K
Klunz
Guest
@Klunz. Keine Lust? Wirklich? Nicht vielleicht eher keine Argumente?
Genau das ist der springende Punkt, danke.
Wenn hohe Kosten für Flüchtlinge, die hierher kommen, aus welchen Gründen auch immer eine Rentenkürzung veursachen würden, gäbe es eine Verbindung zwischen Flüchtlingen und Rentnern. Dann würde den Rentnern durch die Flüchtlinge tatsächlich etwas weggenommen, das sie ohne die Flüchtlinge gehabt hätten. Das ist aber nicht der Fall.
Wie oben von mir schon beschrieben und von Klunz ja auch angedeutet, ist kaum zu erwarten, dass durch weniger Flüchtlinge eingespartes Geld in die Rentenkassen fließt und kurzfristig Rentnern zu Gute kommt. Das könnte nämlich keine Partei - und zwar nicht nur CDU oder SPD - denjenigen erklären, die jetzt noch 20, 30 Jahre arbeiten müssen und danach deutlich weniger Rente haben werden als Rentner heute.Es wäre natürlich eine Option, aber meiner Meinung nach eine sehr theoretische.
Wenn jemand sagt, dass Flüchtlinge - oder auch Hartz IV-Empfänger oder sonstige Empränger von staatlichen Leistungen - seiner Meinung nach zu viel Unterstützung im Vergleich zu anderen - beispielsweise Rentner, die lange im Niedriglohnbereich gearbeitet haben oder auch Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich - erhalten, ist das sein gutes Recht, und es steht ihm frei, genau die Partei zu wählen, die seinen Standpunkt in diesem Punkt am ehesten entspricht. Das ist nichts anderes als z. B. meine ganz klare Ablehnung einer Erhöhung der Hartz-IV-Sätze, die es für mich (unter anderem) unmöglich macht, die Linkspartei zu wählen, obwohl ich ihren Beitrag zur Einführung des Mindestlohnes durchaus anerkenne.
Wenn aber im Falle von Gruppen, die aus völlig verschiedenen Töpfen ihr Geld bekommen - in diesem Fall Flüchtlinge und Rentner - suggeriert wird, dass die eine Gruppe der anderen etwas wegnimmt, indem beide immer wieder in einem Atemzug genannt werden, obwohl kein Zusammenhang besteht, ist genau DAS für mich Populismus. Denn es befeuert eine Neiddebatte, die - in diesem Fall - zu Hass gegenüber oder gar Ablehnung von Flüchtlingen führt.
Jein.
Wahrscheinlich war ich schon einen Schritt weiter, weil ich der Überzeugung bin das die Rente u.a. steuerfinanziert werden muss, alleine schon wegen des demographischen Wandels und des derzeitigen Rentensystems.
Warum nicht 2015 damit anfangen und den Rentnern, die am Existenzminimum leben, trotz jahrzehntelanger Arbeit, einfach einen "Existenzuschuss" gewähren, der steuerfinanziert ist.






