Bengalos und Raketen im Block // Pyrotechnik

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bilbo
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Was haltet ihr von Pyrotechnik?

  • Pyrotechnik ist KEIN Verbrechen

    Votes: 132 20,1%
  • es gehört zum Fußball

    Votes: 84 12,8%
  • guter Support

    Votes: 61 9,3%
  • mir egal

    Votes: 18 2,7%
  • gehört verboten

    Votes: 362 55,1%

  • Total voters
    657
Also ich hätte jetzt bei dir nicht das Gefühl, dass es Probleme geben würde, wenn ich dir Karten gebe. Sollte ich diese Gefühl (und mehr wird es ja meist nicht sein) aber bei jemandem haben, dann bekommt er keine Karten von mir. Ich kann zwar verstehen, dass es für dich ärgerlich ist, dennoch finde ich eine ehrliche Antwort doch besser auch wenn du die Lüge ja vermutlich nicht bemerkt hättest.
 
@ya=kult. Ich muss zugeben, dass ich aus Deinen bisherigen Aussagen in diesem Thread nicht schlau geworden bin, d. h. dass ich wirklich nicht weiß, ob Du pro illegales Zündeln bist oder nicht. Insosfern hätte ich kein Problem damit, Dir eine Karte zu verkaufen.

Wenn mir aber jemand auf ein Kartenangebot schreiben würde, bei dem ich 100% sicher bin, dass er die illegale Zündelei in Ordnung findet, würde er von mir keine Karte bekommen - und zwar egal, ob er selbst zündelt oder nicht. Schließlich ist jeder, der Karten anbietet, frei darin zu enscheiden, wer sie bekommt und wer nicht, und da nehme ich mir die Freiheit, Leute nicht zu berücksichtigen, die in Sachen illegales Pyro eine andere Meinung haben als ich (und damit direkt oder indirekt dazu beitragen, dass ich mich derzeit ständig bei Auswärtsspielen über die Zündelei ärgere). Insofern finde ich die Antwort des Users an Dich auch in Ordnung. Darüber hinaus war er ehrlich. Ansonsten hätte er ja ggf. gelogen, wenn er Dir gesagt hätte, die Karten sind weg.
 
Ich weiß nicht ob es jemand gerade auf Sport 1 sieht, aber dieser Sprecher der Pyro-Initiative, ein Chemnitzer Ultra, gibt eine derartige Scheiße von sich. Der Vertritt diese Sache in meinen Augen ganz schlecht.
Schon allein wie er sich zum Thema Gewalt äußert...
 
Ich find vor allem schlimm was er zum Thema Gewalt gesagt hat.

Er hat es ja vermieden diese in irgendeiner Form zu verurteilen, sondern nur erklärt das es halt Situationen gäbe in denen das passiert und das man dann auch als dabeistehender Fan ja nicht zurückstecken könne, wenn der eigene Verein beleidigt wird. :stirn:

So einen als Sprechen zu haben trägt dann natürlich auch ganz wunderbar zur "Gleichsetzung" der Pyromanen mit Gewalttätern bei, die man selbst zurecht oft kritisiert.

Zum Thema Pyro kam von ihm auch recht wenig konstruktives, alleine das weiterzündeln einfach mit "vorher, also vor dem Dialog mit dem DFB, haben wir das ja auch gemacht" zu begründen :ugly:

Mit so einem Sprecher tut sich die Kampagne keinen Gefallen.
 
Ich glaube ja, dass es gar keine gehaltvolleren Sprecher gibt. Ähnliche "Argumentations"-Weisen sieht man doch auch in den Fanforen, z.B. hier. Die ganze Szene hat eigentlich null Argumente. Mir fällt eigentlich keines ein, das wirklich nachweisbar wäre. Den persönlichen optischen Eindruck zähle ich da mal nicht. Das ist ja kein wirkliches Argument.
 
Ist natürlich immer die Frage, warum man da irgendeinen Heiopei hinsetzt und nicht z.B. einen Volljuristen von den Fananwälten. Dass viele der zündelnden Fans zweifelhafte Gestalten sind, die möglicherweise auch zur Gewalt kein eindeutiges Verhältnis haben, ist aber mit Sicherheit richtig. Ich finde es ja gerade deswegen falsch, dass der DFB sich gegenüber diesen Leuten nicht positiv abhebt. Man müsste doch vom größten Sportverband viel mehr Weisheit erwarten, als von einem losen Zusammenschluss irgendwelcher Fans.
 
