Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Zitat von Lell für Deutschland;624419:
Deswegen sollte man aber eben genau diese Durchlassigkeit in alle Richtungen erhöhen. Behält man alle Schüler bis zur 9. oder gar 10. Klasse zusammen, würden insbesondere die Begabteren völlig unterfordert und ihre Zukunftschancen vor allem im internationalen Vergleich geschmälert. Die Lehrer müssen sich demnach sowohl um adäquate Förderung dieser Schülergruppe als auch um die leistungsschwächeren Schüler kümmern - und das in einem Klassenverband? Tut mir leid, das ist vollkommen utopisch.

Wenn dieses System angeblich so utopisch ist, warum ist Finnland denn damit in den PISA-Studien so weit vorne, mit deutlichem Vorsprung vor Deutschland?
 
Was hat eine Schuluniform mit der Persönlichkeitsentfaltung zu tun? Der Charakter eines Menschen wird durch eine Schuluniform nicht geändert, denn diese ist nur Fassade, während Mobbing wegen "falscher" Kleidung das Wesen eines Kindes/Teenagers nachhaltig negativ beeinflussen kann.

Mein Gott, sobald es eine Schuluniform geben würde, würde eben aus anderen Gründen gemobbt werden, z.B. weil dem Dicken die Uniform schlechter steht als dem anderen, oder der eine ein moderneres Handy hat als der Andere.., usw. usf.. Schuluniformen lösen keine Probleme! Mal abgesehen davon halte ich dieses ach so große Problem, dass Kinder wegen NoName Kleidung gemobbt werden sollen, sowieso für stark überschätzt.
 
Also ich muss sagen, ich bin, mal abgesehen vom Abi nach 12 Jahren, mit der Schulform sehr zufrieden. Gymnasium/Real/Hauptschule ist mMn eine sinnvolle Aufteilung. Die OS hab ich nun selbst nicht miterlebt, finde sie allerdings nicht wirklich für nötig. Ich plaudere mal ein bisschen aus meinem Nählästchen:

Aus meinem Grunschuljahrgang sind 50% der Schüler eine Schulform höher gegangen als sie Empfehlung hatten. Aus meiner Klasse hatten ... grob geschätzt, 30% ne Gymnasiumempfehlung, 50% ne Realschulempfehlung und 20% ne Hauptschulempfehlung. Aufs Gymnasium gewechselt sind aber 50%, 40% auf die Realschule und 10% auf die Hauptschule. Und heute? Von allen, die eine Realschulempfehlung haben, sind nicht mehr auf der Schule ... 90%. Ich kenn nur einen, der noch drauf ist. Und der hatte nur ne Realschulempfehlung, nur weil er ein paar Sprachprobleme hatte, die aber lange weg sind. Ich würde sagen, 95% der Schüler aus meinem Jahrgang sind heute in der Schulform, für die sie Empfohlen worden sind. Man hat gemerkt, dass die Realschulempfehlungs-Schüler deutliche Probleme hatten. Einer ist mit 6 5en auf die Realschule geschickt worden.
Schlimmer finde ich es, wenn dann auch noch Sitzenbleiben abgeschafft wird, und die Kinder dann trotzdem nicht richtig gefördert werden. Dann schleichen sich diese Schüler am Ende bis zum Abitur und am Ende nehmen sie jemanden, der immer dafür geackert hat, einen Studienplatz weg. Homer sagte mal irgendwie: "Wie nennt man das, wenn jemand das gleiche bekommt, obwohl er schlechter ist? Kommunismus.", oder so ähnlich ;)
 
Mal abgesehen davon halte ich dieses ach so große Problem, dass Kinder wegen NoName Kleidung gemobbt werden sollen, sowieso für stark überschätzt.

Schuluniformen lösen keine Probleme, aber Anlässe für Mobbing gibt es eh schon genug, so daß mit einer Schuluniform zumindest ein Mobbing wegen Kleidung verhindert wird.


Mal abgesehen davon halte ich dieses ach so große Problem, dass Kinder wegen NoName Kleidung gemobbt werden sollen, sowieso für stark überschätzt.

