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Und das deutsche Jugendstrafrecht ist in vielerlei Hinsicht in meinen Augen zu harmlos, da die Bandbreite an Sanktionsmöglichkeiten einfach zu gering ist in vielen Fällen.

DAS MASS IST VOLL !
Es entspricht einfach nicht den Tatsachen, dass Mursi als Präsident aus einer wirklich "demokratischen Wahl" hervorgegangen ist.
Ansonsten war der Mann einfach nicht zu halten. Seine Rückhalt in der Bevölkerung der ohnehin schon bei den Präsidentschaftswahlen als äußert gering eingeschätzt wurde, da er ohnehin nur als Ersatzkandidat für die Mulsimbrüder angetreten war, und letztendlich die Stichwahl dann auch nur äußerst knapp gegen einen ehemaligen Minister des Mubarak-Regimes gewonnen.
Mir ist klar, dass Ägyptens Gesellschaft anders ist als unsere. Aber kann man Demokratie auf diesem Wege herbeiführen? Daran zweifele ich sehr.

Mir ist klar, dass Ägyptens Gesellschaft anders ist als unsere. Aber kann man Demokratie auf diesem Wege herbeiführen? Daran zweifele ich sehr.
[...] um Ägypten nicht zum nächsten Versallenstaat der Sheichs von Riad zu machen [...]
Das kommt darauf an, wie man Demokratie definiert. Das, was wir in Westeuropa als Demokratie kennen und für selbstverständlich halten, wird man auf diesem Wege sicher nicht erreichen können. Allerdings stellt sich die Frage, ob die grundsätzlichen Voraussetzungen dafür dort oder überhaupt in Nordafrika oder der arabischen Welt gegeben sind. Das halte ich jedoch in vielerlei Hinsicht für fragwürdig, weswegen es ganz sicher das kleinere Übel darstellt, wenn eine nur unzureichend demokratisch legitimierte Regierung für Stabilität im Land selbst und in der Region sorgt, anstatt dass Extremisten - egal, ob religiös oder sonstwie motiviert - die herrschende Unsicherheit der Menschen mit simplen Parolen und Versprechen ausnutzen.

Und dafür, dass der im Amt bleibt, sorgen Bundesregierung bzw. Panzer von Krauss-Maffei Wegmann. Und in Katar wird auch die Armee und ihre Leopard 2 Panzer zur Hilfe gerufen, wenn auch von der Regierung und nicht vom Volk.
weswegen es ganz sicher das kleinere Übel darstellt, wenn eine nur unzureichend demokratisch legitimierte Regierung für Stabilität im Land selbst und in der Region sorgt, anstatt dass Extremisten - egal, ob religiös oder sonstwie motiviert - die herrschende Unsicherheit der Menschen mit simplen Parolen und Versprechen ausnutzen.
Das ist ja das heuchlerischste an der gesamten "westelichen" Nahostpolitik. Die übelsten und repressivsten Regime unterstützen wir fleißig bei der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung. Kein Wort der Kritik als saudische Panzer in Bahrein die Demos nieder gewalzt haben...



Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Gibt ja nicht wenige arabische Intellektuelle, die sagen, dass arabische Länder demokratieuntauglich sind.
Das heißt aber nicht, daß dies grundsätzlich ein Dauerzustand beliben muß, denn in der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert war die Gesellschaft hierzulande auch noch demokratieuntauglich. Allerdings ist es nach heutigem Ermessen sehr unwahrscheinlich, daß die arabischen Länder (in absehbarer Zeit) von sich aus Strukturen annehmen, die nach westlichem Verständnis einer Demokratie entsprechen.
Übrigens scheint es, dass es das, was gerade in Ägypten passiert, als Verhalten "der Christen" gegen "die Moslems" wahrgenommen wird. Zumindest brennen Kirchen.
http://www.jungewelt.de/2013/08-15/060.php
Das heißt aber nicht, daß dies grundsätzlich ein Dauerzustand beliben muß, denn in der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert war die Gesellschaft hierzulande auch noch demokratieuntauglich. Allerdings ist es nach heutigem Ermessen sehr unwahrscheinlich, daß die arabischen Länder (in absehbarer Zeit) von sich aus Strukturen annehmen, die nach westlichem Verständnis einer Demokratie entsprechen.
Das Schlimme an der jetzigen Situation in Ägypten ist ja, daß sich diese Islamfaschisten auch noch als moralisch im Recht bezeichnen können. Die haben die letzte Wahl gewonnen und waren erst mal demokratisch legitimiert. Dies wohl weil sie den größten Gegensatz zur bis dato regierenden politischen Klasse darstellten und am meisten vom alten System verfolgt wurden. Einmal mit mehr oder weniger demokratischen Mitteln an die Macht gekommen, haben sie diese genutzt um ausschließlich ihre eigenen Interessen durchzusetzen und großen Teilen der Bevölkerung sind die Augen aufgegangen, wem sie da wohl ihre Stimme gegeben haben. Und nun ist das Dilemma da - hält man sich an die demokratischen Spielregeln und bekämpft die Islamisten ausschließlich mit politischen Mitteln, oder akzeptiert man einen Putsch und die damit verbundene Willkür und Gewalt. Den Befürwortern der reinen Demokratielehre kann man entgegenhalten, daß der Welt viel Unheil erspart geblieben wäre, wenn nach 1933 jemand den GröFaZ samt Gefolge aus allen Ämtern gejagt hätte - ganz undemokratisch.
Auf jeden Fall ist jetzt ein hübscher Präzedenzfall geschaffen worden und es bleibt abzuwarten, ob sich in Ägypten zukünftig überhaupt noch eine Partei an demokratische Spielregeln hält.
Den Attentätern vom 20. Juli 1944 gedenken wir ja heute auch noch. Auch alles Militärs, die im Grunde ebenfalls einen Militärputsch beabsichtigten um Hitler zu entmachten.
Aber es hat doch niemand wirklich geglaubt man könne das Militär in Ägypten entmachten. Dies hält in diesem Land spätestens seit Nasser alle Fäden in der Hand.
Auf mich macht übrigens AlSisi einen ganz vernünftigen Eindruck. Insbesondere ist kein religiöser Fanatiker.
Was ich übrigens durchaus kritikwürdig finde. Zumindest diese Beschränkung auf die Gruppe um von Tresckow. Es gab Dutzende von Attentatsversuchen. Auch von Menschen, die wesentlich mehr Mut hatten als Stauffenberg wie von dem Bussche, von Gersdorff und Chapman; sie wollten es nicht dem Glück überlassen, ob Hitler bei der Explosion in Bombennähe waren, sondern wollten sich direkt neben Hitler selbst in die Luft sprengen.
Hinzu kommt, dass von Stauffenberg nicht etwa einen demokratischen Umsturz wollte, sondern eine Militärregierung das totale militärische Desaster verhindern sollte.
Trotz dieser Kritik halte ich seine Taten und für mutig und heldenhaft, aber als Symbol des Widerstandes hätte man sich auch andere aussuchen können.

Ja, aber wenn man denen jedes Jahr einen Milliardenbetrag gibt, wie es die US-Regierung ja tut und deswegen auch nicht von einem Putsch sprechen kann, wird diese Macht auch nicht schwinden. Und du selbst hast ja Argumente genannt, warum dies auch so bleiben sollte.
Angeblich ist der neue starke Mann für die "Jungfräulichkeitstests" auf dem Tahir-Platz verantwortlich.
http://www.spiegel.de/politik/ausla...aegypten-der-arabische-alptraum-a-916787.html
http://www.amnesty.de/2011/3/24/aegypten-demonstrantinnen-zu-jungfraeulichkeitstests-gezwungen
Das ist ja das heuchlerischste an der gesamten "westelichen" Nahostpolitik. Die übelsten und repressivsten Regime unterstützen wir fleißig bei der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung. Kein Wort der Kritik als saudische Panzer in Bahrein die Demos nieder gewalzt haben...
Ich weiss gar nicht, ob die USA immernoch zahlen.