Allgemeiner Politik Thread

Na, wohl kaum so freundlich wie die Kommunistenfreunde, oder kannst du mir ein Beispiel nennen, bei dem die CSU eine Koalition mit faschistischen Parteien eingegangen ist?

Das Kabinett Bartram in Schleswig-Holstein. Da hatte im Prinzip der BHE das Sagen, bei dem viele Deutschland nicht nur in den Grenzen von 1937, sondern von 1940 wiederhaben wollten. Deren Funktionäre waren nicht nur Mitläufer im NS-Staat gewesen, sondern Massenmörder.

Der BHE war sogar an zwei Bundeskabinetten beteiligt.
 
Das haben wir wirklich nicht verdient, zumal ich den Kommunistenfreunden von der SPD durchaus zutraue, die SED-Nachfolger ins Boot zu holen, damit sie regieren können - so wie vor kurzem in Berlin.

:roll: Kommunistenfreunden in der SPD?? Da machen mir die Nazifreunde in der CDU/CSU mehr Angst. Wer hat denn nach dem Krieg die ganzen Altnazis aufgenommen? Rechte Tendenzen (s, Koch gegen doppelte Staatsbürgerschaft; Beckstein in Bayern) sind m. M. nach in der Union deutlicher als kommunistische in der SPD.:(
 
Wenn man Sympathie erklären müßte....
Die hat einfach die Sympathiewerte und niemand muß es erklären. Gibt genügend Dinge, die man "nicht ab kann" oder "einfach jut" findet. Ganz einfach weil es so ist, und weil man es nicht erklären kann!
So wie man jemanden auf Anhieb sympathisch findet, halt.

Klar, aber Merkel???
Hat Deutschland wirklich so einen schlechten Geschmack ?;)
 
:roll: Kommunistenfreunden in der SPD?? Da machen mir die Nazifreunde in der CDU/CSU mehr Angst. Wer hat denn nach dem Krieg die ganzen Altnazis aufgenommen? Rechte Tendenzen (s, Koch gegen doppelte Staatsbürgerschaft; Beckstein in Bayern) sind m. M. nach in der Union deutlicher als kommunistische in der SPD.:(
Die Altnazis dürften wohl mittlerweile verblichen sein, aber die Koalition mit den Linken ist erst ein paar Jahre her.
Frage mich, worin rechte Tendenzen erkennbar sein sollen, nur weil man die doppelte Staatsbürgerschaft für unsinnig hält ... lass mich raten: Es geht da um eine nationale Grundeinstellung, aus denen die Sozis und ihre Freunde sooo gern ein nationalistisch machen, obwohl das rein gar nix damit zu tun hat. Im Prinzip will doch der rote Gesinnungsbereich, dass kein Deutscher stolz darauf ist, Deutscher zu sein (was in jeder anderen Nation unvorstellbar wäre). Habe ich richtig geraten?
 
Die Altnazis dürften wohl mittlerweile verblichen sein, aber die Koalition mit den Linken ist erst ein paar Jahre her.
Frage mich, worin rechte Tendenzen erkennbar sein sollen, nur weil man die doppelte Staatsbürgerschaft für unsinnig hält ... lass mich raten: Es geht da um eine nationale Grundeinstellung, aus denen die Sozis und ihre Freunde sooo gern ein nationalistisch machen, obwohl das rein gar nix damit zu tun hat. Im Prinzip will doch der rote Gesinnungsbereich, dass kein Deutscher stolz darauf ist, Deutscher zu sein (was in jeder anderen Nation unvorstellbar wäre). Habe ich richtig geraten?

Nur mal so zur Erinnerung: selbst die FDP plädiert für die doppelte Staatsbürgerschaft, weil diese einen zusätzlichen Anreiz beitet, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Gehören die Liberalen somit etwa auch zu "Sozis und ihre Freunde"?

Ob man rechte Tendenzen erkennt, wenn man gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ist, darüber kann man sicherlich diskutieren. Aber das Nein zur doppelten Staatsbürgerschaft war ursprünglich ein Wahlkampfthema von Parteien des rechten Randes; und wenn eine etablierte Partei sich um der Regierungsmacht willen Wahlkampfthemen von extremistischen Parteien aneignet, dann spielt sie mit den Ängsten von Menschen und wendet somit die Rattenfängermethoden der Extremisten an - und das ist (egal ob nun rechts oder links) ein absolutes "no go."

Nebenbei bemerkt: es war dabei interessant zu beobachten, wie die Hessen-CDU mit der doppelten Staatsbürgerschaft eine bundespolitische Angelegenheit in einem Landtagswahlkampf thematisierte. Und das, obwohl Politiker von Bundesregierungsparteien (egal welcher Couleur) bei Wahlniederlagen auf kommunaler Ebene doch so gerne rumplärren, daß die Bundespolitik bei diesen Niederlagen eine zu große Rolle spielte...
 
Nur mal so zur Erinnerung: selbst die FDP plädiert für die doppelte Staatsbürgerschaft, weil diese einen zusätzlichen Anreiz beitet, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Gehören die Liberalen somit etwa auch zu "Sozis und ihre Freunde"?

Ob man rechte Tendenzen erkennt, wenn man gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ist, darüber kann man sicherlich diskutieren. Aber das Nein zur doppelten Staatsbürgerschaft war ursprünglich ein Wahlkampfthema von Parteien des rechten Randes; und wenn eine etablierte Partei sich um der Regierungsmacht willen Wahlkampfthemen von extremistischen Parteien aneignet, dann spielt sie mit den Ängsten von Menschen und wendet somit die Rattenfängermethoden der Extremisten an - und das ist (egal ob nun rechts oder links) ein absolutes "no go."

