Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Der Schnellbus, der vorher Lilienthal abdeckte, Haltestellen: Lilienthal, Uni, HBF - ein gern genommener Bus, schnell und zügig-
Die Straßenbahn jetzt, meines Wissens nach, nach Erzählungen von Bekannten die aus der Ecke Lilienthal kommen: quasi leer.
Die hält alle 500m entsprechend lange biste da unterwegs, wer kann setzt da für die tägliche Fahrt eher aufs Auto, jedenfalls soll sich da der Verkehr seit der Linie 4 verstärkt haben. Kann ich nicht beurteilen, bin da selten und nie zur Berufszeit.
Dass der Schnellbus beliebt und zügig war, habe ich zumindest in der Rushhour anders in Erinnerung. Denn zu diesen Zeiten wurde auch der Schnellbus zum Scheichbus, weil auch dieser während der Hauptverkehrszeiten auf dem "Langen Jammer" im Stau stand. Obwohl dieser zu der Zeit in beiden Richtungen komplett zweispurig war. Davon hatten auch die Menschen in Lilienthal die Nase voll, denn als um die Jahrtausendwende herum die neue Mehrheit im Lilienthaler Rat das Projekt einstampfen wollte, formierte sich in Lilienthal eine Bürgerinitiative, die sich die Umsetzung dieses Plan einsetzte.

Die Verlängerung der Linie 1:
Bringt Null - außer man will NOCH MEHR Verkehswahnsinn haben hier in Huchting.
Denn, wenn die Verlängerung wie geplant OHNE Busse käme, wären hunderte Haushalte abgeschnitten vom öPNV vom Gewerbegebiet und Grundschule gar nicht zu reden.
Also setzt man künftig doch Busse ein, um den sonst fehlenden Bereich abzudecken. Hätte man sich also sparen können.
Zumal man ja an der Endhaltestelle bzw. Wendeschleife, mitten auf der Kreuzung Huchtingerheerstraße / Heinrich-Plett-Allee
dann eine Ampel alle 10min in beide Richtungen rot hat.
Dort logischerweise keinerlei Möglichkeiten für P+R, da keine Parkplätze in der Nähe, damit für alle Pendler die da durch müssen, nur noch mehr Stau und Wahnsinn als ohnehin.
Woher nimmst du die Gewissheit, dass der Ausbau der Linie 1 "null bringt"? Mein befreundetes Paar z.B. , welches in der Nähe der Haltestelle Friedhof Huchting wohnt, begrüßen trotz mancher Bedenken dieses Projekt, weil die Sie in einer Anwaltskanzlei in der City arbeitet und somit bei "Shietwetter" nicht mehr am Roland-Center umsteigen muss. Und das ist ein Punkt, den ich ja schon gestern erwähnte: Staus in den Hauptverkehrszeiten lassen sich nur mit attraktiveren Alternativen entzerren. Und da sind durchgehende Verbindungen von der Peripherien bis in die Mitte der Städte ein guter Anfang.

Dass hunderte Haushalte dann ohne ÖPNV-Anbindung wären, wäre in der Tat ein No-Go. Aber solange hier noch keine definitive Entscheidung gefallen ist, sollte man sich in der Gesamtbetrachtung nicht zu sehr darauf fokussieren.


Und die Verlängerung der Linie 8... Noch mehr Wahnsinn gibts doch nicht.
Vom Ende der Strecke bis zum HBF wäre man ca. 1,5 Stunden unterwegs, mitm Auto 20 Min. Oder mit der Eisenbahn Bahnhof Weyhe entsprechend 15.
Das nutzt doch niemand ernsthaft täglich für die Fahrt zur Arbeit in der Innenstadt.

Das sind schlicht rausgeworfene Steuergelder, denn ohne Zuschuss vom Bund wäre das überhaupt nicht finanzierbar.
Mit dem Auto in 20 Minuten von Weyhe-Leeste bis zum HBF Bremen? Wo hast du denn bitte dieses Zeit her? Von Goolge Maps? ;) Ich will nicht bestreiten, dass man diese Strecke außerhalb der Rushhour nicht in 20 Minuten schaffen kann, aber der Grundgedanke bei solchen Bauvorhaben ist doch der einer Entzerrung des Berufsverkehrs. Und in diesem sind die von dir genannten 20 Minuten bei der täglichen Fahrt in die Innenstadt doch vollkommen utopisch.