@Maddin:

Der Fananwalt würde derzeit nicht so gut ins Konzept passen, da man ja eine Wirkung erzielen möchte. Dabei möchte ich hervorheben, dass ich diese Verfahrensweise nicht kritisieren möchte.
 
@Maddin:

Der Fananwalt würde derzeit nicht so gut ins Konzept passen, da man ja eine Wirkung erzielen möchte. Dabei möchte ich hervorheben, dass ich diese Verfahrensweise nicht kritisieren möchte.

Die Wirkung noch mehr Hass auf Pyros zu schüren, weil da son Vollpfosten Grütze labert? Öhm ist mir recht. Solche Auftritte spielen doch nur uns Gegnern weitere Argumente in die Hände.
 
Fernsehdiskussion zum Pyrotechnik und Gewalt

Gestern zeigte der ZDF Infokanal eine einstündige Diskussion zum Thema Gewalt beim Fußball und Legalisierung von Pyrotechnik. In der Sendung diskutierten der Fanvertreter Jakob Falk von Pro Fans, der Polizeigewerkschafter Rainer Wendt und Hendrik Große Lefert, Sicherheitsbeauftragter beim DFB.

Die Sendung Log In zeichnet sich dadurch aus, dass die Zuschauer in die Diskussion mit eingebunden werden. So wurden den drei Vertreter immer wieder Fragen aus dem Publikum oder über das Internet von Zuschauern gestellt. Am Ende konnten alle Zuschauer darüber abstimmen, welcher Vertreter sie überzeugen konnte. Der Pro Fans Vertreter Jakob Falk konnte diese Abstimmung haushoch gewinnen und bekam 85 Prozent der Stimmen, Rainer Wendt 8 Prozent und Hendrik Große Lefert 7 Prozent.

Hier geht es zu der gesamten Sendung Log In Sendung der Kollegen vom ZDF Infokanal. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beit...deo/1486188/log-in-Null-Toleranz-bei-Randale?
 
Ich denke es werden vor allem die zugeschaut und angerufen haben, die es interessiert, also Fans.

Es wäre das Beste, das Thema kleinzuhalten und zu entdramatisieren. Das Aufbauschen dient nur als Argument für drastische Maßnahmen, die ersten Fans hier sind ja schon bereit, zur Bekämpfung dieses vermeintlichen Großproblems drastische Maßnahmen auch gegen sich selbst zu akzeptieren. Demgegenüber halte ich es für das beste Argument, dass die drei Fackeln kein Grund für den Aufriss sind, der da veranstaltet wird. Da sind drei Spürhunde doch allemal sinnvoller als Großordnereinsatz, Blocksperren und solche Wahnsinnsaktionen.
 
Die drei Fackeln sind aber nach wie vor genau drei zuviel...

Ich hoffe aber auch, dass die Hunde erfolgreich sind, denn mit mehr Polizei oder mehr Ordnern allein wird man das Pyro-Problem nicht lösen können.
 
Genau darum geht es doch: Es ist kein so gravierendes Problem, wie immer behauptet wird. Hier nochmal von Expertenseite bestätigt:

Offener Brief anlässlich des „Runden Tisches“ beim Innenminister am 14.11.2011

Am 14.11.2011 findet sich auf Einladung des Bundesinnenministers ein „Runder Tisch“ zusammen, der Maßnahmen erörtern will, mit denen der „Gewalt im Fußball“ entgegen gewirkt werden soll. Die unsachlichen und zunehmend hysterischen Aussagen im Vorfeld sowie die personelle Zusammensetzung der Runde – welche mit Ausnahme der Koordinationsstelle der Fanprojekte (KOS) all jene ausschließt, die sich Fanszenen zugehörig fühlen bzw. unmittelbar mit dieser in Kontakt kommen – lässt wenig Gutes erahnen.

