr Arbeitsplätze gefährdet. Die Geringverdiener, die Probleme haben, überhaupt zur Arbeit zu kommen. Firmen, für die hohe Spritkosten ein großes Problem sind.

Mir geht es weniger darum, was über Jahre vernachlässigt wurde. Mir geht es tatsächlich um die Lösung eines jetzt akuten Problems. Und wenn durch den Verzicht der Mineralölsteuer eingespart werden kann, bin ich voll dabei. Wie gesagt, meine Priorität ist jetzt Betroffen zu helfen.
 
46 Euro / Jahr klingt auch eher nach E-Auto oder 125er Roller.

Ich zahle 72€ im Jahr für einen Wagen mit 120PS (Kompaktklasse). Was ich machen würde, ist, die Dreckschleudern und SUV-Panzer viel höher zu besteuern. Zum Beispiel stumpf nach Gewicht. Neulich wieder ein XC90 im Parkhaus Mitte vor mir. Einerseits immer wieder ein Schauspiel wie unfähige FahrerInnen versuchen ihren Panzer in eine Parklücke zu zwängen, andererseits macht es mich immer wieder wütend, wenn ich die Dinger in der Stadt sehe die gerne auch mal Platz für 3 wegnehmen.
 
46 Euro / Jahr klingt auch eher nach E-Auto oder 125er Roller.

68 / Jahr tatsächlich, wenn die Finger aufm Nummernblock zu schnell oder zu langsam sind :D
Und nein, weder E noch Roller.

Relativ neues und sparsames Auto. 3,5 Jahre alter Nissan mit 116 PS.
Keine "PS-Schleuder" - brauch ich schlicht nicht.

Groß was zur Instanthaltung beitragen tut meine Steuer dennoch nicht, wenn die ganzen Jahre aber immer mal investiert worden wäre, bräuchte man darüber nicht zu spekulieren.
 
Ich zahle 72€ im Jahr für einen Wagen mit 120PS (Kompaktklasse). Was ich machen würde, ist, die Dreckschleudern und SUV-Panzer viel höher zu besteuern. Zum Beispiel stumpf nach Gewicht. Neulich wieder ein XC90 im Parkhaus Mitte vor mir. Einerseits immer wieder ein Schauspiel wie unfähige FahrerInnen versuchen ihren Panzer in eine Parklücke zu zwängen, andererseits macht es mich immer wieder wütend, wenn ich die Dinger in der Stadt sehe die gerne auch mal Platz für 3 wegnehmen.
Geht mir ähnlich. Wir haben bei uns im Ort Fahrbahnverengungen, durch die man locker mit zwei (normalen) Autos kommt. Aber bei immer größer werdenden SUV wird es knapp. Hinzu kommt, das deren Fahrer*innen meist ihr Fahrzeug überhaupt nicht mehr richtig abschätzen können und dann die ganze Fahrbahn an der Stelle dicht machen.
 
68 / Jahr tatsächlich, wenn die Finger aufm Nummernblock zu schnell oder zu langsam sind :D
Und nein, weder E noch Roller.

Relativ neues und sparsames Auto. 3,5 Jahre alter Nissan mit 116 PS.
Keine "PS-Schleuder" - brauch ich schlicht nicht.
Ok, gut. Hatte es etwas teuer auf dem Schirm. Bei mir weiß ich es gerade nicht genau. Fahre einen 2005er Opel Zafira B. Auch keine PS Schleuder (140 PS). Brauche aber die vielen Sitzplätze ;-)
 
Geht mir ähnlich. Wir haben bei uns im Ort Fahrbahnverengungen, durch die man locker mit zwei (normalen) Autos kommt. Aber bei immer größer werdenden SUV wird es knapp. Hinzu kommt, das deren Fahrer*innen meist ihr Fahrzeug überhaupt nicht mehr richtig abschätzen können und dann die ganze Fahrbahn an der Stelle dicht machen.