Ja, als Alternative bietet sich auch die Bahnstrecke Weyhe - Bremen an. Doch es ist ja nicht so, dass alle Pendler mit der Ankunft am Bremer HBF ihre Arbeitsstelle fast schon erreicht hätten, sondern auch anderswo in Bremen arbeiten. Somit steht diesen Menschen mit der Linie 8 eine zusätzliche Option zur Verfügung, beim Weg zur Arbeit nach Bremen das Auto stehen zu lassen. Und wie bereits gestern geschrieben, müssen die Gemeinden Stuhr und Weyhe in der Linie 8 Nutzen für sich sehen, weil sie sich sonst dieses Bauvorhaben nicht erforderlich wäre. Denn in unseren Zeiten, wo der Klimawandel / Klimaziele immer mehr im Fokus stehen, ist eine gute ÖPNV-Anbindung für die Gemeinden an den Rändern der Ballungszentren von immer größerer Bedeutung, um Steuerzahler an sich zu binden und neue zu gewinnen.

Und nur mal so als hypothetisches Gedankenspiel: heute kann noch niemand abschätzen, welche langfristigen Folgen der gegenwärtige Krieg in der Ukraine auf die Preise für unsere Energie bzw. allgemein haben wird. Auch unter diesem Aspekt könnte ein verlängertes ÖPNV-Netz von Nutzen sein.
 
@opalo: meine Lösung ist, dass ALLE Betroffenen profitieren.
Berichtige mich bitte, falls ich es falsch interpretiere, aber, dass alle Betroffenen profitieren sollen, klingt für mich nach einem sozial unverträglichem Gießkannenprinzip. Denn einem Gutverdienenden tun die 20 € mehr für eine Tankfüllung nicht wirklich weh. Einem Menschen mit geringem Einkommen jedoch schon.

Du sagst, dass das mit der Mineralölsteuer nicht alle Geringverdiener abdeckt, da nicht alle Geringverdiener mit dem Auto fahren. Aber warum sollen Menschen entlastet werden, die nicht belastet wurden? Den Sinn sehe ich nicht. .
Auch die Geringverdiener ohne eigenes Auto werden belastet. Zwar nicht direkt, aber indirekt. Denn durch längerfristige höhere Kraftstoffpreise verteuern sich auch die Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs.
 
Berichtige mich bitte, falls ich es falsch interpretiere, aber, dass alle Betroffenen profitieren sollen, klingt für mich nach einem sozial unverträglichem Gießkannenprinzip. Denn einem Gutverdienenden tun die 20 € mehr für eine Tankfüllung nicht wirklich weh. Einem Menschen mit geringem Einkommen jedoch schon.


Auch die Geringverdiener ohne eigenes Auto werden belastet. Zwar nicht direkt, aber indirekt. Denn durch längerfristige höhere Kraftstoffpreise verteuern sich auch die Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs.

Ich denke, lieber mit dem Gießkannenprinzip dort ansetzen, wo das Problem ist, um nicht diejenigen zu übersehen, die es wirklich benötigen.

Vom Gießkannenprinzip profitieren im Endeffekt ja auch alle. Der Unternehmer wird die Einsparungen ja auch weitergeben, indem er kein Personal einsparen muss. Es wird ja meist an diejenigen weitergegeben, die am wenigsten dafür können.

Die Belastung der Geringverdiener hat aber nicht das Ausmaß wie für all jene, die derzeit an der Zapfsäule stehen.

Wichtig ist ja, dass überhaupt was passiert.
 
@Bremen - danke, das deckt sich exakt mit meiner Meinung. Vielleicht gelingt es Dir ja, es verständlicher auszudrücken, als ich es offenbar getan habe.

Geht es hier um Verständnis? Vielleicht sollte man einfach mal hinnehmen, dass es noch andere Meinungen gibt als die von Bremen und Dir.

Einfach mal andere Meinungen zulassen und hinnehmen.

Ihr seht den Ansatz halt an anderer Stelle. Es ist also kein „Verständnisproblem“, wenn man Eure Ansicht nicht teilt, es ist einfach nur ein anderer Ansatz.
 
Ich denke, lieber mit dem Gießkannenprinzip dort ansetzen, wo das Problem ist, um nicht diejenigen zu übersehen, die es wirklich benötigen.
Die, die es wirklich benötigen, werden jedoch in Teilen übersehen - und zwar immer dann, wenn sie kein Auto fahren ;)

Vom Gießkannenprinzip profitieren im Endeffekt ja auch alle. Der Unternehmer wird die Einsparungen ja auch weitergeben, indem er kein Personal einsparen muss. Es wird ja meist an diejenigen weitergegeben, die am wenigsten dafür können.
Was macht Dich so sicher, dass die Einsparungen weitergegeben werden? Wenn es so sein sollte, prima, aber ich glaube es nicht - siehe mein Beitrag weiter oben.

