Allgemeiner Politik Thread

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8209022/drohungen-gegen-das-verfassungsgericht.html

Gar kein Aufschrei der Politik?

Achso...das ist ja Frau Merkel`s Lösung, in der Flüchtlingskrise.

http://www.deutschlandfunk.de/eu-tuerkei-gipfel-bundeskanzlerin-merkel-wirbt-fuer.1947.de.html?drn:news_id=588886

"Merkel betonte, bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise spiele die Türkei eine Schlüsselrolle".
Das passt doch ausgezeichnet. Merkel wurde für ihre bisherige Flüchtlingspolitik von AFD-Wählern und Pegidisten massiv angegangen und die Richtung gedrängt, die diese AFD-Wähler und Pegidisten vertreten. Deren Gedankengut ist in der Regel ziemlich deckungsgleich mit dem Erdogans. Sie merken es nur nicht, da das ja nicht sein kann, dass man ähnlich denkt wie ein muslimischer Autokrat. Wer hier für die AFD und Pegida ist, wäre als in der Türkei Geborener ein williger Fahnenschwenker für den Sultan Erdogan oder - falls gebürtiger Russe - ein glühender Verehrer des Zaren Putin.

Wäre Erdogan mit blauen Augen in Sachsen geboren worden, wäre er wahrscheinlich Bundesvorsitzender der NPD. Besonders seltsam ist, dass diejenigen hier in Deutschland, die Erdogan (zurecht) verteufeln, in ihrer übergroßen Mehrheit Putin geradezu huldigen. Dabei sind die beiden aus einem Holz und in ihrer Denkweise nahezu deckungsgleich. Der Faschismus gedeiht im Moment leider flächendeckend.
 
Erdogan wirds schon richten. Zwar gibt es da dann vermutlich echte Schießbefehle, wenn es zum Äußersten kommt, aber das ist schön weit weg und wir bekommen keine unschönen Bilder in der Tagesschau.:cool:
 
Das passt doch ausgezeichnet. Merkel wurde für ihre bisherige Flüchtlingspolitik von AFD-Wählern und Pegidisten massiv angegangen und die Richtung gedrängt, die diese AFD-Wähler und Pegidisten vertreten. Deren Gedankengut ist in der Regel ziemlich deckungsgleich mit dem Erdogans. Sie merken es nur nicht, da das ja nicht sein kann, dass man ähnlich denkt wie ein muslimischer Autokrat. Wer hier für die AFD und Pegida ist, wäre als in der Türkei Geborener ein williger Fahnenschwenker für den Sultan Erdogan oder - falls gebürtiger Russe - ein glühender Verehrer des Zaren Putin.

Wäre Erdogan mit blauen Augen in Sachsen geboren worden, wäre er wahrscheinlich Bundesvorsitzender der NPD. Besonders seltsam ist, dass diejenigen hier in Deutschland, die Erdogan (zurecht) verteufeln, in ihrer übergroßen Mehrheit Putin geradezu huldigen. Dabei sind die beiden aus einem Holz und in ihrer Denkweise nahezu deckungsgleich. Der Faschismus gedeiht im Moment leider flächendeckend.

Was ist Frau Merkel da in Deinen Augen?
Sie spricht doch mit den Vertretern der Türkei und legitimiert sie.
 
Am Abend des 8.März 2016 habe ich zum letzten Mal zur Politik der Türkei Stellung bezogen bzw. einen Hinweis auf eine sich damit beschäftigende Sendung gegeben. Scheint dir offenbar entgangen zu sein.

Ja und?

Weil alles andere verlogen und scheinheilig ist, stört es dich nicht, wenn nicht ständig ein Aufschrei wegen der Zustände in Saudi-Arabien, China, Russland, Iran, Bahrein,etc. kommt.
Wer sagt, das dies mich nicht stört?

Allerdings wenn man konkret aktuell auf Hilfe und Zusammenarbeit mit der Türkei in der Flüchtlingskrise angewiesen ist, um dir und deinen vor Überfremdung und Islamisierung fürchtenden Freunden die Flüchtlinge von Hals zu halten, ausgerechnet da erwartest du natürlich das die deutsche Politik der Türkei mit moralischen Maßregelungen vor den Kopf stösst.

Ja. Siehst Du das anders?


Wenn die Türkei übrigens so ein Schreckensstaat ist, dass sie von der deutschen Politik gemaßregelt werden müsste, wieso sollten dann die Flüchtlinge dort bleiben müssen?

