Allgemeiner Politik Thread

Ja, die Aktion kenne ich. Die daran anschließende sexualpathologische Vergewaltigungsfantasie erklärt das keineswegs. Im Übrigen nervt dieser ekelhafte Dresdner Opfermythos wegen der Bombardierung ihrer Nazi-Stadt ganz gewaltig. Für mich ist dieser Opferkult, von der DDR bis heute, einer der wichtigsten Gründe, warum dort Revisionismus, Nationalismus, NPD, PEGIDA und Co. fröhliche Urstände feiern.

Da kann ich nur sagen: Bomber Harris, do it again!

Naja, wo jahrlang keine Demokratie (ausser der deudschndemokratschn) war, dauert es immer eine Weile, bis sich die Fähigkeit zu einer differenzierten Betrachtung herausbildet. Das soll keine Enschuldigung sein, aber wenn dir 50 Jahre beigebracht wird, nicht mitzudenken sondern nur im System zu funktionieren, kann man nicht von heute auf morgen mündige Bürger erwarten...
 
Zitat von Bremervörde;3077410:
Naja, wo jahrlang keine Demokratie (ausser der deudschndemokratschn) war, dauert es immer eine Weile, bis sich die Fähigkeit zu einer differenzierten Betrachtung herausbildet. Das soll keine Enschuldigung sein, aber wenn dir 50 Jahre beigebracht wird, nicht mitzudenken sondern nur im System zu funktionieren, kann man nicht von heute auf morgen mündige Bürger erwarten...

Wobei sich die Stadt Dresden in den letzten Wochen im Gegensatz zu einigen westdeutschen Städten mMn als eine Hochburg der Demokratie gezeigt hat.

Vermutlich ist innhaltlich das hier gemeint:

Quelle

Naja, von derartigen Thesen halte ich nicht allzu viel. Dass sich bestimmte Gruppen, hier und da, in einer Opferrolle wiedersehen, hat unterschiedliche, mal nachvollziehbare, mal nicht nachvollziehbare Gründe, ich kann mir nicht vorstellen, dass dies generell auf die Geschichte der Stadt zurückzuführen ist. Vielleicht ist das bei einigen deutlich älteren Leuten der Fall, dass sie diese Opferolle einfach inne haben, aber mit solchen Leuten habe ich zu wenig zu tun, um das zu beurteilen.
 
Zitat von Bremervörde;3077410:
Naja, wo jahrlang keine Demokratie (ausser der deudschndemokratschn) war, dauert es immer eine Weile, bis sich die Fähigkeit zu einer differenzierten Betrachtung herausbildet. Das soll keine Enschuldigung sein, aber wenn dir 50 Jahre beigebracht wird, nicht mitzudenken sondern nur im System zu funktionieren, kann man nicht von heute auf morgen mündige Bürger erwarten...

Grundsätzlich richtig, und man kann/muß dabei auch noch berücksichtigen, daß der Raum Dresden zu DDR-Zeiten kein Westfernsehen empfangen konnte, was ihr den Ruf des "Tal der Ahnungslosen" einbrachte. Aber ebenso muß man differenziert betrachten, daß der Mauerfall mittlerweile 25 Jahre her ist, so daß die heutige Generation der U25- bis U30jährigen schon mehr mündige Bürger sein müßten sollten als die Älteren.
 
Warum? Weil bei euch besonders viele Pegida-Dumpfbacken aufgezogen sind?

Weil man deren Meinung, ohne diese zu teilen, toleriert hat und den politischen Dialog gesucht hat, statt, die Menschen, die dieser Bewegung folgten, pauschal von oben herab zu diffamieren. Weil man hier ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und Meinungsäußerung akzeptiert hat und nicht in dem Ausmaße, wie in anderen Städten, versuchte, dies mit Gewalt zu unterbinden.

Was in vielen teilen Deutschlands derzeit passiert, ist zutiefst undemokratisch, aber diese antidemokratische, linksextreme Gewalt wird meist totgeschwiegen und die Problematik nicht thematisiert. Dieses falsche Verständnis von Demokratie zieht sich eben auch durch den Journalismus und die Medienlandschaft, die eigtl. halbwegs fair und neutral berichten sollte, dies aber viel zu selten tut.
 
Weil man deren Meinung, ohne diese zu teilen, toleriert hat und den politischen Dialog gesucht hat, statt, die Menschen, die dieser Bewegung folgten, pauschal von oben herab zu diffamieren. Weil man hier ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und Meinungsäußerung akzeptiert hat und nicht in dem Ausmaße, wie in anderen Städten, versuchte, dies mit Gewalt zu unterbinden.