Wir hatten ja neulich hier schon das Thema ASV und Infrastruktur in Bremen. Mein Lieblingsbeispiel von unfähigen Panzerfahrern und Bürgerinitiativen ist das hier:



Erst möchten die feinen Damen und Herren aus Oberneuland ihre schöne ruhige Gegend nicht durch schwere Fahrzeuge verunstaltet wissen (womit sie natürlich nicht ihre Drecksschleudern meinen) und dann bekommen sie ihren Willen, nur um dann festzustellen, dass sie zu dumm sind um a) ihre grotesk großen Panzer zu fahren und b) die Folgen ihres eigenen Handelns abzuwägen. Ich habe vorgeschlagen, man solle die Zufahrten einfach zumauern oder aber jemanden dafür bezahlen, der den ganzen Tag dort steht, auf die SUV-Fahrer mit dem Finger zeigt und lacht, so wie Nelson von den Simpsons.
 
Ich finde das virtuelle Autoquartett hier durchaus interessant. Allerdings frage ich mich nach dem kausalen Zusammenhang der geposteten jährlichen KFZ-Steuer und den jeweiligen PS-Angaben dazu, denn neben Fahrzeugart, Antrieb und CO2-Ausstoß ist ein weiterer Faktor zur Ermittlung der KFZ-Steuer der Hubraum ist und nicht die "Pferdchen unter der Haube"
:)
 
Wir hatten ja neulich hier schon das Thema ASV und Infrastruktur in Bremen. Mein Lieblingsbeispiel von unfähigen Panzerfahrern und Bürgerinitiativen ist das hier:



Erst möchten die feinen Damen und Herren aus Oberneuland ihre schöne ruhige Gegend nicht durch schwere Fahrzeuge verunstaltet wissen (womit sie natürlich nicht ihre Drecksschleudern meinen) und dann bekommen sie ihren Willen, nur um dann festzustellen, dass sie zu dumm sind um a) ihre grotesk großen Panzer zu fahren und b) die Folgen ihres eigenen Handelns abzuwägen. Ich habe vorgeschlagen, man solle die Zufahrten einfach zumauern oder aber jemanden dafür bezahlen, der den ganzen Tag dort steht, auf die SUV-Fahrer mit dem Finger zeigt und lacht, so wie Nelson von den Simpsons.

Mein Lieblingstunnel :D
Fahr ich einmal die Woche durch. Ich fahr mit meinem Kleinwagen immer einfach rein bei Gegenverkehr :D ist sehr amüsant.
 
Ich finde das virtuelle Autoquartett hier durchaus interessant. Allerdings frage ich mich nach dem kausalen Zusammenhang der geposteten jährlichen KFZ-Steuer und den jeweiligen PS-Angaben dazu, denn neben Fahrzeugart, Antrieb und CO2-Ausstoß ist ein weiterer Faktor zur Ermittlung der KFZ-Steuer der Hubraum ist und nicht die "Pferdchen unter der Haube"
:)

Ist halt die Rechnung auf dem Bierdeckel. Bei einem Verbrenner verläuft die Steuer linear zum CO2 Ausstoß. Wenn ich mehr PS haben wollte, müsste ich mindestens eine 1.4L Maschine haben. Der Unterschied zur jetzigen 1.2 wären 4€. Die Leistung des Wagens gibt Pi mal Daumen ne Idee über die Kosten (bei nem Verbrenner)
 
Was ich machen würde, ist, die Dreckschleudern und SUV-Panzer viel höher zu besteuern.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Begebenheit aus Mitte der 1980er Jahre. In der auto, motor & sport, wo schon damals Hochpreis-Schleudern im Fokus standen, wurde der Geländewagen Lamborghini LM002 getestet. Zu der Zeit war es bei der ams usus, als Fußnote vergleichbare Konkurrenzmodelle zu erwähnen. Weil der Hummer erst ein paar Jahre später auf den Markt kam, stand wurde als Konkurrenz für den LM002 notiert: Leopard 2
 
Ist wohl von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Denn beim Ford Focus z.B. bekommst du den 1,0-l-Eco-Boost wahlweise mit 100 bzw. 125 PS, den 1,5-l-Eco-Boost mit 150 bzw. 182 PS

Als reiner Verbrenner? Das wäre mir zu gewagt. Meine 1.2 sind ja schon extrem durch den Turbo "aufgepumpt" und ich hatte auch mal gehört, dass es den 1.0er bis zu 125PS gibt, aber das ist mir zu nahe an der Belastungsgrenze der Materialien. Die Faustregel ist, dass ein Verhältnis von 1:10 nicht überschritten werden sollte. Der 1.5L Eco-Boost mit 150PS trifft das also ebenso wie meiner, ein 1.0L mit 125 PS fährt hingegen mMn. stark auf Verschleiß, wenn man sich in den entsprechenden Drehzahlbereichen bewegt.
 
