Allgemeiner Politik Thread

Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Wenn jemand politisch interessiert ist, dann ist er entweder weitgehend zufrieden mit der aktuellen Situation und sollte demnach "die Regierung" (auch auf kommunaler Ebene) wiederwählen oder aber eine andere Partei, in der Hoffnung, dass diese an die Macht kommt.

Gar nicht zu wählen zeigt meiner Meinung nach nur, dass es einem egal ist, wer gewinnt. Dann sollte man sich aber auch nicht über die Regierenden empören, schließlich hat man sie - wenn auch indirekt - "gewählt". Nichtwählerstimmen werden de facto unter allen Parteien aufgeteilt, und da erhält die Regierung halt unausweichlich mehr als die anderen.

Das Recht nicht zu wählen gibt es auch. Noch werden wir hier nicht gezwungen zur Wahl zu gehen. Und auch dann kann ich immer noch einen ungültigen Wahlzettel in die Urne legen. Und trotzdem kann ich meine Meinung zur Regierung sagen.
 
Klar ist das dein gutes Recht. (Wobei ich das mit dem Ungültigmachen für die bessere Wahl halte - das zeigt nämlich eher, dass man sich zumindest Gedanken gemacht hat und nicht nur mangels Interesse nicht gewählt hat).

Wie gesagt kann man dir aber, egal wie berechtigt deine Einwände sind, eine komplette Legilaturperiode lang zumindest entgegenhalten: "Du hast sie doch (de facto) gewählt!"
 
Mir geht es nicht anders. Ich wüsste auch nicht wen ich wählen soll. CDU und SPD fallen natürlich gleich von vornherein raus. FDP kann man auch vergessen... Linke oder rechts (NPD, AfD zum Teil) geht eigentlich auch nicht. Was bleibt da noch übrig? Und Grüne würde ich auch nie wählen.

Als Alternative wähle ich DIE PARTEI. Immer noch besser als gar nicht wählen zu gehen. Die haben bei der OB-Wahl in Köln sogar 7 % geschafft, immerhin drittstärkste Partei dort.
 

Es ist meine Einschätzung, ich glaube nicht, dass ich mit dieser daneben liege. Habe auch kürzlich erst wieder gelesen, dass sogar die Jugend politisch interessiert wie lange nicht mehr ist.

Die scheinbare Gleichgültigkeit resultiert wohl aus einem Gefühl der Machtlosigkeit. Durch die großen Parteien, die sich immer mehr aneinander angleichen, nicht unbedingt in ihren Idealen, aber in ihrem Handeln (weil ihnen die Hände gebunden sind, weil sie als Marionetten handeln oder warum auch immer), fühlt sich kaum noch jemand gut vertreten. Eine Randpartei zu wählen, kommt mal echt einem Verschenken der Stimme gleich. Ich versuche dennoch immer, das aus meiner Sicht kleinere Übel zu wählen, anderen ist das mittlerweile eben zu blöd.
 
Mir geht es nicht anders. Ich wüsste auch nicht wen ich wählen soll. CDU und SPD fallen natürlich gleich von vornherein raus. FDP kann man auch vergessen... Linke oder rechts (NPD, AfD zum Teil) geht eigentlich auch nicht. Was bleibt da noch übrig? Und Grüne würde ich auch nie wählen.

Als Alternative wähle ich DIE PARTEI. Immer noch besser als gar nicht wählen zu gehen. Die haben bei der OB-Wahl in Köln sogar 7 % geschafft, immerhin drittstärkste Partei dort.

CDU und SPD fallen raus, weil sie die Regierung bilden?? Speziell die SPD kommt für Dich als jungen Wähler überhaupt nicht infrage??

Was sagst Du als junger Wähler zu den Piraten?
 
CDU und SPD fallen raus, weil sie die Regierung bilden?? Speziell die SPD kommt für Dich als jungen Wähler überhaupt nicht infrage??

Was sagst Du als junger Wähler zu den Piraten?

CDU fällt direkt raus, weil ich mich mit dieser Partei überhaupt nicht identifizieren kann. SPD ist da schon ein Tick besser. Aber überzeugt mich trotzdem auch nicht, z. B. sind die auch für TTIP, da bin ich voll dagegen. Die FDP hat ja zuletzt auch für TTIP geworben, fällt also raus.

Piraten weiß ich nicht so recht. Finde ich an sich nicht schlecht, aber die sind ja zuletzt auch wieder ein bisschen untergegangen? Piraten wären zumindest eine Option.
 
Es ist meine Einschätzung, ich glaube nicht, dass ich mit dieser daneben liege. Habe auch kürzlich erst wieder gelesen, dass sogar die Jugend politisch interessiert wie lange nicht mehr ist.