Du wirst Deine Meinung bestimmt ändern, wenn Du als Elternteil eines schulpflichten Kindes die Augen und Ohren offen hältst, und selbst wenn es nur Einzelfälle sein sollten, so hilft diese "Statistik" den Betroffenen gar nichts!


Aber wir sollten so langsam wieder zum Thema dieses Thread zurückkehren.
 
Dir ist also lieber wenn ein Kind gemobbt wird?

Unfassbar! :wall::wall::wall::

Äh, nein, wo hab ich das gesagt? Les doch nochmal genau, ich meinte es so:

Ohne Schuluniformen werden Kinder gemobbt die keine besondere Kleidung tragen.

Mit Schuluniformen werden Kinder gemobbt, die sich diese nicht leisten können.

Und sowieso, wenn ein Kind aus einer Familie kommt, die am Rande der Artmut oder so steht, macht sich das nicht nur durch Kleidung bemerkbar.

Und sag mir nicht, ich würde wollen, dass irgendein Kind gemobbt wird. Ich wurde selbst über Jahre hin gemobbt, und das nicht wegen meiner Kleidung! Ich bin ja wohl nun mitten drin und merke, wann Kinder bemobbt werden. Besonders schlaue Kinder werden gemobbt, "tollpatschige" Kinder werden gemobbt, Kinder mit Schönheitsmarkeln werden gemobbt, ärmere Kinder werden auch gemobbt, aber dann macht sich das nicht nur an der Kleidung bemerkbar, sondern spätestens wenn sich das Kind die Klassenfahrt nicht leisten kann oder nicht mit zum Schulausflug kann oder auf den Wohnort geschaut wird oder auf das Auto oder oder oder. Das ist nicht nur an der Kleidung festzumachen und Schulkleidung würde da auch nicht gegen helfen. Eher würden irgendwelche übercoolen Kinder sich dem ganzen widersetzten und es würde nur noch mehr Stess geben.


EDIT: Ich würde an deiner Stelle auch mal von "Statistiken" und sowas weggehen, Menschen die fernab vom Geschehen sind, können das gar nicht beurteilen, wie welche, die es jeden Tag miterleben!
 
Wenn schon Schuluniform, dann lasst uns doch auch gleich bundesweit einheitliche Kleidung einführen. So kann auch außerhalb der Schule nichts passieren. Die Frisur sollte wenn möglich auch einheitlich sein. Alle Menschen gleich, so werden wir unsere Probleme lösen.

:applaus:
 

Wenn Gesamtschule eingeführt wird und das Sitzenbleiben abgeschafft wird, behindert man den Weg von wirklich intelligenten Schülern und stattdessen bekommen irgendwelche Schüler, die normalerweise grad mal einen schlechten Realschulabschluss bekommen hätten, einen Arbeitsplatz bzw. Studien oder Ausbildungsplatz. Ich hab mitbekommen, in Berlin sollten auf Grund der hohen "Anfragen" zukünftlich 30% oder so der Schüler der Schulstufe, d.h. z.B. entweder Gymnasium oder Realschule zugelost werden, ohne unbedingt auf Noten zu achten. Das finde ich eine absolute Schweinerei.
 
Zitat von Klose für Werder;624457:
"Wie nennt man das, wenn jemand das gleiche bekommt, obwohl er schlechter ist? Kommunismus.", oder so ähnlich ;)