In zeitlicher Nähe zu den Vorfällen beim live im ZDF übertragenen Pokalspiel BV Borussia Dortmund gegen SG Dynamo Dresden, die diesmal zum Auslöser von wellenartig wiederkehrenden „moral panics“ wuchsen, wurde der neue Jahresberichtes der polizeilichen Zentralen Informationssammelstelle Sport (ZIS) veröffentlicht. Dort ist von einem „schwankenden aber tendenziell konstant hohen“ Gewaltniveau die Rede, bei dem aber nur 0,0003% der Zuschauer durch Fangewalt oder bei Einsätzen der Polizei verletzt werden. Die Unterzeichnenden wollen Gewaltförmigkeit im Fußball keineswegs verharmlosen bzw. ihre Opfer verunglimpfen. Die Relationen angesichts der Hysterie sind jedoch untragbar.
(...)
Jüngstes Beispiel ist der Umgang von DFB und DFL mit der von Ultragruppen vorgebrachten Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“. Ziel der in Zusammenarbeit mit Juristen erarbeiteten Kampagne ist es, lokale Pilotprojekte zu schaffen, die legales, kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik im Rahmen von Fußballspielen ermöglichen. Man verzichtet explizit auf Knallkörper und Leuchtspurmunition/Raketen.
Wie auch die Millionen Mitglieder starke, von der UEFA geförderte Fanorganisation Football Supporters Europe „FSE“ mit Sitz in Hamburg immer wieder betont, gibt es Beispiele in Europa, wo ein solches Abbrennen z.B. nach Feuerwehrkurs, mit Pyro-Pass und Kennzeichnung der Pyro-Bereiche im Stadion durch Schilder sowie schon beim Kartenvorverkauf einerseits die Inszenierung der Ultras sicher macht, andererseits dem Verein und den Medien die gewollte Stimmung bringt.
Nach fortgeschrittenem Dialog und einem nahezu eingehaltenen Pyroverzicht der beteiligten 150 Ultragruppen von über 50 Vereinen, brachen DFB und DFL den Dialog nach einem Rechtsgutachten ab. DFL-Vertreter Rauball verhöhnte Ultragruppen und den Dialog daraufhin, als er öffentlichkeitswirksam verkündete: „Es gibt da eine Geisterdebatte, dass der DFB und die Liga die Pyros doch ‘legalisieren’ könnten.“

Nach wie vor setzen sich die Initiatoren der Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ für ein selbstreguliertes Abbrennen von Pyrotechnik ein. Auch wenn die Aussichten auf Pilotprojekte – wie etwa in Düsseldorf, wo man sich mit Verein, Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei bereits einig war – seit dem rigorosen Veto des DFB und der DFL äußerst gering sind.
(...)
Von Anfang an sehen sich Ultras von drastischen Polizeiaufgeboten und Maßnahmen begleitet. Öffentlich werden sie zu „folk devils“ stigmatisiert. Dabei ist das Gewaltniveau in Deutschland nicht höher als in anderen europäischen Ländern, wo die Bundesligen als Beispiel für den Erhalt der Fankultur bei hoher Sicherheit gelobt werden. Ergebnis davon ist, dass die Bundesliga seit Jahren den mit Abstand besten Zuschauerschnitt in ganz Europa aufweist. Noch deutlicher wird dieser Zusammenhang bei den hervorragenden Zuschauerzahlen in der Zweiten Bundesliga – abseits der Erfolge und des Fußballs der Stars. Hier gehen die Leute auch hin, weil ihnen, egal wie das Spiel läuft, ein – in aller Regel – friedliches Spektakel auf den Rängen geboten wird.

Ultragruppen mieten Hallen zur Tage dauernden Vorbereitung von Massenchoreografien, betreiben in eigenen Jugendräumen ehrenamtliche soziale Arbeit, sammeln Gelder für wohltätige Zwecke, organisieren Auswärtsbusse und Fanturniere, helfen sich bei der Bewältigung des Alltags z.B. durch Nachhilfeunterricht und Bewerbung schreiben, bewegen sich mit Aktionen auf Flüchtlinge und Asylsuchende zu, sind bedeutend bei der Durchsetzung eines antirassistischen Grundkontextes in zahlreichen Fällen, etc. Hier erlernen die Demokrat/inn/en von morgen, wie Demokratie funktionieren kann. Die wenigen Punkte können die Heterogenität der Ultras und ihre Bedeutung als Gradmesser und Seismograf für Deutschlands Fanszenen nur andeuten.
(...)
„Hinter der Bezeichnung der Fans als ‘kriminelle Elemente’, als ‘Chaoten’, hinter der vorschnellen Einstufung der Fans als Kriminelle, der öffentlichen Verurteilung und Aufbauschung von Gewalthandlungen jugendlicher Fußballfans scheint in der Tat Methode zu stecken: Es lässt sich somit vortrefflich von der eigenen, alltäglichen Gewalt im Sport, wie in der Gesellschaft ablenken. Macht es wirklich einen Unterschied aus, ob ich als Erwachsener mich mit mehr oder weniger skrupellosen Methoden und Mitteln im Wirtschafts- oder politischen Leben durchzusetzen versuche, ob ich als Sportler mit allen – auch den unerlaubten – Mitteln dem Erfolg nachstrebe, oder ob ich als Jugendlicher mir Erfolgserlebnisse, Selbstwertgefühle, Bedürfnisse nach Abenteuer und Spannung, die mir die Gesellschaft vorenthält, durch Randale und Provokation hole? Gewalt ist in unserer erfolgsorientierten Gesellschaft alltäglich, allein nur die Gewalt der Jugendlichen scheint bedrohlich und besorgniserregend und der gesellschaftlichen und ordnungspolitischen Reaktion zu bedürfen“ – diese Worte des heutigen DFB-Berater Prof. Gunter A. Pilz und von Peter Becker treffen derzeit wieder zu.

