Bremen
Moderator
Das ist selbstverständlich Grundvoraussetzung. Bei MYSS habe ich jedoch den Eindruck, dass sie diese Kompetenzen mitbringt. Denn ihre Äußerungen wirken inhaltlich durchdacht und zielorientiert, erwecken nicht den Eindruck, dass sie den Laden komplett auf links drehen will, sieht sich als Teamplayer und formuliert ihre Vorstellungen in einer sachlichen, jedoch klar formulierten Sprache. Klar, hinter der Fassade kann niemand blicken, aber ihr ist es durchaus zuzutrauen, dass sie im AR positives für Werder bewirken könnte.Wenn es ein Fan ist mit hoher Kompetenz in bestimmten -für ein AR-Mitglied wichtigen- Fachbereichen, dann gerne. Aber ein "normalbürgerlicher normaler" Fan ohne jegliche o.a. Kompetenz hat in einem AR eines Wirtschaftsunternehmens (und nichts anderes ist Werder!) mit einem dreistelligen Millionenumsatzbetrag und einer mittleren dreistelligen Zahl an Vereinsangestellten rein gar nichts verloren. Da ist kein Platz für Fußballromantik, die in Bremen eh schon groß genug gelebt wird.
Wenn man sich bei Werder wider erwarten zu einem Investor / Investorenpool durchringen würde, wird man sich am Osterdeich mit einem entsprechenden Sitz im AR unweigerlich befassen müssen. Ist z.B. bei BVB und FCB auch der Fall. Doch das ist derzeit Zukunftsmusik. Wenn überhaupt, denn in wirtschaftlich besseren Zeiten wirkten Werders Bemühungen bei der Akquise von Investor(en) bestenfalls halbherzig. Und bei der derzeit wirtschaftlichen und sportlichen Schieflage ist nicht davon auszugehen, dass seriöse Investoren Schlange stehen. Außerdem vermute ich, dass es aktuell auch seitens Werder aktuell nicht gewünscht ist, weil durch die schwache wirtschaftliche und sportliche Situation Werders Verhandlungsposition gegenüber Investoren - z.B. beim Thema Investoren-Sitz im Aufsichtsrat - schwächer ist als wenn es den Grün-Weißen in beiden Belangen besser gehen würde.Bei der Besetzung des AR sollte mMn auch Platz für Vertreter wichtiger Investoren sein. Egal ob das nun einer von einem Hauptinvestor ist oder ein Vertreter eines Zusammenschlusses mehrerer regionaler Investoren (wie es ja auch mal von einer Bremer Politikerin vorgeschlagen wurde). Es kann doch nicht sein, das wie zuletzt z.B. mit Herrn Zech ein AR-Platz mit einem Unternehmer besetzt wird, der selbst kaum in Werder investiert hat. Kein größerer und vor allem normaldenkender Investor investiert in ein Unternehmen, wo er selbst keinerlei Mitspracherechte hat.
Abgesehen davon: die Profi-Vereine, und somit auch Werder, betonen wiederholt, dass die Fans ein wichtiges / das wichtigste Kapital seien. Ergo sollte den Fans - entsprechende Kompetenzen der jeweiligen Person vorausgesetzt - doch auch ein Sitz in den Aufsichtsräten zustehen, oder?


Bei Wonti bekomme ich starke Bauchschmerzen was die AR-Wahl betrifft.