Ich greife jetzt mal nur dieses Zitat auf, da es meiner Meinung nach zum Schulsystem einfach nicht passt. In der Schule wird "schlechter" und "besser" meist durch Noten definiert und diese spiegeln weder die Leistung noch das Leistungsvermögen wider. Die Noten die sind oft sehr willkürlich und einige Lehrer bewerten doch eher nach Sympathien als nach Leistung. Durch diese unfaire Bewertung verlieren viele die Motivation, leisten in der Tat weniger und bekommen noch schlechtere Noten.
Trotzdem, und das mag jetzt vielleicht erstaunen, halte ich den freien Elternwille bei der Schulwahl für falsch. Meiner Meinung müssten die Grundschullehrer die Möglichkeit haben klar zu bestimmen auf welche Schulform ein Schüler gehort und die Eltern haben sich daran zu halten. Nur bei Zweifelsfällen sollte man eine Real/Haupt oder Gymnasial/Real Empfehlung aussprechen können, bei denen die Eltern das letzte Wort haben. Da diese Empfehlungen natürlich stark subjektiv sein können, müssen die neuen Schulen die Möglichkeit haben beispielsweise nach 4 Wochen klare Fehlentscheidungen zu korrigieren und die Schüler zur nächsthöheren Schule zu schicken. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulsystemen muss erhöht werden, ein Schritt in diese Richtung sind zB Haupt und Realschulen unter einem Dach mit den selben Lehrern aber ansonsten getrennt. Entscheidungen die Schüler gezwungenermaßen zur niedrigeren Schule zu schicken dürften allerdings erst nicht erlaubt sein (nur nach dem bisherigen Weg: sitzenbleiben, Empfehlung etc.), da jeder mal eine schlechte Phase haben kann.
Da man diese schlechte Phase natürlich auch Ende der 4. Klasse haben kann sollten die Lehrer auch nicht nur nach Noten, sondern nach Potenzial bewerten welche fortführende Schule für die Schüler geeignet ist.
 
Ich greife jetzt mal nur dieses Zitat auf, da es meiner Meinung nach zum Schulsystem einfach nicht passt. In der Schule wird "schlechter" und "besser" meist durch Noten definiert und diese spiegeln weder die Leistung noch das Leistungsvermögen wider. Die Noten die sind oft sehr willkürlich und einige Lehrer bewerten doch eher nach Sympathien als nach Leistung. Durch diese unfaire Bewertung verlieren viele die Motivation, leisten in der Tat weniger und bekommen noch schlechtere Noten.
Trotzdem, und das mag jetzt vielleicht erstaunen, halte ich den freien Elternwille bei der Schulwahl für falsch. Meiner Meinung müssten die Grundschullehrer die Möglichkeit haben klar zu bestimmen auf welche Schulform ein Schüler gehort und die Eltern haben sich daran zu halten. Nur bei Zweifelsfällen sollte man eine Real/Haupt oder Gymnasial/Real Empfehlung aussprechen können, bei denen die Eltern das letzte Wort haben. Da diese Empfehlungen natürlich stark subjektiv sein können, müssen die neuen Schulen die Möglichkeit haben beispielsweise nach 4 Wochen klare Fehlentscheidungen zu korrigieren und die Schüler zur nächsthöheren Schule zu schicken. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulsystemen muss erhöht werden, ein Schritt in diese Richtung sind zB Haupt und Realschulen unter einem Dach mit den selben Lehrern aber ansonsten getrennt. Entscheidungen die Schüler gezwungenermaßen zur niedrigeren Schule zu schicken dürften allerdings erst nicht erlaubt sein (nur nach dem bisherigen Weg: sitzenbleiben, Empfehlung etc.), da jeder mal eine schlechte Phase haben kann.
Da man diese schlechte Phase natürlich auch Ende der 4. Klasse haben kann sollten die Lehrer auch nicht nur nach Noten, sondern nach Potenzial bewerten welche fortführende Schule für die Schüler geeignet ist.



Du widersprichst dir selber bzw. lieferst die Antwort für mich gleich mit.

Teil 1 sagst du, dass nur durch Noten entschieden wird und diese manchmal ungerecht sind.

Teil 2 sagst du, Schüler sollten trotzdem durch ihre Lehrer auf die Schulen geschickt werden. Und das auch nach Potential gewertet werden soll.

Also liegt es einzig und allein an der Qualität des Lehrers. Erkennt der Lehrer das Potential nicht, bekommt er auch schlechtere Noten. Es gibt gute Lehrer, die haben zu mir gesagt: "Ich seh da deutlich mehr bei dir, du hast dich auch gesteigert, als Belohnung, auch wenn es rechnerisch nicht hinhauen würde, geb ich dir jetzt die 1 statt die 2"
Dann gibt es noch Lehrer, die geben prizipiell keine 1 und kaum 2en, weil die ja alle nicht so gut sind wie sie selbst.

