kicker, 11. Juni 2009
PIZARRO: Entscheidung über Zukunft des Peruaners zieht sich hin
Chelseas Ancelotti sendet keine Signale
Nach langer Zeit war er mal
wieder bei Werder Bremen aufgetaucht.
Bei der Siegesfeier nach
dem Pokal-Triumph in Berlin saß
Carlos Delgado, der seit Beginn der
angeblichen Finanzaffäre in Südamerika
untergetauchte Berater
von Claudio Pizarro, im Bankettsaal.
Der smarte Agent hockte am
Tisch mit seinem Klienten, wollte
sich indes im Hintergrund halten.
Heute bin ich privat hier, meinte
der Peruaner im Gespräch mit dem
kicker. Wir wollen alle feiern.
Zwei Tage später war Delgado
dann wieder berufl ich unterwegs
in Sachen Pizza. Bei einem Anruf
bestätigte er, dass er nun die Causa
Pizarro und dessen erhofftes Bleiben
an der Weser beschleunigen
wolle. Es war der Tag, an dem der
FC Chelsea, der Arbeitgeber des
peruanischen Nationalspielers, mit
Carlo Ancelotti einen neuen Trainer
vorgestellt hatte.
Seitdem ist gut eine Woche
vergangen, Neuigkeiten von der
Themse bezüglich der Pläne Ancelottis
mit Pizarro gibt es bislang
nicht. Delgado ist wieder abgetaucht.
Was die Partei aus Peru
im Sinn hat, ist klar. Er wolle bei
Werder bleiben, hat der Stürmer
mehrfach betont. Ihm gefalle es
hier gut. Und Werder spiele ja jetzt
auch wieder international, zwar nur
in Europa League, aber immerhin.
Fraglich, was die Engländer wollen.
Werder-Manager Klaus Allofs
wartet weiter auf ein Signal aus
Chelsea. Das Vorhaben des Bundesligisten
liegt auf der Hand: Die Bremer
wollen die Ausleihe verlängern.
An einen Kauf des 30-Jährigen, der
vor zwei Jahren ablösefrei von
Bayern nach London wechselte, ist
momentan nicht gedacht. Fraglich,
ob der Werder-Plan aufgeht. Geduld
ist gefragt. Allofs vermutet: Es wird
sich hinziehen.