Ich denke, das hat vor allem mit unterschiedlichen Definitionen des Begriffes "Unrechtsstaat" zu tun, seine Sichtweise ist die eine Juristen. Ihm ging es darum, ob es rechtens war, dass der Staat gegründet wurde; ob also die UdSSR das Recht hatte, die DDR entstehen zu lassen. Wenn man das abstreitet, muss man auch sagen, dass die von anderen Staaten gegründetete BRD ein Unrechtstaat war.
Es geht ihm nicht darum zu bestreiten, dass in der DDR Unrecht geschehen ist. Dass dem so war, dass sogar grobes Unrecht geschehen ist, hat er ganz eindeutig formuliert.
Das stimmt. Schlechtes Beispiel, weil es Gysi tatsächlich um die Rechtmäßigkeit der Gründung ging. Aber steckt dahinter viellleicht Kalkül von Gysi, dass er davon redet, die DDR sei kein Unrechtsstaat, aber damit nicht das Unrecht meint, das vom Regime ausging, sondern nur die Gründung.
Er ist eben ein Fuchs.
Da unsere Regierung demokratisch legitimiert ist, gebe ich Dir durchaus Recht. Ändert aber nichts an meiner Meinung, dass die Folgen dieses Handelns menschenverachtend sind.
Selbst wenn nur 1% der Antragsstellenden asylberechtigt sein sollte: den Antrag, das zu überprüfen, können sie nur nach einer Einreise überhaupt stellen. Gerade politisch Verfolgte haben (mangels finanzieller Möglichkeiten und oft auch mangels Reisepass) überhaupt die Möglichkeit, per Flugzeug einzureisen.
Natürlich ist die Situation katastrophal. Alle abzuweisen ist keine Lösung, alle reinzulassen auch nicht.
Da gebe ich Dir durchaus Recht. Das müsste aber auch heißen, dass jeder, der diese Menschen nicht hier haben möchte, dann doch wenigstens dafür spenden sollte, dass sie es gar nicht erst für notwendig halten müssen, sich auf den Weg zu machen.
Das sehe ich nicht so. Spenden sind Privatsache. Der eine spendet für die DGzRS, der andere fürs DRK und wieder andere für Brot für die Welt. Und andere gar nicht, auch das ist erlaubt und legitim.



