Bremen
Moderator
Dass der Schnellbus beliebt und zügig war, habe ich zumindest in der Rushhour anders in Erinnerung. Denn zu diesen Zeiten wurde auch der Schnellbus zum Scheichbus, weil auch dieser während der Hauptverkehrszeiten auf dem "Langen Jammer" im Stau stand. Obwohl dieser zu der Zeit in beiden Richtungen komplett zweispurig war. Davon hatten auch die Menschen in Lilienthal die Nase voll, denn als um die Jahrtausendwende herum die neue Mehrheit im Lilienthaler Rat das Projekt einstampfen wollte, formierte sich in Lilienthal eine Bürgerinitiative, die sich die Umsetzung dieses Plan einsetzte.Der Schnellbus, der vorher Lilienthal abdeckte, Haltestellen: Lilienthal, Uni, HBF - ein gern genommener Bus, schnell und zügig-
Die Straßenbahn jetzt, meines Wissens nach, nach Erzählungen von Bekannten die aus der Ecke Lilienthal kommen: quasi leer.
Die hält alle 500m entsprechend lange biste da unterwegs, wer kann setzt da für die tägliche Fahrt eher aufs Auto, jedenfalls soll sich da der Verkehr seit der Linie 4 verstärkt haben. Kann ich nicht beurteilen, bin da selten und nie zur Berufszeit.
Woher nimmst du die Gewissheit, dass der Ausbau der Linie 1 "null bringt"? Mein befreundetes Paar z.B. , welches in der Nähe der Haltestelle Friedhof Huchting wohnt, begrüßen trotz mancher Bedenken dieses Projekt, weil die Sie in einer Anwaltskanzlei in der City arbeitet und somit bei "Shietwetter" nicht mehr am Roland-Center umsteigen muss. Und das ist ein Punkt, den ich ja schon gestern erwähnte: Staus in den Hauptverkehrszeiten lassen sich nur mit attraktiveren Alternativen entzerren. Und da sind durchgehende Verbindungen von der Peripherien bis in die Mitte der Städte ein guter Anfang.Die Verlängerung der Linie 1:
Bringt Null - außer man will NOCH MEHR Verkehswahnsinn haben hier in Huchting.
Denn, wenn die Verlängerung wie geplant OHNE Busse käme, wären hunderte Haushalte abgeschnitten vom öPNV vom Gewerbegebiet und Grundschule gar nicht zu reden.
Also setzt man künftig doch Busse ein, um den sonst fehlenden Bereich abzudecken. Hätte man sich also sparen können.
Zumal man ja an der Endhaltestelle bzw. Wendeschleife, mitten auf der Kreuzung Huchtingerheerstraße / Heinrich-Plett-Allee
dann eine Ampel alle 10min in beide Richtungen rot hat.
Dort logischerweise keinerlei Möglichkeiten für P+R, da keine Parkplätze in der Nähe, damit für alle Pendler die da durch müssen, nur noch mehr Stau und Wahnsinn als ohnehin.
Dass hunderte Haushalte dann ohne ÖPNV-Anbindung wären, wäre in der Tat ein No-Go. Aber solange hier noch keine definitive Entscheidung gefallen ist, sollte man sich in der Gesamtbetrachtung nicht zu sehr darauf fokussieren.
Mit dem Auto in 20 Minuten von Weyhe-Leeste bis zum HBF Bremen? Wo hast du denn bitte dieses Zeit her? Von Goolge Maps?Und die Verlängerung der Linie 8... Noch mehr Wahnsinn gibts doch nicht.
Vom Ende der Strecke bis zum HBF wäre man ca. 1,5 Stunden unterwegs, mitm Auto 20 Min. Oder mit der Eisenbahn Bahnhof Weyhe entsprechend 15.
Das nutzt doch niemand ernsthaft täglich für die Fahrt zur Arbeit in der Innenstadt.
Das sind schlicht rausgeworfene Steuergelder, denn ohne Zuschuss vom Bund wäre das überhaupt nicht finanzierbar.
Ich will nicht bestreiten, dass man diese Strecke außerhalb der Rushhour nicht in 20 Minuten schaffen kann, aber der Grundgedanke bei solchen Bauvorhaben ist doch der einer Entzerrung des Berufsverkehrs. Und in diesem sind die von dir genannten 20 Minuten bei der täglichen Fahrt in die Innenstadt doch vollkommen utopisch. Ja, als Alternative bietet sich auch die Bahnstrecke Weyhe - Bremen an. Doch es ist ja nicht so, dass alle Pendler mit der Ankunft am Bremer HBF ihre Arbeitsstelle fast schon erreicht hätten, sondern auch anderswo in Bremen arbeiten. Somit steht diesen Menschen mit der Linie 8 eine zusätzliche Option zur Verfügung, beim Weg zur Arbeit nach Bremen das Auto stehen zu lassen. Und wie bereits gestern geschrieben, müssen die Gemeinden Stuhr und Weyhe in der Linie 8 Nutzen für sich sehen, weil sie sich sonst dieses Bauvorhaben nicht erforderlich wäre. Denn in unseren Zeiten, wo der Klimawandel / Klimaziele immer mehr im Fokus stehen, ist eine gute ÖPNV-Anbindung für die Gemeinden an den Rändern der Ballungszentren von immer größerer Bedeutung, um Steuerzahler an sich zu binden und neue zu gewinnen.
Und nur mal so als hypothetisches Gedankenspiel: heute kann noch niemand abschätzen, welche langfristigen Folgen der gegenwärtige Krieg in der Ukraine auf die Preise für unsere Energie bzw. allgemein haben wird. Auch unter diesem Aspekt könnte ein verlängertes ÖPNV-Netz von Nutzen sein.


Zumal die Haltestelle beim Roland-Center ja überdacht ist.