:tnx:
Wenn man zum Beispiel mal nach Leipzig schaut:
http://www.mdr.de/sachsen/erneut-po...g-angegriffen100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html

Am besten ist dort das Statement de Grünenpolitikers:
Wer zu Gewalt greift, rechtfertigt die Zunahme an Überwachung und verschafft dem Verfassungsschutz und der Polizei neue Legitimationsgründe für die Einschränkung von Grundrechten. Gewalt spielt Legida in die Hände

So eine Aussage grenzt schon an an den Wahnsinn! Denn im Grunde verharmlost sie linke kriminelle, gewalttätige, Terror-Aktionen.

Anstatt auf demokratische Werte hinzuweisen, sowie auf den Sinn von Gewaltverzicht, wird bei linker Gewalt immer nur ein Argument gezogen: "Spielt doch nicht den Rechten in die Karten." Als ob das unser größtes Problem wäre! Frei interpretiert heißt das soviel: "Dass Polizeiwachen brennen, Menschen mit Steinen beschmissen werden und friedliche Demonstranten angegriffen und genötigt werden, ist alles halb so wild, solang nicht jemand Montags zur Pegida geht. Ach und übrigens liebe Linke Demonstranten: Denkt auch mal an euch selbst! Wenn ihr immer wieder Steine auf Polizisten schmeißt, hängen bald noch mehr Kameras in Dresden... Und das wollt ihr doch auch nicht..."

Diese absolute peinlichen Statements bei linker Gewalt regen mich in vermehrtem Maße auf.
 
Weil man deren Meinung, ohne diese zu teilen, toleriert hat und den politischen Dialog gesucht hat, statt, die Menschen, die dieser Bewegung folgten, pauschal von oben herab zu diffamieren.

Wenn man Kritik an der PEGIDA-Bewegung äussert, diffamiert man also, soso. Kritik fällt auch unter das Recht der Meinungsfreiheit, der Demokratie.
Und wenn Gegendemonstrationen gegen die PEGIDA demonstrieren gefährden die also die Demokratie :lol:

Heißt also dass nur PEGIDA-Demos Demokratie sind, die Demos dagegen allerdings nicht... die gefährden die Demokratie?

Und Leute, die stumpf jemandem hinterherlaufen, der in rechtsradikalen Kreisen sich bewegt, sich darüber nicht informieren bzw sich überhaupt nicht über die Lage der Welt informieren, und ich behaupte dass das ein riesiger Teil der Pegida-Bewegung ist, sonst würden sie da nicht mitlaufen unter einem Namen, der mehr als irreführend und gegensätzlich ist, diese Leute darf ich zu Recht als Dumpfbacken bezeichnen.

Gewaltätige Gegendemonstrationen waren übrigens Einzelpersonen, genauso wie es auch Gewalt auf Seiten der Pegidas gegeben hat.
 
Was in vielen teilen Deutschlands derzeit passiert, ist zutiefst undemokratisch, aber diese antidemokratische, linksextreme Gewalt wird meist totgeschwiegen und die Problematik nicht thematisiert.

Nochmal: Gewalt gab es gleichermaßen auf beiden Seiten, und das sollte niemand gutheißen.

Du kannst Pegida-Demos aber nicht als demokratisch bezeichnen, und Gegen-Demos als antidemokratisch. Das ist Bullshit.
 
Ja, die Aktion kenne ich. Die daran anschließende sexualpathologische Vergewaltigungsfantasie erklärt das keineswegs. Im Übrigen nervt dieser ekelhafte Dresdner Opfermythos wegen der Bombardierung ihrer Nazi-Stadt ganz gewaltig. Für mich ist dieser Opferkult, von der DDR bis heute, einer der wichtigsten Gründe, warum dort Revisionismus, Nationalismus, NPD, PEGIDA und Co. fröhliche Urstände feiern.

Oha, maddin, Deinen letzten Satz habe ich einfach mal nicht mit zitiert. :unfassbar:

Zu der ganz speziellen Stimmung in Dresden und möglichen Ursachen gab es gestern Abend im ZDF heutejournal einen interessanten Bericht.
 
Wie meinst Du das? Sollten sie DMn verboten werden? Laufen da nur Nazis mit?

Lies doch mal bitte alles.

C.Harper empfindet große Demokratie weil die Pegida-Demos in Dresden weniger durch Gegendemos "gestört" wurden als im restlichen Bundesgebiet. Für mich hört sich das so an, als wären einzig Pegida-Demos geschützt durch die Demokratie, Gegendemonstrationen aber undemokratisch. So drückt er es aus.
 