Die Belastung der Geringverdiener hat aber nicht das Ausmaß wie für all jene, die derzeit an der Zapfsäule stehen.
Diese Aussage verstehe ich nicht. Wie @Bremen oben schrieb, für einen Gutverdiener sind die Mehrkosten verschmerzbar. Ich ärgere mich auch über höhere Stromkosten, Heizungskosten, Lebensmittelpreise etc. Und dennoch bin ich ganz klar gegen die Gießkanne, weil ich Möglichkeiten habe, an anderen Positionen zu sparen - und diese Möglichkeiten haben ganz viele andere Leute auch, Geringverdiener aber eben nicht. Sparen bzw. verzichten ist zwar blöd, keine Frage, aber auch das gehört zum Leben. Daher, ganz ehrlich, wenn jemand Zuschüsse fordert, der ohne klar käme, habe ich dafür kein Verständnis.

Wichtig ist ja, dass überhaupt was passiert.
Das sehe ich anders. Blinder Aktionismus hilft keinem, sondern Maßnahmen sollten überlegt sein, weil nicht beliebig viele Mittel zur Verfügung stehen (auf diesen Punkt ist bis dato übrigens keiner der Gießkannenprinzip-Befürworter bisher eingegangen).
 
Für mich ist und bleibt ein (erheblicher) Teil der Diskussion der Stellenwert des Autos in Deutschland.
Der Stellenwert des Autos in Deutschland lässt sich allein schon an der Redewendung "Des Deutschen liebstes Kind" bemessen. ;)


Über Spritpreise rauf und runter wurde schon seit jeher diskutiert bzw. sich über steigende Preise aufgeregt.
Losgelöst davon, dass ich wie gestern geschrieben ein leidenschaftlicher Autofahrer bin, versuche ich diese Thematik trotzdem objektiv zu betrachten. Und somit habe ich auch Verständnis dafür, dass Menschen, die so wie du ohne Auto sind, die Diskussion über die Spritpreise kritisch sehen. Denn losgelöst vom derzeitigen Krieg in der Ukraine ist die Energiesteuer (ehem. Mineralölsteuer) eine Verbrauchssteuer, d.h. wer die Straße mit seinem Kraftfahrzeug nutzt, zahlt über den Spritpreis für Instandhaltung und Ausbau des Straßennetzes.

Trotzdem habe ich auch Verständnis für die Menschen sich als Eigentümer von Kraftfahrzeugen über hohe Energiesteuer aufregen. Bzw. deren Nutzung, denn: der Bund nahm in den 2010er Jahren durchschnittlich ca. 40 Mrd € Energiesteuern p.a. ein. D.h. wenn diese jährlich 40 Mrd. € ihrem Zweck entsprechend ausschließlich ins das Straßennetz investiert werden würden, hätten wir in der Bundesrepublik ein Straßennetz in einem guten bis sehr guten Zustand. In der Realität sieht es jedoch so aus, dass diese Einnahmen für andere Zwecke verwendet werden. Obwohl schon allein der Mehrwertsteueranteil der Energiesteuer 7,9 Mrd. in den allgemeinen Säckel spült. Ich persönlich habe grundsätzlich kein Problem mit einer solchen "Zweckentfremdung" der Energiesteuer, sofern die Gelder für wichtige Dinge investiert werden, wie z.B. zur soziale Ausgaben, Bildung, Sicherheit etc., auch weil ich einen Staat als Solidargemeinschaft sehe. Aber ich kann zumindest nachvollziehen, dass das andere Menschen ärgert.

Es wurden schon immer Kilometer verfahren zu einer Tankstelle etwas weiter weg, die ein paar Cent günstiger war. Da habe ich mich als Zuhörerin ohne Auto immer gefragt, ob sich der Aufwand - ehrliche Gegenrechnung der verfahrenen Kilometer und Zeitaufwand - wirklich rechnet.
:tnx:
Ob es sich rechnet oder nicht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig v.a. wie lang der weitere Weg zu einer günstigeren Tankstelle ist. Aber weil das Netz an freien Tankstellen mittlerweile gut ausgebaut ist, lohnt es unter Einbeziehung der von dir genannten Faktoren, zu denen auch der Verschleiß gerechnet werden kann/muss, nicht wirklich.


Nachvollziehen konnte ich das Ganze nie, zumal über andere Preise, die seit Langem stetig steigen, wesentlich weniger gesprochen wird. Nehmen wir nur einmal den Bäcker. Was mittlerweile für Brot oder ein Brötchen (außer den normalen, günstigen Weizenbrötchen) beim Bäcker gefühlt ohne Murren an Geld über den Ladentisch geht, finde ich schon heftig mittlerweile.
Dein Einwurf ist einerseits berechtigt. Andererseits tragen höhere Spritpreise auch zum Anstieg der anderen Preise bei. Denn z.B. die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, Werkzeuge und Geräte, mit denen der Bäcker sein Brot und seine Brötchen backt, müssen gewonnen, verarbeitet, produziert etc. und die Bäckerei geleifert werden. Und wenn der Bäcker noch die eine oder andere Filiale bzw. einen Stand am Wochenmarkt hat, müssen seine Waren ja auch dort hinkommen. Und auf all das Ganze zahlt der Endverbraucher einen höheren MWSt.-Betrag.
 