Die scheinbare Gleichgültigkeit resultiert wohl aus einem Gefühl der Machtlosigkeit. Durch die großen Parteien, die sich immer mehr aneinander angleichen, nicht unbedingt in ihren Idealen, aber in ihrem Handeln (weil ihnen die Hände gebunden sind, weil sie als Marionetten handeln oder warum auch immer), fühlt sich kaum noch jemand gut vertreten. Eine Randpartei zu wählen, kommt mal echt einem Verschenken der Stimme gleich. Ich versuche dennoch immer, das aus meiner Sicht kleinere Übel zu wählen, anderen ist das mittlerweile eben zu blöd.

Das kleinere Übel ist eben auch ein Übel. Und die Stimmen machen hinterher das kleine Übel zum Großen. Die Gleichgültigkeit ist auch nicht scheinbar. Und es macht sich eine Hilflosigkeit breit. Was kann meine Stimme bewirken ? Vor der Wahl versprechen die Parteien vieles und wollen nach der Wahl davon nichts mehr Wissen !
 
Gehört wohl auch hierher: Auf dem Weg zur Großdemo in Dresden ist ein Pegida Anhänger überfallen und schwer verletzt worden.
Bei der Demo haben die Gegner von Pegida Polizisten angegriffen und gingen mit Gewalt gegen die Polizei vor.
Qellen : Internet - General-Anzeiger Bonn, Walsroder Zeitung.
 
Ja, die Linksautonomen sind heute durch die Stadt gezogen. Haben auch versucht zu den Pegida-Leute zu kommen. Die Polizei konnte das aber wohl zum Glück verhindern. Was mich wieder aufregt ist diese einseitige Berichterstattung in den Medien. Bei BILD oder n-tv wird von den Krawallen der Linken nur nebenbei etwas erwähnt.

Quelle: mopo24 (auf der Facebook-Seite gibt es u. a. einige Videos von diesen Gegendemonstranten)
 

Deine Stimme macht ein einundachtzigmillionstel des Willens dieser Bevölkerung aus. (Ich habe jetzt der Einfachheit halber die Kinder mal mit reingerechnet). Das ist zwar eine bittere Erkenntnis, und ich selber finde das manchmal auch doof, wenn ich so sehe, was bei Wahlen herauskommt, aber wie sollte man es anders machen?


Was die Vergeblichkeit der Abgabe von Stimmen an kleine Partein angeht: Die Situation finde ich auch frustierend. Unsere Demokratie halte ich für standhaft genug, dass es diese Fünf-Prozent-Hürde eigentlich nicht mehr geben müsste.
Dennoch würde ich eher was Kleines wählen als gar nicht. (Auch wenn die faktischen Folgen davon leider ähnlich sind wie die des Nichtwählens - meine Stimme würde "aufgeteilt" werden. Also haben alle, die Marxisten-Leninisten gewählt haben, mehr als zwei Drittel ihrer Stimme dazu verwendet, schwarz-rot zu wählen...)

Ich nutze jedenfalls vor Wahlen, bei denen ich mir nicht sicher bin, den Wahl-O-Maten. Der hilft ganz gut, die eigenen Postionen zu Einzelproblemen in der Parteienlandschaft zu verorten.
 
Hier gibt es übrigens einen ganz guten Überblick was heute und was immer noch in Dresden los ist:

https://mopo24.de/#!nachrichten/liveticker-pegida-demo-gegenprotest-dresden-20506

Es gab auf beiden Seiten, rechts wie links, Vorfälle. Ich frage mich was in solchen Leuten vorgeht die die Polizei angreifen. Ohne die Polizei wäre das heute total eskaliert.

Schade für Dresden.
Die Touristenzahlen sollen schon merklich zurückgegangen sein.
 
Hier gibt es übrigens einen ganz guten Überblick was heute und was immer noch in Dresden los ist:

https://mopo24.de/#!nachrichten/liveticker-pegida-demo-gegenprotest-dresden-20506

Es gab auf beiden Seiten, rechts wie links, Vorfälle. Ich frage mich was in solchen Leuten vorgeht die die Polizei angreifen. Ohne die Polizei wäre das heute total eskaliert.

Das was ich im Internet gelesen hab, ist kurz danach auch auf den Nachrichten des WDR ganz anders dargestellt worden.
Man sprach davon, das zu kleinen Scharmützeln auf beiden Seiten gekommen ist und das ganz nebenbei noch ein Pegida Anhänger verletzt worden sei.
 
Zumindest würden beide Seiten davon profitieren:

sowohl die PEGIDA-Kritiker, die auf die (wiederholten) Gewaltexzesse gegen die "seit einem Jahr friedlich Demonstrierenden" hinweisen könnten, wie auch PEGIDA selbst, die ja eben dieses Selbstbild haben (und deren Anhängerschaft bei facebook eh vermutete, dass bezahle "Merkel-Schergen" sich als Patrioten ausgeben würden, um dann Ausschreitungen herbeizuführen) und die sich gerne in der Opferrolle präsentieren.
 
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