Lies doch mal bitte alles.

C.Harper empfindet große Demokratie weil die Pegida-Demos in Dresden weniger durch Gegendemos "gestört" wurden als im restlichen Bundesgebiet. Für mich hört sich das so an, als wären einzig Pegida-Demos geschützt durch die Demokratie, Gegendemonstrationen aber undemokratisch. So drückt er es aus.

Wo hat er denn explizit von Gegendemonstrationen gesprochen? Hab da leider nix gefunden!?
 
Weil man hier ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und Meinungsäußerung akzeptiert hat und nicht in dem Ausmaße, wie in anderen Städten, versuchte, dies mit Gewalt zu unterbinden.

Was in vielen teilen Deutschlands derzeit passiert, ist zutiefst undemokratisch,

Und in vielen Teilen Deutschlands gibt es eben überwiegend friedliche Gegendemonstrationen. Die Gewaltfälle sind Einzelfälle und gibt es gleichermaßen auf beiden Seiten.

Warum ist nun das eine undemokratisch, und Dresden besonders demokratisch weil es dort weniger Gegendemos gibt?
 
Zitat von Bremervörde;3077429:
Diese absolute peinlichen Statements bei linker Gewalt regen mich in vermehrtem Maße auf.

Mich regt auf, wenn Statements sinnentstellend bis böswillig verkürzt werden, und dann genau das gefordert wird, was im weggekürzten Teil stand.

Zugleich verurteilt Kasek Anschläge, wie die auf eine Leipziger Polizeistation in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag:
"Notwendig ist eine entschlossene aber gewaltfreie Haltung."

http://www.gruene-sachsen.de/aktuel...n-gruene-gegen-jeden-rassismus-gegen-jede-ge/
 
Nochmal: Gewalt gab es gleichermaßen auf beiden Seiten, und das sollte niemand gutheißen.

Du kannst Pegida-Demos aber nicht als demokratisch bezeichnen, und Gegen-Demos als antidemokratisch. Das ist Bullshit.

In Frankfurt und anderen Städten, war und ist es nicht möglich, sich ohne einem Spießrutenlauf, wüsten Beschimpfungen und Gewaltandrohungen auszusetzen, zu versammeln und seine Meinung zu äußern. Ohne die riesigen Polizeiaufgebote, würde es vermutlich Tote geben. Mit Gewalt wird versucht zu unterbinden, dass die Demonstranten gar nicht erst zu ihrem Versammlungspunkt gelangen... Und das ist nur ein Beispiel.
Ein anderes Beispiel ist die systematisch Entfernung von Wahlplakten der AFD in Hamburg und generell die aggressive Behinderung deren Arbeit und die Verleumdung, die stattfindet. Egal welche demokratische Partei es trifft, das kann einfach nicht sein und hat nichts mit Demokratie zu tun. Zu einer Demokratie gehört es eben, unterschiedliche Meinungen zu tolerieren und bei Bedarf darüber zu diskutieren.
 
In Frankfurt und anderen Städten, war und ist es nicht möglich, sich ohne einem Spießrutenlauf, wüsten Beschimpfungen und Gewaltandrohungen auszusetzen, zu versammeln und seine Meinung zu äußern. Ohne die riesigen Polizeiaufgebote, würde es vermutlich Tote geben. Mit Gewalt wird versucht zu unterbinden, dass die Demonstranten gar nicht erst zu ihrem Versammlungspunkt gelangen... Und das ist nur ein Beispiel.

Diese übertrieben unwahre Darstellung hat eben nur als Ziel, die Gegendemonstranten als bösen linken gewaltbereiten Block darzustellen, während die Pegida-Leute friedlich mit ner Kerze in der Hand demonstrieren. Sorry, aber das glaubst du doch selber nicht.

Ich war auf mehreren Demos, ua in Köln, weil ich zufällig dort auf nem Lehrgang war und mehrmals in SB. Ein Großteil beider Demos haben friedlich demonstriert, Einzelleute haben Krawalle gemacht. Auf BEIDEN Seiten.

So wie du das darstellst ist das völlig einseitig übertrieben und entspricht überhaupt nicht der Realität... in keinster Weise.

Ein anderes Beispiel ist die systematisch Entfernung von Wahlplakten der AFD in Hamburg und generell die aggressive Behinderung deren Arbeit und die Verleumdung, die stattfindet.

Achso... und du glaubst, dass rechte Politik-Anhänger Plakate von der Linken nicht abhängen? :lol: Das passiert natürlich nur der armen AfD.


Du hast es doch selbst geschrieben.
 
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