Differenzieren ist Dir ein Begriff? Im Moment geht Erdogan gegen Kurden und ihm kritische Medien, Oppositionelle, etc, vor und nicht gegen Flüchtlinge. Er instrumentalisiert sie, um der EU seine Bedingen aufzudiktieren.
 
Noch ein wenig Küchenpsychologie: Die Rebellion gegen den Übervater ist immer wieder ein gerne oder auch unbewusst genommenes Motiv.

Mit 4 oder 5 Jahren glaube ich das eher weniger.

Dauernd ins Stadion renne ich schon lange nicht mehr, da ich a) nicht mehr in der Stadt wohne und es mir b) kaum noch leisten kann. Ziemlich regelmäßig war ich im Stadion, als ich als Kind 3 DM oder so zahlen musste und man noch in der Halbzeit von der West in die Ost oder umgekehrt marschieren konnte, um hinter dem Tor zu STEHEN, auf das Werder stürmte.

Das war auch eher auf die Allgemeinheit bezogen. Bei mir schlägt der Besuch eines Heimspiels bei Werder, der in der Regel zu zweit stattfindet, mit 200 - 300 Euro zu Buche. Da ist der Eintrittspreis dann kein auffälliger Posten mehr.

Diese bundesweit recht hohe Beliebtheit hat nicht zuletzt etwas mit der Toleranz zu tun, die Werderfans zugeschrieben wird.

Nee. Die haben seinerzeit charismatische und vor allem herausragende Fußballer in ihren Reihen gehabt, Otto hatte seine Wunder von der Weser und Schaaf ließ einige Jahre schönen Fußball spielen. Deswegen wird man hauptsächlich Fan. Die, die nur aufgrund der politischen Anschauung eines Vereins Fan desselben werden, sind entweder im Sonderfall am Millerntor beheimatet oder gehören überspitzt formuliert mMn der Fraktion an, die im Sportunterricht bei Ballsportarten regelmäßig als letztes gewählt wurden und die Fußball ohnehin doof fanden und stattdessen lieber der AG Basteln beitraten.

Zum Thema. Du hast hier geschrieben, dass Du öfter die Linke gewählt hast und jetzt wohl zur AFD tendierst. Ich habe in den letzten Jahren auch immer die Linke gewählt. Für mich hatte die Linke eine schöne und eine hässliche Seite: Die schöne Seite war für mich der soziale Anspruch. Die hässliche die teilweise noch vorhandene Verharmlosung bis Verherrlichung der DDR sowie ein latent spürbarer Antisemitismus, der sich nur mühsam als Kritik an der aktuellen Politik Israels tarnte. Die schöne Seite dieser Partei wird langsam heimatlos und muss sich wohl zähneknirschend wieder der SPD zuwenden. Die andere Seite pendelt anscheinend zwischen AFD und NPD, wenn man sich die Wählerwanderungen ansieht.

Ich hab die damals bspw. gewählt, weil die für nen Mindestlohn von 10€ statt 8,50€ waren. Der spielt für mich persönlich Gott sei Dank keine große Rolle, aber damit bliebe mMn der Zweck des zur - Arbeit - Gehens noch ersichtlich. Zudem haben die mit Wagenknecht und damals Gysi die für mich klügsten Köpfe der heutigen Politik in ihren Reihen versammelt gehabt. Aber so richtig aus dem Knick kommen die partout nicht, dennoch ziehe ich die jederzeit den glücklicherweise ruhiggestellten Quatschköpfen der FDP vor, den weltfremden Grünen sowieso und die SPD ist eh nur noch ein Schatten ihrer Selbst und hat mit Gabriel einen absoluten Unsympathen und mMn schmierigen, selbstherrlichen Wendehals an der Spitze. Und CDU ist für mich aufgrund von Merkel und dem, was ich von denen früher auf Kommunal- und heute auf Landesebene so mitbekomme, auch bloß nicht wählbar.
 
Wagenknecht und damals Gysi die für mich klügsten Köpfe
Und die mMn "gefährlichsten" – eben weil sie so gute Rhetoriker sind... (Kleiner Seitenhieb: Der Gysi, der seit 67 in der SED war und 89 zu ihrem Vorsitzenden gewählt wurde? o_O)
Wieso? Bei Bildung, Rente, Steuern (das sind Links – sieht man nur leider nicht mehr) bspw. haben die mMn wirklich gute Ideen/Ansätze. Die bestehen nicht mehr nur aus Umweltpolitik und Ökos... ;)
CDU ist für mich aufgrund von Merkel und dem, was ich von denen früher auf Kommunal- und heute auf Landesebene so mitbekomme
Bundespolitik und Landes-/Kommunalpolitik sind aber verschiedene Paar Schuhe.