Abgesehen davon muss ich dir bei Teil 1 bei nochwas widersprechen:

In Klasse 1-3 (zumindest bei mir) gab es keine Noten, sondern Texte, in denen z.B. stand "Max Leistungen waren vor allem in Sachen lesen sehr gut. Er muss allerdings noch weiter an der Rechtschreibung arbeiten."

Die Lehrer in Grundschulen unterscheiden sich schon sehr von denen in weiterführenden Schulen. In Grundschulen gehen die Lehrer sehr weit auf eigene Charaktere usw. ein, in den weiterführenden Schulen muss man den Lehrern einfach keine Angriffsfläche bieten, eine schlechte Note zu geben. Wenn man einfach nicht absichtlich gegen den Lehrer ist, auch wenn er es verdient hätte, nicht widerspricht, auch wenn es das Recht wäre, bekommt man auch keine schlechten Noten, sofern man noch ein bisschen Leistung bringt. Ich kann auch wieder aus meiner Schule erzählen:

Unser Kunstlehrer gibt für die Stunde eine Note 6, wenn man 2 min. zu spät zum Unterricht kommt, nach seiner Uhr. Seine Uhr ist aber nicht die offizielle Uhr. Ich habe eine Funkuhr und ein paar mal kam ein Schüler noch pünktlich, aber wenn der Lehrer schon in der Klasse ist, gibts ne 6 für die Stunde. Wenn man tuschelt, während er redet, schreit er einen an, man muss aufstehen, sich rechtfertigen, was man aber nicht kann, da egal was man sagt, es falsch ist. Selbst wenn man sagt: "Er hat mich nur leise nach einem Radiergummi gefragt", wird man angemeckert: "Wenn ich rede, habt ihr gefälligst ruhig zu sein!". Sobald man irgendwie mit blöder Stimme anwortet, bekommt man ne 6 für die Stunde.
Alle hassen den Lehrer. Alle haben die ersten Jahre Probleme mit ihm gehabt. Und jetzt? Alle verhalten sich ruhig und sind immer scheißen-freundich, und keiner bekommt besonders schlechte Noten. Das ist zwar nicht fair, aber man kann nichts dagegen machen. Das ist wie bei der Arbeit, da muss man den Arbeitgeber einfach respektieren. Man kann nichts dagegen tuen. Dieser Lehrer hat eine 30cm dicke Beschwerdeakte, der wurde schon gerichtlich angeklagt, weil er während einer Doppelstunde 45 min. lang in der Kantine war, und sein e Aufsichtspflicht verletzt hat. Aber unsere Schule hat kaum Lehrer, deswegen kann man machen was man will, es hilft nichts.
 
Zitat von Klose für Werder;624475:
Wenn Gesamtschule eingeführt wird und das Sitzenbleiben abgeschafft wird, behindert man den Weg von wirklich intelligenten Schülern und stattdessen bekommen irgendwelche Schüler, die normalerweise grad mal einen schlechten Realschulabschluss bekommen hätten, einen Arbeitsplatz bzw. Studien oder Ausbildungsplatz.

Ich behaupte mal, das deine These, das "irgendwelche Schüler" und die "wirklich intelligenten Schüler" in der Gesamtschule die gleichen Noten bekommen werden/würden, ziemlicher Blödsinn ist. Denn selbst wenn der Abschluss gleich ist, bekommt man ja nicht Einser-Noten hinterhergeworfen.
 
Zitat von Klose für Werder;624490:
Du widersprichst dir selber bzw. lieferst die Antwort für mich gleich mit.

Teil 1 sagst du, dass nur durch Noten entschieden wird und diese manchmal ungerecht sind.

Teil 2 sagst du, Schüler sollten trotzdem durch ihre Lehrer auf die Schulen geschickt werden. Und das auch nach Potential gewertet werden soll.

