Klingt ja vielleicht alles ganz schön und gut, was du da schreibst, genauer betrachtet ist es aber nur populistischer Mumpitz, der von der eigentlichen Diskussion ablenkt. Sparbücher kann man ja immer schreiben, denn da lässt sich viel an unnötigen Ausgaben finden, aber das eigentliche Thema ist doch, Steuern runter - ja oder nein? Und wenn ja, dann auch durch zusätzliche Schulden finanzieren? Da bin ich eindeutig dagegen, denn wer soll denn wohl diese Schulden zurückzahlen? Doch wohl jüngere Menschen wie die meisten in diesem Forum, während die eigentlichen Profiteure dieser eventuellen Steuersenkungen wohl eher nicht hier im Forum zu finden sind, da schon älter und dadurch vom Einkommen her weiter oben angesiedelt.
Die Politiker sollen erstmal richtige Zahlen und Fakten auf den Tisch legen und nicht immer nur so wischiwaschi-Argumente. Es läuft doch immer nach dem gleichen Muster ab - sie wollen irgendwelche Steuern senken (oder alternativ ganz tolle Investitionsprogramme starten), das muss dann über Schulden finanziert werden, aber dadurch kommt doch mehr Geld in die Binnenwirtschaft und es entsteht ganz großer Wirtschaftswachstum, wovon sich die Schulden quasi von allein abbezahlen lassen, wenn nicht zufällig irgendeine Wirtschaftskrise vorbeikommt. Ausserdem kann man doch eh ganz viel einsparen, hier, guckt mal, liebe Wähler, wir haben auch schon ein ganz tolles Sparbuch geschrieben und Subventionen müssen auch gestrichen werden.
Die sollten das mal umgekehrt machen, erstmal Subventionen streichen, die Kosten aus ihren Sparbüchern einsparen und damit was tun für ihr Geld. Dann können sie uns ihre Einsparungen präsentieren, davon erstmal Schulden tilgen und wenn dann noch was über ist, meinetwegen Steuern senken. Wenn sie das mal schaffen würden, hätten sie auch mal endlich was geleistet.
Ausserdem sollten sich die lieben Politiker mal nicht einbilden, sie könnten die Wirtschaft so sehr beeinflussen, wie sie es uns Wählern immer einreden wollen, das hängt nämlich von weitaus mehr Faktoren ab und wahrscheinlich beeinflussen sie diese sowieso eher negativ als positiv, da die meisten Politiker komplette Wirtschaftslaien sind und/oder sich nur durch politische Einflüsse leiten lassen.
Neben den schon angesprochenen Senkungen von überflüssigen Kosten und Subventionen sollte sich die Politik zudem viel mehr um die Wettbewerbspolitik kümmern - Energie und Pharmaindustrie würden mir dabei ganz spontan einfallen, wo es noch sehr viel zu tun gäbe. Mit Privatisierung ist es nämlich nicht getan, wie es zB die FDP immer erzählt, wenn die Wettbewerbssituation dadurch nicht erhöht wird, dann ist dadurch niemandem geholfen, ganz im Gegenteil.