Woher nimmst du die Gewissheit, dass der Ausbau der Linie 1 "null bringt"? Mein befreundetes Paar z.B. , welches in der Nähe der Haltestelle Friedhof Huchting wohnt, begrüßen trotz mancher Bedenken dieses Projekt, weil die Sie in einer Anwaltskanzlei in der City arbeitet und somit bei "Shietwetter" nicht mehr am Roland-Center umsteigen muss. Und das ist ein Punkt, den ich ja schon gestern erwähnte: Staus in den Hauptverkehrszeiten lassen sich nur mit attraktiveren Alternativen entzerren. Und da sind durchgehende Verbindungen von der Peripherien bis in die Mitte der Städte ein guter Anfang.

Dass hunderte Haushalte dann ohne ÖPNV-Anbindung wären, wäre in der Tat ein No-Go. Aber solange hier noch keine definitive Entscheidung gefallen ist, sollte man sich in der Gesamtbetrachtung nicht zu sehr darauf fokussieren.



Mit dem Auto in 20 Minuten von Weyhe-Leeste bis zum HBF Bremen? Wo hast du denn bitte dieses Zeit her? Von Goolge Maps? ;) Ich will nicht bestreiten, dass man diese Strecke außerhalb der Rushhour nicht in 20 Minuten schaffen kann, aber der Grundgedanke bei solchen Bauvorhaben ist doch der einer Entzerrung des Berufsverkehrs. Und in diesem sind die von dir genannten 20 Minuten bei der täglichen Fahrt in die Innenstadt doch vollkommen utopisch.

Ja, als Alternative bietet sich auch die Bahnstrecke Weyhe - Bremen an. Doch es ist ja nicht so, dass alle Pendler mit der Ankunft am Bremer HBF ihre Arbeitsstelle fast schon erreicht hätten, sondern auch anderswo in Bremen arbeiten. Somit steht diesen Menschen mit der Linie 8 eine zusätzliche Option zur Verfügung, beim Weg zur Arbeit nach Bremen das Auto stehen zu lassen. Und wie bereits gestern geschrieben, müssen die Gemeinden Stuhr und Weyhe in der Linie 8 Nutzen für sich sehen, weil sie sich sonst dieses Bauvorhaben nicht erforderlich wäre. Denn in unseren Zeiten, wo der Klimawandel / Klimaziele immer mehr im Fokus stehen, ist eine gute ÖPNV-Anbindung für die Gemeinden an den Rändern der Ballungszentren von immer größerer Bedeutung, um Steuerzahler an sich zu binden und neue zu gewinnen.

Und nur mal so als hypothetisches Gedankenspiel: heute kann noch niemand abschätzen, welche langfristigen Folgen der gegenwärtige Krieg in der Ukraine auf die Preise für unsere Energie bzw. allgemein haben wird. Auch unter diesem Aspekt könnte ein verlängertes ÖPNV-Netz von Nutzen sein.

Weil wir hier leben und Kontakt zu mehr Personen, als zu einem Pärchen haben. Dafür das dieses Pärchen nicht mehr umsteigen muss (wo mir das mit dem Shietwetter rästelhaft ist, immerhin halten die Busse direkt neben der Überdachung von den Strassenbahnen), wären nach eigentlichem Plan wir zum Beispiel vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten, genauso wie das Gewerbegebiet und die Grundschule. Was hier schon mehrfach angeführt wurde und du kommst mit der Bequemlichkeit eines einzelnen Pärchen um die Ecke?
 
Ich denke, lieber mit dem Gießkannenprinzip dort ansetzen, wo das Problem ist, um nicht diejenigen zu übersehen, die es wirklich benötigen.
Das ist ein Widerspruch in sich. Denn der Duden definiert den Begriff Gießkannenprinzip mit
für die Verteilung von etwas getroffene Regelung, nach der jeder Empfänger, jeder Bereich in gleicher Weise mit etwas bedacht wird ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Verhältnisse


Die Belastung der Geringverdiener hat aber nicht das Ausmaß wie für all jene, die derzeit an der Zapfsäule stehen.
Das heißt im Umkehrschluss, dass Geringverdiener nicht an der Zapfsäule stehen? Wie soll denn z.B. eine Pflegekraft, die Hambergen wohnt und in einer Pflegeeinrichtung in Bremen-Obervieland arbeitet ohne Auto zum Nachtdienst bzw. von dort wieder nach Hause kommen?