Es ist interessant @opalo, dass Du hier mehrfach das „Gießkannenprinzip“ ablehnst, weil die Falschen dadurch auch bevorteilt werden. Ich habe allerdings noch keine brauchbare Lösung von Dir gehört, die den Betroffenen, denen Du Unterstützung zugestehst, auch aktuell Hilfe bringt.

Ich habe @LotteS Beitrag gelesen.



- Das Gießkannenprinzip, das niedrigere Preise für alle bringt, lehnst Du stark ab, weil ja auch Leute davon profitieren, die es etwas dicker im Portemonnaie haben.

- Hilfe über die Steuererklärung kommt zu spät oder auch gar nicht bei Betroffenen an. Sie müssen jetzt tanken und nicht ab dem 01.01.2023. Es gibt Geringverdiener, die nicht mal Steuern zahlen. Es gibt auch Geringverdiener, die geringe Steuern zahlen, wo es sich nicht lohnt oder wo Steuererklärungen nicht gemacht werden.

Du hast geschrieben, dass Du Dir „überlegtes Handeln“ wünscht. Wie sieht das aus? Welche Lösungen / Ideen hast Du parat und wann sollen diese greifen? Und was schlägst Du für diejenigen vor, von denen Lotte spricht, eben jene, die JETZT Unterstützung benötigen?
Für Unterstützung wie Wohngeld oder Bafög werden Anträge gestellt und u. a. Einkommensnachweise erbracht. Warum also nicht auch hier?

Gießkanne ist für mich Verschwendung von Steuergeldern, zumal die Gutverdiener, die dann unnötigerweise profitieren, oft größere Wohnungen, 2 Autos etc. haben mit entsprechend hohem Verbrauch.

Schade übrigens, dass Du auf meine zugegeben simple Rechnung nicht eingegangen bist. Budgets erstellen und verwalten ist wesentlicher Teil meines Jobs, und das umfasst gerade bei Ausgaben verantwortungsvoll mit verfügbaren Mitteln umgehen. Das erwarte ich auch beim Umgang mit Steuergeldern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als reiner Verbrenner? Das wäre mir zu gewagt. Meine 1.2 sind ja schon extrem durch den Turbo "aufgepumpt" und ich hatte auch mal gehört, dass es den 1.0er bis zu 125PS gibt, aber das ist mir zu nahe an der Belastungsgrenze der Materialien. Die Faustregel ist, dass ein Verhältnis von 1:10 nicht überschritten werden sollte. Der 1.5L Eco-Boost mit 150PS trifft das also ebenso wie meiner, ein 1.0L mit 125 PS fährt hingegen mMn. stark auf Verschleiß, wenn man sich in den entsprechenden Drehzahlbereichen bewegt.

Jap, ein reiner Verbrenner. Ich bin nun wahrlich kein Motorexperte, aber ich sehe bei einer höheren Literleistung grundsätzlich keine Gefahr eines höheren Verschleißes. Zumal sich umgekehrt ebenso argumentieren ließe, dass bei Motoren mit einer geringeren Literleistung schneller verschleißen (können), weil bei diesen zum Erreichen einer gleichen Motorleistung eine höhere Drehzahl erforderlich ist.
 
Ich bin nun wahrlich kein Motorexperte, aber ich sehe bei einer höheren Literleistung grundsätzlich keine Gefahr eines höheren Verschleißes.

Offensichtlich ;) Eine sehr hohe Leistung aus einer so kleinen Maschine buchstäblich herauszuquetschen, ist eine deutlich höhere Beanspruchung an das Material, erste Typen mit Turboladern und kleinem Hubraum sind gerne mal geplatzt/gerissen. Das gilt für jede Maschine, die am Limit betrieben wird, der ideale Arbeitspunkt ist deutlich unterhalb des Maximums.
 
