...Da sag mir doch nochmal, dass die Politik nichts für die Spritpreise kann :stirn:
Schieb nicht immer alles auf die armen Politiker! Die können doch auch nichts dafür, dass sich die Mineralölsteuer so wunderbar als Abzockmittel eignet.
Die Zeitschrift "auto motor und sport" titulierte bereits 1988 einen Artikel über das andauernde Anziehen der Schraube Mineralölsteuer mit "Die Schröpfungsgeschichte". Damals war der Steueranteil zumindest prozentual auch nicht geringer.
Ein Anteil von mehr als 50% für eine Verbrauchssteuer ist schon eine Dreistigkeit, die sich kaum noch überbieten lässt.
Nebenbei: In Saudi-Arabien kostet der Liter Super 4 Ct. (also 0,04 Euro) an der Tankstelle - hat noch irgendwer Fragen?
Andererseits behaupte ich, dass sich das Verhalten der Verbraucher, also von uns allen, auch nicht ändern würde, wenn der Liter 2,68 oder 3,68 Euro kosten würde. Im Hause meines Arbeitgebers, eine Bundesbehörde in Bonn, haben wir mindestens 50% Kollegen, die über 20km vom Dienstort entfernt wohnen ("Ich will doch nicht in der stinkenden Stadt wohnen!") und davon reisen wiederum mindestens 75% Tag für Tag mit dem Auto an, weil es so schön bequem ist. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die so schnell gewillt wären, von diesen liebgewonnenen Angewohnheiten anzuweichen. Und wenn man nichts Böses ahnend versucht, friedvoll an einem Mittwoch nachmittag von Bonn nach Düsseldorf zu fahren, kann man von hohen Benzinpreisen jedenfalls nichts bemerken: Aufgrund von überlasteten Straßen geht es auf dem Autobahnring rund um Köln nur im Schneckentempo voran.
Trotzdem macht mir das Käferfahren Spaß