Wichtig ist ja, dass überhaupt was passiert.
Nur um den Unternehmens Willen etwas zu unternehmen ist ("blinder") Aktionismus. Damit lässt sich punktuell sicherlich etwas bewirken. Jedoch dadurch geht auch ein Großteil der Ressourcen verloren. Zielführend das nicht.
 
Weil wir hier leben und Kontakt zu mehr Personen, als zu einem Pärchen haben. Dafür das dieses Pärchen nicht mehr umsteigen muss (wo mir das mit dem Shietwetter rästelhaft ist, immerhin halten die Busse direkt neben der Überdachung von den Strassenbahnen), wären nach eigentlichem Plan wir zum Beispiel vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten, genauso wie das Gewerbegebiet und die Grundschule. Was hier schon mehrfach angeführt wurde und du kommst mit der Bequemlichkeit eines einzelnen Pärchen um die Ecke?
Wenn du meinen von dir zitierten Beitrag richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, das ich dieses mit
Zitat von Bremen:
Dass hunderte Haushalte dann ohne ÖPNV-Anbindung wären, wäre in der Tat ein No-Go.
kommentiert habe. ;)
 
Woher nimmst du die Gewissheit, dass der Ausbau der Linie 1 "null bringt"? Mein befreundetes Paar z.B. , welches in der Nähe der Haltestelle Friedhof Huchting wohnt, begrüßen trotz mancher Bedenken dieses Projekt, weil die Sie in einer Anwaltskanzlei in der City arbeitet und somit bei "Shietwetter" nicht mehr am Roland-Center umsteigen muss. Und das ist ein Punkt, den ich ja schon gestern erwähnte: Staus in den Hauptverkehrszeiten lassen sich nur mit attraktiveren Alternativen entzerren. Und da sind durchgehende Verbindungen von der Peripherien bis in die Mitte der Städte ein guter Anfang.

Die Frage wäre, wo deine Bekannten da wohnen - denn die 1 läuft auf der Seite hinterm Rolandcenter ja nicht auf der Straße, wo der Bus aktuell fährt sondern auf der alten Bahnlinie.
Damit müssen alle, die aktuell direkt in den Bus fallen, in jedem Falle weiter laufen zur Haltestelle,
 
Die Frage wäre, wo deine Bekannten da wohnen - denn die 1 läuft auf der Seite hinterm Rolandcenter ja nicht auf der Straße, wo der Bus aktuell fährt sondern auf der alten Bahnlinie.
Damit müssen alle, die aktuell direkt in den Bus fallen, in jedem Falle weiter laufen zur Haltestelle,
In der Siedlung Kladdinger Str / Dordrechter Str. Sind ein paar Meter mehr, aber nicht viel.
 
Wer nicht mit dem Auto fährt, wird auch nicht durch die derzeit hohen Spritkosten belastet.

Wenn @Bremen und @opalo genau diese Menschen entlasten wollen, obwohl die in erster Linie nicht belastet werden, können sie das gerne tun. Ich teile diese Auffassung auch weiterhin nicht, selbst, wenn beide auch weiterhin ihre Meinung als Maß der Dinge aufdrängen.

Wenn der Geringverdiener, der jetzt nicht mit dem Auto fährt und vielleicht in Zukunft mit Belastungen anderer Art konfrontiert wird, bin ich dann offen für eine direkte Steueranpassung, die dann den Betroffene entlastet. Alles zu seiner Zeit, wenn Betroffene auch betroffen sind. Auch an dieser Stelle können @Bremen und @opalo große Reden von Unverständnis oder fehlendem Verständnis schwingen. Ich habe meine Meinung geäußert, zu der ich auch weiterhin stehe. Sie stellt einen anderen Ansatz dar, der genauso wenig falsch oder richtig ist, wie der von @opalo und @Bremen.

Und auch wenn @Bremen irgendwelche nicht vorhandenen Widersprüche sieht und krampfhaft in meine Aussagen reininterpretiert, so macht es seine Aussage nicht richtiger. Beim Gießkannenprinzip ist die Bedeutung „für die Verteilung von etw.getroffene Regelung, nach der jeder Empfänger, jeder Bereich in gleicher Weise mit etw. bedacht wird ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Verhältnisse“. Folglich ist es genau richtig, was ich schreibe. Wenn alle eine Entlastung bekommen, dann vernachlässigt man niemanden. Und das ist mir auch weiterhin wichtiger, ob nun @opalo und @Bremen auch weiterhin große Gegenreden schreiben oder nicht. Ich es wäre allerdings mal nett, wenn beide an dieser Stelle auch mal ne gegensätzliche Meinung akzeptieren. Dass sie eine andere Meinung haben als ich, haben beide ja nun ausreichend geschrieben. Es braucht eigentlich keine weiteren 10 Gegenreden, es sei denn, @opalo und @Bremen brauchen dies so sehr.