Ich liefere ja aber gleich den Lösungsansatz, dass die Durchlässigkeit zwischen den Systemen erhöht werden muss, damit die weiterführenden Lehrer die Entscheidungen der Grundschullehrer gegebenfalls korrigieren können. Früher oder später wird eh so gut wie jeder Schüler der Willkür der Lehrer ausgesetzt, in diesem System gäbe es allerdings eine doppelte Entscheidungsinstanz die die leider oft verblendeten Eltern als Entscheidungsträger ablösen würde. Und ich will den Schülern die eine Realschulempfehlung haben ja nichts Böses und sie nicht auf dem Gymnasium sehen, allerdings denke ich ist denen mehr geholfen, wenn sie von Anfang an auf der richtigen Schulform sind und dort gute Leistungen zeigen können und dann früher oder später aufs Gymnasium wechseln können. Wenn nämlich die Eltern ein Kind sinnloserweise aufs Gymnasium schicken es dort allerdings nicht reicht ist das Kind oft frustriert und bleibt auf der Realschule dann meist auch deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Alles Weitere jetzt im Schulthread.
 
Ja? Eigentlich nur dann positiv, wenn auch die Zahl der Arbeitsplätze steigt, oder nicht? Denn ich kenne jetzt schon genügend Studenten (FH und Uni), die nach Abschluss ihres Studiums keine Arbeit finden. Wenn in Deinem Beispiel dann noch mehr Stellen durch die Leute ohne Abitur "besetzt" sind, wird diese Zahl der arbeitslosen Studienabschließer steigen, was dann nach einigen Jahren wohl eher dazu führt, dass immer weniger Leute sich zum Studieren entscheiden, weil die Perspektivlosigkeit nach dem Studium sie abschreckt. Oder hab ich da jetzt nen Denkfehler drin?

Ne das kann ich so nicht stehen lassen. Es gibt in Deutschland sicherlich kein Arbeitsplatzmangel bei hochgebildeten Leuten. Man hört immer wieder von Fachkräftemangel, zumindest vor der Wirtschaftskrise. Das Problem der arbeitslosen Studienabsolventen ist zumeist bei BWLern gegeben und das resultiert aus meiner Erfahrung daraus, dass viele die keine Ahnung haben was sie machen sollen erstmal BWL studieren. Dem kann man aber durch bessere Schule entgegenwirken, indem man z.B. auch Wirtschaftsunterricht anbietet damit die Leute sehen, dass es vllt doch nicht ihr Ding ist. Desweiteren sollte die Schule eher begeistern als nerven. Wie das geht habe ich aber weiter oben schon vorgeschlagen.
Also: wir brauchen in D dringend mehr fertige Studenten, die offene Stellen besetzen.

Zitat von Lell für Deutschland;624419:
Deswegen sollte man aber eben genau diese Durchlassigkeit in alle Richtungen erhöhen. Behält man alle Schüler bis zur 9. oder gar 10. Klasse zusammen, würden insbesondere die Begabteren völlig unterfordert und ihre Zukunftschancen vor allem im internationalen Vergleich geschmälert. Die Lehrer müssen sich demnach sowohl um adäquate Förderung dieser Schülergruppe als auch um die leistungsschwächeren Schüler kümmern - und das in einem Klassenverband? Tut mir leid, das ist vollkommen utopisch.

Wie willste denn konkret die Durchlässigkeit erhöhen? Das ist so eine typische Politikerphrase. Ich denke, dass das nicht mit Geld zu erreichen ist, sondern eine Systemfrage ist.
Und wenn das was du so schreibst alles so wäre, dann erkläre mir doch bitte, warum Länder mit dem eingliedrigen Schulsystem in der Regel immer besser abschneiden als Länder mit dem dreigliedrigen System?

Zitat von Klose für Werder;624439:
Dann werden halt die Kinder gemobbt die sich die Kleidung nicht leisten können, denn sie muss ja neben der normalen Kleinung gekauft werden, und das Geld ist bei manchen Familien sehr knapp. Einer aus meiner Klasse musste den Taschenrechner, den jeder Schüler braucht, in Raten abbezahlen und musste, bis der voll abbezahlt war, einen von der Schule leihen. Wenn die Schule sowas bezahlen würde, hätte der Staat wieder mehr ausgaben.

Also findest du es schlecht, wenn der Staat mehr Geld für Schulen ausgibt?
 
@ Unbash:


Nein, aber das Geld sollte man andernweitig ausgeben. Da gibts genug andere, wichtigere Defezite.
 
