Claudio Pizarro

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:tnx:
"Ungewöhnlich" passt dann wohl nicht.
Wie dem auch sei, es war aus der Enttäuschung heraus, dass das "schon wieder" passierte. Dann ist das "schon wieder" und "ungewöhnlich" tatsächlich unreflektiert. Vielleicht ist`s manchmal besser, nicht so emotional zu reagieren. Werd mich bei dem Thema künftig zurückhalten.
 
:tnx:
"Ungewöhnlich" passt dann wohl nicht.
Wie dem auch sei, es war aus der Enttäuschung heraus, dass das "schon wieder" passierte. Dann ist das "schon wieder" und "ungewöhnlich" tatsächlich unreflektiert. Vielleicht ist`s manchmal besser, nicht so emotional zu reagieren. Werd mich bei dem Thema künftig zurückhalten.

Musst du nicht. Man kann die Verletzungen ja gerne auseinander nehmen ;)

Piza hatte zunächst einen ganz normalen Muskelfaserriss und ist dann zu früh wieder eingestiegen.
Von medizinischer Seite hätte er noch länger pausieren sollen, einfach der Sicherheit wegen. Bei einem Profisportler beschränkt man sich aus Zeitgründen nun mal aber häufig auf Belastungstests und schaut immer wieder, ob Beschwerden auftreten. Man kann ja schlecht wie normalerweise sagen: "Belasten Sie sich xy Wochen bitte nicht!"
Wenn keine auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Verletzung ausgeheilt ist.
Aber man kann sich eben nicht völlig sicher sein...vorallem nicht, wenn der Spieler dann deutlich länger belastet wird, als es ursprünglich gestattet war.
Piza selber hat die "Zähne zusammengebissen" was zwar löblich, aber nun mal in diesem Fall eher kontraproduktiv war.
Es hätte alles gut gehen können mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit. Ist es hier aber nun mal nicht und wir haben ziemlich Pech gehabt, was auch mit seinem Alter zusammenhängt.
Dass es jetzt noch länger dauert, ist bei Rezidiven leider nun mal meistens so.
Trotzdem wäre die Geschichte so kaum zu vermeiden gewesen.
 
Dass Pizarro das nicht mehr von draussen mit ansehen konnte ist absolut löblich. Klar. Trotzdem bleiben bei dieser Sache für mich Fragen wie
1.) Welche Verantwortung hatte/hat bei dieser "nicht gestatteten Längerbelastung" der Trainerstab und hätte er zwingend eingreifen können oder sogar müssen?
2.) Welche Verantwortung tragen die Sportärzte trotz "relativ hoher Wahrscheinlichkeit"? Trotz des Hinweises, "eigentlich länger pausieren zu müssen"? Will sagen, inwieweit wird der Heilungsprozeß richtig bzw. zwingend eingeschätzt, besonders wenn es nicht zum ersten Mal so geschieht?
Ist demzufolge
3.) Pizarro`s eigene Unprofessionalität der alleinige Grund? Ist sein Alter und das Pech alleine schuld?

Vielleicht liege ich da falsch, aber stellen Spieler für Werder sowohl finanziell als auch in diesem Zusammenhang sportlich nicht einen zu hohen Gegenwert dar, als dass sie mit "relativ hoher Wahrscheinlichkeit" - in Restwahrscheinlichkeit - sich selbst überlassen werden?
 
Dass Pizarro das nicht mehr von draussen mit ansehen konnte ist absolut löblich. Klar. Trotzdem bleiben bei dieser Sache für mich Fragen wie
1.) Welche Verantwortung hatte/hat bei dieser "nicht gestatteten Längerbelastung" der Trainerstab und hätte er zwingend eingreifen können oder sogar müssen?
2.) Welche Verantwortung tragen die Sportärzte trotz "relativ hoher Wahrscheinlichkeit"? Trotz des Hinweises, "eigentlich länger pausieren zu müssen"? Will sagen, inwieweit wird der Heilungsprozeß richtig bzw. zwingend eingeschätzt, besonders wenn es nicht zum ersten Mal so geschieht?
Ist demzufolge
3.) Pizarro`s eigene Unprofessionalität der alleinige Grund? Ist sein Alter und das Pech alleine schuld?

Vielleicht liege ich da falsch, aber stellen Spieler für Werder sowohl
finanziell als auch in diesem Zusammenhang sportlich nicht einen zu hohen Gegenwert dar, als dass sie mit "relativ hoher Wahrscheinlichkeit" - in Restwahrscheinlichkeit - sich selbst überlassen werden?

