G
gelöscht
Guest
Man kann sich imho beim Thema Zuwanderung nicht nur die Rosinen rauspicken. Wir holen uns nur die Topleute ins Land und alle Anderen müssen draußen bleiben. Wenn jedes Land dieser Welt das so handhabt, was passiert dann wohl ? So kann eine globale Welt nicht funktionieren.
Natürlich kann eine "globale Welt" so funktionieren, in Kanada ist es so. Haben die "Eingeborenen" nicht das gute Recht Menschen einwandern zu lassen, die die entstandenen Lücken füllen und dem Land nützlich sind. Was bitte sollen die Menschen ohne Perspektive hier machen - wo sind Deine Vorschläge für Beschäftigungslosigkeit ?
Und was der Herr Lucke von sich gibt, finde ich schwach. Er will die Einwanderer, die kein Deutsch können und schlechte Voraussetzungen haben, also nicht aufnehmen, weil er ihnen ein Leben hier in Hartz IV nicht antun will? Wie nobel von ihm. Ein wahrhafter Ehrenmann. Die Frage ist doch eine ganz Andere. Warum schaffen es diese Menschen nicht? Warum bezeichnet er sie von vornherein als chancenlos? Das ist doch ein Armutszeugnis für Deutschland. Wenn jemand eine schlechte Bildung hat, weil er in seiner Heimat aufgrund von Krieg oder nicht vorhandener Infrastruktur oder was auch immer, keine Möglichkeit hatte sich zu bilden, dann sollten wir ihm hier die Chance dazu geben. Und wenn er dann an keinen Sprachkursen usw. teilnimmt und nur auf der faulen Haut liegt, kann man ihn immer noch wieder ausweisen. Aber eine befristete Aufenthaltsgenehmigung für solche Leute und die Chance was aus sich zu machen, sollten sie haben, wie ich finde. Denn wenn jedes Land wieder nur egoistisch an den eigenen Vorteil denkt, dann wird es sehr schnell zum großen Knall kommen.
Das sind alles Plattitüden von Dir, die Inländer haben das gute Recht qualitative Zuwanderung zu fordern, wir sind hier keine Wohltätigkeitsveranstaltung für die gesamte Welt, auch wenn einige meinen, den Wohlfahrtsstaat auf die Welt übertragen zu können - schon mal selber eingezahlt und Leistung erbracht. Vor allem ist es eine Grundvoraussetzung, dass die Menschen unsere Sprache lernen und nicht ein Leben lang mit ihrer Muttersprache sich hier durchwurschteln - so schafft man Parallelwelten. Genauso wichtig ist aber, dass die Zuwanderer bereit sind ihr altes Leben größtenteils zurückzulassen und sich auf Deutschland einzulassen, also sich zu integrieren. Integration heißt nicht sich vollständig aufzulösen, aber zumindest der Versuch, sich in sein neues Land und die Gepflogenheiten anzupassen. Wer das nicht will, kann gerne zu Hause bleiben oder zurückgehen - niemand zwingt die Menschen hier zu bleiben - im Gegenteil, die Menschen kommen doch mit einer Erwartungshaltung und genau die habe ich auch an Zuwanderer.