Zitat von Klose für Werder;624559:
@ Unbash:


Nein, aber das Geld sollte man andernweitig ausgeben. Da gibts genug andere, wichtigere Defezite.

Okay dann kann ich das so akzeptieren. Ich habe bei den Schuluniformen bisher keine abschließende Position, wenn ich ehrlich bin.

Und ich bin dagegen die Diskussion in einen anderen Thread zu verlagern, weil das direkt etwas mit den Wahlen zutun hat, weil es ja durchaus die Möglichkeit gibt den Förderalismus rückgängig zu machen oder zumindest wieder zu erlauben, dass der Bund Geld für Bildung ausgibt, was meines Wissens übrigens entweder CDU oder FDP nicht mal abgeschafft haben (unsicher wer es war, habe das nur mal bei Anne Will oder so aufgeschnappt)
 
Die Noten die sind oft sehr willkürlich und einige Lehrer bewerten doch eher nach Sympathien als nach Leistung.

Da hast Du Recht. Eine Erfahrung, die so ziemlich jeder Schüler mal gemacht haben dürfte. Genau so wie es Lehrer gibt, die einen jede Freude an einem bestimmten Fach nehmen.

Meiner Meinung müssten die Grundschullehrer die Möglichkeit haben klar zu bestimmen auf welche Schulform ein Schüler gehort und die Eltern haben sich daran zu halten.

Dann wäre aber wieder das Problem der mangelnden Objektivität, teilweise Willkür bei der Empfehlung (die ich übrigens für ein gravierendes Problem des dreistufigen Schulsystems halte).

Ich weiß z.B. dass als damals an meiner Schule die Empfehlungen anstanden feststand, dass der Jahrgang XY eine bestimmte Anzahl von künftigen Hauptschülern hervorgebracht haben musste, weil ansonsten wegen zu geringer Schülerzahlen Lehrer die Schule hätten verlassen müssen.
Ich kenne auch jemanden, der aus dem Grund auf die Hauptschule empfohlen wurde, weil seine Eltern Unternehmer waren und der Lehrer der Meinung war, das Kind solle die Welt der Proletarier kennen lernen.

Da diese Empfehlungen natürlich stark subjektiv sein können, müssen die neuen Schulen die Möglichkeit haben beispielsweise nach 4 Wochen klare Fehlentscheidungen zu korrigieren und die Schüler zur nächsthöheren Schule zu schicken.

Ein guter Ansatz, aber in der Praxis müsste dann ein Schüler während des laufenden Schuljahres in eine neue Klasse integriert werden, in der er es dann schwerer hätte, sozialen Anschluss zu finden und zudem viel Stoff nachholen müsste. Ganz gravierend wäre es beispielsweise, wenn an seiner alten Schule keine zweite Fremdsprache angeboten wurde und ihm dann jegliche Grundlagen fehlen.


Da man diese schlechte Phase natürlich auch Ende der 4. Klasse haben kann sollten die Lehrer auch nicht nur nach Noten, sondern nach Potenzial bewerten welche fortführende Schule für die Schüler geeignet ist.

:tnx: Wobei bei der Bewertung des Potentials durch die Lehrer offenbar der Vorname (!) eine Rolle spielt, wie sich in einer (erschreckenden) Studie gezeigt hat.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,649421,00.html





Wem das nützen soll, ist mir nicht klar und vieles davon entspringt den Vorstellungen irgendwelcher linken Romantiker, die keine Ahnung vom Schulalltag haben und diese hochfliegenden Konzepte selber nicht umsetzen müssen.

Ich war jahrelang in der Bildungspolitik aktiv und habe eine ganze Menge Lehrer kennen gelernt, die das dreigliedrige Schulsystem strikt ablehnen. Und die wären nur zu gerne bereit, ein anderes Konzept auch umzusetzen.


Man konnte auch nach 9 Jahre Hauptschule durchaus noch einen Realschulabschluss oder das Abitur erlangen, besonders an den Berufsschulen.