Eine Frage habe ich nun fast übersehen, weil sie so unscheinbar in einem langen Beitrag verschwindet. Warum ich mir so sicher bin, dass Einsparungen meist an die Arbeitnehmer weitergegeben werden? Die Antwort wird Dir nicht gefallen: Erfahrungen aus dem Alltag und dem Berufsleben. Zu Coronazeiten haben wenige Unternehmer das Kurzarbeitergeld aus dem eigenen Vermögen aufgestockt. Das sieht man dann in den Buchhaltungen, den Einlagen und den Lohnkosten. Wenn Du es genau wissen willst: die Buchung „Lohnaufwand an Privateinlage“ taucht nicht bei so vielen Unternehmern auf. Woher ich das nun weiß, kannst Du an einer Hand abzählen. Das kannst Du mir nun glauben oder nicht, es bleibt Dir überlassen. Und aus diesen Erfahrungswerten schlussfolgere ich eben, dass Unternehmer meistens erst an sich und dann erst an die Arbeitnehmer denken. Wäre es anders herum, hätten viele Unternehmer öfter in ihrer Buchhaltungen „Lohnaufwand an Privateinlage“ stehen. Du, @opalo, kannst natürlich Deine längeren Berufs- und Lebensjahre einbeziehen und zu einem anderen Ergebnis kommen. Ich habe meine Meinung nun ausführlich beschrieben. Auf weitere Gegenreden gehe ich nicht ein, weil es Meinungsvielfalt gibt. Ich habe kein Problem damit gegensätzliche Meinungen auch mal unkommentiert stehenzulassen.

Und auf einen weiteren Punkt muss ich ja auch noch eingehen @opalo. Du verstehst nicht, warum „die Belastung der Geringverdiener im Geschäft nicht das Ausmaß wie für all jene hat, die derzeit an der Zapfsäule stehen.“ Die Zahlen habe ich ausgeführt. Eine Tankfüllung bedeutet heute 15-22 bzw 20-27 Euro pro Tankfüllung Mehrkosten. Das 3-4x pro Monat bei vielen Leuten. Das ist die direkte Auswirkung pro Person. Im Handel verteilt sich dies auf alle Kunden. Der Mehraufwand wird nicht so groß sein, weil er verteilt wird. Und wie ich es bereits ausführlich beschrieben habe: meine Lösung sieht eine Begünstigung aller vor. Und da sind dann auch die Lieferanten und Co. inkludiert. Und was das bedeutet, dürfte dann ja klar sein. Aber das ständige Wiederholen führt auch zu nichts.

Das heißt im Umkehrschluss, dass Geringverdiener nicht an der Zapfsäule stehen? Wie soll denn z.B. eine Pflegekraft, die Hambergen wohnt und in einer Pflegeeinrichtung in Bremen-Obervieland arbeitet ohne Auto zum Nachtdienst bzw. von dort wieder nach Hause kommen?

Ich verstehe diese Interpretation in meine Aussage nicht. Es ist wirr. Ich habe nichts dergleichen behauptet. Solche wirren Interpretationen führen zu etwas, das hier nicht gewünscht wird: Kleinkrieg. Ich denke, Du verstehst, dass ich deswegen darauf nicht weiter eingehen werde.

Ich hoffe, ich bin mit diesem Beitrag allen Punkten gerecht geworden. Falls nicht, bei so viel Text ist es schwierig den Überblick zu behalten. Ich nutze da ja gerne Markierungen, um den Überblick nicht zu verlieren.
 
@Nicole - Du hast die entscheidende Frage nicht beantwortet. Woher soll das Geld für das von Dir befürwortete Gießkannenprinzip durch Mineralölsteuersenkung für alle kommen? Und dann zusätzlich noch das Geld, das aufgebracht werden muss, um später die Geringverdiener, die von der Mineralölsteuer nichts haben, zu berücksichtigen?

Ich rechne einmal symbolisch.

Mineralölsteuerentlastung - kostet 100, trifft mit 50 davon Leute, die wenig verdienen, und mit 50 Leute, die die Mehrkosten verschmerzen könnten.

Später sieht man dann oh, Mist, da sind noch andere Geringverdiener, denen müssen wir auch unter die Arme greifen, das kostet dann nochmal 80. Macht Ausgaben von 180 in Summe.

Würde man direkt sagen, man unterstützt nur Geringverdiener käme man in Summe nicht auf 180, sondern nur auf 130.

Daher, nochmal, die Gießkanne kostet den Staat mehr, und es profitieren Leute, die das Geld nicht bräuchten. Wer soll das aus Deiner Sicht zahlen?

