Der Verein hat sich sicher nicht mit den Gehältern von TF oder CP übernommen, die beide für eine enorme Qualität standen /stehen.
"Übernommen" hat man sich vielmehr mit den zahlreichen Fehleinschätzungen wie CA, Wes, Marin, MA, ME... die in der Summe einen riesigen Haufen allein an Ablösen verschlungen, denen oftmals lediglich eine kaum nennenswerte, sportliche Qualität gegenüberstand.
Man hat es versäumt um diese Spieler damals und heute eine Mannschaft zu bilden, die auf eigenen Beinen stehen kann.
Bei Frings war es so, dass man statt einer zweistelligen Millionenablöse ihm auch an die 20 Millionen in den Po geblasen hat, der Nichttransfer hat uns mehr als doppelt so viel gekostet wie Carlos Alberto.
Natürlich haben Frings und Pizarro auch sportlichen Gegenwert eingebracht, aber diese Aktionen waren es, die die Abkehr von einer vernünftigen, auf Verkäufe und Weiterverkäufe ausgelegten Transferpolitik, in der Einkäufe die Investitionen in die finanzielle Zukunfstsfähigkeit des Vereins waren, bedeuteten. Sie signalisierten, dass Werder nun auch eine konsumptive Transferpolitik betreiben wollte, also gestandene, sehr teure Spieler wollte, die keinerlei zu hebenden Wert mehr hatten und aus denen auch keine Ablöse mehr zu generieren war. Das ist ja, bei aller Fehleinschätzung, bei Wesley, Marin, Arnautovic oder Ekici nicht der Fall.
Diese Abkehr war es, die den Kader verfettete, die Gehälter hochtrieb und die Transfereinnahmen nicht steigen ließ. Wäre man mit den CL-Geldern weiterhin so vorgegangen, sich von Spielern wie Frings gegen gutes Geld zu trennen und weiterhin auf entwicklungsfähige Spieler zu setzen, wäre dieser Kollaps und Totalumbruch nie nötig gewesen. Ein kleiner Verein wie Werder kann sich solche Gehälter wie die von Frings und Pizarro schlicht nicht leisten und wenn dann nur, wenn es sich um den einen Gottspieler (z.B. wie Micoud, der aber nicht so exorbitant verdiente) handelt oder wenn so jemand wie Diego auch entsprechend verkauft werden kann.