Nebenbei bemerkt: es war dabei interessant zu beobachten, wie die Hessen-CDU mit der doppelten Staatsbürgerschaft eine bundespolitische Angelegenheit in einem Landtagswahlkampf thematisierte. Und das, obwohl Politiker von Bundesregierungsparteien (egal welcher Couleur) bei Wahlniederlagen auf kommunaler Ebene doch so gerne rumplärren, daß die Bundespolitik bei diesen Niederlagen eine zu große Rolle spielte...

Die FDP hat lange genug mit den Sozis koaliert ... also ja.

"No go"? Sorry, aber das kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn 10 Menschen das Gleiche wollen - aus unterschiedlichen Gründen - und einer der 10 ist extremistisch veranlagt bzw. tätig, dann dürfen die anderen 9 das nicht mehr wollen bzw. ansprechen?
Dann müssten die Braunen ja nur jedes mögliche oder unmögliche Wahlkampfthema ansprechen und schwupps ... keine Partei dürfte diese Themen jemals wieder aufgreifen.
 

Ich weiß nicht, wen du mit "ihr" meinst, aber ich wohne nicht in ihrem Wahlkreis und konnte sie somit gar nicht wählen, selbst wenn ich gewollt hätte.

Jaja ..........aber die Alternative?????

Pest gegen Cholera, kannste sagen, was Du willst;)

Das kann man so sehen, obwohl es noch Unterschiede gibt, so gering sie auch sein mögen...
 
Als das hier

Die FDP hat lange genug mit den Sozis koaliert...

(zumindest auf Bundesebene) im vollen Gange war, verweilten nicht gerade wenige hiervon

Die Altnazis dürften wohl mittlerweile verblichen sein...

nicht nur noch unter den Lebenden, sondern waren auch noch in hohen Ämtern tätig, wie z.B. Hans Filbinger (1913-2007) als MP von Baden-Württemberg.





"No go"? Sorry, aber das kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn 10 Menschen das Gleiche wollen - aus unterschiedlichen Gründen - und einer der 10 ist extremistisch veranlagt bzw. tätig, dann dürfen die anderen 9 das nicht mehr wollen bzw. ansprechen?
Dann müssten die Braunen ja nur jedes mögliche oder unmögliche Wahlkampfthema ansprechen und schwupps ... keine Partei dürfte diese Themen jemals wieder aufgreifen.

Sofern das betreffende Thema in ein extremistisches/radikalem Schema paßt, sollte dieses Thema in der Tat nicht zur Wahlkampfrhetorik für eine Partei mit einem demokratischen Selbstverständnis werden. Oder würdest du es für gut befinden, wenn eine linksextreme Partei z.B. die Verstaatlichung der Rüstungsindustrie fordert, um künftige Waffenexporte zu verhindern und ein SPD-Landesfürst damit in den Landtagswahlkampf zieht und ggf. sogar gewinnt?
 
Ja, und? Ich werde sie bzw. ihre Partei auch wieder wählen und sei es nur aus Mangel an brauchbaren Alternativen. Für wen bist du denn mit deinem Italien-Fimmel? Berlusconi? Merkel macht solide und rational Politik. Das ist deutlich mehr als man von den meisten anderen Politikern behaupten kann.

Naja, Merkel mit dem Vergleich Berlusconi zu belobigen, ist/war in etwa so, als wenn man an für einen Verbleib von Thomas Schaaf als Werder-Trainer plädiert hätte, weil z.B. ein Markus Babbel woanders wenig bis nix auf die Reihe bekommen hat.

;)

Und: eine Ermangelung an Alternativen ist für die Politik in diesem, unserem Lande ein ziemlich erbärmliches Armutszeugnis.
 
Hierfür sind die Genossen richtige Experten; besonders in der Kohl-Ära standen sie sich sehr oft selbst im Wege, um für einen Regierungswechsel herbeiuführen.

Das haben sie aber immer noch perfekt drauf. Mit der Nominierung Steinbrücks hat man doch im Endeffekt schon Merkel durch die Blume zur Wiederwahl gratuliert.

Wobei man im Bezug auf die Kohl-Ära bedenken muss, dass Lafontaine die Wahl 1990 vor allem deswegen verloren hat, weil er die Wahrheit gesagt hat. Das konnte natürlich nicht funktionieren.
 
Wobei man im Bezug auf die Kohl-Ära bedenken muss, dass Lafontaine die Wahl 1990 vor allem deswegen verloren hat, weil er die Wahrheit gesagt hat. Das konnte natürlich nicht funktionieren.

Das war einer der Kardinalfehler der SPD anno 1990. Viel schwerer wog aber, daß die führenden Köpfe der SPD nicht gerade als Befürworter der deutschen Einheit galten, die Stimmung in der Bevölkerung für die deutsche Einheit total unterschätzten und somit der vor dem Mauerfall ziemlich ins straucheln geratenen Unionsparteien und ihrem Kanzler Helmut Kohl den Titel "Väter der Einheit" auf einem Silbertablett servierten.

Dabei galt (noch Jahre vor Glasnost und Perestroika) die Ostpolitik des SPD-Kanzlers Willy Brandt ("Wandel durch Annährung") als einer der Wegbereiter für die deutsche Einheit, für die Brandt 1971 der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Dies hinderte die Unionsparteien jedoch nicht an den Versuch, wegen der Ostpolitik Brandts im April 1972 mit einem konstruktivem Misstrauensvotum Kanzler Brandt zu stürzen.

Es war selten dämlich von der SPD, denjenigen die Früchte ernten zu lassen, von denen sie bei der Saat mit allen Mitteln torpediert wurden.
 
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