Genau mit Blick auf das, was Du schreibst, geht mMn die Gießkanne, egal, ob bei Sprit, Heizung oder Strom, nicht. Ich ärgere mich zwar über höhere Strom-, Heiz- und andere Kosten, kann die aber als Single mit gutem Einkommen verschmerzen. Würde also ggf. unnütz von einer Gießkanne profitieren, ebenso die vielen Leute mit ähnlichem oder noch besserem Einkommen auch (das hören manche davon nicht gerne, ist aber meine klare Meinung). Das Geld, das bei Gutverdienern per Gießkanne landen würde, ist u.a bei den von Dir beschriebenen Gruppen besser aufgehoben, und daher wünsche ich mir sehr überlegtes Handeln der Entscheider.

DANKE!!! Das, was jetzt offensichtlich geplan ist (Tankrabatt von rund 20 cent für alle), kostet enorm viel (rund 12 Milliarden Euro/Jahr) und entlastet die Niedriglohnverdiener und untere Mittelschicht nur wenig und die wohlhabenden und reichen unnötig.
Ich bin nach wie vor der Meinung, das eine Art Energiegeld pro Kopf bis zu einem bestimmten Einkommen die beste Lösung wäre. Aber mit der FDP wahrscheinlich wohl nicht machbar, genausowenig wie ein (befristetes) Tempolimit, was wir übrigens in den 70er Jahren schon mal hatten. DAMALS übrigens mit der FDP in der Regierung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Für Unterstützung wie Wohngeld oder Bafög werden Anträge gestellt und u. a. Einkommensnachweise erbracht. Warum also nicht auch hier?

Gießkanne ist für mich Verschwendung von Steuergeldern, zumal die Gutverdiener, die dann unnötigerweise profitieren, oft größere Wohnungen, 2 Autos etc. haben mit entsprechend hohem Verbrauch.

Schade übrigens, dass Du auf meine zugegeben simple Rechnung nicht eingegangen bist. Budgets erstellen und verwalten ist wesentlicher Teil meines Jobs, und das umfasst gerade bei Ausgaben verantwortungsvoll mit verfügbaren Mitteln umgehen. Das erwarte ich auch beim Umgang mit Steuergeldern.

Warum nicht auch hier? Kurzfassung: zu viele Komponenten, zu viele unterschiedliche Betroffene und zu viele Variablen.

Etwas ausführlicher: Ich habe nach einer Hilfe gefragt, die sofort greift. Bei der Art von Anträgen, so wie Su es schilderst, handelt es sich nicht um eine Soforthilfe. Es wird wieder elendig lang dauern (siehe Coronahilfe, Fluthilfe usw.). Welche Behörde bearbeitet dies? Was sind die Eckpunkte? Geht es nach Arbeitsweg-Kilometern? Nur nach Gehaltshöhe? Nach PKW-Art? Wonach wird das bemessen? Grundsätzlich ein Prozentsatz? Wird nach Winter/Sommer unterschieden? Wofür bekommt wer Entlastung? Was ist mit dem Mittelverdiener, der berufsbedingt viele Tausend Kilometer fährt? Was ist mit den betrieblich genutzten Fahrzeugen von Unternehmern?

Dass Du gegen die Soforthilfe nach Gießkannenprinzip bist, musste nicht immer wiederholen, das sollte nun jeder schon 5x mitbekommen haben.

Ich weiß nicht, von welcher Rechnung Du redest. Wenn Du etwas für wichtig erachtest, dann markiere es, damit es nicht untergeht.
 
Autofahrer legen im Schnitt ca. 12.000 km/Jahr zurück. Ein Durchschnitt-PKW braucht ca 7,5 Liter Benzin oder Diesel auf 100km. Nehmen wir an, der Preis je Liter stiege um €1, wären das Mehrausgaben von €75 im Monat. Ergo: Gebt Geringverdienern €100 in bar im Monat und gut ist!
 
Back
Top