Deinen Ausführungen zum Kurzarbeitergeld kann ich nicht folgen, aber vielleicht reden wir aneinander vorbei. Meine Frage war, warum Du so sicher bist, dass Einsparungen bei der Mineralölsteuer am Ende dazu führen, dass eine Ware günstiger im Supermarktregal landet als ohne eine solche Einsparung bei der Mineralölsteuer (in der Diskussion ging es nicht um Arbeitnehmer, sondern um steigende Preise u. a. im Laden durch steigende Frachtkosten). Ich denke nur an die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie. Die Ersparnis ist bei den Gastronomen geblieben, für uns als Endverbraucher wurde kein Essen günstiger. Das war ja auch sinnvoll, weil es die Gastronomie zu Corona-Zeiten sehr schwer hatte. Nur verstehe ich nicht, warum Du offenbar davon ausgehst, dass es in diesem Fall anders laufen wird.

BTW: Zig mal opalo und Bremen in nur einem einzigen Post wirkt auf mich penetrant. Aber vermutlich gibt es eine schlüssige Erklärung aus Deiner Lebens- und Berufserfahrung, dass Du das nicht so meinst ;)
 
Letztes Jahr hab ich für einen durchschnittlichen Einkauf mit Lebensmitteln für die nächsten 2-3 Tage ca. 45€ ausgegeben, aktuell liege ich bei der gleichen Menge im Einkaufswagen bei 60. Tendenz steigende Preise.
Im Vergleich zu mir isst du entweder doppelt soviel, oder für den doppelten Preis ;)

Hier muss! zumindest auf dem Spritpreissektor von der Politik nachgesteuert werden, denn wie andere schon sagten: davon profitieren alle.
Die Preise für LKW in der Frachtenbörse explodieren aktuell, 1. russische / ukrainische Fahrer sind vom Markt. deswegen steigen die Preise eh schon an, 2. Spritpreise. Diesel gestern für 2,35€ / Liter.
Das wird sich in den nächsten Wochen in den Regalen der Supermärkte bemerkbar machen. Nicht unbedingt durch Mangel, aber durch steigende Preise.
Die EZB könnte auch einfach mal den Leitzins von 0% anheben. Es müssen ja nicht gleich 14% (Türkei), oder 20%(Russland) sein.
Es herrscht dann natürlich gleich wieder Panik an den Aktienmärkten.
Die einzige berechtigte europäische Sorge ist, dass die EU dadurch auseinanderbricht. Italien wäre u.a. bei 5% dann praktisch Pleite, und es würde zu einem Itexit kommen. Wenn es jedoch in den nächsten 10 Jahren bei einer Stagflation bleibt, und es vielleicht sogar zur Hyperinflation kommt, dann könnten auch einfach mal die Stabilitätskriterien angepasst werden.
 
Wenn Du entscheidende Fragen stellst, @opalo, dann mache sie bitte erkenntlich. In dem Wust geht sowas unter und es ist erleichtert die Diskussion und das Lesen ungemein.

Ich habe bereits erläutert, dass wir das mit der Finanzierung klappt. Für Dich wiederhole ich es aber nochmal:

Meine Punkte waren die Mineralölsteuer und die gezielte Anpassung der Umsatzsteuer. Die Mineralölsteuer finanziert Straßenbau und alles drumherum - sprich keine lebenswichtigen Kosten. Die gezielte Herabsetzung bzw. der gezielte zeitweise Wegfall der Umsatzsteuer beim Sprit entlasten alle Betroffenen. Da man die Anpassung der USt gezielt einsetzt, bricht ja nur ein Teil der Steuereinnahmen weg. Ein großer Teil bleibt wie gehabt. Ich spreche ja von einer Spritpreisbremse. Und wenn man einen gewissen zumutbaren Literpreis festlegt, wird alles andere darüber hinaus an Kosten eingespart. Wobei man erst die Mineralölsteuer angreift (zu ihrer Unwichtigkeit im Verhältnis zur Umsatzsteuer habe ich mich bereits geäußert).

Auf Dein Rechenmodell gehe ich nicht weiter ein. Ich habe bereits erwähnt, dass ich im Akzeptanz anderer Meinungen an dieser Stelle bitte und lange Gegenreden vollkommen unnötig sind. Es sei denn natürlich, man hält seine eigene Meinung für das Maß der Dinge. Und da ich meine Meinung nun ausreichend dazu kundgetan habe, belasse ich es auch dabei.

