Eben, deshalb sollten diese Familien im Sinne ihre Kinder handeln und die Kita dem Betreuungsgeld vorziehen.
Aber genau darin besteht ja das Problem des Betreuungsgeldes in seiner derzeitgen Form: jede Familie hat die Möglichkeit, diese "Zusatzeinnahme" zu kriegen, gerade für bildungsferne Migrantenfamilien (die genau deswegen meistens sehr einkommensschwach sind) ist das eine Menge Geld.
Die Entscheidung, es anzunehmenm ist für mich nachvollziehbar. Ich verstehe nicht, warum dieser Anreiz gesetzt wird!
Und Deine Kritik an der Kritik verstehe ich dann auch nicht so Recht: Einerseits wünscht Du Dir eine bedingte Kita-Pflicht, andererseits findest Du es in Ordnung, wenn genau diese Eltern Geld dafür bekommen, ihr Kind nicht in die Kita zu schicken?
Ich sehe einfach keinen Grund deshalb allen anderen Familien das Betreuungsgeld, das an sich mMn ne gute Sache ist, zu verwehren.
Was ist denn Deiner Meinung nach das gute daran, Geld dafür zu zahlen, dass Kinder daheim bleiben?
Ich gestehe Eltern ja durchaus das Recht zu, Kinder so erziehen zu wollen, aber warum die dann dafür Geld bekommen, während solche, die ihre Kinder lieber von Profis (mit-)erziehen lassen wollen, draufzahlen, das erschließt sich mir nicht.
Der Bildungserfolg hängt viel eher vom Engagement der Eltern ab.
Nö. Die Statistiken sprechen da eine eindeutige Sprache.
Wie soll denn zB ein Elternhaus, in dem es eine schlechte Lesekompetenz gibt, eine solche dem Kind vermitteln? Gibt da sehr aufschlussreiche (wenn auch schwer verständliche) Texte von zB Bourdier über den Habitus, der aus dem Elternhaus folgt und den Bildungserfolg wesentlich prägt.
Wobei das Christentum früherer Zeiten dem Islam was Gewalt betrifft in nichts nachsteht. Oder wie Urban Priol mal gesagt hat: wenn die Christen zur Zeit der Inquisition die heutigen Möglichkeiten gehabt hätten, dann gute Nacht!!! 