Ich persönlich verstehe übrigens den Akt des "Protestwählens" nicht... Was soll dadurch besser werden?
Ich wähle eine Partei, mit deren Inhalten und Vorstellungen ich (weitgehend) konform gehe, mit der ich mich identifizieren kann und von der ich mir erwarte, dass sie meine Interessen vertritt – und nicht um "denen da oben" mal ordentlich "auf die Finger zu hauen".
 
Und die mMn "gefährlichsten" – eben weil sie so gute Rhetoriker sind... (Kleiner Seitenhieb: Der Gysi, der seit 67 in der SED war und 89 zu ihrem Vorsitzenden gewählt wurde? o_O)

Ja, genau der Gysi. Und wofür das Kürzel PDS stand bzw. dass er dann eben der Linken bis zum Schluss treu blieb, zeugt für mich von Konsequenz. Dennoch hätte ich ihn in hypothetischen Planspielen nicht als Kanzler o.ä. sehen wollen.

Wieso? Bei Bildung, Rente, Steuern (das sind Links – sieht man nur leider nicht mehr) bspw. haben die mMn wirklich gute Ideen/Ansätze. Die bestehen nicht mehr nur aus Umweltpolitik und Ökos... ;)

Wenns denn nur Umweltpolitik und Ökos wären. Deren übertriebener Humanismus, den man bezüglich der eigenen Bevölkerung komischerweise zumeist vergeblich sucht, gepaart mit einigen fragwürdigen Entscheidungen sowie das Erscheinungsbild und Gebahren der Frontkämpfer Roth, Özdemir und Hofreiter lassen mich über die ein Urteil fällen, bei dem die mit der Bewertung "weltfremd" noch bestens bedient sind.

Bundespolitik und Landes-/Kommunalpolitik sind aber verschiedene Paar Schuhe.

Das ist mir bewusst. Es geht mir aber hierbei auch nicht nur um die Politik an sich, sondern auch um die Vorgänge innerhalb der Partei, die ich so mitbekomme. Und wenn ich dann mitbekomme, welche Leute, die ich persönlich kenne und über die ich mir daher ein Urteil erlauben darf, sich dort versammelt haben, dann kann ich die für mich ausschließen. Ist eine rein persönliche Erfahrung aber da hat sich eine Riege von Schaumschlägern versammelt, das geht für mich gar nicht. Und solange auf Bundesebene Oma Merkel da noch in der ersten Reihe mitwirkt, ist die CDU für mich sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene nicht wählbar. Die habe ich auch noch nie gewählt.


Ich persönlich verstehe übrigens den Akt des "Protestwählens" nicht... Was soll dadurch besser werden?
Ich wähle eine Partei, mit deren Inhalten und Vorstellungen ich (weitgehend) konform gehe, mit der ich mich identifizieren kann und von der ich mir erwarte, dass sie meine Interessen vertritt – und nicht um "denen da oben" mal ordentlich "auf die Finger zu hauen".

Das mit den Interessen hatte ich bei den letzten Wahlen so gehandhabt. Momentan gibt es aber eben einfach keine Parteien, auf die dein letzter Teilsatz zutrifft.
 
Man kann ja auch einfach mal die AfD-Kandidaten in Sachsen-Anhalt selbst zu den Positionen ihres Wahlprogramms Stellung nehmen lassen: https://www.youtube.com/watch?v=8RaveBusmZU

Ja, finde ich jetzt nichts, was da inhaltlich vom Wahlprogramm her skandalös erscheint. Dass es zwischen einzelnen Abgeordneten bei gewissen Dingen verschiedene Ansichten gibt, ist nicht unüblich. Die Berichterstattung des ZDF in diesem speziellen Fall aber mal wieder unter aller Sau. Da werden Kandidaten gezeigt, die am Überlegen sind bzw. nach den richtigen Worten ringen. Und während diese Sequenzen bei anderen Parteien vermutlich dem Schnitt zum Opfer gefallen wären, versucht man hier wieder, eine bestimmte Gruppe bloßzustellen. Aber Neutralität und ÖR passt ja in letzter Zeit immer weniger zusammen.
 
Am Ende einer fragwürdigen Argumentation erfolgt also weiterhin der ebenso hilflose wie durchsichtige Vorwurf der "Lügenpresse", ähhh, "voreingenommen öffentlichen Berichterstattung". :oops:

Na, dann. :kaffee:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Klingt fast nach einem erneuten waghalsigen Wettangebot!

Wieviele hättest Du eigentlich schon gewonnen?
 
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