Es werden doch Belastungstest durchgeführt. Also geht man dann wohl davon aus das es ausgeheilt ist! Und soweit Kastemato das erklärt hat scheints da echt am Pech und Alter zu liegen! Und woher willst du wissen das die Spieler sich selbst überlassen werden. Das ist doch pure Spekulation! Und wenn man sich mal andere Vereine anschaut sieht es da manchmal auch nicht viel besser aus mit Verletzungen. Auch mit solche Sachen wie Muskelfaserrissen! Ich verstehe nicht warum man das immer unserer sportlichen Abteilung ankreiden muss. Vor allem sind wir bis auf Kastemato ja auch keine Ärzte. Und sie versucht das ja hier immer gut zu erklären. Kann man das nicht auch einfach mal so annehmen, vor allem wenn man selbst von dem Thema keine Ahung hat?
 
Weiss ich doch nicht, deshalb ja die Frage und der Beisatz "vielleicht".
Ich spekuliere nicht, sondern frage nur. Und "gut erklären" ist relativ.
 
Dass Pizarro das nicht mehr von draussen mit ansehen konnte ist absolut löblich. Klar. Trotzdem bleiben bei dieser Sache für mich Fragen wie
1.) Welche Verantwortung hatte/hat bei dieser "nicht gestatteten Längerbelastung" der Trainerstab und hätte er zwingend eingreifen können oder sogar müssen?
2.) Welche Verantwortung tragen die Sportärzte trotz "relativ hoher Wahrscheinlichkeit"? Trotz des Hinweises, "eigentlich länger pausieren zu müssen"? Will sagen, inwieweit wird der Heilungsprozeß richtig bzw. zwingend eingeschätzt, besonders wenn es nicht zum ersten Mal so geschieht?
Ist demzufolge
3.) Pizarro`s eigene Unprofessionalität der alleinige Grund? Ist sein Alter und das Pech alleine schuld?

Vielleicht liege ich da falsch, aber stellen Spieler für Werder sowohl finanziell als auch in diesem Zusammenhang sportlich nicht einen zu hohen Gegenwert dar, als dass sie mit "relativ hoher Wahrscheinlichkeit" - in Restwahrscheinlichkeit - sich selbst überlassen werden?

Man sollte sich zunächst erstmal bewusst sein, dass es in der Medizin nur wenige Ausnahmen gibt, bei denen etwas zu 100% sicher ist.
Wenn man dies immer im Hinterkopf hat, kann man Medizin schon mal etwas besser beurteilen.

Generell gilt doch immer... wenn ich alle Diagnosemöglichkeiten voll ausgeschöpft habe und sich keine Auffälligkeiten zeigten und besonders wichtig, der Patient keine Symptome angibt, dann werde ich als Arzt davon ausgehen, dass mit großer Wahrscheinlichkeit die Verletzung verheilt ist. Es bleibt mir keine andere Möglichkeit vollkommene Sicherheit zu erlangen. Jetzt habe ich 2 Optionen...
a) Nur um absolut sicher zu gehen, verordne ich dem Patienten bei völliger Beschwerdefreiheit dennoch weiterhin eine Pause. Ich erwarte keinerlei Verletzung, aber bin mir des geringen Restrisikos durchaus bewusst. Sollte sich der Patient gegen ärztlichen Rat belasten, bin ich abgesichert
b) Ich nehme das Risiko in Kauf, weil ich es empirisch abschätzen kann und dieses auch im unglücklichen Falle eines Rezidivs gegenüber etwaigen Klägern vertreten kann.

Bei einem Profisportler bin ich mir sehr sicher, werden trotz seines Wertes für den Verein die meisten Ärzte b) nehmen...unter der Voraussetzungen, dass sich an die Zugeständnisse, die ich mache, aber auch wirklich gehalten wird bzw. dass der Spieler sensibel und verantwortungsbewusst genug ist, sich SOFORT zu melden, wenn etwas nicht stimmt (was Piza nicht getan hat).

Zu deinen Fragen also:
1) der Trainer kann hier nur eingreifen, wenn der Spieler ihm die Beschwerden mitteilt. Dies konnte aber hier leider nicht rechtzeitig geschehen. Ansonsten verlässt er sich auf die Risikoabwägung des Arztes
2) wie oben beschrieben hat, wird es IMMER ein Restrisiko geben. Dieses erhöht sich bei Piza durch sein Alter und dadurch, dass der Muskel bereits vorgeschädigt ist. Aber selbst wenn Piza 3Monate völlig beschwerdefrei pausiert, wird er durch diese Umstände nicht 100% sicher geheilt sein. Wo zieht man als Arzt da die Grenze?? Vermutlich dort wo es nach langjähriger Erfahrung bisher so gut wie immer gut ging...
3) Schuld ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung ;)

Beispiel: unter allen Menschen, die eine Helicobacter-Infektion haben, werden 1% einen Tumor bekommen, der sie binnen 1Jahres töten wird. Dennoch werde ich nicht die 35% der Bevölkerung, die eine Infektion haben, einer teuren und Nebenwirkungs-reichen Therapie unterziehen. Nur mal, um es an einem drastischeren Beispiel zu verdeutlichen. Das ist eben ein geringes Restrisiko, dass es in der Medizin nahezu immer gibt.