Das zeigt doch wohl eher, dass die Prognosen, die über die Zehnjährigen abgegeben wurden, falsch waren und sie doch mehr Potential hatten, als man ihnen zugetraut hatte. Die Schüler, die nach dem Ende ihrer Schulzeit weiter zur Schule gehen müssen, um dann den Abschluss zu erreichen, den sie auch so hätten erreichen können, geht wertvolle Zeit verloren, der sie dann auf dem Arbeitsmarkt schlechter dastehen lässt als ihre jüngeren Mitbewerber.


Aber meines Erachtens ist es viel schlimmer, ZEHNJÄHRIGE in den Klassen zu haben, die schon in der Grundschule immer von 70% der Klasse leistungsmäßig überholt worden sind, das Gefühl hatten, nichts zu wissen und jetzt setzen wir ihnen hier in Schleswig- Holstein wieder die gleichen Kinder vor die Nase und wieder bekommen sie das Gefühl, die Schlechtesten zu sein.[...]Mein Eindruck von der Gesamtschule hier ist derzeit, dass man Orientierung am Schwächsten betreibt.

Ich denke eher, dass es ein Kind demotiviert, als abgeschrieben zu gelten. So mancher Hauptschüler, den ich kenne, hat die Einstellung "Was soll ich mich denn anstrengen. Ob ich mit Hauptschulabschluss abgehe oder ganz ohne macht doch eh keinen Unterschied, einen Ausbildungsplatz finde ich doch eh nicht."
Auch will ich nicht, dass der Lehrer so lange den Stoff vor der Klasse wiederholt, bis ihn jeder verstanden hat. Sondern Lernen in Kleingruppen, in denen die Schüler Wissen gemeinsam erarbeiten bzw. vertiefen. In Skandinavien, wo so gelernt wird, funktioniert das wunderbar. Dort geben auch Schüler aus höheren Klassen den Jüngeren Unterricht.

Ich denke, dass hiervon alle profitieren: Der Lehrer, der gezielter mit den Fähigkeiten Einzelner arbeiten kann, die Schwächeren, die individuell gefördert werden und auch die Stärkeren, denn wenn man Erlerntes wiederholt, wird dieses wesentlich mehr verinnerlicht, als wenn man es nur einmal wiedergibt. Um so mehr, wenn man es sogar so gut beherrschen muss, dass man es anderen erklären kann. Wenn dann Rückfragen kommen, die man nicht beantworten kann, merkt man, dass man den Stoff schlechter beherrscht als man dachte und arbeitet erforderlichenfalls noch mal nach.
 
Schuluniformen sind absoluter Blödsinn. Hat auch was mit Freiheit und recht auf freie entfaltung seiner Persönlichkeit zu tun, sich kleiden zu dürfen wie man möchte. Außerdem würden Schuluniformen sowieso keine Probleme lösen, sie würden Probleme höchsten verlagern. Mal abgesehen davon würden sie auch einiges kosten.

Absoluter Blödsinn sind sie sicherlich nicht. Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung bei Kindern? Bei Jugendlichen kann man darüber streiten, aber bei Kindern kann das noch keine Rolle spielen.
Bei vielen geht es doch auch gar nicht um die persönliche Entfaltung, da nur das getragen wird was gerade "in" ist und dabei wird natürlich wert auf die richtige Marke gelegt. Außerdem kann man sich in seiner Freizeit weiterhin kleiden wie man möchte, nur die Schule sollte da ein "neutraler" Ort sein. Hier sollte man durch den Einsatz von Schulkleidung (Schuluniform klingt zu negativ und moderne Schulkleidung hat mit Uniformen nichts mehr zu tun) das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule und somit unter den Schülern stärken. Dann würde endlich der Charakter der Person mehr im Vordergrund stehen und nicht die Kleidung.

Man darf nicht erwarten das Schulkleidung alle Probleme löst, das geht natürlich nicht, aber es wäre ein kleiner Schritt in eine bessere Richtung.

Ich persönlich kenne die Situation an den verschiedenen Schulformen und ich habe auch in einem Land gelebt, in dem Schulkleidung üblich ist, dabei konnte ich keine negative Seite der Schulkleidung erkennen und das Argument mit den Kosten stimmt auch nicht. Schulkleidung ist günstiger als Markenkleidung und man bräuchte ja auch weniger Alltagskleidung, da die Schüler in der Schule nur die Schulkleidung tragen würden. Somit würden doch keine erhöhten Kosten anfallen.


