Ich glaube, diese Persiflage eines Fußballmanagers hat es noch nicht mal gerafft, dass unsere Mannschaft an ihrer mangehaften Struktur leidet, die er selbst mit fehlendem Können und Fleiß "entwickelt" hat. Wenn ich dann noch einen Trainer hole, der die 1. BuLi nur aus dem Fernsehen kennt, geschweige Abstiegskampf in Liga 1, dann braucht man nicht mit der Lupe suchen, wer uns ursächlich in diese katastrophale Situation manövriert hat. Das ist gar nicht mal der arme Trainer, der in Werder die Chance seines Lebens gesucht hat.
Aber dieses Managerchen bringt es sogar fertig, nach dem 1. Fehler einer Verpflichtung eines Trainernovizen in der 1. Bundesliga auch noch den zweiten hinterherzuschieben. Wie kann ich ohne Not in einer schwierigen Phase zwei Erstliga-unerfahrene Trainer holen?? Ich fass es nicht.
Aber wenn man beobachten muss, wie lange man jemanden hier herumstümpern lässt, der offensichtlich nichts auf die Kette bringt, dann wirft das für mich auch kein gutes Licht auf unsere Kontrollinstanzen.
Eine Begebenheit, die schon sehr sehr lange her ist, aber die für mich doch wunderschön das Scheinwerferlicht auf die Ursachen der Probleme richtet, weswegen wir heutzutage schon wieder im Schlamassel sitzen und die ganzen letzten Jahre nie so recht mehr auf einen grünen Zweig gekommen sind.
Einen Eichin, der damals dabei war, hier jeden Stein umzudrehen, hatte man an die frische Luft gesetzt, weil er hier den "Betriebsfrieden" beeinträchtigt hatte. Er hatte nicht in die Werder-Struktur gepasst. Zu viel Unruhe und zu wenig Kuschel.
Er hatte seinerzeit Werder in extrem schwieriger finanzieller Phase stabilisiert, hatte gute Transfers unter schwierigen Bedingungen getätigt und Mehrwertspieler geschaffen und den Klassenerhalt in kritischen Phasen geschafft.
Warum er gefeuert wurde?
Klar, man hatte unterschiedliche strategische Vorstellungen gehabt. Es gab Differenzen bei der Kaderplanung und Transferstrategie. Spannungen innerhalb der sportlichen Führungsebene - klar, Eichin hatte ordentlich Dampf gemacht. Man sagt, Eichin sei darüber gestolpert, dass er Viktor Skripnik entlassen wollte. Nun, ironischerweise hatte man dann Skripnik wenige Monate danach entlassen, nachdem man Eichin gefeuert hatte.
Schien er doch wohl nicht ganz Unrecht gehabt zu haben.^^
Der wirkliche Grund schien mir aber die "interne" Wunschlösung Frank Baumann gewesen zu sein.
Und genau das ist halt das System Werder, die Werder-DNA.
Da wird nicht nach dem besten Manager geschaut, sondern es werden "interne" Lösungen bevorzugt.
Zwar sehr schön, wenn beides zusammenpasst.
Tut es nur oftmals nicht.
So ist das Leben.
Böse, böse...
Interne Lösungen machen doch das Ganze kuscheliger.
Ein externer Manager hätte vielleicht eigene Machtansprüche haben können und womöglich auch noch strukturelle Veränderungen eingefordert.
Sowas geht ja nun gar nicht.
Da war ein Baumann natürlich viel leichter zu führen und zu kontrollieren.
Und da taucht dann auch jemand auf, der da seit vielen Jahren die Fäden im Hintergrund zieht - Klaus Filbry.
Das Bindeglied zwischen Vereinsführung/Präsidium und Geschäftsführung/sportliche Leitung.
Klaus Filbry ist hier die operative Machtzentrale.
Und so schauen wir nun nach ca. 7 Jahren interne Lösung Baumann auf weitere > 2 Jahre interne Lösung Fritz mit der internen Lösung Peter Niemeyer im Gepäck...na prost!
Wo haben uns die vielen internen Lösungen inklusive der für mich schwach agierenden Kontrollinstanz denn hingebracht?
Yepp, genau dahin, wo wir jetzt stehen.
Nämlich schon wieder am Abgrund...

...während Eichin gerade als Mitglied der Leverkusener Geschäftsführung auf uns herabblickt. Cheers...