Und so gab es das auch bei Piza ;) Von ärztlicher Seite war er höchstwahrscheinlich geheilt mit der Kompromisslösung, dass man ihn zur Sicherheit nur 60min einsetzt. TS hat sich versichert, ob es geht und Piza versichert, dass es auch nach 60min noch geht. Das DANN etwas passiert, war statistisch unwahrscheinlich, aber nicht ganz ausgeschlossen.
 
Das ist doch aber Quatsch. Unerklärlich können Ausfallzeiten nur sein, wenn sie länger (!) als gewöhnlich sind. Dass sie das sind, nur weil sie einem Fan zu lang erscheinen, ist aber nun mal ein Trugschluß. Wie kannst du also von unerklärlich langen Ausfallzeiten sprechen, wenn du gar nicht beurteilen kannst, welche Diagnose dahintersteckt und somit welche Ausfallzeit normal wäre?

Es ist doch ganz einfach, ich stelle dir eine Frage wie du darauf kommst, dass bei Werder etwas anders (oder gar schlechter) läuft als bei anderen Vereinen, denn genau das suggeriert dein Beitrag auch wenn du es jetzt im Nachhinein zu relativieren versuchst. Wenn ich dich also frage, wie du KONKRET zu diesem Eindruck gelangst, redest du dich heraus, dass du ja konkret gar nichts wissen kannst.
Und genau das meinte ich übertrieben formuliert mit "Verfolgungswahn" ...denn es mutet schon sehr nach dem Motto an: Ich weiß nichts Genaues und kann es auch nicht richtig beurteilen, ABER es muss irgendwas falsch laufen.

Oben nennt ein User ja wenigstens das Beispiel Naldo, welches ihm ungewöhnlich erscheint. Darüber könnte man diskutieren und würde dann wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass Naldo´s Geschichte zwar traurig, aber so leider absolut nicht vorhersehbar war.
Aber du kannst hier ja noch nicht einmal etwas nennen, dass dich zu dem Eindruck kommen lässt...

Auffällig ist allerdings in den letzten beiden Jahren, dass überall im Profifußball das Ausmaß der Verletzungen (insbesondere an Muskeln und Sehnen) dramatisch zugenommen hat - und das betrifft alle Vereine! Die Schuld daran muß man vermutlich nicht bei den medizinischen Abteilungen oder den Physiotherapeuten suchen. Ich vermute = ich weiß nicht, ob ich richtig liege! - dass auch die modernen Buffer, diese hochgezüchteten hightech-Geräte, daran beteiligt sind. Grund: Die sind so gut angepaßt, dass die Spieler im normalen berufsbedingten Bewegungsablauf die Belastung nicht mehr richtig einschätzen können, weil ja nichts wehtut. Dadurch werden Frühzeichen nicht mehr wahrgenommen und das Resultat sind dann langwierige Verletzungspausen.
So - oder ähnlich stelle ich mir das vor, ohne allerdings irgendwelche wissenschaftliche Belege dafür zu haben, es ist eine Vermutung.
Vielleicht könnte man - sofern nicht bereits geschehen - einen Verletzungstreat eröffnen.....

Auf jeden Fall: Gute Besserung, Piza!
 
Ich denke, ein wichtiger Grund dafür ist aber auch, dass die Belastung für die Muskeln immer größer wird bzw. die Regenerationszeiten immer kürzer.
Ein Grund, warum bei uns theoretisch deutlich mehr Muskelverletzungen zu erwarten sind, als bei H96 ist z.B. die 3fach-Belastung.
 
Pizarro steht vorm Comeback


Der Heilungsprozess ist bisher optimal verlaufen. Geht’s so weiter, wird der Angreifer vermutlich schon am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC St. Pauli für die Bremer wieder auf Torejagd gehen können. „Ich hoffe, dass Claudio wieder dabei ist“, sagt Kapitän Torsten Frings: „Wir können ihn nicht ersetzen.“ Die Vorzeichen stehen gut. Auf jeden Fall ist der Topstürmer aber in den vier restlichen Pflichtspielen vor der Winterpause (Wolfsburg, Inter Mailand, Dortmund, Kaiserslautern) wieder zurück.


Das ist bestimmt eine Fata Morgana oder so...
 
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