Zitat von Lell für Deutschland;624419:
Deswegen sollte man aber eben genau diese Durchlassigkeit in alle Richtungen erhöhen. Behält man alle Schüler bis zur 9. oder gar 10. Klasse zusammen, würden insbesondere die Begabteren völlig unterfordert und ihre Zukunftschancen vor allem im internationalen Vergleich geschmälert. Die Lehrer müssen sich demnach sowohl um adäquate Förderung dieser Schülergruppe als auch um die leistungsschwächeren Schüler kümmern - und das in einem Klassenverband? Tut mir leid, das ist vollkommen utopisch.

Kleinere Klassen, bessere Betreuung, bessere Ausstattung, ein deutschlandweit einheitliches Schulsystem, erhöhte Durchlässigkeit und eine Lehrplanentrümpelung - das würde das deutsche Schulsystem zukunftsfähig machen. Und nicht eine Schublade (Schönes Wort) für alle bis zur 10. Klasse, die sowohl eine Förderung der schwächeren Schüler verkompliziert als auch die stärkeren Schüler unterfordert.

Die unterstrichenen Punkte sind richtig, bei dem Rest kann ich nicht zustimmen. Die Ansicht das geminsames Lernen zum Nachteil der begabteren Kinder geht ist ein weit verbreitetes Vorurteil das besonders gerne von der CDU/CSU sowie der FDP geschürt wird und das mit Erfolg, da vor allem Eltern aus der "Bürgerlichen Mitte" darauf anspringen.
Die skandinavischen Ländern zeigen aber das dieses Vorurteil völlig aus der Luft gegriffen ist. Man kann nicht an eine unser dreigliedriges Schulsystem denken und dann meinen das eine gemeinsame Schule so wäre als würde man Haupt- und Realschule mit dem Gymnasium zusammenwerfen.
Der Ansatz der Skandinavier ist da anders. Es gibt mehr Lehrkräfte pro Schüler so das besser und gezielter auf die Schüler eingegangen wird und die Schüler selber können selbständiger und ihrem Niveau entsprechend lernen. Nebenbei entwickelt sich ein besseres soziales Bewusstsein, da die Kinder und Jugendlichen nicht so früh in verschiedene Schichten eingeteilt werden.

Schuluniformen lösen keine Probleme! Mal abgesehen davon halte ich dieses ach so große Problem, dass Kinder wegen NoName Kleidung gemobbt werden sollen, sowieso für stark überschätzt.

Probleme lösen sie nicht, aber sie helfen den Schülern in ihrem Umgang untereinander. Es entwickelt sich ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl und das nutzt allen Kindern.

Wenn Du das Problem für stark überschätzt hälst, dann warst Du vermutlich nie im Inneren einer Haupt- oder Realschule. Am Gymnasium ist es auch meiner eigenen Erfahrung oftmals nichts ganz so extrem und spätestens in der Oberstufe dann oftmal fast belanglos, aber was so an den beiden unteren Schulformen abläuft ist teilweise schon extrem. Wer das Problem für überschätzt hält ist entweder seit Jahrzehnten aus der Schule raus oder lief mit Scheuklappen durch seine Schulzeit.

Zitat von Klose für Werder;624461:
Äh, nein, wo hab ich das gesagt? Les doch nochmal genau, ich meinte es so:

Ohne Schuluniformen werden Kinder gemobbt die keine besondere Kleidung tragen.

Mit Schuluniformen werden Kinder gemobbt, die sich diese nicht leisten können.

Wie ich oben geschrieben habe, kann sicher jeder die Schulkleidung leisten. Finanzielle Mittel sind nur ein Scheinargument von Gegnern der Schulkleidung.

Wenn schon Schuluniform, dann lasst uns doch auch gleich bundesweit einheitliche Kleidung einführen. So kann auch außerhalb der Schule nichts passieren. Die Frisur sollte wenn möglich auch einheitlich sein. Alle Menschen gleich, so werden wir unsere Probleme lösen.

:applaus:

:stirn:

War klar das wieder jemand mit so einem Schwachsinn kommt. :wall:
 
Back
Top