Wenn ich sehe, dass zwei eingewechselte Hannover-Spieler kurz darauf durch ein hartes Einsteigen auffallen und dafür gelb kriegen, dann muss ich zu dem Schluss kommen, dass deren Trainer ihnen dies mit auf dem Weg gegeben hat. Über diese Szenen haben sich KATS an der Seitenlinie mächtig aufgeregt und zwar genau in Richtung Slomka und seiner Bank. Wenn ich das gesamte Spiel sehe, dass ein EP ständig gegen Piza mit Haken und Ösen zugange ist, dann ist das eine Vorgabe seines Trainers.
Entschuldigung, aber das ist überhaupt nicht überzeugend. Das ein Trainer seiner Mannschaft mitgibt, aggressiv in den Zweikämpfen zu sein ist normal, jeder gute Trainer gibt in irgend einer Form entsprechende Anweisungen, weil Fussball nunmal ein Kontaktsport ist und die körperliche Durchsetzungsfähigkeit zwingend zum Spiel gehört, erst recht auf dem Niveau "Fussball-Bundesliga".
Daraus zu schlussfolgern, das ein Trainer nicht nur Einsatz, sondern auch solche brutalen Fouls wie das von Royer gegen Juno gut heissen oder gar anordnen würde ist abwegig. Hierfür gibt es nicht das geringste Indiz, geschweige denn einen Beweis. Das Einwechselspieler sich beweisen wollen und daher vielleicht übermotiviert zu Werke gehen, ist auch völlig normal, bestes Beispiel Peter Niemeyer, als er sich noch als Werderspieler in 5 oder 6 Minuten Einsatzzeit die gelb-rote-Karte und seinen Spitznamen "Treter-Peter" abholte. Derartige Vorwürfe gegen Slomka zu erheben ist abenteuerlich. So etwas ist schon übrigens nahe dran am Straftatbestand der Verleumdung und der üblen Nachrede. Also bitte vorsichtig, bevor solche Beschuldigungen ins Blaue erhoben werden.
Ich habe da noch ein entsprechendes Beispiel: In den 80er Jahren forderte Otto Rehagel als Werder-Trainer einmal laut
"Norbert pack ihn Dir !" Gemeint war Norbert Siegmann und er sollte sich Ewald Lienen "packen". Der Rest dürfte bekannt sein, Siegmann versuchte Lienen abzugrätschen, und erwischte Lienen unglücklich, dem dabei fast der gesamte Oberschenkel so aufgeschlitzt wurde, das der Muskel heraus schaute.
Danach wurde eine Hetzkampagne gegen Otto Rehagel los getreten, auch von Lienen selbst, wonach Otto angeblich die vorsätzliche Verletzung von Lienen befohlen haben soll. Danach gab es dann aus Bielefeld ernst zu nehmende Morddrohungen gegen Rehagel, der Polizeischutz bekommen musste und im Stadion zeitweilig mit einer Bleiweste sass. Auch da waren die Vorwürfe gegen den Trainer so abwegig wie hier Deine.