Wenn nun wieder einmal nach drakonischen und in der Regel pauschalisierenden Strafen und Verboten gerufen wird und wir die hier beispielhaft angedeutete gesellschaftliche Lage einbeziehen, ist es leider kein Wunder, dass bei den Ultras, aber auch anderen Fans, die Frustration steigt, die sich dann in manchen Fällen in einer emotional aufgeladenen Situation am Stadion möglicherweise gegen die Polizei entladen könnte.
Seit Jahren beklagt sich die Polizei in ihren Jahresberichten über Solidarisierungseffekte gegenüber Ordnungspersonal und Polizisten. Aber diese Solidarisierung ist wenig verwunderlich, wenn den Funktionären und nicht selten auch der Polizei nichts anderes einfällt als Verbote und pauschale, kollektive Strafen.

Wir appellieren u.a.:
Beziehen Sie die Erfahrung von Menschen, die unmittelbar mit der Fanszene in Kontakt stehen (Fanbeauftragte, Fanprojekte, Wissenschaftler/inn/en, etc.) stärker kontinuierlich und strukturell mit ein.
Beteiligen Sie verstärkt grundsätzlich Fanvertreter an zukünftigen Gesprächen – auf Augenhöhe. Brechen Sie den Dialog zur aktiven Fanszene nicht ab, sondern intensivieren Sie ihn. Betrachten Sie Fans als Sicherheitspartner, nicht als Sicherheitsrisiko.
Verfallen Sie nicht der Illusion, mit ad-hoc-Maßnahmen, Verboten und neuen, fragwürdigen Datensammlungen Probleme rund um den Fußball lösen zu können.
Investieren Sie in eine Erforschung der Fankulturen, um Maßnahmen gezielter an Ursachen anzuknüpfen und bei Gewalt- oder Pyrovorkommen eloquenter der (Medien-)Öffentlichkeit gegenüber treten zu können.
Statten Sie alle Fanprojekte so aus, wie es das NKSS vorschreibt.
Richten Sie eine unabhängige, professionelle Ombudsstelle als vermittelnde Instanz ein.
Reformieren Sie Polizeistrategien und Ideen der (präventiven) Konfliktschlichtung, indem sie die heutige Lebenswelt von Fußballfans verstärkter berücksichtigen.

Gerd Dembowski
Jonas Gabler
Prof. Detlev Claussen
Prof. Diethelm Blecking
Prof. Manfred Liebel
H.-Georg Lützenkirchen
Prof. Jochen Zimmer
Dr. Georg Spitaler
Nicole Selmer
Martin Endemann
Adam Bednarsky
Simon Groscurth
Ian Mengel
Dr. Mark Terkessidis
Dietrich Schulze-Marmeling
Franziska Wölki-Schumacher
Dr. Gabriel Kuhn
Prof. Lorenz Peiffer
Prof. Gunter Gebauer
Dr. Lars Riedl
Benjamin Fuchs
Peter Schüngel
Prof. Clemens Pornschlegel
Dr. Jürgen Martini
Peter Czoch
Dieter Bott

Dieser Brief entstand am 12.11.2011. Weitere Unterzeichnende werden folgen.

:tnx:

http://www.stadionwelt-fans.de/inde...og&folder=sites&site=news_detail&news_id=4626
 
Kann mir bitte jetzt endlich mal jemand plausibel erklären, warum stinkender Qualm, der in der Lunge brennt und sicher alles andere als gesund ist, förderlich für die Stimmung sein soll?

Da darf man in Gladbach zur Abwechslung mal wieder Flaggen & Co. in Maßen mit in den Block nehmen und hat auch sonst eine völlig entspannte Anreise und normale Einlasskontrollen, und schon gibt's wieder Idioten die das ausnutzen. Super Aktion :wuerg:
 
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