Meine Ausführungen zum Kurzarbeitergeld beantworten auf einfachste Weise Deine an mich gerichtete Frage, was mich so sicher macht, dass Einsparungen an den Arbeitnehmer weitergegeben werden. Denn das ist das beste Beispiel, wie in schweren Zeiten mit den Problemen umgegangen wird. Da nur wenige Unternehmer das Kurzarbeitergeld ihrer Mitarbeiter aus freien Stücken aufstockten, kann man sich denken, dass sie die Mehrangaben auf dem Rücken der Mitarbeiter austragen. Logische Schlussfolgerung. Nur wenige Unternehmer opfern ihr Privatvermögen bzw einen Teil davon für ihre Mitarbeiter. Umkehrschluss: bei höheren Kosten wird am Arbeitnehmer gespart. Ich habe es nun mehr als einmal ausführlich erörtert, was Du daraus machst, bleibt Dir überlassen. Und wenn Du meinen beruflichen Erfahrungen bzw. meinem „täglich Brot“ nicht glaubst, auch ok. Aber bitte keine weitere „im Kreis Dreherei“.


Meine Frage war, warum Du so sicher bist, dass Einsparungen bei der Mineralölsteuer am Ende dazu führen, dass eine Ware günstiger im Supermarktregal landet als ohne eine solche Einsparung bei der Mineralölsteuer (in der Diskussion ging es nicht um Arbeitnehmer, sondern um steigende Preise u. a. im Laden durch steigende Frachtkosten).

Da ich sowas nie behauptet habe, gehe ich auf diese Frage nun auch nicht weiter ein. Willst Du mit solchen falschen Behauptungen etwas Bestimmtes bezwecken? Ich verstehe es nicht.

Mit der Steueranpassung bei Verpflegungsleistungen war es nie Ziel den Endverbraucher zu bevorteilen. Es ging IMMER darum Restaurantbetriebe zu retten. Ich habe derzeit das Beispiel gebracht um aufzuzeigen, dass man mit GEZIELTEN Steuersparmöglichkeiten arbeiten kann. Sprich keine generellen Umsatzsteueranpassungen sondern nur dort, wo Betroffene gerade besonders hohe Einbußen haben. Gezielte Steueranpassungen sind da, um gezielt Betroffene zu unterstützen. Der Spritpreis ist ein festgelegte Sache. Wenn die Mineralölsteuer nicht mehr da ist, kann sie nicht auf den Kunden umgeschlagen werden. Genauso ist es mit der Umsatzsteuer, wenn man ein festes Gut und nicht eine Leistung bezahlt. Ich habe nun eigentlich keine Lust auf Steuerrecht, deswegen halte ich mich kurz: Bei MC Doof oder sonst wo kostet das Essen immer gleich, ob Du dort isst oder das Essen mitnimmst. Das ist eigentlich falsch. Essen (Lebensmittel) ist grundsätzlich 7% (Lieferung). Vor Ort essen ist steuerlich eine sonstige Leistung und damit 19%, obwohl es Essen betrifft. Ein Liter Benzin ist aber keine Leistung, sondern eine Lieferung (Lieferung ist der umsatzsteuerliche Ausdruck). Es handelt sich um staatliche Anpassungen, um eine gewisse Zielgruppe zu unterstützen. Wenn also die Steuerentlastungen nicht 1:1 an die Zielgerade weitergegeben wird, wird es keine gesetzliche Änderung geben. Denn Opfer der derzeitigen Situation ist der Kunde und nicht der Konzern. Mehr muss ich dazu nun nicht ausführen. Das überschreitet auch meine Bezügeklasse.

Bei the Way: Warum machst Du hier gerade indirekt einen neuen Diskussionskultur-Thread auf? Ich gehe dennoch kurz darauf ein:

Wenn Du es penetrant empfindest, dass ich Dich und Bremen gezielt anspreche, dann ist es Dein Problem. Hier wurde zuletzt immer darauf herumgehackt, wenn Kritik und Beiträge nicht peinlichst genau verfasst wurden. Bei der ganzen Wortklauberei und Kleinkriege der letzten Wochen und Monate, die ja nie wirklich unterbunden wurden, dient das zielgerichtete Markieren dem Eigenschutz. Zumal es unhöflich wäre, wenn ich Kritik an 2 Personen richte, die nur für eine Person bestimmt ist. Was da dann an Unterstellungen und falschen Behauptungen bei rausgekommen wäre, wenn ich es an die falsche Person gerichtet hätte, habe ich mir durch gezieltes Markieren diesmal erspart. Wir wollen ja keine neuen Nebenkriegsschauplätze, oder? Zur schlechten Diskussionskultur gehört zum Beispiel auch die inflationäre Nutzung gewisser Smileys, der ihr beide Euch auch gerne bedient. Wie Du siehst, hier greift nicht meine Berufserfahrung sondern die Erfahrung im Forum.

Wenn Du nun noch Interesse an einer Diskussion zum Thread-Thema hast, können wir gerne diskutieren. Wenn das Diskussionsergebnis in Form von „nur meine Meinung und Ansichten sind das Maß aller Dinge“ bereits für Dich feststeht, belassen wir es nun dabei.
 
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