Mit Verzögerung möchte ich darauf noch antworten:
Ja, übertrieben, denn nicht richtig oder nicht vollständig dargestellt. Drei Beispiele aus Deinem betreffenden Post habe ich genannt, hier nochmal:
Inhaltlich widerspreche ich Dir nicht, dass der Lockdown gravierende Folgen hat - und auch die von Dir genannten Folgen sind darunter. Nur bist Du bei der Darstellung aus meiner Sicht nicht bei der Wahrheit geblieben, sondern hast - insb. bei den Grundrechtseinschränkungen deutlich - übertrieben, vermutlich, damit es wirkungsvoller aussieht. Eben genau das, was Boulevard-Journalisten gerne tun
Wenn Du diese Fragen stellst:
Du kannst doch nur versuchen für Dich zu bewerten (mehr als ein Versuch kann es eh nie werden, da jeder von uns viel zu wenige Fakten kennt), ob der Lockdown angemessen war oder nicht, wenn Du eine Meinung dazu hast, was ohne Lockdown passiert wäre - denn diese Meinung ist doch entscheidend für eine Wertung.
Praktisch gesagt: Ich glaube, dass wir hier eine Situation wie in Frankreich, Italien, etc. gehabt hätten, wenn es keinen Lockdown gegeben hätte. Das konnte durch den Lockdown verhindert werden, daher finde ich ihn - trotz aller negativen Konsequenzen - angemessen.
Wenn jemand anders als ich glaubt, dass wir nicht in eine vergleichbare Situation gekommen wären - warum auch immer - wird derjenige zu dem Schluss kommen, der Lockdown war überflüssig oder zumindst überzogen.
Und bevor jetzt wieder am Wort "glauben" Anstoß genommen wird - mehr als "glauben" oder "denken" kann mMn keiner von uns.
Übertrieben? Die wurden von mir eher untertrieben und nur mit einigen Beispielen benannt. Wenn ich alle Folgen aufgelistet hätte, wäre das hier ein Roman geworden.
men.
Ja, übertrieben, denn nicht richtig oder nicht vollständig dargestellt. Drei Beispiele aus Deinem betreffenden Post habe ich genannt, hier nochmal:
- Kurzarbeit: Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/coronavirus-arbeitsmarkt-zahlen-kurzarbeit-100.html
- "Schwerste" Grundrechtseinschränkungen? Welche sind das aus Deiner Sicht? Ich kann keine erkennen. Wenn wir hier - beispielsweise - eine Ausgangssperre gehab hätten, wäre das in die Richtung gegangen, aber die hatten wir bekanntlich nicht.
- "ältere Menschen, denen man in ihren letzten Lebensjahren oder gar Monaten jegliche soziale Kontakte untersagt hat"? Soweit ich weiß, gab es das komplette Besuchsverbot in Altenheimen und Krankenhäusern für ca. 2 Monate. Das war zweifellos schlimm für die Betroffenen, ist jedoch weit entfernt von Jahren.
Inhaltlich widerspreche ich Dir nicht, dass der Lockdown gravierende Folgen hat - und auch die von Dir genannten Folgen sind darunter. Nur bist Du bei der Darstellung aus meiner Sicht nicht bei der Wahrheit geblieben, sondern hast - insb. bei den Grundrechtseinschränkungen deutlich - übertrieben, vermutlich, damit es wirkungsvoller aussieht. Eben genau das, was Boulevard-Journalisten gerne tun

Wenn Du diese Fragen stellst:
reicht es aus meiner Sicht nicht, auf die Frage, was ohne Maßnahmen passiert wäre, das hier zu antworten:"War es das wert? Die Antwort muß jeder selbst für sich finden.".
Das überlasse ich mal den "Experten"....
Du kannst doch nur versuchen für Dich zu bewerten (mehr als ein Versuch kann es eh nie werden, da jeder von uns viel zu wenige Fakten kennt), ob der Lockdown angemessen war oder nicht, wenn Du eine Meinung dazu hast, was ohne Lockdown passiert wäre - denn diese Meinung ist doch entscheidend für eine Wertung.
Praktisch gesagt: Ich glaube, dass wir hier eine Situation wie in Frankreich, Italien, etc. gehabt hätten, wenn es keinen Lockdown gegeben hätte. Das konnte durch den Lockdown verhindert werden, daher finde ich ihn - trotz aller negativen Konsequenzen - angemessen.
Wenn jemand anders als ich glaubt, dass wir nicht in eine vergleichbare Situation gekommen wären - warum auch immer - wird derjenige zu dem Schluss kommen, der Lockdown war überflüssig oder zumindst überzogen.
Und bevor jetzt wieder am Wort "glauben" Anstoß genommen wird - mehr als "glauben" oder "denken" kann mMn keiner von uns.
Das ist keine Kunst und mMn auch eindimensional. Zur Gesamtbetrachtung zählt, wie oben beschrieben, die Frage, was ohne Lockdown passiert wäre - und das ist dann den Auswirkungen der Maßnahmen gegenüber zu stellen.Was MIT den Maßnahmen passiert ist, wird sich in einem Jahr sehr, sehr gut abschätzen und bewerten lassen.
Ich bin längst nicht mit allem einverstanden, was in Sachen Corona entschieden wurde oder aktuell entschieden wird (die chaotischen Lockerungen und das aktuelle Konjunkturpaket z. B. sehe ich in großen Teilen kritisch). Contra bekommst Du von mir nicht, weil Du Maßnahmen kritisierst, sondern, weil Du - siehe oben - aus meiner Sicht eindimensional kritisierst und dazu teils noch plakativ übertrieben. Nur auf den unbestrittenen negativen Folgen herumzureiten ohne einzubeziehen, was die Alternativen gewesen wären, ist mir bei der Komplexität des Themas zu einfach gedacht.Zum x-sten und LETZTEN Mal: Es ging mir in meiner Ausgangsfrage darum, das jeder für sich selbst beantworten soll, ob die ganzen erfolgten Maßnahmen es wert waren. Wert waren, was alles an Schaden angerichtet wurde (und wird) dadurch. Das kann man am besten im nächsten Jahr zur ähnlichen Zeit beurteilen, weil dann viele Zahlen diesbezüglich feststehen. Und diese Beurteilung gilt weltweit!
Und das, was ohne Maßnahmen uns vielleicht "geblüht" hätte, sollen meinetwegen unsere allwissenden Experten beurteilen.
Im übrigen solltest Du (und einige andere hier) es endlich mal akzeptieren, das es auch kritische Bürger im Zusammenhang mit Corona gibt, Bürger, die erfolgte Maßnahmen und deren Sinn selbst beurteilen wollen und tun und nicht zu den braven und folgsamen Bürgern gehören, die alles, was die Politik und die Experten von sich geben, automatisch für richtig halten und es brav befolgen. Das diejenigen Leute (wie ich es bin) dadurch mehr Contra bekommen und vermehrt angegriffen werden versteht sich dabei leider von selbst, akzeptiere ich aber.


