Scheinbar sprecht ihr hier ausschliesslich von der Verwendung des Begriffes Gutmensch im Kontext von Islam- oder Einwanderungsfragen und beschränkt euch auf die Coloeur, die diesen Begriff in diesem Zusammenhang verwendet.
Der Begriff Gutmensch existierte aber auch schon lange bevor Pegida Volk auf die Straßen ging und er existiert auch in sonst allen Alltagsthemen.
Insofern ist dieser Begriff auch abseits von Pegida, Salafisten und Co. recht eindeutig definiert, meine eigene Definition und Einschätzung habe ich ja bereits dargelegt.
Der Begriff "Gutmensch" muss für alles herhalten, was einem in, meist politischen Diskussionen, nicht passt, und wird dermaßen inflationär gebraucht dass eine eindeutige Definition überhaupt nicht mehr möglich ist.
Das sehe ich überhaupt nicht so, da reicht das Spektrum der Schwarz-Weiss Denke dann doch deutlich weiter, als dass es sich nur auf den Begriff des Gutmenschen beschränken würde... da sind die Leute dann doch kreativer.
Wir haben diese Mechanismen doch z.T. auch schon hier gesehen.
Findest du die Ukraine Politik des Westens nicht so gelungen, dann bist du ein Wahnwichtel und Aluhutträger, findest du u.a. Salafisten- und Anti Israel Demos mitten in Deutschland bedenklich, dann bist du zumindest mal ein Islamkritiker (=pauschal zu vergleichen mit Neonazi) und stellst du z.B. in Anbetracht der Situation in Griechenland, Portugal oder Spanien die derzeitige Währungsunion in Frage, dann bist du in allgemeiner Wahrnehmung ein Eurohasser (=pauschal mal zumindest zu vergleichen mit (Ultra) Nationalist oder Ewig Gestriger).
In umgedrehter Reihe gibt es dann natürlich die entsprechenden Gegenbegriffe, diese reichen dann wiederum von systemtreuer Michel, Gutmensch, naives Systemopfer etc. etc. blablabla.
Ein Austausch über solche Themen wäre jedenfalls grundsätzlich durchaus zielführender und angenehmer ohne diese anstrengenden Reflexe und sofortigen Schubladen-Einordnungsversuche beiderseits.